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Spiel-Fakten:

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Genre: Party, Kommunikation
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Kosmos Verlag  ..i..
Autor: Marcel-André
Casasola-Merkle
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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  Speed Dating
 
Kontaktanzeige war gestern...
Bei diesem schnellen Partyspiel nehmen die Spieler eine neue Identität an, deren Eigenheiten in schnellen Blitz-Befragungen ans Licht kommen sollen.
 

     

So funktioniert's:
Wozu in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Freunde kann man eben auch direkt nebenan kennenlernen, bei einer herzlichen Spielerunde zum Beispiel. Doch aufgepasst, jeder hat bei "Speed-Dating" zwei Gesichter, eine echte und eine spielerische. Findet nun den Partner, der am besten zu euch passt. Punkte gibt es nämlich für Übereinstimmungen. Allerdings nur, wenn man sich auch den Namen, das Alter und den Beruf des Traumpartners gemerkt hat...


Die Interessen eines Spielers können durchaus merkwürdige Kombinationen beinhalten.

Zunächst einmal erhält jeder Spieler eine Ablagebank, dazu noch je einen Tippmarker in jeder Farbe aller mitspielenden Spieler. Nun werden aus den Plättchen "Name", "Alter" und "Beruf" drei verdeckte Stapel gebildet. Der elektronische Timer wird auf 45 Sekunden gestellt. Fehlen nur noch die 190 bunten Hobby-Plättchen. Sie kommen in den beigefügten Stoffbeutel und schon kann es losgehen.

Die Spieler nehmen sich ein Berufs-, ein Alter-, ein Namens- und 4 Hobby-Plättchen und platzieren diese auf ihrer Ablagebank. Sie schlüpfen jetzt in die vorgegebenen Rollen.

Der aktive Spieler betätigt den Timer und startet so seine Befragungszeit mit dem ersten der anderen Spieler. Das Gespräch soll letzthin einen richtigen Dialog im Dating-Stil darstellen: "Hallo, mein Name ist ... Ich bin... Jahre alt und arbeite als.... Wie ist denn Ihr Name?" etc.   So sollte, mit ein wenig Fantasie, bald ein angenehmes Gespräch über die Hobbys beginnen.


Das passiert, wenn ihr Traumpartner aus dem Stoffbeutel entstammt...
   
Interesse an Sören, die Lottofee, 84 Jahre alt?
   

Meldet sich der Timer, wird das Gespräch sofort beendet. Der immer noch aktive Spieler wendet sich nun dem nächsten möglichen Partner zu und startet den Timer erneut. Nachdem alle Mitspieler befragt und alle Informationen gesammelt wurden, tippen die Spieler, für welche Person sich der aktive Spieler nun als Traumpartner entscheidet. Dazu nehmen die Spieler den Tipp-Marker des möglichen Partners versteckt in die Hand. Auch der Kontaktsuchende wählt nun seinerseits verdeckt seinen Favoriten. Auf ein Zeichen hin decken alle Spieler ihre Tipp-Marker auf.

Jeder Spieler, dessen Tipp-Marker die gleiche Farbe zeigt wie der Favorit des aktiven Spielers, erhält sofort einen Punkt. Nun erhalten die beiden Spielgegner (Aktiver und Favorit) die Möglichkeit, weitere Punkte zu machen. Dazu müssen beide zuerst wissen, welchen Beruf, Alter und Namen die gegnerische Person trägt.

Gelingt dies nicht endet diese Spielphase hier. Können die beiden Spieler hingegen die gesuchten Daten nennen, dürfen sie nun Punkte sammeln. Jeder der beiden Spieler nennt nun abwechselnd ein Hobby des anderen Spielers. Jedes richtig genannte Hobby-Plättchen wird offen ausgelegt. Nach insgesamt drei Fehlversuchen endet die Runde. Die Spieler erhalten für jedes ausliegende Plättchen dann Punkte, wenn die Hobby-Plättchen in der Farbe übereinstimmen. Für jedes dieser Plättchen gibt es dann einen Punkt für jeden der beiden Spieler. Kleiner Tipp: Für das Notieren der Fehlversuche dürfen die Notizzettel eingesetzt werden.


