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Spiel-Fakten:

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Genre: Denken
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Floodgate Games
Autoren: Adrian Adamescu, Daryl Andrews
Grafik: Peter Wocken
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
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Sagrada
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Vom leeren Puzzleplan zur Kirchenschönheit

Die von Antoni Gaudi entworfene und bis heute unvollendete Sagrada Familia in Barcelona ist eines der berühmtesten Kirchenbauwerke der Welt. Als Glaskünstler seid ihr für die Fertigstellung der prächtigen Kirchenfenster zuständig!
 

 
Jeder Spieler erhält ein eigenes Kirchenfenster und zwei zufällig gezogene, beidseitig bedruckte Baupläne. Aus diesen sucht sich jeder Spieler einen Plan aus, den er in sein Kirchenfenster schiebt. Die weißen Punkte am unteren Rand des Bauplans geben dabei die Schwierigkeit an und bestimmen gleichzeitig die Anzahl an Glassteinen, die der Spieler erhält. Zudem erhält jeder Spieler noch eine verdeckte Auftragskarte, die am Spielende eine bestimmte Farbe und die in dieser Farbe platzierten Augenzahlen der Würfel im eigenen Fenster belohnt.



Würfel? Genau, die Farbmosaike in den Kirchenfenstern entstehen durch farbige, durchsichtige Würfel. 90 dieser Würfel (je 18 in 5 Farben) liegen dem Spiel bei. Diese Würfel kommen in den Stoffbeutel.



Doch bevor es losgeht, werden nun noch drei offene Auftragskarten sowie drei offene Aktionskarten für alle Spieler in die Tischmitte gelegt.



Gespielt werden 10 Runden. In jeder Runde zieht der jeweilige Startspieler, der nach jeder Runde im Uhrzeigersinn wechselt, so viele Würfel aus dem Beutel, wie es der Spielerzahl mal 2, plus 1, entspricht. Beispiel: Bei 3 Spielern werden in jeder Runde 3x2 = 6 + 1 = 7 Würfel blind aus dem Beutel gezogen, und alle Würfel werden nun einmal gewürfelt. Nun sucht sich der Startspieler einen der ausliegenden Würfel aus, dann folgt der nächste Spieler im Uhrzeigersinn usw. Hat jeder Spieler einen Würfel genommen, passiert nun das gleiche noch einmal rückwärts, ausgehend vom letzten Spieler. D.h. der Startspieler beendet die laufende Runde. Der übrig gebliebene Würfel wird auf das der Runde entsprechende Feld der Rundenleiste gelegt.



Jeder genommene Würfel muss vom Spieler auf sein Kirchenfenstertableau eingebaut werden. Gestartet wird in einer der Ecken, weitere Würfel müssen immer waagrecht, senkrecht oder diagonal an bereits platzierte Würfel auf dem eigenen Tableau angelegt werden. Dabei gilt die Regel: Es dürfen NIE zwei gleiche Farben oder zwei gleiche Augenzahlen waagrecht oder senkrecht aneinander gelegt werden! Bestimmte Felder des eigenen Bauplans erfordern bestimmte Farben oder Zahlen. Sollte ein Spieler einmal einen genommenen Würfel nicht einbauen (können), nimmt er ihn aus dem Spiel. Allerdings gibt es am Spielende für jedes nicht bebaute Feld einen Minuspunkt.


Die linke untere Ecke des Fensters muss mit einer 2 belegt werden. Die rote 2 aus dem offenen Pool kann dort nicht angelegt werden, da sonst Rot an Rot grenzen würde, also kann nur die blaue 2 verwendet werden. Das weiße freie Feld ohne Vorgabe kann weder mit der roten 2 noch mit der lilafarbenen 3 belegt werden, da Rot an Rot grenzen würde, Lila an Lila oder 3 an 3...


Gegen Abgabe eines Glassteins kann ein Spieler in seinem Zug eine Sonderaktion nutzen (z.B. einen bereits platzierten Würfel verschieben, was sonst nicht erlaubt ist - je nachdem, was die Aktionskarten für Möglichkeiten bieten). Sobald ein Spieler einen Glasstein auf eine der drei Aktionskarten legt, müssen für diese Karte fortan von allen Spielern gleich zwei Steine für eine Nutzung bezahlt werden.



