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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Schmidt Spiele  ..i..
Autor: Manfred Reindl
Illustrationen:
Eckhard Freytag
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Skull King
Das Würfelspiel
...

Piraten auf Speed

Yo-Ho-Ho! Die Piraten sind wieder los! Aber diesmal sind sie noch wilder und noch viel unberechenbarer als zuvor, denn statt mit Karten versuchen sie nun, sich mit Würfeln gegenseitig das Leben schwer zu machen...
 
 
Während der Skull King mit der Mermaid und den anderen Piraten um die Stiche zockt, hat die Scary Mary schon längst das Weite gesucht. Schotten dicht und Leinen los – jetzt wird es turbulent! Beim Klabautermann!
 
Wie beim großen Kartenspiel-Bruder dreht sich auch beim "Skull King Würfelspiel" alles um das möglichst genaue Erreichen einer vorher angesagten Anzahl von Stichen. Im Kartenspiel aus dem Jahr 2014 musste dazu vor jeder Runde angesagt werden, wie viele Stiche man mit der aktuellen Hand zu erreichen gedenkt. In der sich anschließenden Ausspielphase wurden die Karten dann einzeln zu Stichen ausgespielt. Genaue Vorhersagen wurden nach jeder Runde mit Pluspunkten belohnt, falsche mit Minuspunkten sanktioniert (wer das "Skull King"-Kartenspiel noch nicht kennt, dem sei [hier] die Rezi meines lieben Kollegen Lutz ans Herz gelegt). Doch nun werden die Karten beiseitegelegt, denn im "Skull King Würfelspiel" machen wir zwar wieder unsere Stiche, aber diesmal mit - nun ja … - Würfeln!
 
 
In der sehr großzügig dimensionierten Schachtel finden wir neben sechs Sichtblenden, einem großen schwarzen Beutel und einem Block zum Festhalten der Punkte vor allem 36 verschiedenfarbige Würfel. Den mit dreißig Würfeln weitaus größten Teil machen die Zahlenwürfel aus, die je nach Farbe mit verschiedenen Werten ausgestattet sind. Die starken schwarzen Würfel können Werte von 5 bis 7 werfen; die blauen kommen immerhin auf Zahlen von 3 bis 5, während es rote Würfel gerade mal auf Werte zwischen 1 und 3 schaffen. Am (vermeintlich) schwächsten sind die gelben Würfel, denn sie haben auf zwei Seiten den Wert 1 und auf drei Seiten sogar die weiße Flagge, die für den Wert 0 steht. Allerdings zeigt die sechste Seite den Wert 7, sodass diese gelben Würfel doch nicht ganz wehrlos sind. Die restlichen sechs Würfel sind Sonderwürfel, die sich in zwei pinke Mermaids (Meerjungfrauen), drei graue Piraten und den titelgebenden violetten Skull King aufteilen. Diese Sonderwürfel zeigen jeweils auf vier Seiten einen Totenkopf und auf den verbleibenden zwei Seiten eine weiße Flagge. Zum Glück muss man sich aber nicht alle Würfelfarben und –werte merken, denn auf den Sichtschirmen der Spieler ist von beiden Seiten (!) eine Übersicht abgedruckt, auf der man die Anzahl und die Seiten der verschiedenen Würfel jederzeit ablesen kann.

 
Ziel des Spiels ist es, die vor jeder Runde angesagte Anzahl von Stichen möglichst genau zu erreichen. In der ersten Runde zieht jeder Spieler dazu einen Würfel unbesehen aus dem Beutel und legt diesen - vor neugierigen Blicken der Mitspieler verborgen - hinter seinen Sichtschirm. In den folgenden Runden erhalten die Spieler dann jeweils einen Würfel mehr, also zwei Würfel in der zweiten Runde, drei in der dritten usw. Abhängig von der Teilnehmerzahl haben die Spieler so in der letzten Runde zwischen sechs und acht Würfel hinter ihrem Sichtschirm liegen (also sozusagen "auf der Hand"). Nachdem alle Spieler also ihre Würfel für eine Runde gezogen haben, überlegt jeder für sich, wie viele Stiche er wohl einheimsen kann. Zum Zeichen, dass sich ein Spieler für eine Stichzahl entschieden hat, streckt er seine Faust in die Tischmitte.

...
Der Schlachtruf "YO-HO-HO" bei einer SPIELKULT.de-Runde mit unseren Spieletestern Andreas, André, Dän, Verena und Tobias (von links nach rechts). Ja, Dän... wie geht nochmal die Null? ;)
...

Haben das alle Spieler getan, werden auf das altbekannte Piratenkommando "YO-HO-HO" hin so viele Finger ausgestreckt, wie man Stiche in dieser Runde gewinnen möchte. Das können auch 0 (null) Stiche sein, wenn ein Spieler meint, überhaupt keine Stiche machen zu können. Für die Ansagen ist auf dem Block für jeden Spieler eine Spalte vorgesehen, in der daraufhin die Ansagen eingetragen werden.
 
