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Spiel-Fakten:

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Genre: Aktion, Geschicklichkeit
Erscheinungsjahr:
2010
Verlag: Hasbro  ..i..
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 6 Jahren
Spieldauer: 15 bis 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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  Sorry! Bahn frei
 
Eisstockschießen auf dem Spieltisch
Seit einigen Jahren ist es olympisch, oft etwas belächelt, und doch sehr spaßig, wenn man selber daran teilnimmt: Curling - jetzt als Brettspiel.
 

     

So funktioniert's:
Vor dem ersten Spiel erhalten die farbigen Bahnen zunächst ihre Seitenteile als Banden. Dann wird entschieden, welche der vier Varianten gespielt wird und die entsprechende Zielscheibe in die Mitte gelegt. An der Zielscheibe werden dann die Bahnen befestigt.


Die zusammengesetzte Spielfläche mit vier Bahnen und blauer Zielscheibe.
   
Jedem Spieler stehen 4 Rollkegel zur Verfügung.
   

Jeder Spieler wählt eine Spielerfarbe, dessen Bahn er übernimmt, und enthält dazu eine farblich passende Wertungstafel sowie 8 Kegel (4 Rollkegel und 4 Wertungskegel).

Variante 1: Schnell ins Haus (blaues Zielfeld):
Ziel ist es hier, alle Kegel ins Haus zu bringen. Es beginnt der jüngste Spieler. Der aktive Spieler schiebt einen seiner Rollkegel über die Bahn bis aufs Zielfeld. Je näher er dem Mittelpunkt kommt, desto mehr Punkte gibt es. Die Kegel anderer Spieler dürfen aus dem Weg geschossen werden. Bleibt der Kegel beim Schießen auf der eigenen Bahn stehen, kann er mit einem weiteren eigenen Kegel in eine günstigere Position geschossen werden.

Fällt der Kegel um, oder steht er auf einer fremden Bahn, wird er für diese Runde aus dem Spiel entfernt. Landet er in der Sorry-Ecke des Zielfeldes oder fällt er gar vom Spielfeld, muss der Kegel für diese Runde ebenfalls aus dem Spiel genommen werden, außerdem wird der am höchsten stehende Wertungskegel wieder auf die Position "Start" zurückgesetzt.


Alle Spieler haben ihre Rollkegel zur Zielscheibe geschoben.
   
Auf der eigenen Wertungstafel werden die Punkte markiert.
   

Wertungsvoraussetzung: Der Rollkegel steht  mindestens zur Hälfte auf einem der, auf der Zielfläche eingezeichneten Ringe. Der Spieler erhält dafür die dort angegebene Menge an Punkten. Diese werden mit einem der Wertungskegel auf der Wertungstafel nach oben gesetzt. Die Kegel, die auf der eigenen Bahn liegen geblieben sind, werden ebenfalls mit einem Punkt bewertet.

Bei der Wertung gilt: Das Haus-Feld auf der Wertungstafel darf nur mit genauer Punktzahl erreicht werden! Nach der Wertung beginnt die neue Runde. Wer zuerst alle Kegel im Haus hat, gewinnt.

Variante 2: Reingefallen! (gelbes Zielfeld):
Die Grundregeln bleiben erhalten. Rutscht der Kegel nach dem Schieben oder durch fremdes Anstoßen ins Loch, wird er aus dem Spiel genommen und dafür ein Wertungskegel direkt ins Haus gestellt. Bleibt der Kegel bis zum Schluss nur zur Hälfte im Loch liegen, erhält der Spieler am Ende 4 Punkte.


Insgesamt liegen dem Spiel vier verschiedene Zielscheiben bei, welche alle mit unterschiedlichen Aufgaben verbunden sind.

Variante 3: Turbo-Sorry! (grünes Zielfeld):
Die Grundregeln bleiben erhalten. Rutscht der Kegel nach dem Schieben direkt ins Loch oder wird hinein geschubst, wird der Rollkegel für diese Runde aus dem Spiel genommen. Außerdem muss der am höchsten stehende Wertungskegel des Spielers wieder auf Start gesetzt werden.

Der Kreis mit den Zahlen 4-6 bietet die Möglichkeit, mit dem Wertungskegel eine beliebige passende Zahl zu setzen. Steht ein Rollkegel bis zum Ende der Runde nur halb im Loch, darf dessen Besitzer noch den 4-6-Ring für sich werten!