Nach 10 Runden wird ausgewertet. Jeder Spieler erhält Punkte für seine persönliche Auftragskarte (Summe der Augenzahlen aller auf dem eigenen Fenster platzierten Würfel einer bestimmten, vorgegebenen Farbe), ggf. Punkte für die drei offenen Auftragskarten (z.B. Farbsets oder gebildete gleichfarbige Diagonalen etc.). Jeder noch übrige Glasstein im eigenen Vorrat bringt ebenfalls noch einmal einen Punkt und jedes nicht belegte Feld des eigenen Fensters kostet einen Minuspunkt. Punkte werden auf der Punkteleiste (Rückseite der Rundenleiste) markiert. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Dem Spiel liegen als Variante auch Regeln für ein Solospiel bei. [ih]

Hinweis: Das Spiel ist bislang (Stand: Oktober 2017) nur in englischer Sprache erhältlich. Der wenige Text der Karten lässt sich jedoch relativ leicht übersetzen und wird zudem von hilfreichen, sprachneutralen Illustrationen unterstützt.
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
interessantes Taktik-/
   Legespiel
tolles Material, starke Optik
ENDE
  MINUS:
MINUS:
die Aufgaben-Pläne
   sind teilweise unpraktisch
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Wer vielleicht schon einmal in Barcelona war und sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten, die von Antoni Gaudi erschaffene Sagrada Familia, angeschaut hat, der wird sie kennen, die wahrlich prachtvollen bunten Kirchenfenster dieser Basilika. Wer noch nicht dort war, sollte einfach mal die Suchworte "Sagrada Familia Kirchenfenster" in die Bildersuche einer Internet-Suchmaschine eingeben. Schnell werdet ihr feststellen, dass die Spielertableaus im Spiel "Sagrada" mit viel Liebe zum Detail dem Original nacheifern. Doch wie kommen nun die leuchtenden Farben ins Spiel? Ganz einfach - mit farbigen transparenten Würfeln, von denen gleich 90 Stück für ein echtes Farbenmeer sorgen.

90 Würfel, und trotzdem ist „Sagrada“ kein Würfelspiel. Nanu? Nein, "Sagrada" ist ein taktisches Legespiel, eine Art Denkpuzzle, bei dem die Würfel als veränderbares Material dienen. Letztlich dreht sich alles um die fünf Farben in Kombination mit den (erwürfelten) Zahlen. So hätte das Spiel theoretisch auch mit Plättchen funktioniert, allerdings hätte die Anzahl schnell den Stoffbeutel gesprengt. Und zudem sehen die Würfel natürlich viel, viel schöner aus. Nach und nach wird so die Spielertafel zu einem echten Mosaik-Kunstwerk, einfach toll!

Spielerisch geht es ums geschickte Positionieren dieser Würfel. So müssen stets die Legeregeln und auch noch die Vorgaben des Bauplans, den man vor Spielbeginn in seine Spielertafel schiebt, beachtet werden. Allein das ist schon gar nicht mal so einfach. Man muss sich also stets für die vermeintlich besten Würfel entscheiden und gleichzeitig versuchen, das eine oder andere Mal den Gegnern eine Steilvorlage im Würfelpool zu vermasseln. Doch Punkte verdient man nur, wenn man auch die Aufträge berücksichtigt. Der geheime Auftrag ist da noch recht simpel: Möglichst viele Würfel einer bestimmten Farbe mit jeweils möglichst hoher Augenzahl sammeln. Nun gibt es aber auch noch die drei offenen Aufträge, die für alle Spieler gelten - und auch hier sollte man schauen, dass man keine wertvollen Punkte verschenkt. Da müssen Sets aus Zahlen und Farben oder bestimmte Formationen gebildet werden, was in der gesamten Kombination aus allen einzelnen Regeln, die einzeln für sich zwar simpel sind, zu einer wirklichen Herausforderung für jeden Spieler wird.

Damit man den geworfenen Würfel nicht gänzlich machtlos ausgesetzt ist, gibt es die drei offen ausliegenden Aktionskarten, die bestimmte Regeln ändern, wenn ich eine solche Aktion mit einem oder mehreren Glassteinen bezahle. Das ist oft notwendig, da ich ansonsten einmal gelegte Würfel nicht mehr verschieben darf. Das ist auch der einzige Punkt, an dem das Spielmaterial an seine Grenzen stößt. Wenn ich Würfel z.B. nachträglich verschieben darf, sehe ich nicht mehr, welche Vorgaben sich unter bereits belegten Feldern befanden. So muss ich gegebenenfalls Würfel um Würfel anheben, um nachzusehen, ob sich mir noch eine taktische Möglichkeit bietet, einen im Pool ausliegenden Würfel doch noch regelkonform unterzubringen. Das kann dann schon mal etwas Wartezeit verursachen, genauso, wenn man das Spiel mit Grüblern spielt.

Ansonsten aber ist "Sagrada" ein taktischer und optischer Leckerbessen. Freunden von Puzzle-/Legespielen gebe ich ganz klar eine Kaufempfehlung mit der Hoffnung, dass dieses schöne Spiel auch in Deutschland lokalisiert wird. Im Moment ist es nur auf englisch erhältlich, sodass die Spieler für das Lesen der Anleitung sowie die Texte der Aktions- und Auftragskarten zumindest englische Grundkenntnisse (oder ein Übersetzungsprogramm) besitzen sollten. Einmal verstanden, erklärt sich anhand der Symbolik jedoch dann später auch alles von allein. 8 schillernde Punkte von mir, sehr gut!
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND  
...
   Matthias
   Gerhild
   Ingo
   Nicole
   Torsten
Ende
 
 

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