Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Huch & Friends
..i.. Autor: Kristian Ostby Spieleranzahl: 3 bis 6 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Hotel Samoa
Ab in den
Urlaub! Sommer, Sonne, Strand
und Meer: Als Hoteldirektor ist es der Spieler Aufgabe,
Touristen unterschiedlicher Nationalitäten zu beherbergen.
So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält einen Hotelspielplan, einen zum
Hotel gehörenden Satz Karten und Geld im Wert 25. Die 12 Fahnen
werden nach Zahlen sortiert, einzeln gemischt und dann
in einer fortlaufenden Reihe in der Tischmitte offen
ausgelegt. Auf die 6. Und die 12. Fahne kommt ein
"x2"-Plättchen.
Die 12 Runden
werden symbolisiert durch die ausliegenden Fahnenkarten.
Zu Beginn einer Runde reisen die Touristen der
jeweiligen Nationalität ab und neue Urlauber an.
Die
Touristenkarten bestimmen, in welcher Anordnung die
Touristengruppen auf der Insel ankommen.
Die Touristenchips werden sortiert und
als verdeckte Haufen gut erreichbar bereitgelegt. Die
Touristenkarten und Gebäudeplättchen werden jeweils
gemischt und als verdeckte Stapel auf dem Tisch
platziert. Die
Gleichstandkarte wird zwischen zwei benachbarte Spieler
gelegt (Hammer nach vorn und Koffer nach hinten
zeigend).
Das Spiel
verläuft in 12 Runden. Je Runde gibt es mehrere Phasen.
Je nach
Spielerzahl und Runde werden zunächst Gebäudeplättchen
aufgedeckt. Dies gilt jedoch nur für die Runden 1-9.
Die Fahne
zeigt an, aus welchem Land in dieser Runde Touristen
kommen und gehen. Zuerst werden alle Touristen der
entsprechenden Farbe aus den Hotelzimmern entfernt und
gemischt zurück auf den Vorrat gelegt.
Nun wird eine
Touristenkarte gezogen und auf die entsprechende Fahne
gelegt. Sie zeigt an, wie viele Touristen aus dem
farblich passenden Vorrat bereitgelegt werden, z.B.
"3+4", also eine Gruppe mit 3 und eine Gruppe mit 4
Urlaubern. Bei Fahnen mit einer 2x- Karte werden diese
Zahlen doppelt gewertet, also nun je 2 Gruppen mit 3 und
4 Urlaubern.
Die
ausgespielten Angebots- und Preiskarten entscheiden
darüber, welcher Spieler als Erster neue Gebäudeteile
kaufen oder Touristen unterbringen darf. Die
"Mitarbeiter im Urlaub"-Karte (rechts) ermöglicht es,
bereits aufgenommene Gäste wieder loszuwerden.
Jeder Spieler
besitzt ein solches kleines Hotel mit 6 Zimmern. In
jedem Zimmer darf nur 1 Gast untergebracht werden. Die
Urlauber haben dabei spezifische Eigenschaften.
Jeder Spieler
nimmt jetzt eine Karte seiner Wahl aus seinem Kartendeck
und legt sie verdeckt vor sich ab. Hier gilt es zu
bedenken: Der Spieler mit dem höchsten Gebot (Hammer)
darf das erste Gebäudeplättchen wählen, der mit dem
niedrigsten Zimmerpreis (Koffer) die ersten Touristen.
So werden die
Gebäudeplättchen und die Touristen der Reihe nach
verteilt. Bei Gleichstand gibt die Gleichstandskarte
Hinweise auf die Reihenfolge der Verteilung. Übrige
Gebäudeplättchen bleiben liegen, übrige Touristen werden
auf den Vorrat gelegt.
Jeder Spieler
darf max. nur so viele Touristen nehmen, wie er freie
Zimmer auf seinem Spielplan besitzt. Dabei können
besondere Eigenschaften einige Touristen besonders
wertvoll machen. Touristen können, einmal gelegt, kein
Zimmer tauschen.
Für jeden
neuen Touristen, der ins eigene Hotel einzieht, erhält
dessen Besitzer Geld ausgezahlt. Die Summe errechnet
sich aus dem Kofferwert der eigenen ausgespielten Karte
mal die Anzahl der ins Hotel eingezogenen Touristen.
(Auf der Karte steht neben dem Koffer eine 5 ... mal 3
Touristen ...= 15 Geld.) Zusätzlich dazu kann weiteres
Geld erworben werden, wenn die besonderen Eigenschaften
der Urlauber beachtet werden. Jeder Tourist bezahlt max.
den doppelten Zimmerpreis auch wenn besondere
Eigenschaften diesen weiter erhöhen würden.
Verliebte
Gäste, auch unterschiedlicher Nationalität, dürfen sich
ein Zimmer teilen.
Durch einen
Pool, ein Extrazimmer oder eine Suite kann das eigene
Hotel aufgewertet werden.
Besonderheiten:
„Mitarbeiter
im Urlaub“ – die graue Karte des Kartendecks
auszuspielen bedeutet, max. zwei Touristen reisen
verärgert frühzeitig ab und räumen so die Zimmer. In
dieser Runde dürfen weder Gebäude noch Touristen
erworben werden.
