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Spiel-Fakten:

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Genre: Quiz
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: Ravensburger  ..i..
Spieleranzahl: 2 oder 3, auch möglich mit 4 Spielern oder mehr (mit Wartezeit)
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Wissen 

leer
     
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Rette die Million!
 
TV-Quizpoker mit Falltür
Wie in Jörg Pilawas bekannter ZDF-Quizshow verteidigen die Spieler in insgesamt bis zu 8 Fragerunden ihr Geld - zu Beginn ein stolzer Batzen von 1 Million Euro.
 


     

So funktioniert's:
Ein Spieler übernimmt die Rolle des Spielleiters. Für eine komplette Spielrunde zieht er acht "4er-"Karten, sechs "3er-"Karten sowie zwei "2er"-Karten von den zuvor sortierten Stapeln und stellt diese in die Sortierhalterung der zweistöckigen Spielfläche, die zuvor bereits zusammengesetzt wurde.


Die Spielfläche von "Rette die Million" zeigt oben die vier beweglichen Antwortfelder, darunter das Spielgeld sowie die Rundenanzeige. Links befindet sich das Jokerfeld, rechts der Ort, an dem die jeweilige Quizkarte für die Kandidaten zur Ansicht ausgelegt wird.

Die anderen Spieler treten als Kandidatenteam an und müssen versuchen 1 Million Euro (aufgeteilt in vierzig 25.000-Euro-Plättchen) zu verteidigen. Wird zu zweit gespielt, tritt der Kandidat natürlich alleine an.

In jeder Runde zieht der Moderator zwei Quizkarten aus der Sortierbox und nennt die beiden Themen. Der Kandidat bzw. das Kandidatenteam entscheidet sich für eine Kategorie und bekommt nun die möglichen Antworten vorgelesen. In den Runden 1 bis 4 sind dies immer vier Vorgaben, in den Runden 5 bis 7 nur noch 3 und in der finalen Runde 8 schließlich noch 2 Optionen.


Der Spielleiter stellt die Fragen. Die Quizkarten werden dazu in die Halterung gestellt.
   
Genau einmal pro Spiel darf die Kandidatenseite einen Joker setzen und die Frage tauschen.
   

Sollte man als Kandidat merken, dass einem eine Frage vielleicht doch nicht so liegt, so kann man einmal pro Spiel einen Joker setzen und das in dieser Runde zuvor abgewählte Thema reaktivieren.

Beim Beantworten der Fragen muss immer das gesamte Geld eingesetzt werden. Ist man sich bei einer Antwort sicher, so setzt man alle Scheine auf nur ein Antwortfeld. Ist man sich unsicher, kann man das Risiko einer falschen Antwort verringern, indem man das Geld nach Belieben auf mehrere Antworten verteilt, wobei immer mindestens eine Antwortvorgabe unbesetzt bleiben muss!


In den Runden 1 bis 4 werden Quizfragen mit vier Antwortvorgaben gestellt. Jede Frage besitzt ihr eigenes Thema als Vorab-Hinweis.
   
Wer sich nicht sicher ist, verteilt sein Geld auf mehrere mögliche Antworten, wobei immer mindestens ein Antwortfeld frei bleiben MUSS!
   

Das Geld wird auf die roten Falltüren der Spielfläche gelegt.  Wer möchte, kann, wie im TV-Vorbild, mit einem Zeitlimit spielen; dazu müsste man sich allerdings einen Timer besorgen, der dem Spiel nicht beiliegt.

Wurde das gesamte Geld gesetzt, löst der Moderator auf. Der richtige Antwortbuchstabe steht auf der Rückseite der Quizkarte. Um Spannung zu erzeugen, sollte der Moderator nun nacheinander die falschen Antworten offenbaren, indem er jeweils den Schieber mit dem entsprechenden Buchstaben aus der Spielfläche zieht. Geld, das darauf fälschlicherweise platziert wurde, saust nun eine Etage tiefer und ist dauerhaft verloren!


Der Moderator löst auf: "C" ist die falsche Antwort, der Schieber wird entfernt...
   
... und das Geld plumpst in die Tiefe. Es steht ab sofort nicht mehr zur Verfügung.
   

Die Kandidaten spielen so lang, wie sie noch Geld zum Setzen zur Verfügung haben. Verlieren sie vorzeitig den letzten 25.000-Euro-Chip, gehen sie in dieser Runde leer aus. Wird hingegen die 8. Runde erreicht, muss nun noch einmal das verbliebene Geld mit einer 50:50-Chance auf eine der beiden Antworten (A oder B) gesetzt werden. Wurde hier dann die richtige Antwort gewählt, wird das Geld gezählt und die Summe notiert.

Anschließend folgt eine neue Spielrunde mit anderem Moderator. Um den Gesamtsieger gerecht küren zu können, sollte jeder Spieler einmal die Moderatorenrolle übernommen haben. Wer nun insgesamt das meiste Geld retten konnte, hat dann gewonnen.


In den Runden 5 bis 7 werden Fragen mit drei Antwortvorgaben gestellt, von denen aber nur zwei mit Geld belegt werden dürfen!
   
Im Finale heißt es Hopp oder Top: Welche Antwort stimmt? A oder B? Das Geld darf aber nur auf eine Antwort gesetzt werden!
   

