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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2015
(Original: 2008)
Verlag: Renegade
Autoren:
The Lamont Brothers
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45-60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Snow Tails
...

Mush, Mush, ins Ziel!

Als Hundeschlittenführer (Musher) treibt ihr euer Gespann über die verschneite Rennstrecke. Allerlei Hindernisse verlangen von euch dabei viel taktisches Geschick!
 


Der Spielplan wird aus beliebigen Spielplantafeln zusammengestellt. Die Rennstrecke ist somit individuell kombinierbar und bestimmt damit dann auch Schwierigkeitsgrad und Länge des Spiels.



Jeder Spieler startet mit seinem Schlitten an der Start-Linie. Gesteuert wird der Schlitten durch das Schlitten-Tableau des Spielers. Zu Beginn haben beide Hunde einen Wert von "3", die Bremse ebenso. Vom eigenen, gut gemischten, verdeckten Kartenset zieht jeder Spieler 5 Karten auf die Hand (Spieler 4 bekommt ggf. eine zusätzliche, Spieler 5 zwei zusätzliche Karten für den ersten Zug; danach beträgt das Handkartenlimit während des gesamten Spiels immer 5!).



Wer an der Reihe ist, muss (!) 1 bis 3 Handkarten ausspielen - auf den linken Hund und/oder rechten Hund und/oder auf die Bremse. Es können auch Werte mit einer neuen Karte "bestätigt" werden, um die Balance des Schlittens nicht zu verändern, aber das Ausspielen mindestens einer Karte ist Pflicht! Möchte man mehrere Karten ausspielen, müssen diese alle den selben Wert haben!



Nun wird die Geschwindigkeit und die Balance des Schlittens berechnet: Dazu addiert man die Werte der beiden Hunde und zieht davon den Wert der Bremse ab. Je nachdem, welcher Hund stärker zieht, bewegt man den Schlitten während seines Zuges um die Differenz in die entsprechende Richtung. Im Beispiel oben ziehen die Hunde mit einer Stärke von 5+1= 6. Die Bremse reduziert die Bewegung um "1", d.h. der Schlitten fährt 5 Felder nach vorn. Da der linke Hund stärker zieht (mit einer Differenz von 4 zum rechten Hund), muss bei den 5 Feldern insgesamt 4 mal die Spur nach links gewechselt werden!

 

Ziehen beide Hunde ausgeglichen, darf (!) man am Ende seiner Bewegung noch einmal so viele Felder weiterziehen, wie es der eigenen Position auf der Rennstrecke entspricht, also auf Position 2 2 Felder, 3 Felder auf Position 3 etc. Die Positionen der Spieler bestimmen auch stets die Zugreihenfolge.



Gezogen wird immer nach vorn, bei einem Spurwechsel schräg nach vorn. Man kann nie eine Spur seitlich wechseln und dabei nicht nach vorn fahren!

Sollte man auf einen Gegner "auffahren", darf man am Ende seines Zuges ausnahmsweise seine Handkarten nicht auf 5 aufziehen, sondern muss beim nächsten Zug mit weniger Karten spielen.



Nun gibt es auch noch andere Hindernisse, die umfahren werden müssen, wenn man die entsprechenden Tafeln in die Rennstrecke einbaut: Ein Gebirge, eine Schlucht, eine Tannenschonung... und natürlich darf man auch nie seitlich von der Strecke abkommen. Außerdem gibt es auch noch Geschwindigkeitskontrollen. Kracht man in ein Hindernis, muss man eine Strafkarte (ohne Zahl) dauerhaft auf die Hand ziehen, die fortan zum Handkartenlimit hinzuzählt und mich somit in meiner Bewegungsauswahl einschränkt. Bei der Übertretung der Geschwindigkeit muss sogar die Differenz zur erlaubten Geschwindigkeit als Strafkarte(n) auf die Hand genommen werden. Hat man 5 Strafkarten auf der Hand, ist der Schlitten manövrierunfähig und man scheidet aus.



