Genre: Denken, Logik
Erscheinungsjahr: 2009 (Original: 1996) Verlag: Goliath Toys
..i.. Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 7 Jahren Spieldauer: ca. 20 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Rolit
Das
Kugelspiel mit dem Dreh Schon
einmal von "Othello" und "Reversi"
gehört? "Rolit" knüpft an diese
Klassiker an und ist seit dem
Ersterscheinen im Jahr 1996
selber einen Klassiker geworden.
So funktioniert's:
Das Spielbrett aus Kunststoff wird mittig
zusammengeschoben und bildet so einen
quadratischen Spielplan. In dessen mittlere
Mulden werden die ersten vier Rolit-Kugeln
gelegt; sie bilden die Startformation für alle
Spieleranzahlen (2, 3, 4). Die restlichen Kugeln
verbleiben im allgemeinen Vorrat, aus welchem
sich der jeweils aktive Spieler eine Kugel
nimmt.
Das Spielprinzip von "Rolit" erinnert an den Klassiker "Reversi".
Die Kugeln können beliebig auf die benötigte Farbe
gedreht werden.
Der
Startspieler nimmt eine Kugel und legt sie in
eine der Mulden an einer bereits dort
befindlichen Kugel an. Dabei gilt:
- Können auf diese Weise eine oder mehrere
fremde Kugeln zwischen zwei eigene Kugeln
eingeschlossen werden, besteht Zugzwang. Die
jeweiligen fremden Kugeln werden so in der Mulde
gedreht, dass sie nun die eigene Farbe zeigen.
Dies kann sowohl vertikal, horizontal und auch
diagonal geschehen, jedoch nur in geraden
Linien.
- Kann keine Kugel eingeschlossen werden, darf
eine eigene Kugel trotzdem an eine andere Kugel
angelegt werden.
- Jeder Spieler darf in seinem Zug nur eine
Kugel setzen. Es kann auch nur eine Reihe je Zug
gewertet werden, auch wenn in mehreren Reihen
Kugeln eingeschlossen wurden.
Schafft es ein Spieler mit
seiner Farbe fremde Steine zu umschließen, werden diese
erobert und auf die Farbe des aktiven Spielers gedreht.
Nun
versucht jeder Spieler beim Legen der Kugeln
entweder besonders viele fremde Kugel
einzuschließen und in eigene umzuwandeln, oder
er versucht - trotz Zugzwang - möglichst
taktisch zu legen und so vielleicht spätere Züge
gut vorzubereiten.
Wurden alle Mulden der Spielfläche besetzt,
endet das Spiel. Jeder Spieler zählt nun die
Kugeln in seiner Farbe. Der Spieler mit den
meisten Kugeln in der eigenen Farbe gewinnt das
Spiel. Natürlich kann auch über mehrere Runden
gespielt werden. In diesem Fall zählt jede
eigene Kugel als 1 Punkt. Die Punkte werden dann
jeweils notiert. Für schnellere Spielrunden kann
das Spielfeld zudem gedanklich verkleinert
werden (6x6 oder 4x4 Felder) - bei bleibenden
Grundregeln. [go]
Vielen Dank an Goliath / Griffiths Consulting
für ein Rezensionsexemplar!
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VERLAGSVIDEO
leer
Achtung, hierbei handelt es sich um ein Werbevideo des
Verlages!
PLUS:
PLUS:
leichter Einstieg
funktionales Material
"Reversi" mit 4 Spielern
ENDE
MINUS:
MINUS:
bekanntes Grundprinzip ohne
große spielerische Neuerungen
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi:Ich
mag "Reversi". Ich mag "Rolit". Auch wenn das
nicht unbedingt immer so sein muss. Beides
unterscheidet sich dann noch ausreichend
voneinander. Aber wenn man sich überlegt, dass
das Spiel "Reversi" bereits um 1880 in England
als Zwei-Personenspiel entwickelt wurde und das
gleiche Grundprinzip bis heute im Turnierspiel
"Othello" erkennbar ist, erahnt man gleichsam
das Potential "Rolits".
Seine Besonderheit liegt nun vor allem darin,
dass nun bis zu vier Spieler miteinander um die
Farbvorherrschaft wetteifern können.
Eingeschlossene Kugeln werden der Siegerfarbe
zugeordnet und auf diese Farbe gedreht. Wobei
eben diese Mechanik (mit den drehbaren Kugeln,
die angenehm in der Hand liegen und funktional
gut spielbar sind) einen Teil des Spielreizes
ausmacht.
Die Mulden des zusammensteckbaren
Kunststoffspielplanes sind tief. Fast schon zu
tief, denn es erfordert ein wenig
Fingerspitzengefühl, falsch platzierte Kugeln
vom Spielplan zu entfernen, wobei das im
späteren Spielverlauf eigentlich selten
passiert. Nur regeltechnisch falsche Züge dürfen
korrigiert werden. Wiederum verhindern eben
diese tiefen Mulden das versehentliche Verdrehen
der Farben. Auch gut.
Die Spielidee setzt sich zusammen aus taktischem
Überlegen, gutem Überblicken aller Richtungen
(waagerecht, senkrecht und diagonal) und gutem
Einschätzen der Gegenspieler. Es ist wichtig,
den Schutz eigener Reihen und das Einnehmen
fremder Reihen zeitlich gut abzuwägen. Schnell
kann ein fremder, nicht einkalkulierter Zug das
Spielgeschehen verändern.
Als interessantes abstraktes Familienspiel
überzeugt "Rolit" durch gelungenes Material,
einen schnellen Aufbau, einen leichten Einstieg
und eine angenehme taktische Tiefe - der
Spielreiz ist also auch über die Jahre, die es
dieses Spielprinzip schon gibt, nicht verloren
gegangen - 7 Punkte, gut!
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
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