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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag:
Keep Exploring Games
Autor: Martin Looy
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer:
ca. 15 Min.pro Spieler

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Scuba
 
Abtauchen in die Unterwasserwelt
Einmal Tauchen gehen und all die Wunder der Meere selber sehen? Nein, nicht jeder kann sich diesen Traum erfüllen. Aber Scuba spielen kann jeder. Und selbst da kann die Luft knapp werden...

     
.PROTOTYP-TEST. Achtung! Zum Testen lag uns der Prototyp dieser Neuheit vor. Die Verkaufsversion, die im Laufe des Jahres 2016 auch in Deutschland erhältlich sein wird, wird also noch in Details (v.a. in der finalen Ausstattung) abweichen.

Die Spieler werden zu Tauchern. Zunächst wird der Spielplan eingerichtet. Dazu werden die Tiefenplättchen sortiert und entsprechend ihrer Tiefe verdeckt auf dem Spielplan platziert. Einige der Plättchen bleiben übrig und werden aus dem Spiel genommen. Am Ende der Plättchenverteilung wird je ein Plättchen je Tiefe noch einmal verdeckt getauscht. Bei zwei Spielern wird entsprechend der Anleitung die Anzahl der Tauchspalten verringert. Für jede  Tiefe gibt es Ereigniskarten, die als gemischte verdeckte Stapel neben dem Spielplan bevorratet werden, ebenso die Strömungskarten. Die Tierkarten zeigen die Entdeckungen der Unterwasserwelt. Sie werden offen als farbige Stapel platziert. Da die zu den Tiefenplättchen gehörenden Tiere dann im Verlauf herausgesucht werden, ist ein Verdecken nicht nötig.



Jeder Spieler nimmt sich eine Taucher-Figur seiner Farbe, inkl. einer Spielerhilfe, der 10 Holzscheiben und 5 Holzwürfel. Die blauen Holzzylinder stellen die Tauchflaschen mit der Atemluft dar.  Davon nimmt sich jeder Spieler drei große und 5 kleine (alles entspricht insgesamt 20 Einheiten Luft). Die Tauchfiguren beginnen ihren Tauchgang auf dem Boot, mit insgesamt 20 Luft. Am Ende jedes Zuges muss Luft entsprechend der Luftleiste links bezahlt werden. Auch Ereignisse können einen Luft-Verlust verursachen. Wem unter Wasser die Luft ausgeht, der verliert sofort. Beim Tauchen entdecken die Spieler der Reihe nach die Plättchen ihres Weges. Diese Entdeckungen können gut, neutral oder schlecht sein. Wer am Ende wieder auf dem Boot ist und die meisten Pluspunkte gesammelt hat, gewinnt.

Beim Tauchen wird nach und nach immer wieder Staub aufgewirbelt, der die dort liegenden Tiere versteckt. Sobald auf einem Plättchen also Staub liegt, kann das Plättchen nicht entdeckt, wohl aber betreten werden.

 
Die Grundregeln sind einfach. Das Spiel verläuft im Uhrzeigersinn in vier Phasen, die jeder Spieler immer komplett ausführt. In der ersten Phase wird der eigene Staub (falls bereits ausliegend) vom Spielplan entfernt. Dann wird eine Strömungskarte gezogen und die dort abgebildeten Aktionen ausgeführt. Die Strömung verschiebt Fische und Taucher um die angegebene Zahl (0-2) in die angegeben Richtung. Auf diese Weise können sich im Verlauf auch mehrere Plättchen auf einem Feld befinden, die alle gemeinsam entdeckt werden können. Staub bleibt vom Strömen unberührt. Außerdem kann es passieren, dass Figuren und Plättchen das Spielfeld verlassen oder in gefährliche Bereiche kommen. Auch das ist klar geregelt. Taucher z.B. erhalten beim Abtrieb in den 40-45-Meter-Breich sofort einen Dekompressionsmarker.

