Genre: Kinder
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Kosmos
..i.. Autor: Inka Brand,
Markus Brand Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 6 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Initiative
leer
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Burg der 1000 Spiegel
Spieglein,
Spieglein an der Wand... ... wo in der Burg ist
mein ganzer Tand? Vampir Victor ist ein kleiner Schussel. Da
müssen die Kinder ran, um die Gegenstände aufzuspüren!
So funktioniert's:
Zunächst wird die Burg aufgebaut. Dazu wird die
Spielfläche (es gibt eine Seite mit Hilfslinien für die
Spiegelungen und eine Seite ohne Hilfslinien) auf den
mit Kunststoffkammern unterteilten Spielkarton
aufgesetzt. In der Mitte der Spielfläche befinden sich 9
Kreuzschlitze, die als Steckplätze für die Spiegel
vorgesehen sind. Die vier beiliegenden Spiegel werden
zunächst in beliebige Schlitze gesteckt. Außen herum
führt der Rundparcours, über den die gemeinsame
Spielfigur "Victor" per Würfelwurf vorangetrieben wird.
Das
dreidimensionale Spielfeld: Eine Burg mit Steckplätzen
für die Spiegel in der Mitte, einem Rundparcours für die
Spielfigur Victor, 12 Zinnen sowie je 3 Fenstern am
Seitenrand.
Vampir Victor
zieht um das Spielfeld: Dabei ist jedes Lauffeld mit
einer Gedankenblase gekennzeichnet. Das entsprechende
Symbol muss "erspiegelt" werden.
Jedes gelbe Feld, auf dem Victor stehen bleibt, ist mit
einer Gedankenblase versehen. In dieser Gedankenblase
befindet sich ein Gegenstand, den Victor suchen soll.
Bei einer leeren Gedankenblase bestimmt ein Mitspieler
den gesuchten Gegenstand.
Die
Gegenstände befinden sich im Inneren der Burg -
aufgedruckt auf die Burgkarten, welche oben mit Zinnen
gestaltet sind und in die Außenschlitze der Burg
gesteckt werden. Durch die Fenster der Burg sehen die
Karten alle gleich aus - nur von Innen sind die Symbole
zu entdecken. Beim Einstecken sollten sich die Spieler
bereits merken, wo sich welcher Gegenstand befinden!
Die
Reihenfolge des Einsteckens ist dabei beliebig. Zwei
Karten haben eine Besonderheit: Die eine Karte zeigt
einen Knoblauch, den Victor gar nicht mag und der beim
späteren Erspiegeln Minuspunkte bringt. Die andere Karte
hat ein offenes Sichtfenster. Durch sie kann in die Burg
hinein geschaut werden.
Maximal 3 der
4 Spiegel dürfen in einem Spielzug umgesteckt werden,
damit das Symbol durch das offene Seitenfenster gesehen
werden kann.
Stimmt's oder
stimmt's nicht? Die anderen Spieler müssen einschätzen,
ob der aktuelle Solospieler das gesuchte Symbol korrekt
erspiegelt hat.
Abwechselnd
führen die Spieler jeweils folgende Spielzüge
nacheinander aus:
1. Der Spieler, der an der Reihe ist, tauscht die offene
Fensterkarte mit einer anderen Burgkarte. So wechseln
die Gegenstände zur Erschwerung bei jedem Spielzug die
Plätze.
2. Der Spieler würfelt und zieht Victor entsprechend
voran. Die Gedankenblase zeigt das Symbol, welches nun
erspiegelt werden soll.
3. Der Spieler darf bis zu 3 Spiegel umstecken, damit er
durch das offene Sichtfenster den gesuchten Gegenstand
erspiegeln kann. Dabei muss mindestens ein Spiegel in
der geraden Reihe des Sichtfensters stecken - somit wird
mindestens ein Mal gespiegelt.
4. Ab der zweiten Runde tippen nun die anderen Spieler,
ob der Gegenstand mit den vom Spieler in Schritt 3
eingesteckten Spiegeln erreicht werden kann. Dazu legen
sie ihre Hände auf eine ihrer beiden Tippkarten
(ja/nein).
Kontrollblick
durchs Fenster: Auf dem Foto schwer zu erkennen, daher
mit rotem Kreis markiert: Erspiegelt wurde hier die
Geburtstagstorte.
Tipp:
Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose
Erklärvideos!
5. Nun wird kontrolliert, indem durch das offene
Seitenfenster geschaut wird. Stimmt der erspiegelte
Gegenstand, erhält der Spieler einen "Drops". Kann er
zusätzlich die Karte zeigen, auf der das Symbol zu
finden ist, bekommt er einen zusätzlichen Punkt. Alle
Spieler, die richtig eingeschätzt haben, ob die Spiegel
richtig steckten, erhalten ebenfalls einen Drops.
Danach ist der nächste Spieler an der Reihe.
