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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2007
Verlag: Spielzeit!  ..i..
Spieleranzahl: 3 (2) bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 bis 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Stonehenge
 
Mystisches Multifunktionsspiel
Viele Sagen und Legenden beschäftigen sich seit langer Zeit mit der englischen Kultstätte - nun gibt es Stonehenge als Brettspiel-Anthologie. 
 

     

Mit "Stonehenge" erscheint die erste moderne "Brettspiel-Anthologie". Multifunktionsspiele kennen wir bislang von so genannten Spielesammlungen, bei denen hauptsächlich Kartenspiele unzählige Spielvarianten von Skat über Rommé bis Mau-Mau zulassen. Bei einem atmosphärischen Brettspiel ist dies jedoch eine Neuheit.

Dem Spiel liegt Grundmaterial zum mystischen Thema bei (Spielplan mit einem "inneren Ring" (30 Tag- / 30 Nachtfelder), einem "äußeren Ring (30 farblich markierte Zahlenfehlder) sowie Platz für 5 Trilithen (Steintore) und einem Altarstein in der Kreismitte).


Der Spielplan: In der Mitte der Altar, darum die 19 u-förmigen Doloritenfelder;
die 5 Trilithen (Steintore), der "innere Ring" mit 60 Tag- und Nachtfeldern sowie der "äußere Ring" mit 30 Zahlenfeldern und farblicher Markierung
   
Die Spielkarten mit Zahlen von 1 bis 30: Links eine "Tag"-Karte (Sonne); rechts eine "Nacht"-Karte (Mond); in der Mitte einer farbige Trilithen-Karte.
   

Hinzu gesellen sich Spielfiguren (Druiden) in 5 Spielfarben; dazu passend je 10 runde Spielscheiben sowie 10 eckige Blöcke in der jeweiligen Spielerfarbe. Des Weiteren liegen eine neutrale Spielfigur sowie 30 "Tag"- und 30 "Nacht"-Spielkarten (jeweils mit Zahlen von 1 bis 30) und 5 "Trilithen"-Spielkarten (je eine für jede vorhandene Spielerfarbe) bei.

Dieses Spielmaterial ist als gegeben anzusehen. Nun wurden 5 bekannte Spiele-Autoren beauftragt, aus dem Material je 1 Spiel zu entwickeln - 5 Spiele sind also im Grundspiel in der Spielregel beschrieben. Auf der Internetseite zum Spiel findet man aber bereits jetzt viele weitere Spielideen.

Und so funktioniert's:
Dadurch, dass das Spiel kein einheitliches Konzept besitzt, sondern es sich eher um eine Materialsammlung für Spielideen handelt, beschreiben wir stellvertretend die in der dem Spiel beiliegenden Anleitung bereits vorgestellten Ideen mit den nötigsten Spielregeln.

"Die Magie von Stonehenge": Hierbei handelt es sich um ein Bluffspiel für 3 bis 5 Spieler.Jeder Spieler erhält einen Trilithen sowie 6 Scheiben, die als "Lehrlinge" anzusehen sind. Nun zieht jeder 5 Spielkarten vom Stapel. Je nachdem, welche Tageszeit gerade Trumpf ist, spielen die Teilnehmer nacheinander eine ihrer Karten aus (verdeckt). Dann werden die Karten gleichzeitig umgedreht - derjenige, der die höchste Karte gelegt hat, darf einen Lehrling auf dem entsprechenden Zahlenfeld platzieren. Nach dem sechsten Lehrling wird der Trilith platziert, die Lehrlinge zurückgenommen und die Runde beginnt noch einmal von vorn. Wer schließlich den 6. Lehrling ins Spiel bringen konnte, gewinnt. Beeinflussbar ist das Spiel zusätzlich durch "Strafkarten", "Wandlungen der Zeit" (Änderung der Trumpfkarten), "Wandlungen des Geistes" (Abwerfen von mehreren Karten) sowie den "Trilithen-Karten" als Joker.

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"Der Hohepriester" ist ein Mehrheitenspiel für 3 oder 4 Spieler. Hierbei werden zunächst die Zahlenfelder des Spielplans durch Blöcke (in anderer Spielfarbe als die der Spieler) in Segmente ("Schulen") eingeteilt. Jedes Segment besteht aus 3 bis 6 Zahlenfeldern; alternativ kann es in einer schwierigeren Variante aus 2 bis 7 Feldern bestehen. Jede "Schule" wählt einen Hohepriester. Die Spieler haben pro Spielzug 3 Möglichkeiten: Sie geben einen Druiden (eine von ihren farblich gekennzeichneten Scheiben) in eine Schule - setzen ihn also auf ein freies Zahlenfeld des äußeren Rings - , verschieben die Begrenzung einer Schule um ein Feld nach links und tauschen dabei die neutrale Wand gegen einen Block ihrer Farbe  oder sie passen, falls keine Option mehr möglich ist.