 
Nun geht es ans Eingemachte. Der Startspieler spielt auf, indem er einen seiner Würfel wirft. Im Uhrzeigersinn würfeln nun auch alle anderen Spieler einen Würfel zum Stich, wobei – wie im Kartenspiel – die angespielte Farbe bedient werden muss. Hat der Startspieler also z.B. einen roten Würfel angespielt, müssen alle anderen Spieler auch rote Würfel zum Stich werfen, sofern sie denn welche hinter ihrem Sichtschirm haben. Andernfalls müssen sie einen andersfarbigen Würfel (Zahlen- oder Sonderwürfel) ausspielen. Haben alle Spieler einen Würfel in den Stich gespielt, geht dieser an den Spieler mit dem höchsten gewürfelten Wert. Damit einher geht auch die Pflicht, für den nächsten Stich anzuspielen.



Doch wie ermittelt man den höchsten Wert? Im Unterschied zum Kartenspiel gibt es beim "Skull King Würfelspiel" zwar auch einen Bedienzwang; den Stich entscheidet jedoch immer der Spieler mit dem höchsten Würfelwert für sich, unabhängig davon, ob dieser Wert in der angespielten (bzw. bedienten) Farbe gewürfelt wurde, oder in einer anderen. Ein "Abwerfen" im klassischen Sinne gibt es also hier nicht. Darüber hinaus ist es auch erlaubt, jederzeit einen Sonderwürfel in einen Stich zu spielen, selbst wenn man bedienen könnte. Grundsätzlich sind die Sonderwürfel allesamt stärker als die Zahlenwürfel – vorausgesetzt, man würfelt mit ihnen auch das Totenkopf-Symbol. Die pinke Mermaid schlägt dabei alle gewürfelten Zahlen, wird ihrerseits aber von einem grauen Piraten geschlagen. Der stärkste Würfel im Spiel ist der violette Skull King, der besser als alle anderen Würfel ist … es sei denn, er befindet sich gleichzeitig mit einer Mermaid in einem Stich. Denn dann hat diese den Skull King betört und gewinnt den Stich für sich (egal welche Würfel sonst noch im Stich sind)! Für alle Würfel gilt aber: zeigen sie die weiße Flagge, haben sie den Wert 0. So kann selbst der niedrige gelbe Würfel mit einer 1 einen Stich gegen die weißen Flaggen von Mermaid, Pirat und sogar dem Skull King machen!

 
Nachdem auf diese Weise alle Stiche ausgespielt wurden, wird abgerechnet. Hat es ein Spieler geschafft, genauso viele Stiche wie vorher angesagt zu bekommen, erhält er pro Stich 20 Pluspunkte. Lag er daneben, muss er sich für jeden von der Ansage (nach oben oder unten) abweichenden Stich 10 Minuspunkte ankreiden lassen. Etwas abweichend werden Ansagen mit 0 (null) Stichen gewertet. Liegt man mit einer Null-Ansage richtig, erhält man Punkte entsprechend der aktuellen Runde mal 10. So gäbe es beispielsweise in der zweiten Runde für eine richtige Null-Ansage 20 Pluspunkte, in der siebten Runde dagegen satte 70 Pluspunkte! Allerdings ist solch eine Ansage nicht ganz risikolos, denn sollte man eine Null-Ansage nicht schaffen, hagelt es nach dem gleichen Berechnungsmuster Minuspunkte.

 
Mit etwas Glück kann man mit den Stichen vom Skull King oder der Mermaid sogar Bonuspunkte einfahren, denn der violette Skull King erhält für jeden Totenkopf der grauen Piratenwürfel in seinem Stich 30 Bonuspunkte. Schafft es die Mermaid tatsächlich, den bleichen Schädel des Skull Kings in ihrem Stich zu fangen, erhält sie dafür sogar 50 Bonuspunkte. Diese Bonuspunkte gibt es jedoch nur, wenn die angesagte Stichzahl am Ende der Runde auch getroffen wurde. Ansonsten ist der Bonus für die Katz den Schiffspapagei.
 
Das Spiel endet je nach Spieleranzahl nach sechs bis acht Runden, d.h. wenn die Spieler die Runde mit der maximal möglichen Anzahl an Würfeln gespielt haben. Wer immer dann die meisten Punkte (oder die wenigsten Minuspunkte) auf dem Kerbholz hat, ist der größte Freibeuter auf den sieben Weltmeeren und darf sich über den Titel des Skull Kings freuen! [am]
 
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  PLUS:
PLUS:
lockere Zockerei, bei der es am
   Tisch hoch her gehen kann
einfache, schnell
   erlernbare Regeln
turbulentes Spiel
   mit einer Prise Chaos
ENDE
  MINUS:
MINUS:
sehr hoher Glücksfaktor
Würfel nicht geprägt, sondern nur beklebt;
   Aufkleber teilweise nicht mittig aufgebracht

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
André: Superlustige Zockergaudi? Langweilige Rumwürfelei ohne Einflussmöglichkeit? Ich hatte selten ein Spiel auf dem Tisch, das die Brettspielcommunity so polarisierte wie das "Skull King Würfelspiel". Aber fangen wir von vorne an.
 