Der elektronische Timer setzt die Spieler beim Daten unter Druck.
   
Mit den Tipp-Plättchen können die Spieler für ihr Traumpaar voten.
   

Wurden die Punkte verteilt und alle Plättchen in die Schachtel gelegt, beginnt eine neue Runde mit einem neuen aktiven Spieler. Alle ziehen wieder ihr Grundsortiment an Plättchen. Es geht von vorne los. War jeder Spieler einmal aktiver Spieler, erfolgt die Endwertung. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [go]

Vielen Dank an KOSMOS für ein Rezensionsexemplar!

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
originelle Memo-Idee
witzige Charakter-
   Zusammenstellungen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
spielerisch letztlich etwas eingeengt
nicht für jedermann geeignet
Plättchen zu klein
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi:  Kommunikative Partyspiele wachsen in den letzten Jahren zunehmend wie Pilze aus dem Boden. Hier hat sich der Autor Marcel-André Casasola Merkle nun einem eher außergewöhnlichen Spielthema zugewandt - dem Speed-Dating. All denen, die spontan nichts mit diesem Begriff anfangen können sei gesagt, man lernt in kürzester Zeit viele verschiedene Personen kennen, die ebenfalls auf Partnersuche sind. Auf Grund des hohen Zeitdrucks aber bleiben eben nur kurze erste Eindrücke, um sich ein Bild von der Persönlichkeit des Gegenübers zu machen.

Was nun hat diese Art der Partnersuche mit unserem Brettspiel zu tun? Eigentlich nur den schnellen "Partnerwechsel" und die geforderte Aufnahmefähigkeit. Interessant ist, dass alle Spielergruppen unbefangen miteinander in Kontakt treten können, denn man spielt mit erfundenen Figuren. Und so schlüpft man zum Beispiel in die Rolle der 101-jährigen Feuerwehrfrau Johanna, die gerne Fallschirm springt, sich für Marsmenschen und Karate interessiert, und, gerne in der Nase bohrend, auch schon in Las Vegas war. Hier kommen doch recht suspekte Charaktere zum Vorschein, die allgemein für Gelächter sorgen.

Die Spielidee dahinter zeigt sich jedoch als Gemisch aus Memory und Glück. Auch Konzentrationsfähigkeit und akustische Wahrnehmung werden gefordert, wenn man sich gerade auch bei hoher Spielerzahl (optimal sind aber in etwa 5 Spieler)  noch so viele Informationen wie möglich merken möchte.  Nur, wenn ich gut zuhöre, erkenne ich den richtigen Kandidaten für mich. Pech nur, dass es mir nichts bringt, wenn er wiederum nicht richtig bei mir zugehört hat - weiß mein Favorit nichts mehr über mich, verliere ich auch.

Und so kämpfen wir uns Runde für Runde durch das Spiel. Lustig kann es mitunter sein, ja, aber gelegentlich auch deprimierend. Nur wenn sich die Spieler gegenseitig Fehler verzeihen, ein gutes Stück Humor mitbringen und ihre Gespräche auch durchaus mal ein wenig satirisch klingen lassen, funktioniert das Spiel. Dann machen die Dialoge beim Zuhören Spaß. Werden die Charaktere mit Schauspielerei unterstrichen, greift das Spielprinzip.

Das Material im Spiel scheidet ein wenig die Geister. Die Plättchen wirken klein, zu klein für große Hände und Grobmotoriker. Die Kunststoffbänke sind an die Plättchen angepasst, jedoch sehr glatt. Da rutscht beim Anstoßen durchaus das eine oder andere Teil heraus. Ärgerlich, wenn der Nachbar meine Hobbys sieht. Der Timer wiederum ist hochwertig und praktisch.

"Speed Dating" erhält von mir nur eine begrenzte Kaufempfehlung aufgrund einer Spielidee, die nur für Leute mit gutem Gedächtnis und einer gehörigen Portion Humor gedacht ist. Ich für meinen Teil würde im direkten Vergleich dann doch eher zu "Eselsbrücke" greifen, das sich memorytechnisch nämlich zusätzlich noch mit ganz viel eigener Fantasie ausstatten lässt.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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