Genre: Strategie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: White Goblin Games / Huch & Friends
..i.. Autoren: Ase u. Henrik Berg Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: ca. 45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Rattus
Pestspiele in
Europa Im Mittelalter raffte
der Schwarze Tod zwei Drittel der Bevölkerung in Europa dahin.
Die Spieler versuchen, zum restlichen Drittel zu gehören.
So funktioniert's:
Die
lilafarbenen Start-Rattenplättchen werden gemischt und
verdeckt auf die Regionen verteilt. Bei drei oder nur
zwei Spielern wird mit zwei bzw. vier Regionen weniger
gespielt, außerdem werden vorher Rattenplättchen aus dem
Spiel genommen. Die schwarze Pestfigur wird in einer
beliebigen Region platziert. Nun darf noch jeder Spieler
in zwei verschiedene Regionen jeweils zwei eigene
Bevölkerungswürfel seiner Farbe platzieren.
Der Spielplan
zeigt Europa im Mittelalter. Die durch gestrichelte
Linien oder Pfeile verbundenen Regionen sind
Nachbargebiete.
Die Pestfigur
(schwarz) zeigt, welche Region von der tödlichen
Krankheit überrollt wird.
Gespielt wird reihum. Der Zug eines Spielers besteht
immer aus 3 Phasen:
1.)
Eine Ständekarte nehmen:
Der
Spieler kann eine der sechs Ständekarten nehmen und vor
sich auslegen. Jede Karte hat eine andere Fähigkeit, die
im Laufe des Zuges eingesetzt werden kann. Liegt die
Karte vor einem Gegner aus, so nimmt man sie einfach
diesem Spieler ab. Ein Spieler darf mehrere Ständekarten
vor sich ausliegen haben. Diese Aktion ist freiwillig.
2.)
Neue Bevölkerungswürfel platzieren:
Der
Spieler darf in einer beliebigen Region so viele eigene
Bevölkerungswürfel platzieren, wie sich Rattenplättchen
in der Region befinden.
3.)
Die Pestfigur bewegen:
Der
Spieler bewegt die Pestfigur in eine benachbarte Region.
Anschließend breitet sich die Pest aus. Hier
unterscheidet man in drei Fälle:
-
Befindet sich in der neuen Region ein Rattenplättchen,
so muss der Spieler nun ein neues, graues Plättchen aus
dem Vorrat in eine benachbarte Region legen.
-
Befinden sich in der neuen Region zwei oder drei
Rattenplättchen, so muss der Spieler zwei neue
Rattenplättchen in benachbarte Regionen legen. Es dürfen
auch beide Plättchen in die selbe Region gelegt werden.
-
Befindet sich in der neuen Region kein Rattenplättchen,
so wird auch kein neues Plättchen gelegt.
Rattenplättchen werden immer verdeckt in die Regionen
gelegt, außerdem dürfen in einer Region nie mehr als
drei Rattenplättchen liegen.
Die
Ratten (als Plättchen) haben negative Auswirkungen auf
die Bevölkerung der betroffenen Region.
In der Burg
ist die Bevölkerung sicher vor der Pest.
Befinden sich nun in der Region mit der Pestfigur sowohl
Rattenplättchen als auch Bevölkerungswürfel, wütet in
dieser Region die Pest. Der aktive Spieler deckt ein
beliebiges Rattenplättchen in der Region auf, welches
nun ausgewertet wird. Am oberen Rand jedes Plättchens
ist eine Zahl zu sehen. Die Pest bricht nur aus, wenn
die Summe aller Bevölkerungswürfel in dieser Region
gleich oder größer als diese Zahl ist. Ist dies nicht
der Fall, wird das Plättchen sofort aus dem Spiel
genommen.
B
richt die Pest jedoch aus, so werden nun die
Buchstaben und die Symbole auf dem Plättchen überprüft:
- Ein
"M" bedeutet, dass der Spieler mit der Mehrheit einen
seiner Würfel aus der Region entfernen muss.
- Ein
"A" bedeutet, dass alle Spieler einen Würfel aus dieser
Region entfernen müssen.
