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Speed Dating
Kontaktanzeige war gestern...
Bei diesem schnellen
Partyspiel nehmen die Spieler eine neue Identität an, deren
Eigenheiten in schnellen Blitz-Befragungen ans Licht kommen
sollen.

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So funktioniert's:
Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.
Freunde kann man eben auch direkt nebenan kennenlernen,
bei einer herzlichen Spielerunde zum Beispiel. Doch
aufgepasst, jeder hat bei "Speed-Dating" zwei Gesichter,
eine echte und eine spielerische. Findet nun den
Partner, der am besten zu euch passt. Punkte gibt es
nämlich für Übereinstimmungen. Allerdings nur, wenn man
sich auch den Namen, das Alter und den Beruf des
Traumpartners gemerkt hat...

Die Interessen eines
Spielers können durchaus merkwürdige Kombinationen
beinhalten. |
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Zunächst
einmal erhält jeder Spieler eine Ablagebank, dazu noch
je einen Tippmarker in jeder Farbe aller mitspielenden
Spieler. Nun werden aus den Plättchen "Name", "Alter"
und "Beruf" drei verdeckte Stapel gebildet. Der
elektronische Timer wird auf 45 Sekunden gestellt.
Fehlen nur noch die 190 bunten Hobby-Plättchen. Sie
kommen in den beigefügten Stoffbeutel und schon kann es
losgehen.
Die Spieler
nehmen sich ein Berufs-, ein Alter-, ein Namens- und 4
Hobby-Plättchen und platzieren diese auf ihrer
Ablagebank. Sie schlüpfen jetzt in die vorgegebenen
Rollen.
Der aktive
Spieler betätigt den Timer und startet so seine
Befragungszeit mit dem ersten der anderen Spieler. Das
Gespräch soll letzthin einen richtigen Dialog im
Dating-Stil darstellen: "Hallo, mein Name ist ... Ich
bin... Jahre alt und arbeite als.... Wie ist denn Ihr
Name?" etc. So sollte, mit ein wenig
Fantasie, bald ein angenehmes Gespräch über die Hobbys
beginnen.

Das passiert,
wenn ihr Traumpartner aus dem Stoffbeutel entstammt... |
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Interesse
an Sören, die Lottofee, 84 Jahre alt? |
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Meldet sich
der Timer, wird das Gespräch sofort beendet. Der immer
noch aktive Spieler wendet sich nun dem nächsten
möglichen Partner zu und startet den Timer erneut.
Nachdem alle Mitspieler befragt und alle Informationen
gesammelt wurden, tippen die Spieler, für welche Person
sich der aktive Spieler nun als Traumpartner
entscheidet. Dazu nehmen die Spieler den Tipp-Marker des
möglichen Partners versteckt in die Hand. Auch der
Kontaktsuchende wählt nun seinerseits verdeckt seinen
Favoriten. Auf ein Zeichen hin decken alle Spieler ihre
Tipp-Marker auf.
Jeder
Spieler, dessen Tipp-Marker die gleiche Farbe zeigt wie
der Favorit des aktiven Spielers, erhält sofort einen
Punkt. Nun erhalten die beiden Spielgegner (Aktiver und
Favorit) die Möglichkeit, weitere Punkte zu machen. Dazu
müssen beide zuerst wissen, welchen Beruf, Alter und
Namen die gegnerische Person trägt.
Gelingt dies
nicht endet diese Spielphase hier. Können die beiden
Spieler hingegen die gesuchten Daten nennen, dürfen sie
nun Punkte sammeln. Jeder der beiden Spieler nennt nun
abwechselnd ein Hobby des anderen Spielers. Jedes
richtig genannte Hobby-Plättchen wird offen ausgelegt.
Nach insgesamt drei Fehlversuchen endet die Runde. Die
Spieler erhalten für jedes ausliegende Plättchen dann
Punkte, wenn die Hobby-Plättchen in der Farbe
übereinstimmen. Für jedes dieser Plättchen gibt es dann
einen Punkt für jeden der beiden Spieler. Kleiner Tipp:
Für das Notieren der Fehlversuche dürfen die Notizzettel
eingesetzt werden.

