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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2014
Verlag: Mantikore Verlag
Autor: Matthias Stark
Spieleranzahl: 2-4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 60-150 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Rock'n Rodeo
...

It's Festival-Time!

In letzter Zeit mal auf einem Festival gewesen? Nichts los gewesen? Selber Hand anlegen! In diesem Expertenspiel werden wir zu Event-Organisatoren.
 
 
Zunächst wird das geplante Festival aus den Festivalkarten verdeckt gezogen. Punk, Metall, Reggea und Indie stehen zur Verfügung. Dann folgen genau drei Phasen, in denen eine Festival-Saison vorübergeht. Die Phasen orientieren sich am tatsächlichen Geschehen (Booking, Festival, Wertung). Allerdings muss das umfangreiche Material erst einmal gesichtet und sortiert werden. Es gibt Band-Karten, Fan-Karten und Ereigniskarten, die als verdeckte gemischte Stapel am Rand liegen bleiben. Außerdem gibt es kleine Upgrade-Karten, mit denen das Festival-Klima aufgebessert werden kann (Duschen, Security, Müllpfand, Einlass). Sie werden als offene Stapel getrennt sortiert und im Vorrat bereit gelegt. Dann werden noch die Stände als Stapel platziert. Sie bleiben als verdeckter gemischter Stapel liegen, dessen oberste Karte aufgedeckt wird.



Nun wird der persönliche Arbeitsplatz eingerichtet. Dazu wird verdeckt eine Festival-Karte gezogen, die nun grundlegend besagt, welche Art von Festival organisiert werden soll und welcher Platz dazu zur Verfügung steht. Wie auf der Karte angegeben, wird nun das Gelände mit Wiese, Parkplatz und Dreckplatz zusammengelegt. Dann nimmt sich jeder Spieler die Marker in seiner Farbe und platziert sie auf der Siegpunkttafel, auf der Reihenfolgeskala und auf der Festivaltafel. Dazu erhält jeder Spieler 8K (also 8 Geld) und vier Ereigniskarten. Anhand der Fankartenübersicht wird der allgemeine Fan-Vorrat eingerichtet.
 
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Die erste Phase ist nun die Booking-Phase. Hier wählt sich jeder Spieler reihum in absteigender Reihenfolge in drei Booking-Runden je eine Band-Karte aus. Dazu werden die Bands der jeweiligen Saison in einen offenen Vorrat aufgedeckt, aus dem sich jeder Spieler je Saison eine Karte aussuchen kann. Die Gage, die die Band fordert, zahlt der Spieler sofort an den Vorrat. Möchte er keine der offenen Bands, darf er sich eine Garagenband nehmen. Dafür nimmt sich der Spieler 1 Geld vom Vorrat.

Auf der Bandkarte sind nun verschiedene Informationen sichtbar. Rechts oben finden sich die Symbole, welcher Art die Fans angehören und wie viele Fans anreisen. Für jede farbige Figur auf der Karte zieht er genau eine Fankarte der entsprechenden Art (Punk, Metall…). Dann nimmt er - entsprechend der Zahl im Motiv - Fan-Figuren zusammen mit ihren Fan-Kärtchen. Sind die Fan-Figuren alle vergeben, kann er keine Figur mehr nehmen, es sei denn, er kann über eine Karte den Vorrat etwas anreichern. Möchte der Spieler in dieser Phase eine Karte ausspielen, ist jetzt der geeignete Zeitpunkt. Das kann Boni und Vergünstigungen bringen, aber auch Ärgernisse für die Mitspieler.

Hat jeder Spieler auf diese Weise seine drei Bands samt Fans ausgewählt, kann jeder Spieler sein Gelände noch aufwerten. Dazu kann er Upgrades oder Stände einkaufen. Von jedem Upgrade kann jeder Spieler jeweils nur eines seiner Art kaufen (2 Geld). Von den Ständen kann jeweils immer nur die oberste, aufgedeckte Karte zum angegebenen Preis erworben werden.

Jetzt werden die Bands noch auf die drei Tage Freitag, Samstag, Sonntag aufgeteilt. Die Zuordnung der anreisenden Fans an ihre Bands bleibt dabei bestehen. Die Spieler können nun auch ihre "WIXI"-Klos auf ihre Festivalflächen stellen. Mindestens ein bis max. drei Klos können auf Wiese und Parkplatz gelegt werden.

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Nun folgt als zweite Phase die Festival-Phase. Diese Phase bezieht sich auf jeweils einen der drei Tage und wiederholt sich in ihrer Art pro Tag.

Als erstes reisen am Vormittag die neuen Fans an. Dazu betrachten die Spieler ihre Fan-Karten. Diese geben Auskunft, wer wo (Wiese zum Zelten oder Parkplatz für den Campingbus) wohnen möchte und neben wem er wohnen möchte - oder eben nicht. Dazu werden die Fan-Kärtchen nun auf dem Festivalplan ausgelegt. Können alle Vorlieben berücksichtigt werden, gilt der Fan als zufrieden und zeigt seine grüne Seite. Kann auch nur ein Punkt nicht erfüllt werden, wird er als "unzufrieden" mit der roten sichtbaren Seite platziert. Muss ein Fan auf einem Dreckplatz wohnen, gilt er generell für die ersten beiden Runden als unzufrieden. Erst am dritten Tag hat er sich mit seinem Schicksal abgefunden. Außerdem werden die Quartierreihen von der Bühne abwärts Reihe für Reihe gefüllt. Wie sagt die Anleitung so schön: Keiner will weiter als nötig laufen. Am Nachmittag ist der Zeitpunkt um Ereigniskarten der Festivalphase auszuspielen, Klos umwerfen, Müllschlachten zu beginnen u.s.w.