 
Dem aktiven Spieler stehen in jeder Runde genau vier Bewegungspunkte zur Verfügung. Dabei gilt: Der Spieler kann bis zu vier abwärts, aber nur max. zwei aufwärts Tauchen. Und beim seitlichen Tauchen muss die Strömung beachtet werden (sprich: minus die Strömungszahl der aufgedeckten Strömungskarte). Diagonal kann nicht getaucht werden. Hat ein Spieler ein Feld betreten, darf er das dort befindliche Plättchen aufdecken, falls sich kein Staub auf dem Feld befindet. Leere Plättchen kommen ereignislos aus dem Spiel. Bei einem entdeckten Tier wird die entsprechende Karte aus dem Tierkartenstapel herausgesucht. Zur Erleichterung ist die Siegpunktzahl farblich in die entsprechenden Stapel gegliedert.



Die Tiere bleiben auf dem Feld liegen, da sie noch von anderen Spielern entdeckt werden können. Um die eigene Entdeckung anzuzeigen, wird eine der Scheiben an Ort und Stelle hinterlassen. Ein Plättchen kann nur einmal je Spieler entdeckt werden. Sollte der Spieler das selbe Tier auf einem anderen Feld ebenfalls entdecken, erhält er dafür lediglich die Siegpunkte in Form von Chips. Sobald ein Kärtchen von allen Spielern entdeckt wurde, wird es wegen der Übersichtlichkeit entfernt.



Die dritte Phase beinhaltet das Aufwirbeln des Staubes. Auf jedes von der Spielerfigur berührte Feld wird ab der zweiten Runde ein Staubmarker platziert.  Die letzte Phase beinhaltet das Bezahlen der Luft. Die Sauerstoffflaschen am linken Spielfeldrand geben an, wie viele Einheiten der Spieler abgeben muss. Verliert der Spieler seinen letzten Zylinder unter Wasser, scheidet der Spieler sofort aus. Unter den Spielern, die oben auf dem Boot ankommen, werden die erreichten Punkte ausgezählt. Jeder Spieler bekommt die Punkte für jedes gefundene Tier (Karte). Außerdem die Punkte, die der Spieler in Form von Chips erhalten hat. Und dazu Bonuspunkte, wenn die Tiere einer Gruppe (2 oder 3) alle gefunden wurden.

 
Dazu gibt es außerdem noch erweiterbare Regeln, die eine intensivierte Dekompression beinhalten, den Diebstahl von Luft ermöglichen usw.
 
Z.B. kommen bei der Dekompression die Deko-Chips zum Einsatz. Beim erstmaligen Tauchen unter 10 Meter erhält der Spieler einen solchen Chip. Auftauchen kann er normalerweise nur immer in 2er-schritten, es sei denn er nimmt einen Deko-Chip, der ihn allerdings später hindert, direkt an die Oberfläche zu kommen. Für jede Runde, die der Spieler noch in der 0-10m-Ebene bleibt, darf er einen Chip ablegen - das kostet allerdings entsprechend Sauerstoff.
 
Mit Kindern kann entsprechend harmlos und ohne Versterben des Tauchers beim Leerwerden der Flaschen gespielt werden. [go]
 
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  PLUS:
PLUS:
innovatives, unverbrauchtes und
    interessante Thema mit
    realistisch wirkender Umsetzung
ENDE
  MINUS:
MINUS:
reines Grundspiel basiert auf eher
    schlichtem und rechnerisch wirkenden
    Mechanismen
Material weist noch Schwächen auf
   (Prototyp!)
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: Coole Optik, ein interessantes und vor allem ein unverbrauchtes Thema - das spricht an und macht neugierig. Das reichliche Material verwirrt zunächst, vor allem die Spieler für die der eigentlich recht einfache Mechanismus ursprünglich gedacht sein sollte: die Familie. Doch gerade für sie, v.a. bei bestehendem Themen-Interesse, ist der detailreiche Aufbau dann doch lohnenswert. Vielspieler könnten trotz des innovativen Themas enttäuscht sein. Das Entdecken der verdeckten Plättchen wird stark von Glück begleitet. Allerdings kann auch taktischer mit offenen Plättchen gespielt werden. Lediglich die Beachtung der Sauerstoffvorräte bergen einen gewissen Anspruch in sich, der allerdings durch versteckte Ereigniskarten ebenfalls in Gefahr gerät. So ist das Leben - allerdings mag nicht jeder Spieler solcherlei Unplanbarkeit. Gerade die Ereigniskarten allerdings beinhalten für mich auch lustige Aspekte. Der Taucher muss dringend aufs Klo! Eine witzige und vor allem vorstellbare Problematik im Neopren-Anzug...