Gewonnen hat,
wer als erster eine bestimmte Anzahl an Punkten = Drops
sammeln konnte (abhängig von der Spielerzahl).
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Varianten:
Um das Spiel schwieriger zu machen, können Mitspieler
vor Schritt 3 eine geschlossene "Tür" in einen der
Spiegelschlitze stecken, um so ein Hindernis einzubauen.
Der Spieler kann diese Tür dann in Schritt 4 wie einen
Spiegel umstecken - jedoch zählt auch dieser Vorgang
dann wie ein umgesetzter Spiegel. Maximal 3
"Umsteckungen" dürfen nur vorgenommen werden.
Außerdem kann es erlaubt werden, nach einem Spielzug die
Schachtel zu drehen, damit mehr Verwirrung entsteht.
Oder die Burgkarten werden zu Beginn "verdeckt"
eingesetzt und die Positionen müssen sich erst
erarbeitet werden.
Die
Spiegeltechnik: "Einfallswinkel = Ausfallswinkel" - das ist das
Prinzip, das die Spieler einmal verstanden haben
sollten. Die Schlitze befinden sich alle im 45°-Winkel
zu den Burgkarten. Sehe ich also durch das offene
Fenster, lenkt ein Spiegel (je nachdem, ob er nach
rechts oder links gedreht ist und in welcher Querreihe
er steckt) in dieser Reihe den Blick auf eines der 6
Symbole der angrenzenden Seitenwände.
Um die Symbole der
gegenüberliegenden Wand bzw. der eigenen Wand zu
erspiegeln, muss der Blick durch das Einsetzen von
mindestens 2 Spiegeln umgeleitet werden. Der erste
Spiegel lenkt den Blick um 90° (2x 45) nach links oder
rechts; der zweite Spiegel daneben dann um weitere 90°
(wieder 2x 45) nach oben oder unten
etc. [ih]
Vielen
Dank an KOSMOS für ein Rezensionsexemplar!
leer
ERKLÄRVIDEO
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eer Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
tolles Spielmaterial
innovative Spielidee
lehrreiche Spiegeltechnik
ENDE
MINUS:
MINUS:
Überraschungseffekt der
Spiegel verschwindet
evtl. Frustfaktor vorhanden
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo:
Nachdem die
Magnettechnik bereits die Kinderspielwelt
erobert hat, präsentieren Inka und Markus Brand
mit der "Burg der 1000 Spiegel" eine einfache,
aber geniale neue Spieltechnik. Für Kinder
zunächst durchaus faszinierend und motivierend,
wenn sie durch ein kleines Fenster ins Innere
der schön gestalteten Burg schauen und mithilfe
von kleinen Spiegeln Symbole entdecken, die sie
ohne die Reflexionen gar nicht sehen würden.
Genau hier liegt jedoch direkt die Krux dieses
Konzepts: Die Spiegeltechnik
(Einfallswinkel=Ausfallswinkel) muss erst einmal
verstanden sein; eine gewisse Portion abstraktes
Denken ist notwendig, um die Spiegel an die
richtigen Stellen zu setzen. Die Altersangabe
"ab 6 Jahren" ist dabei sehr kritisch.
In
unseren Tests in einer ersten Grundschulklasse
haben zunächst nur 2 von 25 Kindern das
45°-Prinzip der umgelenkten Lichtstrahlen
verstanden. In einer dritten Klasse sah es da
schon besser aus, wobei es in weiteren Tests
selbst Erwachsene gab, die mit der
Spiegeltechnik zunächst überfordert schienen.
Ist das Prinzip dann jedoch einmal verstanden,
verlieren die Spiegel leider viel an Reiz. Dann
ist es ein Leichtes, eine gewünschte Burgkarte
zu erspiegeln.
Die Gedächtnisleistung, die
vollbracht werden muss, um sich zu merken, an
welcher Stelle sich denn nun das aktuell zu
erspiegelnde Symbol befindet, ist dennoch nicht zu
unterschätzen. Durch die doppelte Hürde ist ein
gewisser Frustfaktor bei einigen Kindern nicht
auszuschließen. Zusammengefasst ist "Die Burg
der 1000 Spiegel" eine gute Abwandlung
bekannter Memory-Spiele, die von ihrem tollen
Spielmaterial lebt. Auch in Grundschulen ist der
Einsatz des Spieles sicher interessant, da
durchaus pädagogisch wertvoll.
Als potentieller
Bewerber um das "Kinderspiel des Jahres 2009"
setzte sich dann das
Drei-Magier-Konkurrenzprodukt "Das magische
Labyrinth" (>
Test)
im direkten Vergleich durch, da es eine größere
Zielgruppe anspricht und mehr
Langzeit-Spielreiz besitzt, wenn auch "die Burg der 1000
Spiegel" das innovativere, "lehrreichere"
Material enthält. (>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!