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Spiel-Fakten:

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Genre: Aktion, Geschicklichkeit        
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: KOSMOS  ..i..
Autor: Stefan Schranz
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 15 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
Sokieba
....
Zielen, werfen, treffen...
Das ist zumindest der Plan in diesem Aktivspiel, in dem bunte Softwürfel auf einen weißen Zielwürfel geworfen werden. Doch das ist mal gar nicht so leicht...


     
Der weiße Softwürfel wird mit der "3" nach oben auf den Boden gelegt. Die Spieler stellen sich in ca. 3 bis 5 Meter Entfernung auf, wobei die Entfernung natürlich auch beliebig verändert werden kann.

Auf dem Foto seht ihr (von links nach rechts) unsere SPIELKULTisten André (zu erkennen an der Bierflasche, deren Marke nur Insider kennen - Gruß an Moritz! - und am roten T-Shirt, dessen Logo allen Bretterwissern bekannt sein dürfte...), daneben Verena und Nicole... und mich (Ingo) eigentlich auch, hätte ich nicht die Fotos geschossen... ;)



Der jeweils aktive Spieler nimmt sich nun die 5 farbigen Softwürfel und wirft sie nacheinander auf den weißen Würfel. Wir lassen die Mädels jetzt an dieser Stelle mal kurz außen vor und konzentrieren uns auf den einzigen echten Kerl der Runde...



Trifft ein Farbwürfel den weißen Würfel, werden die beiden Augenzahlen der beteiligten Würfel addiert und notiert.



Es gewinnt dann der, wer mit seinen Treffern die höchste Gesamtsumme erzielt. Oder einfach der, der überhaupt den Würfel trifft... Glückwunsch, André! ;)



Neben kleinen Varianten stellt die Anleitung auch einen Link zu weiteren Spielideen bereit, die vor allem für den therapeutischen und pädagogischen Bereich bestimmt sind. [ih]
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:

nette Boccia-Variante
kann auch pädagogisch /
   therapeutisch eingesetzt werden

---
  MINUS:
MINUS:
das Treffen des Zielwürfels ist
   eine Kunst für sich, deren Zugang
   mit verweht blieb...
...
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo: Sommer in den 80ern, ich als Kind mit den Eltern an der Ostsee, und dann vorbei an etlichen Strandläden, die diese verführerischen bunten Plastikkugeln anbieten, die man als Kind einfach haben will. "Boccia" nennt sich das Spiel, bei dem man seine Farbkugeln durch zielsicheres Werfen möglichst nah an einer kleinen Zielkugel im Sand platzieren muss. Die Franzosen spielen das unter dem Namen "Boule" bis ins hohe Alter. Ein erprobtes Spiel also, das in der allgemeinen Sommerlaune für gute Wettkampfstimmung sorgt.

Sommer 2017, ich als SPIELKULTist mit meinen Kollegen am grünen Strand von Witten (also in unserem Garten...), und dann liegt da diese blaue Spielschachtel mit der KOSMOS-Neuheit "Sokieba" auf dem Tisch, deren bunte Softwürfel eine ähnliche Aufmerksamkeit auf sich lenken wie damals die bunten Bocciakugeln... naja, fast zumindest. Vielleicht fehlen uns an diesem Abend auch gerade die Kinder, die das Spiel enthusiastischer aufnehmen, was ich in späteren Spielrunden feststelle. Aber okay, einem SPIELKULTisten entgeht keine Neuheit und so probieren wir das Spiel also erstmals in unserer Erwachsenenrunde aus... Wer ist bloß auf die Idee gekommen, dass 3 Meter Entfernung  zum Zielwürfel eine gute Entfernung darstellen? Wir nicht. 18 von 20 geworfenen Würfeln landen zielsicher mal mehr, mal weniger weit neben (!) dem Zielwürfel, gerade mal 2 Treffer lassen erkennen, worum es in dem Spiel eigentlich geht... dummerweise wurden die beiden Treffer von ein und der selben Person erzielt (siehe Fotos oben), sodass der eigentliche Clou des Spiels gar nicht von Bedeutung war...

Was nun ist der Clou, der "Sokieba" eben doch vom klassischen "Boccia" unterscheidet? Nun, zum einen muss der Zielwürfel vom geworfenen Würfel berührt werden, um eine Wertung auszulösen. Dicht dran reicht nicht. Zum zweiten - und das ist das eigentlich Interessante, zumal es dann eben auch im pädagogischen Bereich spielerisch das Kopfrechnen einübt - werden dann immer Punkte addiert, nämlich die, die die Würfel zeigen. Die Idee ist also durchaus reizvoll, da Würfel unberechenbar sind. Somit kochen da schnell Emotionen hoch. Und im therapeutischen Bereich kann auch noch die Körperkoordination trainiert werden.

Leider - so hat es sich in unseren diversen weiteren Spielrunden gezeigt - ist der Theorie die Praxis vorangestellt... heißt: Das Spiel kann echt frustrieren, wenn man partout NICHTS trifft. Ist dann auch nur ein Spieler dabei, der treffsicher wirft, haben die anderen keine Chance. Sowas lässt ein Spiel dann schnell in der dunklen Ecke der Wohnung verschwinden, einer Ecke, so dunkel, wie die Würfel nach etlichen Partien auch aussehen, denn Schmutz haftet doch recht penetrant am Soft-Material. Wir hätten uns zum besseren Handling noch etwas größere Würfel gewünscht. Mit dem vorliegenden Material muss man also - wenn man kein Naturtalent ist - erstmal üben, üben, üben, bis man Erfolge erzielt. Oder man passt die Abwurfentfernung an, z.B. auf 1 Meter bis 30 cm... ;-) Überhaupt lässt das Spiel Raum für Hausregeln.

Als reines Aktivspiel empfinde ich "Boccia" dennoch reizvoller als "Sokieba", dem ich in dieser Kategorie nur eine Durchschnittsnote gebe. Nicht, weil die Idee nur Durchschnitt wäre, die ist nämlich eigentlich super. Aber in der spielerischen Umsetzung holpert es unter Beachtung der Standardregeln leider. Der anfängliche Frust überwiegte bei den meisten der insgesamt rund 30 Testspielern... schade! Das kann natürlich in anderen Runden besser aussehen. Und wer durchhält, wird auch langfristig Erfolge erzielen. Schnelle Spaßspiele (und als solches wird "Sokieba" vermarktet, wenn man sich das Cover ansieht, das mehr körperbetonte Coolness vermittelt, als letztlich im Spiel vorhanden ist) vertragen aber oft keine langen Übungsphasen. Tipp für alle Frustrierten: Nehmt das Spiel mit in den Urlaub. Am Strand macht Üben viel mehr Spaß... :) Noch besser sieht es aus, wenn man "Sokieba" im Schulbereich oder in der Therapie einsetzt. Mit den nötigen individuellen Anpassungen und mit der ebenso nötigen Geduld erhält man hier ein interessantes Spielkonzept, das nicht nur die Addition in den Köpfen der Spieler verfestigt, sondern in diesem Bereich auch rein haptisch sinnvoll eingesetzt werden kann (7 Punkte). Und das nicht nur im Sommer.
.
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND
...
   Ingo
   André
Ende
 
 

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