Gespielt wird solange, bis der letzte Spieler (der nicht ausgeschieden ist) die Ziellinie überquert. Es gewinnt, wer am weitesten über die Ziellinie hinausgefahren ist. [ih]

Hinweis: Auch wenn das Spiel an sich sprachneutral ist, ist die Anleitung dieser Neuauflage bislang nur in englischer Sprache verfügbar.
 
 ERKLÄRVIDEO

leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktisches Rennspiel
sehr pfiffiger Mechanismus
schönes Material
Spieldauer und Schwierigkeits-
   grad anpassbar

ENDE
  MINUS:
MINUS:
Mechanismus muss erst
   verinnerlicht werden
mitunter leicht glücksabhängig

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo: Rennspiele, bei denen es darum geht, möglichst schnell ins Ziel zu gelangen, gibt es viele. Die meisten verwenden da den klassischen Würfelmechanismus, andere Bewegungskarten. Da noch was vollkommen Neues zu erfinden, ist nicht einfach. Den Lamont-Brüdern gelang dies im Jahr 2008 mit "Snow Tails", einem Schlittenhunderennen, das im Jahr 2015 endlich, nachdem es lange Zeit vergriffen war, eine Neuauflage erhielt. Diese unterscheidet sich glücklicherweise nur vom Coverdesign und in winzigen Gestaltungsdetails, spielerisch wurde nichts verändert, und das ist auch gut so.

Herzstück des Spiels sind die Schlittenhundegespanne der Spieler, die gleich an drei Stellen beeinflusst werden können, nämlich zum einen an dem Hundeduo, das den Schlitten zieht, sowie an der Bremse. Der Mechanismus ist wirklich pfiffig: Addiere die beiden Hundewerte, subtrahiere davon den Wert der Bremse - und schon hast du die Anzahl an Feldern, die du nach vorn fährst. Ziehen die Hunde nicht mit der gleichen Stärke, entspricht die Differenz zwischen den beiden Hunden der Anzahl an Spuren, die man in seiner Bewegung wechselt. Der stärkere Hund bestimmt die Richtung. Das klingt jetzt vielleicht gar nicht soooo schwer, aber da ich nur max. 5 Zahlenkarte auf der Hand halte, muss ich schon jedesmal genau überlegen, wie ich die Karten für eine bestmögliche Bewegung ausspiele. Das liegt nicht jedem sofort. Dann muss erst einmal etwas geübt werden.

Und wenn der tolle Mechanismus einmal verinnerlicht ist und man den Dreh raus hat, wie man sein Gespann ohne Schäden über die Rennstrecke lenkt, folgt direkt die nächste Herausforderung. Die diversen optionalen Hindernisse (Gebirge, Schlucht, Wald) und auch die Mitspieler bringen einen immer wieder ins Tüfteln, wie man den Schlitten auf Kurs hält. Da ist immer Optimierung gefragt, denn man ist ja stets abhängig von seinen Handkarten. Ein kleiner Glücksfaktor ist also im Spiel, der auch schon mal spielentscheidend sein KANN, wenn die eigenen Karten gerade nicht das Optimum hergeben. Umso mehr sollte man aufpassen, sich keine Strafkarten einzuhandeln, denn die schränken dann noch mehr ein...

Das gesamte Spielmaterial ist dabei wirklich sehr schön, einzig die Spielplantafeln hätte man vielleicht noch mit Puzzle-"Nasen" versehen können, damit sie nicht so leicht verrutschen. Aber das ist nur ein Luxus-Problem.

Für mich ist "Snow Tails" dank seiner innovativen Steuerung und dem hübschen winterlichen Design eines der besten, nein, in meinen Augen eigentlich momentan sogar DAS beste Rennspiel auf dem Spielemarkt. Für mich nahezu perfekt, 9 Punkte!
...

 
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      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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