Touristen:
mit
Dollarzeichen = reicher Urlauber, bezahlt doppelten
Zimmerpreis.
mit Herz = verliebter Urlauber, ein zweiter Urlauber
kann im selben Zimmer untergebracht werden. Beide reisen
ab, wenn einer der beiden Nationalitäten zurück fliegt.
mit Stern = Prominenter. Er zahlt den normalen Preis.
Neu einziehende Nachbarn (waagrecht und senkrecht)
zahlen den doppelten Zimmerpreis.
mit Rettungsring = Schwimmer, zahlen die im Ring
stehende Zahl als Bonus je Swimmingpool (also 2
Schwimmer mit der Zahl 3 bei 2 Pools = 2x3x2=12)
Gebäude:
-
Zusätzliches Zimmer: wird neben den eigenen Spielplan
gelegt und kann normal belegt werden.
- Suite: wird auf ein Zimmer im Hotel gelegt, jeder
Tourist zahlt den Zimmerpreis doppelt.
- Pool: wird neben den Zimmerplan gelegt. Beim
Pool-Neukauf erhält der Spieler sofort für jeden im
Hotel befindlichen Gast die im Schwimmring stehenden
Zahl als Geld. Jeder nun neu hinzukommende Tourist muss
diesen Bonus zahlen.
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Zudem
befinden sich einige besondere Exemplare unter den
Gebäudeplättchen. Sie haben Zusatzeigenschaften, die
während des Spieles genutzt werden können (z.B.
zusätzlich Touristen heimschicken oder Tausch einer
bereits ausgelegten Gebotskarte).
Die
verwendeten Karten werden am Rundenende auf einen
eigenen Ablagestapel gelegt. Eine verwendete „Mitarbeiter-im-Urlaub-Karte“
wird zurück auf die Hand genommen. Die Gleichstandskarte
zwischen die nächsten beiden Spieler gelegt wird. Nun folgt die
nächste Runde.
Das Spiel
endet mit der letzten Aktion der 12. Runde.
Es
gewinnt der Spieler mit dem meisten Geld. Bei
Gleichstand werden zusätzlich die meisten freien Zimmer
gewertet.
[go]
Vielen Dank an Huch & Friends (Hutter Trade) für ein Rezensionsexemplar!
leer
ERKLÄRVIDEO
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eer Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
stimmiges Thema
eingängiger Spielablauf
familienorientiert
gelungenes Material
ENDE
MINUS:
MINUS:
eher
geringe Interaktion
z.T. glückslastig
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi:
Geld bekommt ein Hotelbesitzer nur, wenn die
Zimmer belegt sind. Dieser Grundsatz des
Touristenwesens liegt auch diesem Spiel zu
Grunde.
Je besser das eigene Hotel ausgestattet
ist (zum Beispiel mit zusätzlichem Pool), desto
mehr Geld bezahlen die Gäste. Interessanterweise
wählt auf der Insel Samoa jedoch der
Hotelbesitzer seine Gäste aus - nicht, wie sonst
üblich , der Urlauber das Hotel. Und so muss die
Denkweise der Hoteliers lauten: Reiche Gäste und
Prominente bringen mehr Geld ein - also wähle
ich bevorzugt die Lobby der Reichen und Schönen.
Die Spielidee wird durch das wirklich gut
durchdachte und in sich logische Regelwerk
gestützt und bietet den Rahmen für kleine
spekulative Biet-Aktionen, einfachere
strategische Denkansätze, ein wenig Glück und
viel Spielfreude. Die Möglichkeiten zur
Interaktion zwischen den Spielern bleiben dabei
eher gering und beziehen sich vorwiegend auf das
Bieten bei Gebäuden und Touristen.
Punktentscheidend ist die Anordnung auf dem
eigenen Hotel-Tableau.
Das Spielmaterial besitzt eine gute Qualität,
allerdings könnte die Verpackung einen
Sortiereinsatz vertragen, um einen schnelleren
Spielaufbau und bleibende Ordnung zu
ermöglichen.
In unserer Spielgruppe lies der Spielreiz
nicht lange auf sich warten, Wiederholungsrunden
folgten. Auch die Familientauglichkeit wurde
bewiesen; die Altersangabe ab 10 Jahre sollte
dabei allerdings beachtet werden. Als
Einstiegsspiel in den Strategie-Bereich ist
"Hotel Samoa" sehr empfehlenswert!
(>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:
"Hotel Samoa" ist ein taktisch geprägtes
Familienspiel, das mit einem bisher eher selten
verwendeten Thema aufwartet.
Das Material ist schön gestaltet, der
Spielablauf eingängig und flüssig. Um jedoch als
"echtes" Strategiespiel oder gar
Wirtschaftssimulation durchgehen zu können,
fehlt es dem Spiel am nötigen Einfluss.
Der
Glücksfaktor beim Kartenpoker in der Bietphase
und Aufdecken der Touristenplättchen ist nicht
unerheblich. So geht es meist mehr darum, aus
den gegebenen Voraussetzungen das Beste
"rauszuholen". Wer auf knallharte Planung
verzichten kann, wird jedoch mit "Hotel Samoa"
Spaß haben.