Sobald alle Spieler passen müssen, endet das Spiel und es erfolgt die Abrechnung: Zunächst deckt jeder Spieler seine zuvor gezogene Trilithen-Karte auf. Alle Druidenscheiben, die auf den gezogenen Farben stehen, werden entfernt. Pro Schule wird nun ermittelt, wer dort die meisten Druiden der eigenen Farbe platziert hat - dieser Spieler erhält sämtliche Druiden dieser Schule (auch fremde) für sich. Zusätzliche 2 Druiden erhalten alle Spieler, die in der Schule, die das Zahlenfeld beinhaltet, welches der Zahl auf einer gezogenen Spielkarte entspricht, die Mehrheit besitzen. Wer am Ende die meisten "Stimmen" (Druiden) zur Wahl des Hohepriesters bekommen hat, gewinnt.


Beispiel "Hohepriester": In jeder "Schule" (links und rechts abgegrenzt durch Blöcke) sollte die eigene Spielfarbe (hier weiss) die Mehrheit an Druiden besitzen.
   
Beispiel "Geisterritter": Es gilt, farbliche Mehrheiten als Wächter an den Trilithen zu erzielen. Grün spielt gerade eine grüne Karte, darf also einen weiteren eigenen Wächter platzieren.
   

"Arthurs Geisterritter" stellt ein Kriegsspiel mit dem Thema der Arthus-Sage dar. Als "verstorbener Ritter" gilt es hier, möglichst viele "Wächter" an den Trilithen zu platzieren. Jeder der 4 oder 5 Spieler erhält 10 Blöcke ("Schwerter"), 10 Scheiben ("Wächter") und 1 Spielfigur ("Ritter"). Zunächst werden die ersten 4 der 10 Wächter pro Spieler an die Trilithen zugelost. Im weiteren Verlauf ziehen die Spieler Karten vom Stapel. Wird eine Karte der eigenen Farbe ausgespielt, darf der Spieler einen Wächter seiner Farbe platzieren; wird eine fremde Farbe ausgespielt, platziert er einen Wächter des Gegners und erhält für die "Hilfestellung" ein Schwert aus dem Vorrat für den Altar sowie einen Punkt auf dem äußeren Ring (markiert durch die Spielfigur = Ritter); die schwarze Spielfarbe stellt beides zur Auswahl. Wird eine von vier Trilithenkarten gezogen, ist eine "Kampfrunde" angesagt.

Die Spieler können nun für den Einsatz eines ihrer Schwerte vom Altar in Kombination mit einer auf der Hand befindlichen Spielkarte Aktionen ausführen (Schwert+eigene Farbe=Wächter postieren; Schwert+fremde Farbe=Gegnerwächter entfernen; Schwert+schwarze Farbe=beides zur Auswahl). Dies wird solang wiederholt, bis alle Spieler aus dem Kampf aussteigen (freiwillig oder bedingt durch Schwerter-Mangel). Nun wird abgerechnet: Jeder Spieler, der eine Mehrheit an einem Trilithen besitzt, erhält die Anzahl der dort platzierten Wächter als Punkte; ist er alleiniger Wächter an einem Trilithen, gibt's direkt die doppelte Punktzahl und hat er an allen 5 Trilithen mindestens einen Wächter platziert, gibt es noch einmal 5 Zusatzpunkte. Die Punkte werden vom Ritter auf dem äußeren Ring markiert. Das Spiel endet nach der vierten Kampfrunde (nach Aufdecken der vierten Trilithen-Karte).

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Bei den "Streitwagen von Stonehenge" handelt es sich um ein Rennspiel für 3 bis 5 Spieler. Jeder Spieler erhält einen Streitwagen (Figur), 10 Blöcke (Blockaden) und 10 Scheiben (Energiekristalle). 5 dieser Energiekristalle verteilt er auf die Felder 5, 10, 15, 20 und 25 des Spielplans, die restlichen 5 behält er im Vorrat. Außerdem zieht jeder Spieler 3 Spielkarten. Nun beginnt das eigentliche Rennen. Pro Runde ist es unterteilt in 4 Phasen. In der "Energiephase" nimmt jeder Spieler seine aktuell vorhandenen Kristalle (am Anfang 5) und verteilt sie verdeckt in die linke Hand (=Blockaden) und in die rechte Hand (=Energieschub). In der "Blockadenphase" kann nun pro Kristall ein Block auf die Spielbahn gesetzt werden (auf das Feld der ausgespielten bzw. der ausgespielten und addierten Spielkarte(n)).

Die Bahn besteht aus dem äußeren Ring ("Rennstrecke") sowie dem inneren Ring ("Grube"). Auf der Rennstrecke geht es schneller voran; nur 30 Felder werden gebraucht, um ins Ziel zu gelangen. In der Grube befinden sich Schlaglöcher - hier sind 60 Felder bis ins Ziel nötig. Durch die Blockaden muss evtl. von der Rennstrecke auf die Grube ausgewichen werden; der Verlauf ist dabei immer Tagfeld der Grube > Nachtfeld der Grube > Zahlenfeld > Tagfeld der nächsten Grube usw.
In der "Schubphase" dürfen nun die Streitwagen bewegt werden (pro Kristall 1 Feld; bei Blockaden müssen Umwege über die Gruben gefahren werden oder Zusatzkristalle eingesetzt werden, um ein Hindernis zu überwinden). Wer als erster mit seinem Streitwagen am Ziel ankommt, ist Sieger.