- Des
Weiteren gibt es noch sechs verschiedene Symbole, die
für die einzelnen Ständekarten stehen. Für jedes Symbol
muss ein Spieler einen Würfel aus dieser Region
entfernen, falls er die passende Ständekarte vor sich
ausliegen hat.
Nachdem ein Plättchen vollständig ausgewertet wurde,
wird es aus dem Spiel entfernt. Befinden sich nun noch
Bevölkerungswürfel in der Pestregion, so wird das
nächste Rattenplättchen aufgedeckt, vorausgesetzt es
gibt noch welche in dieser Region. Entfernte
Bevölkerungswürfel gehen wieder an ihre Besitzer zurück
und können später erneut eingesetzt werden.
Die
Ständekarten helfen, sich vor der Bedrohung zu schützen.
Tipp:
Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose
Erklärvideos!
Sobald
ein Spieler seinen letzten Bevölkerungsstein auf den
Plan setzt oder der Vorrat der Rattenplättchen
aufgedeckt ist, wird die Runde noch zu Ende gespielt.
Anschließend dürfen noch einmal alle Spieler, bis auf
den, der das Spielende eingeleitet hat, in umgekehrter
Sitzreihenfolge die Aktionen ihrer Ständekarten nutzen.
Danach werden noch alle verdeckten Rattenplättchen auf
dem Plan aufgedeckt und ausgewertet. Der Spieler, von
dem anschließend noch die meisten Bevölkerungswürfel auf
dem Plan liegen, hat gewonnen.
Die Eigenschaften der sechs Ständekarten:
- Der
König darf einmal pro Zug einen Bevölkerungswürfel aus
einer Region ohne Rattenplättchen nehmen und diesen auf
das Burgfeld legen. Würfel auf dem Burgfeld sind für den
Rest des Spiels geschützt.
- Der
Ritter darf mit der Pestfigur zwei Schritte weit ziehen.
Außerdem darf er entscheiden, ob die Figur beim
Ausbrechen der Pest wie zwei neutrale Bevölkerungswürfel
gezählt wird.
- Der
Bauer darf in Phase 2 immer einen Würfel mehr
platzieren, als Rattenplättchen in der Region liegen.
- Der
Mönch darf einmal pro Zug ein Rattenplättchen in eine
benachbarte Region verschieben.
- Der
Kaufmann darf einmal pro Zug bis zu drei eigene
Bevölkerungswürfel einer Region in eine benachbarte
verschieben
- Die
Hexe darf sich zwei beliebige Rattenplättchen ansehen
und diese bei Bedarf tauschen.
[cg]
Vielen Dank an Huch & Friends (Hutter Trade) für ein Rezensionsexemplar!
leer
ERKLÄRVIDEO
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eer Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
eingängiger Spielablauf
gelungenes Material
ungewöhnliches Thema
ENDE
MINUS:
MINUS:
z.T.
hoher Glücksfaktor
Einschränkungen im
3- oder 2-Personen-Spiel
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Chris:
Wäre ich böse, würde ich sagen: Was mir an "Rattus"
am besten gefällt, ist die Schachtel. Das gilt
sowohl für das Design, als auch für die
praktische Größe.
Glücklicherweise kann aber
auch das Spiel in den meisten anderen Punkten
überzeugen: Das Material ist gelungen, die Idee
ist innovativ, die Regeln sind übersichtlich und
das Spielprinzip ist sehr eingängig. Im ersten
Moment hat mich die Optik und der Ablauf zwar
etwas an "El Grande" erinnert, aber diese
Parallelen sind eigentlich nur oberflächlich.
Was die Anzahl der Spieler angeht, so muss ich
unbedingt die Vollbesetzung empfehlen, da
bereits bei drei Spielern einfach zu wenig
Steine auf dem Plan sind und zu viele
Rattenplättchen nicht ausgeführt werden. Aus
diesem Grund empfand ich auch die
2-Spieler-Partie als recht öde. Allzu taktischer
wird es aufgrund der begrenzten Tiefe mit
weniger Spielern auch nicht, der hohe
Glücksfaktor der Rattenplättchen ist schließlich
immer gegeben.
Alles in allem ist "Rattus" zwar nicht
revolutionär, aber trotzdem ein gelungenes,
einfaches Taktikspiel.
(>
Video)