Variante 4: Außen rum! (rotes Zielfeld):
Die Grundregeln bleiben erhalten. Bleibt der Rollkegel auf einem der vier Gefahrenpunkte (mit Ausrufe-Zeichen in orange) stehen - egal ob durch Fremdverschulden oder eigenes Pech -, wird der Kegel für diese Runde aus dem Spiel genommen. Es gibt dafür keine Punkte.

Weitere Optionen:
Man kann auch mehrere Bahnen miteinander koppeln und so für ein neues Spielgefühl sorgen. Duelle sind nach den bekannten Regeln auch mit den veränderten Bahnlängen spielbar. Auch ist ein Solo-Spiel möglich.

Spielende: Hat ein Spieler seinen vierten Wertungskegel ins Ziel gebracht, gewinnt er das Spiel. [go]

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  PLUS:
PLUS:
Thema gut umgesetzt
reibungsloser Spielablauf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Thema wirkt langsam
   etwas abgegriffen
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: "Sorry! Bahn frei" gelingt es auf schlichte Weise, Bewegung auf den Spieltisch zu bringen. Eine kleine bewegliche Kugel im Boden der Spielfiguren lässt die Pöppel wie beim Eisstockschießen über die Spielfläche gleiten.

Für das gezielte Platzieren auf einer der Zielscheiben benötigt der Spieler ein wenig Übung, denn das richtige Maß an Kraft zu finden, dauert ein Weilchen. Geschicklichkeit und eine gute Hand-Augen-Koordination sind hier gefragt.

Oftmals liegen die Wertungspunkte nahe beieinander. Das erhöht den Spielreiz, denn auf diese Weise kann ein guter Schub, in so mancher Partie, einen zurückliegenden Wertungskegel doch noch nach vorn katapultieren.

Die verschiedenen Varianten bieten zusätzlichen Anreiz für weitere Runden. Gerade die "Außen-rum"-Variante führt zu deutlich verstärkten Drängeleien auf dem Zielfeld - Konfrontation ist erwünscht.

Und das Material? Die Kunststoffkegel sind haltbar konstruiert, die Bahnen sind ebenfalls stabil und nicht zu glatt. Die Einsteckbanden halten den Kegeln stand. Einmal aufgebaut, können die Seitenteile übrigens praktischerweise an den Bahnen belassen werden.

In unserer Spielgruppe kam das Spiel gut an, wobei es sich natürlich gezielt an die Liebhaber von Aktionsspielen richtet. Anderen Spielern fehlt es auf Dauer ein wenig an Abwechslung, denn letztlich beschränkt sich die eigentliche Tätigkeit der Spieler halt ausschließlich auf das Schieben der Kegel.

Wer Geschicklichkeitsspiele dieser Art mag, erhält mit "Sorry! Bahn frei" jedoch ein gelungene, kinder- und familiengerechte Umsetzung der Sportart "Curling".

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
     
 
     

Ingo: Als Curling olympisch wurde, haben viele Zuschauer zunächst etwas belustigt reagiert, wenn man den Sportlern zum ersten Mal beim "Schrubben" über die Eisfläche zusah. "Sorry! Bahn frei" erinnert nun genau an diesen Sport, den sicher bereits einige von uns hobbymäßig unter dem Namen "Eisstockschießen" kennen gelernt haben.

Wie bei anderen Gleitspielen (z.B. "Pitch Car"), gilt es für die Spieler, ihre Spielsteine (hier: Kegel) möglichst geschickt über die Spielfläche zu schubsen. Der Reiz bei "Sorry! Bahn frei" liegt dabei besonders am zielorientierten Platzieren der Figuren innerhalb der Markierungen einer der vier zur Auswahl stehenden Zielscheiben. Dafür wird Geschick, aber auch einfach etwas Glück benötigt.

Und wie beim sportlichen Vorbild, steht das Ärgern der Mitspieler hoch im Kurs. Gerade noch hat mein Gegner seinen Stein auf der Höchstpunktezahl platziert, schon schubse ich ihn mit meinem Kegel von der Bahn. Etwas Schadenfreude lässt sich hier nicht verbergen :-)

Je mehr Leute mitspielen, umso größer ist das Gedränge. Glücklicherweise ist die Spielfläche an die Spieleranzahl anpassbar, so dass das Spiel auch gut mit nur 2 Spielern funktioniert.

Wer ein schönes Aktionsspiel zu Weihnachten sucht, das thematisch gut zur Winterzeit passt, erhält mit "Sorry! Bahn frei" einen empfehlenswerten Vertreter dieser Spielkategorie!

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 

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