Beispiel "Streitwagen": Die Blöcke stellen Hindernisse dar. Damit der rote Streitwagen weiterhin auf der schnelleren Außenbahn bleiben kann, muss er 2 Energiekristalle einsetzen, um die gelbe Wand zu überqueren.
   
Beispiel "Alles muss raus": Auf der Außenbahn versteigert der Auktionator Spielsteine. Die Punkte der Spieler werden auf den Doloritenfeldern markiert.
   

"Alles muss raus"  ist ein Auktionsspiel für 3 bis 5 Spieler. Ziel ist es, beim Kauf von "Stonehenge"-Bestandteilen 20 Punkte zu erzielen. Alle Spieler stellen ihre Spielfigur auf das Altarfeld sowie ihren farblich markierten Trilithen auf ein Trilithenfeld. Der "Auktionator" wird auf Feld 1 des äußeren Rings platziert. 6 Scheiben pro Farbe (also insgesamt 30 Scheiben) werden nun gemischt und auf die Zahlenfelder des äußeren Rings verteilt. Die Spiel- und Trilithenkarten werden gemischt. Jeder Spieler zieht verdeckt 3 Karten. Der Auktionator zieht von Feld 1 bis maximal Feld 30 einmal um den äußeren Ring. Dabei hält er an jedem Feld an und bietet den dort liegenden Farbstein zur Auktion an. Die Spieler legen nun verdeckt eine oder mehrere Spielkarten vor sich hin. Dann wird aufgedeckt.

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Derjenige, der am meisten geboten hat, erhält den Stein und zieht 1 Feld vom Altar auf den u-förmig angeordneten Doloriten-Feldern vor. Wichtig dabei ist, dass eine Farbkarte der Farbe, deren Stein gerade zur Auktion angeboten wird, grundsätzlich Trumpf ist und auch höherwertige andere Farbkarten schlägt. Nach einer Auktion werden Spielkarten nachgezogen (0 für den Gewinner der Auktion, 2 für den Spieler mit dem kleinsten Gebot, je eine Karte für den Rest der Spieler). Jedem Spieler steht es dabei frei, überhaupt an einer Auktion teilzunehmen.

Die Punktevergabe beim Gewinn einer Auktion ändert sich ab dem 2. Stein dahingehend, als das nun für einen gewonnen Stein gleicher Farbe, von dem man bereits einen oder mehrere besitzt, die Anzahl der bereits vorhandenen Steine dieser Farbe  jeweils als Punkte hinzuaddiert werden. (d.h. gewinnt ein Spieler einen blauen Stein und besitzt bereits 3 davon, erhält er 1+3 = 4 Punkte in dieser Auktionsrunde). Sind alle Steine versteigert und es ist noch kein Sieger gefunden, kommen zum Schluss die Trilithen zur Auktion - diese haben den doppelten Punktewert.

Sieger ist, wer als erster über die 19 Doloritenfelder wieder beim Altar angelangt bzw. wer nach Versteigerung der Trilithen die meisten Punkte sammeln konnte. [ih]

Viele weitere Spielideen  (auch für 2 Spieler) stehen zum Abruf auf der Homepage des Produkts.
[Link]

Vielen Dank an den Spielzeit-Verlag für ein Rezensionsexemplar!

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Ingo: Mit "Stonehenge" wurde eine echte Spielneuheit geschaffen - ein flexibles Konzept, dass durch hochwertig-atmosphärisches Spielmaterial und das sagenumwobene Thema unzählige inhaltlich abgesicherte Spielvarianten zulässt. Die Spieltiefe der einzelnen Spielideen schwankt dabei natürlich etwas und kann nicht immer der eines kompletten Einzelspiels entsprechen, da sich alle Konzepte am vorhandenen Spielmaterial orientieren und nicht umgekehrt.

Die bereits vorhandenen Regeln, die leider an manchen Stellen etwas schwammig bzw. undeutlich formuliert wurden, sind aber dennoch alle recht unterhaltsam und abwechslungsreich, wenngleich es auch dort Qualitätsunterschiede im Spielablauf gibt. An fertige "große" Spiele kommen sie zumeist nicht heran.

Hauptgrund für den Kauf dieses Produkts dürfte aber der zukünftig zu erwartende Ideenreichtum von Spielautoren oder Hobby-Spiele-Erfindern sein - so bekommt man bereits jetzt auf der Verlags-Homepage zehn weitere Spielkonzepte gratis geliefert; viele weitere werden sicher folgen.

Durch die Vielfalt der sich ergebenen Spielvarianten ist abgesichert, dass wirklich für jeden Spieler eine passende Idee dabei sein wird.

 

 
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