Als ich im September 2015 in Hattingen auf einer Veranstaltung im Rahmen der Gesellschaftsspieltage "Stadt-Land-Spielt!" war [noch nie was von gehört? Dann schnell hier vorbeischauen: www.stadt-land-spielt.de], wurde meiner Gruppe der Prototyp des "Skull King Würfelspieles" zum Ausprobieren vorgestellt. Da wir alle das Kartenspiel kannten, konnten wir uns im Handumdrehen auf die Würfel-Adaption einstellen. Und nach ein paar Runden stand für uns schon fest: dieses Spiel muss unbedingt erscheinen! Das Würfelspiel treibt die Spannung, ob eine gewagte Ansage gelingt oder ob man eine wackelige Karte bzw. Würfel doch noch loswird, auf die Spitze. Denn durch die weißen Flaggen auf den Sonderwürfeln und den gelben Zahlenwürfeln ist nie etwas wirklich sicher. Einen kleinen gelben Würfel auf einen Stich mit drei schwarzen loswerden? Kein Problem! Bis der gelbe Kubus plötzlich auf der Seite mit der einzigen 7 liegenbleibt und auf einmal den Stich einfährt (bei Gleichstand gewinnt der zuletzt gewürfelte Wert)! Zwei Piraten mit dem mächtigen Skull King einkassieren? So gut wie sicher! Und dann rollt der violette Würfel und rollt … und rollt … und bleibt mit der weißen Flagge zuoberst liegen. Schon ist ein sicher geglaubter Stich futsch!
 
Von diesem Mitfiebern, Bangen und Hoffen, dass das gewünschte Ergebnis auch wirklich fällt, lebt das Spiel. Das Triumphgeheul, wenn man einen verlorengeglaubten Stich mit einem mickrigen roten Würfel doch noch holt, das schadenfrohe Gelächter der Mitspieler, wenn einem der gelbe Würfel zum wiederholten Mal mit einer 7 den Stich versaut, die diebische Freude, wenn man tollkühn mit sechs Würfeln keine Stiche ansagt und dies dann auch schafft; all das hat uns stundenlangen Spaß in geselliger Runde gebracht.
 
Man muss aber auch ganz klar sagen, dass das "Skull King Würfelspiel" genau das ist: ein Bier-und-Brezel-Spiel ohne viel Einflussmöglichkeiten. Im kartengesteuerten Vorläufer (der meines Erachtens das bessere "Wizard" ist) konnte man sich lediglich nicht sicher sein, ob eine bestimmte Karte auch wirklich sticht. Aber man wusste zumindest: eine gelbe 1 ist eine gelbe 1. In der Würfelvariante wird diese Unsicherheit potenziert, denn selbst wenn man einen theoretisch sicheren Würfel hält, kann es immer noch sein, dass dieser auf der falschen Seite landet und so die eigenen Pläne zunichtemacht. Wer also selbst bei leichteren Spielen gerne einen Rest Planbarkeit und Steuerungsoptionen haben möchte, für den ist das "Skull King Würfelspiel" definitiv nichts. Für diesen Spielertyp läuft das Spiel auf eine öde Würfelei mit viel zu viel Beliebigkeit hinaus. Wer hingegen gerne einfach auch mal aus dem Bauch heraus ohne viel Grübelei und taktische Finessen zocken und dabei eine Achterbahnfahrt der Emotionen erleben möchte, der ist mit der Piratenwürfelei sicher gut beraten.
 
Bei aller Freude über das witzige Spiel ist allerdings schade, dass die Symbole und Wertzahlen auf den Würfeln nicht, wie bei vielen anderen Spielen üblich, vertieft geprägt, sondern nur beklebt sind (und das sogar teilweise schief). Da gibt es Spiele in der gleichen Preisklasse, die weitaus mehr und dabei qualitativ hochwertigere Würfel mitliefern. Die Sichtblenden sind sehr großzügig bemessen, sodass eigentlich neben der Schema der Würfelsorten auch noch locker irgendwo Platz für eine Übersicht über die wenig intuitive Punktevergabe gewesen wäre.
 
Wen diese kleineren Kritikpunkte aber nicht stören und wer gerne mal auf-Teufel-komm-raus zocken und dabei leidenschaftlich fiebern, fluchen und feiern möchte, dem kann ich das "Skull King Würfelspiel" ohne schlechtes Gewissen empfehlen. Ich werde sicherlich noch oft mit dem Skull King um die Wette würfeln! Tausend heulende Höllenhunde, YO-HO-HO und 'ne Buddel voll Rum!
...
 
   KULTFAKTOR
     (Langzeit-)Spielreiz
Ende/span>
 

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