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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: G3
Autor: Piotr Jesionek
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 60 bis 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Stinky Business
...

Recycling macht reicht!

Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Firmenchefs. Sie wollen Geld generieren, aus dem, was sowieso viel zu viel anfällt: Müll!
 
 

Der sehr bunte und zunächst unübersichtlich wirkende Spielplan zeigt die wichtigsten Orte. Sie werden für das Spiel vorbereitet.

Die goldenen Müllkarten werden gemischt und verdeckt ausgelegt, ebenso die normalen Müllkarten als Nachziehstapel. Davon werden jeweils 12 Müllkarten gezogen und verdeckt auf den Sektor II und auf den Sektor III gelegt. Die Sektoren finden sich auf der linken Seite des Spielplans.  Sektor I erhält keine Karten.  Die Müllverwertungsmarker werden an die Spielerzahl angepasst und ebenfalls bereitgelegt. Die Profitmarker werden auf ihrem Platz auf dem Spielplan positioniert.  Jeder Spieler erhält eine Müllverwertungsanlage je Art (insgesamt 5) und einen Satz unifarbener Recyclings-/Verbrennungsmarker (farbige Holzhäuschen). Außerdem erhält jeder eine (an seine Spielerposition angepasste) Anzahl an Banknoten. Das Spiel kann beginnen. Es werden insgesamt 10 Runden gespielt.

Der Ablauf verläuft immer im gleichen Schema:

Vermüllungsphase: Die Spieler ziehen vier Müllkarten vom Nachziehstapel, wählen sich eine aus und entscheiden, was sie damit machen. Entweder legen sie sie in die passende vor ihnen liegende Müllverwertungsanlage oder sie behalten sie zunächst als Handkarte. Ersteres kann aber nur geschehen, wenn der entsprechende Marker noch vorhanden ist. Handkarten wiederum darf ein Spieler nur max. zwei besitzen. Kann er die gewählte Karte nicht verwenden, wird sie auf dem Müll abgelegt. Jeder Spieler hat jetzt noch genau drei Karten übrig, die alle reihum im Sektor I abgelegt werden. Hinzu kommt eine goldene Müllkarte, die in diesen Stapel mit eingemischt wird.

Jetzt folgt Phase 2: Die Investitionsphase. Der Startspielerposten wechselt in jeder Runde und geht immer auf den linken Nachbarn über.  Möchte ein Spieler nicht investieren, darf er passen und erhält dafür 5 Banknoten. Alle Spieler können nun aber auch weitere Müllverwertungsanlagen kaufen, Recycling-Anlagen bauen und aufwerten oder in Verbrennungsanlagen investieren. Sie können aber auch weitere Müllverwertungs- oder Profitmarker kaufen, die im Verlauf Punktvorteile bringen.

Die dritte Phase ist die Recycling- und Verbrennungsphase. In dieser Phase arbeiten die Spieler ihre eigenen Möglichkeiten ab. Zunächst werden die Sektoren nacheinander ausgeführt. Dabei wird die Reihenfolge beachtet, die sich durch die Anzahl der Recyclingsmarker im jeweiligen Sektor ergibt. Die Anzahl der für den Spieler zu ziehenden Karten vom Sektor steht neben dem jeweiligen Feld. Der Spieler darf sich nun von den gezogenen Karten so viele behalten wie er möchte und nutzen kann. Den Rest legt er zurück, mischt den Stapel und gibt diesen an den nächsten Spieler, der nun ziehen darf. Dieser Teil der Phase ist das Recycling - man verwertet wieder, was man nutzen kann. Der Rest wird unter Beachten weiterer Regeln "verbrannt". Jede Verbrennungsanlage kann nur zwei Karten verbrennen (alles außer Alu und Glas). Die Reste landen dann auf dem Ablagestapel.