Insgesamt wird das Taucher-Feeling stark thematisiert und im Spielablauf gut umgesetzt. Beim Tauchen wird Sauerstoff verbraucht. Achte darauf, dass genug für den Rückweg vorhanden ist. Und unweigerlich aufgewirbelter Staub verhindert das Betrachten der schönen und vielleicht auch seltenen Fische.  Diese Berechnungen lassen den Spielmechanismus teilweise recht trocken wirken, was so mancher Spieler als weniger attraktiv betrachtet, zum Thema hingegen gut passt.

Das momentan noch provisorische Material des Prototypen besitzt noch einige zu verbessernde Schwächen. Der klar strukturierte und optisch schicke Spielplan ist okay, müsste jedoch an die unbedingt zu vergrößernden Entdeckerplättchen angepasst werden. Letztere sind sehr klein, was das Handling einschränkt und den steten Umbau etwas arg friemelig erscheinen lässt. Die Fischmotive sind teilweise schlecht erkennbar und lassen sich zusammen mit den farbigen Zahlen teilweise nur schwer den entsprechenden Fischen zuordnen. Im Spielverlauf türmen sich oft mehrere dieser Plättchen zusammen mit den Markern übereinander. Eine Erkennbarkeit der unten liegenden Plättchen ist nur gegeben, wenn die anderen angehoben und direkt kontrolliert werden. Hier könnte ein farbiger Rahmen im 1-Milimeter-Abstand vom Rand zumindest die farbliche Zuordnung erleichtern. Auch eine Fisch-Begrenzung pro Feld wäre machbar. Weitere Fische bleiben dann auf dem Feld davor stehen oder werden weitergeschoben.

Die zu den Plättchen gehörenden Fischkarten wurden gut gewählt und beinhalten den Wusch nach mehr. Allerdings würden wir uns auch noch einige interessante Informationen zu den angezeigten Tieren wünschen. Das würde das Spiel nochmals aufwerten. Auch der Aufdruck der kompletten Punkte-Kombination ist zum leichteren Verständnis empfehlenswert. Gut durchdacht sind die Strömungskarten, die letztlich eine stete Bewegung im Wasser simulieren. Hier ist der Umbau-Aufwand groß und könnte durch die bereits erwähnte Verbesserung des Materials deutlich erleichtert werden. Es hat sich als gut erwiesen, den Umbau immer einem Spieler (unserem "Schieber") zu übertragen. Trotzdem gelten sie als schnell zu vergessende Fleißaufgabe. 

Insgesamt beinhaltet das Spiel viel Sortier-Arbeit, die gerade zu viert dem Spiel eine gewisse Länge verleiht. Kommen dann Grübler ins Spiel, kann das Spielgefühl zerstört werden. Hier wieder der Hinweis: Eine Sanduhr kann helfen. Die Anleitung weist in der englischen Version noch einige missverständliche Formulierungen auf. Sie sollte im Deutschen überarbeitet und mit helfenden Bildern versehen werden.

Unsere Testgruppen waren von der thematischen Umsetzung jedoch positiv überrascht und konnten sich mit dem eher rechnerischen und glücksbehafteten Ablauf durchaus anfreunden.
 
Fazit: Scuba ist v.a. auch wegen des unverbrauchten, sinnvollen und gut umgesetzten Themas auf jeden Fall eine Veröffentlichung wert. Besonders gut kam das Spiel im interessierten Familienbereich an, wofür es dann auch unsere Empfehlung erhält.

Hinweis zur Ausstattung: In der Prototyp-Version noch 5 Punkte; mit Nachbesserungen sind hier für die finale Version noch mehr Punkte machbar...
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Ende
 
 

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