Der elektronische Timer setzt die Spieler beim Daten
unter Druck. |
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Mit den
Tipp-Plättchen können die Spieler für ihr Traumpaar
voten. |
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Wurden
die Punkte verteilt und alle Plättchen in die Schachtel
gelegt, beginnt eine neue Runde mit einem neuen aktiven
Spieler. Alle ziehen wieder ihr Grundsortiment an
Plättchen. Es geht von vorne los.
War
jeder Spieler einmal aktiver Spieler, erfolgt die
Endwertung. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
[go]
Vielen Dank an KOSMOS für ein Rezensionsexemplar! |
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Checkpoint |
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Checkpoint |
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PLUS:
PLUS:
originelle Memo-Idee
witzige Charakter-
Zusammenstellungen
ENDE |
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MINUS:
MINUS:
spielerisch letztlich etwas eingeengt
nicht für jedermann geeignet
Plättchen zu klein
leer |
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PUNKTE-CHECK: |
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SPIELIDEE
Originalität, Regeln |
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AUSSTATTUNG
Material, Umfang |
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SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss |
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Gabi:
Kommunikative
Partyspiele wachsen in den letzten Jahren
zunehmend wie Pilze aus dem Boden. Hier hat sich
der Autor Marcel-André Casasola Merkle nun einem
eher außergewöhnlichen Spielthema zugewandt -
dem Speed-Dating. All denen, die spontan nichts
mit diesem Begriff anfangen können sei gesagt,
man lernt in kürzester Zeit viele verschiedene
Personen kennen, die ebenfalls auf Partnersuche
sind. Auf Grund des hohen Zeitdrucks aber
bleiben eben nur kurze erste Eindrücke, um sich
ein Bild von der Persönlichkeit des Gegenübers
zu machen.

Was nun hat diese Art der Partnersuche mit
unserem Brettspiel zu tun? Eigentlich nur den
schnellen "Partnerwechsel" und die geforderte
Aufnahmefähigkeit. Interessant ist, dass alle
Spielergruppen unbefangen miteinander in Kontakt
treten können, denn man spielt mit erfundenen
Figuren. Und so schlüpft man zum Beispiel in die
Rolle der 101-jährigen Feuerwehrfrau Johanna,
die gerne Fallschirm springt, sich für
Marsmenschen und Karate interessiert, und, gerne
in der Nase bohrend, auch schon in Las Vegas
war. Hier kommen doch recht suspekte Charaktere
zum Vorschein, die allgemein für Gelächter
sorgen.

Die Spielidee dahinter zeigt sich jedoch als
Gemisch aus Memory und Glück. Auch
Konzentrationsfähigkeit und akustische
Wahrnehmung werden gefordert, wenn man sich
gerade auch bei hoher Spielerzahl (optimal sind
aber in etwa 5 Spieler) noch so viele
Informationen wie möglich merken möchte. Nur,
wenn ich gut zuhöre, erkenne ich den richtigen
Kandidaten für mich. Pech nur, dass es mir
nichts bringt, wenn er wiederum nicht richtig
bei mir zugehört hat - weiß mein Favorit nichts
mehr über mich, verliere ich auch.

Und so kämpfen wir uns Runde für Runde durch das
Spiel. Lustig kann es mitunter sein, ja, aber
gelegentlich auch deprimierend. Nur wenn sich
die Spieler gegenseitig Fehler verzeihen, ein
gutes Stück Humor mitbringen und ihre Gespräche
auch durchaus mal ein wenig satirisch klingen
lassen, funktioniert das Spiel. Dann machen die
Dialoge beim Zuhören Spaß. Werden die Charaktere
mit Schauspielerei unterstrichen, greift das
Spielprinzip.

Das Material im Spiel scheidet ein wenig die
Geister. Die Plättchen wirken klein, zu klein
für große Hände und Grobmotoriker. Die
Kunststoffbänke sind an die Plättchen angepasst,
jedoch sehr glatt. Da rutscht beim Anstoßen
durchaus das eine oder andere Teil heraus.
Ärgerlich, wenn der Nachbar meine Hobbys sieht.
Der Timer wiederum ist hochwertig und praktisch.

"Speed Dating" erhält von mir nur eine begrenzte
Kaufempfehlung aufgrund einer Spielidee, die nur
für Leute mit gutem Gedächtnis und einer
gehörigen Portion Humor gedacht ist. Ich für
meinen Teil würde im direkten Vergleich dann
doch eher zu "Eselsbrücke" greifen, das sich
memorytechnisch nämlich zusätzlich noch mit ganz
viel eigener Fantasie ausstatten lässt.
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KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz |
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Ende |
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