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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Amigo Spiele  ..i..
Autor: Frédéric Moyersoen
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Die Brücke am Rio d'Oro
 
Schatzsuche am Goldfluss
Bis zu vier Abenteuer können über die morsche Brücke gehen, um unvorstellbar kostbare Schätze aus einer Höhle zu bergen. Doch wer zu gierig ist, wird bestraft.
 

     

So funktioniert's:
Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler eine Spielfigur, eine Rucksackkarte und eine Karte, auf der das eigene Camp abgebildet ist. Letztere Karte wird mitsamt der Spielfigur auf einer beliebigen Seite der Brücke stationiert. Auf die gegenüberliegende Seite wird die Schatzhöhle mit 25 Schätzen in Form von gläsernen Goldnuggets gelegt. Der jüngste Spieler darf beginnen.


Von beiden Seiten überqueren die Abenteurer die Wackelbrücke.
   


Das Holz ist morsch: Schnell klaffen beängstigende Lücken in der Brücke.

   

Den Kern des Spiels bilden die farbigen Bewegungswürfel. Zu Beginn eines Zuges darf der aktive Spieler mit bis zu drei Würfeln sein Glück versuchen. Die Schätze auf der Rucksackkarte geben darüber Aufschluss, wie viele Würfel der Spieler verwenden darf: 3 Schätze = 1 Würfel / 2 Schätze = 2 Würfel / 1 Schatz = 3 Würfel. Je weniger Schätze ein Abenteurer in seinem Rucksack transportiert, desto schneller kommt er also auch vorwärts.


Jeder Spieler hat im Camp ein Zelt aufgeschlagen.
   
Die Farbwürfel sind immer an Aktionen geknüpft.
   

Mit den Würfeln sind bis zu drei Bewegungen möglich. Der Spieler muss sich jedoch immer auf eine Bewegungsrichtung festlegen. Wird ein Gefahrensymbol (oder mehrere) gewürfelt, kommt der weiße Gefahrenwürfel zum Einsatz. Hier kann es dazu kommen, dass ein Schatz in den Fluss fällt, oder ein Holzbrett angeknackst wird bzw. sogar ganz zerbricht. Steht der Abenteurer auf einem zerbrechenden Brett, fällt er unweigerlich mit dem Brett in den Fluss und muss nach dem Bad wieder ins Camp zurück. Ohne Beute.

Wird die Aktion "Reparieren" gewürfelt, darf man ein Brett wieder erneuern. Das kann ein Brett sein, welches neben einem liegt, oder auch auf dem man aktuell steht.


Wenn der schwarze Spieler an dieser Stelle nach links läuft, stürzt er in den Fluss.
   
Die Goldnuggets warten in der Höhle auf ihre Bergung.
   

Bei einem Hand-Symbol darf bei einem Mitspieler geklaut werden, wenn man auf dessen Feld gezogen ist. Nun kommt es zu einer Kettenreaktion, denn man schubst die Figur um eine Position weiter und die betroffene Figur schubst ggf. die wiederum Nächste. Sollte sich auf dem nächsten Feld kein Brett befinden, muss der angestoßene Mitspieler ebenfalls ein Bad nehmen und kommt goldlos zurück ins Camp.

Der Spieler, der am Ende eine gewisse Summe an Goldnuggets sicher ins Camp gebracht hat, gewinnt das Spiel. Sollte es dazu kommen, dass die Höhle komplett leer geräumt wurde, gewinnt der Spieler, der am meisten Gold sein Eigen nennen darf. [sb]

 

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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
einfache Spielregeln
tolles Spielmaterial
ENDE
  MINUS:
MINUS:
auf Dauer zu wenig Abwechslung
teilweise hoher Ärgerfaktor
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Sebo:  Die erste Reaktion meiner Mitspieler bei diesem Spiel war lustigerweise ebenfalls meine erste Assoziation. "Rio d’Oro? Der Fruchtsaft?" - Knapp gesprochen hat dieses Spiel glücklicherweise nichts mit dem Getränk einer großen Discounter-Kette zu tun [Anmerkung von Ingo: ...immer diese Konsumgesellschaft... ts ts ts ;)].

Nachdem das Spiel einmal aufgebaut ist, sticht gleich das toll aufgemachte Spielfeld ins Auge. Die Brücke schwingt von einer Seite der Spielschachtel zur anderen und ist dabei richtig stabil. Das übrige toll illustrierte Spielmaterial lässt keine Wünsche offen.

Eigentlich müssten jedem Brettspiel Glassteine beiliegen, denn immer wieder erlebe ich es, dass sie besonders bei weiblichen Mitspielern ein Funkeln in den Augen bewirken und seltsamerweise zu mehr Spielspaß führen. Objektiv gesehen finde ich die Glasnuggets natürlich auch deutlich hübscher anzusehen als Pappchips. Die farbigen Würfel und Spielfiguren aus Holz hinterlassen ebenfalls einen guten Eindruck.

Doch was ist mit dem Spielspaß? Kann der genauso punkten? Mit vier Spielern schon, denn wenn es auf der Brücke ganz schön eng zugeht und die ersten Bretter im Fluss verschwunden sind, kommt es auch schon zu den ersten Schubsereien. Natürlich stehen besonders die Spieler im Fokus der Anderen, welche bereits die meisten Nuggets in ihr Camp gebracht haben. So kann es durchaus passieren, dass zurückliegende Spieler still und heimlich auf das Siegertreppchen steigen. Den Ärger-Faktor bei "Rio d’Oro" sollte man also nicht unterschätzen.

Zwar eignet sich das Spiel auch dank der einfachen Spielregeln für die Jüngsten in der Familie, allerdings sollte man ein wenig Rücksicht auf sie nehmen. Kinder, die bereits bei "Mensch ärgere Dich nicht" an die Decke gehen, sollten auf jeden Fall die Finger von "Rio d’Oro" lassen.

Summa Summarum ist "Rio d’Oro" ein kurzweiliges Familienspiel, welches durch sein prima Material zum Spielen einlädt. Leider ist das turbulente Spiel nicht sonderlich abwechslungsreich, sodass bei uns an einem Abend nicht unbedingt Lust auf eine zweite Partie besteht. Familien sollten dennoch einen Blick riskieren, nicht zuletzt der schönen (Sankara-?) Steine willen. ;)

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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