Am Abend spielt dann die Band. Nun werden die Fan-Figuren platziert, auf den Feldern der Bandbühne, an den Ständen, in den Duschen, auf dem Klo, wo immer des Spielers Wünsche hingehen.



Die Nacht gilt als Zwischenwertung. Hier wird nun die aktuelle Situation überprüft: Sauberkeit, Schlägereien, Zufriedenheit…. Dabei bringen einige Fans automatisch Änderungen mit sich, gegen die gesteuert werden muss. Punks prügeln sich gern, Metals nichts so stark, aber trotzdem ein wenig. Reggae-Fans brauchen Sauberkeit und Indies sind regelrechte Sauberkeitsfanatiker. Gegen Prügeleien hilft es, eine Fan-Figur auf der Security zu positionieren. Und für Sauberkeit stehen von Figuren gefüllte WIXI-Klos und genutzte Duschen. Außerdem werden nun die Gelder aus dem Vorrat ausgezahlt, die Figuren an den Ständen "bezahlt" haben. Übrigens mag nicht jeder Fan alles. Einige können nicht alles bezahlen und so manche Stände nicht nutzen. Andere hingegen mögen eben keine Hamburger und Co.

Wurden alle aktuellen Situationen überprüft und mittels Regler auf der Festivaltafel angepasst, gilt der Tag als beendet. Die folgenden Tage, Samstag und Sonntag, werden auf die gleiche Weise abgearbeitet.
 
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Nun folgt die dritte und letzte Phase. Die Gäste sind abgereist. Es geht an die Gesamtwertung: Die Einnahmen werden errechnet: Anzahl der Fans des Festivals minus der Anzahl der WCs minus die Anzahl der Müllmarker minus die GGAM-Gebühren (ihr ahnt, für welche Institution die stehen... die wollen glatt ein Viertel der Einnahmen...). Nun werden die Siegpunkte anhand der Spielertafeln ermittelt. Der Spieler mit der besten Stimmung erhält zusätzliche SP (siehe Wertungstafel), ebenso der Spieler mit den meisten Fans. Die Erfüllung der persönlichen Eventkarten bringt ebenso Siegpunkte. Unzufriedene Fans bringen Minuspunkte, ebenso Müll und mangelnde Hygiene. Die Einnahmen der letzten Saison zählen auch zu den Siegpunkten. Das verbliebene Geld schlägt mit 1SP je 5 Geld ebenfalls zu Buche.

Damit endet die Saison und somit das Festivaljahr. Nun wird alles neu aufgebaut und weitergespielt.

Das Spiel endet nach drei Jahren. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten ist der beste Festivalmanager aller Zeiten - oder wenigstens bis zur nächsten Partie. [go]

 
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  PLUS:
PLUS:
unverbrauchtes Spielthema mit
  viel Witz ins Spiel gebracht
ENDE
  MINUS:
MINUS:
wesentlich umfangreicher,
  als die kleine Box vermuten lässt

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Noch (fast) unverbraucht - Event-Management im Brettspiel! "Rock'n Rodeo" entpuppt sich als Überraschung auf der ganzen Linie. Ansprechendes Comic-Design mit witzigen Motiveinlagen, subtil- ehrliche Wahrheiten verpackt in bekannte Klischees (wo Metal-und Punk-Fans sind, braucht man mehr Security, Indie-Fans lieben Hygiene und wollen saubere Duschen, und so manch einer mag nicht neben dem anderen wohnen. Die eigentlich kleine Verpackung beinhaltet reichlich, qualitativ gutes Material. Von der offensichtlichen Kleinverlags-Schachtel sollte man sich nicht täuschen lassen. Hier steckt viel drin. Der erste Eindruck wird dann durch komplexes Regelwerk verstärkt.

Hat man das Regelwerk durchkämpft, wobei die im Internet vorhandene Video-Anleitung hilft, erlebt man einen erfrischenden Spielmechanismus, der auf Workerplacement basiert. Letzteres kommt aber, dank der vielen Stellschrauben, gar nicht so sehr zum Vorschein. Eine dieser Stellschrauben sind die Eventkarten, die sich scheinbar unterschiedlich schwer spielen. Man zieht am Anfang des Spieles eine Karte, die dann als Auftrag die kommenden Runden durchzieht. Gestalte das Event nach den Kundenwünschen. Das fühlt sich vor allem in den ersten Runden eher unausgewogen an, kann jedoch mit einigem taktischen Aufwand ausbalanciert werden.

So werden die Punks als besonders schwer spielbar wahrgenommen, da den vielen Prügeleien nur wenig Security entgegengesetzt werden kann. Hier muss über Müll (ja, wirklich!) gegengesteuert werden. Insgesamt lässt sich das Spiel tatsächlich erleben. Hier wirft ein Gegenspieler mein "Wixi"-Klo um, die Schadenfreude meiner Gegner über meine Geruchsbelästigung folgt prompt, dort werfe ich ihm liebevoll Müll über den Zaun, Hauptsache, sein Event wird gestört. Diese ungeliebten Karten sind zwar nur selten, dann aber wirken sie störend und vor allem erheiternd für die anderen. Witz im Spiel, ein leider viel zu seltenes Element.

"Rock'n Rodeo" ist nichts für Familien. Es ist umfangreich und an manchen Stellen des Regelwerks nicht sofort zu verstehen. Die kleinen Übersichtsblätter reduzieren das Nachschlagen erheblich. Allerdings erst, wenn man den Grundgedanken verstanden hat. Dann aber wird um jedes Geld (etwas knapp bemessen) und jeden Siegpunkt gerungen. Von mir gibt's 9 Kultpunkte!
...

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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