SPIELKULT.de-Tipps:
- Wem das Spiellevel zu hoch ist, kann mit zwei statt mit nur einem Joker spielen. Die Stanzplättchen, welche vor dem ersten Spiel aus der großen Spielfläche entfernt werden müssen, eignen sich dabei gut als Joker-Chips.
- Um es spannender zu machen, sollten sich die Spieler bereits nach dem Vorlesen der vier Antworten und nicht erst nach der anschließenden Fragestellung entscheiden, ob sie einen Joker verwenden möchten oder nicht.
- Als Moderator kann man die beiden Sortiervorrichtungen rechts und links der Spielfläche gut dafür verwenden, die Fragekarten direkt aufzusplitten und so in jeder Runde immer zwei Themen zur Auswahl zu haben, ohne die Karten dafür aus der Box nehmen zu müssen. [ih]

Vielen Dank an Ravensburger für ein Rezensionsexemplar!

 
 ERKLÄRVIDEO

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Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
sehr gute Umsetzung
   der TV-Show
großer Fragenkatalog
ideal für 2 oder 3 Spieler
ENDE
  MINUS:
MINUS:
ab 4 Spielern entstehen mitunter
   längere Wartezeiten

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Wenn Jörg Pilawa seine Kandidaten in der ZDF-Show zu Millionären macht, so ist dies meist nur von kurzer Dauer. Seit "Wer wird Millionär?" wurden etliche Quizsendungen mit Multiple-Choice-Antworten auf die Zuschauer losgelassen und auch "Rette die Million!" reiht sich in diese Kategorie ein. Doch hat dieses Format etwas Besonderes; es ist sozusagen ein "Quiz verkehrt", denn hier wird nicht Geld verdient, sondern Geld verteidigt.

Wie in dem TV-Vorbild müssen die Spieler 8 Quizfragen überstehen. Die Qual der Wahl bei der Entscheidung für eine vermeintlich richtige Antwort wird hier zu einer Risikoabwägung. Setze ich mein gesamtes Geld auf nur eine Antwort, oder teile ich das Geld auf mehrere Antworten auf? Letzteres ist dabei die weitaus häufiger gewählte Option, und schnell wird aus den anfänglichen vierzig 25.000-Euro-Bündeln ein recht überschaubarer Einsatz.

Die Brettspiel-Umsetzung des Spielkonzepts wird Fans der Show sicher nicht enttäuschen - sie ist sehr originalgetreu. Ja, selbst die optisch wichtige Inszenierung, das Herunterrasseln von falsch eingesetztem Geld in die Tiefen des Studios, wird durch die große zweistöckige Spielfläche mit schiebbaren Falltüren gut vermittelt. Der Fragenkatalog ist angenehm umfangreich und zudem von sehr guter Qualität.

Anderes als im Fernsehen geht es hier sogar bereits auch schon bei den ersten Fragen direkt zur Sache; Nonsensfragen, die einen sicheren Geldgewinn garantieren, gibt es praktisch nicht! Die Altersangabe "ab 12 Jahren" entpuppt sich angesichts des Fragenlevels als etwas niedrig, jedoch muss beachtet werden, dass man bei "Rette die Million!" auch mit Glück - durch geschicktes Setzen des Geldes - vorankommen kann.


Wie bei allen Umsetzungen von Fernsehshows muss auch dieses Spiel mit zwei Problemen kämpfen. Zum einen fehlt der echte Geldgewinn, was hier glücklicherweise weniger ins Gewicht fehlt, da der Ablauf nicht allzu linear verläuft, sondern immer von Entscheidungen geprägt ist. Allerdings gilt dies nur für die aktiven Kandidaten. Und da wäre ich direkt bei Problem Nummer 2: Das Spiel benötigt stets einen Spielleiter, der selber nicht miträt. Er übernimmt die Rolle des Fragenverwalters und Spannungserzeugers.

Entscheidend für den Gesamtspielreiz ist für mich somit die Spieleranzahl. Ideal sind hier 2 oder 3 Spieler, die - was angesichts der kurzen Spielrunden von ca. 15 Minuten gut möglich ist - dann einfach die Moderatorenrolle durchtauschen. Im Spiel zu dritt treten die "Kandidaten" dabei als Team an - ganz wie im Fernsehen.

Das Spiel zu viert oder mit noch mehr Spielern verläuft dann weniger befriedigend, denn die Notlösung, überzählige Spieler als vorübergehende Zuschauer zu behandeln, macht deutlich, dass "Rette die Million!" eben eigentlich fürs Fernsehen und nicht für den heimischen Spieltisch konzipiert wurde. Umgehen kann man dies dann immerhin mit einer kooperativen Spielweise, d.h. ein großes Team tritt gegen den Moderator an, wobei sich dann sicher nicht alle Teammitglieder gleichwertig ins Spiel einbringen können.

Dennoch: Fans der Fernsehshow und Freunde von Wissensspielen erhalten mit dem Ravensburger-Spiel eine durchaus spannende Quizvariante, die mit einem großen, hochwertigen Fragenkatalog und einem interessanten Spielablauf für die aktiven Teilnehmer aufwartet. Meine Empfehlung geht dabei allerdings besonders an eine 2- oder 3-Spieler-Besetzung! (> Video)

Hinweis zum Kultfaktor: Wertung "8" für Quizfans in einer 2- oder 3-Spieler-Konstellation; abweichende Wertung in gelb für eine höhere Spieleranzahl und die damit verbundenen passiven Spielphasen.
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
    *
Ende
     
 
     

Chris: Fans der TV-Vorlage können bei dem Spiel ohne Bedenken zugreifen, da das Format wirklich 1:1 übernommen wurde. Aber auch für alle anderen ist "Rette die Million" ein gelungenes Quizspiel, das in erster Linie mit seinem Fragenkatalog punktet. Die meisten Quizfragen sind knifflig genug, so dass auch ambitionierte Quizfans dankbar sein dürften, einen Partner zu haben, mit dem sie sich beraten können. Zwischendurch gibt es auch die ein oder andere sehr leichte Frage, aber diese sind doch eher selten.
 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 

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