Die letzte Phase ist die Müllverwertungsphase. Jetzt werden alle Einkünfte aus den eigenen Müllverwertungsanlagen bezogen. Dazu werden die Werte aller Karten in der jeweiligen Anlage miteinander addiert und mit dem höchsten Profitmarker multipliziert, z.B. (2+3) x2 = 10. Alle Einkünfte der eigenen Anlagen werden miteinander addiert. Sie entsprechen dem Geldwert, den der Spieler von der Bank ausgezahlt bekommt.

Die 10. Runde gilt als letzte Runde. Jetzt verrechnet jeder seine Punkte (Plus / Minus). Der Spieler mit dem höchsten erzielten Profit, also den meisten Punkten, gewinnt. [go]

 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
interessantes, unverbrauchtes
   und vor allem sinnvolles Thema
ENDE
  MINUS:
MINUS:
wirkt deutlich komplexer,
   als es letztlich ist
Grafik teilweise unübersichtlich
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Recycling ist gut und wichtig, zumindest, wenn es richtig funktioniert. Das mal zum Thema eines Spieles zu machen, halte ich für eine sehr positive Idee, was schon mal die Spiellust fördert.  Die Anleitung wirkt zunächst verwirrend. Viele Worte, reichlich bunte Bilder und viele verschiedene Untergruppen machen zunächst den Eindruck eines komplexen Spieles, was sich allerdings nach und nach relativiert. Der Ablauf selbst ist recht schnell verständlich und zeigt auf interessante Weise, wie Recycling funktioniert - allerdings auch, wie sich daran die Pfiffigeren (und vielleicht auch Reicheren) eine goldene Nase mit unserem Müll verdienen.

Doch zurück zum Spiel. Das Spiel beinhaltet mehrere Phasen, die an sich immer gleich ablaufen. Müll sichten, dann auswählen, was man selbst verwenden kann… dann die eigenen Firmen weiter ausbauen und mit deren Gewinn in die allgemeinen Anlagen investieren, um sich mehr Anteile und somit Vorteile zu sichern. Das ist eigentlich schon alles. Ein wenig Sammeln, ein wenig Workerplacement, ein wenig Kartenglück beim Müll ziehen, ansonsten eine eher überschaubare Spieltiefe. Das macht das Spiel durchaus interessant, allerdings in seiner Zielgruppe schwerer einschätzbar. Echte Strategen werden eher wenig von dem Spiel halten. Wer allerdings mit ein wenig Glück im Spiel umgehen kann und innovative Themen bevorzugt, sollte sich das Spiel auf jeden Fall einmal anschauen. In unseren Spielgruppen kam das Spiel überwiegend gut an. Ist einer in der Gruppe, der das Spiel bereits kennt, ist der Spieleinstieg deutlich einfacher.

Der deutlich definierte Rundenablauf hinterlässt noch akzeptable Rundenwartezeiten, wobei das Spiel zu fünft sich dann doch etwas in die Länge zieht. Schade ist zudem, dass anfänglich gezogene Müllkarten durchaus das Spiel positiv oder negativ beeinflussen können. Auch Planungsfehler verzeiht der Spielmechanismus schlecht. Oft zeigt sich recht schnell ein Sieger. Das kann für Unmut sorgen.  Das Material selbst ist optisch und haptisch hochwertig. Das detailreiche Design ist ansprechend, verwirrt aber gerade auch anfangs auf dem Spielplan.

Eine eindeutige Idee war die Verwendung des Spiels innerhalb einer Schulprojektwoche zum Thema Müll. Dank des überschaubaren Regelwerkes ist das Spiel bereits für 10-jährige spielbar. Die durchaus realistisch dargestellte Thematik kann dann im Unterricht vertieft werden, was den eigentlichen Lerneffekt stärkt. 

Fazit: "Stinky Buisness" ist ein gutes Familien-/Strategiespiel, das allerdings im Besonderen durch sein ungewöhnliches Thema punktet. Ansonsten reiht es sich in die "eher gut" / "soliden" Spiele ein.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 

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