Genre: Kinder, Familie
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: LEGO Spiele
..i.. Autoren: Reiner Knizia Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 20-30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Ramses Pyramid
Keine Macht
der Mumie! König Ramses, Herrscher
über die Pyramide, entsendet 8 Mumien, die den Abenteurern bei
der Suche nach Schätzen das Leben schwer machen.
Mit
neuartigen Spielen aus den berühmten Bausteinen möchte
die Firma LEGO nun auch gezielt spielbegeisterte
Familien ansprechen und dazu die Kreativität fördern.
Alle Spiele dieser Serie bestehen aus einem
individuellen Bausatz, der vor der ersten Spielpartie in
gewohnte LEGO-Manier zusammengesetzt werden muss. Selbst
der Würfel ist dabei kein Fertigprodukt!
Bevor
losgespielt werden kann, muss zunächst die Spielfläche
aus rund 200 Einzelelementen zusammengebaut werden.
Der
LEGO-Würfel wird vor Spielbeginn mit den Seitenflächen
bestückt.
So funktioniert's:
Ziel des Spieles ist es, seinen Abenteurer (eine
farbige Spielfigur) auf die Spitze der Pyramide zu
bringen und so König Ramses zu besiegen. Um dies zu
vollbringen, müssen farbige Diamanten eingesammelt bzw.
deren Position gemerkt werden. Störend sind jedoch die
Mumien (weiße Spielfiguren), die Ramses von der
Pyramidenspitze auf die Abenteurer hetzt. Ihnen gilt es,
auszuweichen!
Jeder Spieler
stellt seine Figur zunächst auf das große braune
Startfeld am Eingang der Pyramide. Abwechselnd, immer
der Reihe nach, würfeln die Spieler mit dem
LEGO-Spezialwürfel, der verschiedene Aktionen auslösen
kann. Die erwürfelte Aktion wird immer direkt
ausgeführt. Erst dann ist der nächste Spieler am Zug.
Zunächst müssen jeder Abenteurer die Pyramide einmal
umrunden; dazu zieht er - je nach Würfelergebnis - die
entsprechende Anzahl an Feldern (braune LEGO-Flächen)
nach vorn. Gelangt er auf ein Feld mit einem Diamanten,
kann er dieses an sich nehmen - er steckt ihn neben sein
farbiges Zelt. Alternativ kann er aber auch unter den
verdeckten Tempel gucken uns sich die Farbe des dort
platzierten Diamanten merken! Anschließend versetzt er
den Tempel auf ein freies Tempelfeld - die Position der
Tempel verändert sich also laufend!
Das fertige
Ergebnis: Eine dreidimensionale Pyramide mit geheimer
Schatzkammer. An den Ecken der hellen Grundfläche
befinden sich die vier Abenteurer-Zelte.
Gelangt ein
Abenteurer (hier in rot) auf ein braunes Bewegungsfeld,
kann er den frei ausliegenden Diamanten an sich nehmen
oder aber verdeckt unter den Tempel gucken.
Ist die
Pyramide einmal umrundet, wird nun der Weg Stufe für
Stufe in Richtung König Ramses fortgeführt. Um
eine Pyramidenstufe betreten zu dürfen, muss der Spieler
im Besitz eines Diamanten sein, der die gleiche Farbe
aufweist wie der auf der entsprechenden Pyramidenstufe.
Besitzt der Spieler keinen solchen Diamanten, kann er
stattdessen einen geheimen Tempel aufdecken, der einen
Edelstein in der gesuchten Farbe beherbergt. Wieder wird
der Tempel danach versetzt. Wurde ein falscher Tempel
geöffnet, muss der Abenteurer eine Stufe zurückziehen.
Da eine neue
Pyramidenstufe immer nur von einer Stufe der gleichen
Pyramidenseite betreten werden darf, kann der Spieler
auch - anstatt nach oben zu ziehen - die Seite wechseln.
Auch hier gilt wieder die Diamantenregel.
Stufe für
Stufe wird die Pyramide erklommen.
Die Mumien
(weiß) kommen näher! Trifft eine Mumie auf einen
Abenteurer, muss dieser zurück zum Startfeld.
Der Würfel
bestimmt bei jedem Zug, wie weit der Spieler ziehen
darf. Außerdem gibt er Sonderaktionen vor. So können
Juwelen von Mitspielern gestohlen, die Pyramide ab einer
beliebigen Ebene abgehoben und verdreht oder aber Mumien
von der Spitze der Pyramide auf den Weg geschickt
werden. Letztere Aktion bedeutet für die Spieler nichts
gutes: Sobald eine Mumie eine Stufe belegt, darf dieses
Feld nicht betreten werden! Zieht eine Mumie auf ein
Feld, auf dem bereits ein Spieler steht, wird dieser
wieder zum Startfeld geschickt und muss von neuem
beginnen.
Wer als
Erster an der Pyramidenspitze ankommt, ist der Sieger.
Um den letzten Schritt machen zu dürfen, muss der Würfel
noch einmal eine "Mumie" zeigen. Nur dann ist König
Ramses besiegt.
Varianten: Das Spiel kann auch kooperativ gespielt oder aber in der
Profiregel noch von der finalen Schatzkammer gekrönt
werden. Dazu muss der Sieger die Pyramide öffnen und die
im Innern versteckten vier Diamanten in den passenden
vier verschlossenen Tempeln wiederfinden.
[ih]
Vielen Dank an LEGO für ein Rezensionsexemplar!
leer
ERKLÄRVIDEO
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eer Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
ideal
für spielbegeisterte
LEGO-Fans / Familien
dreidimensionale Spielfläche
frei anpass-/erweiterbar
detaillierte Bauanleitung
ENDE
MINUS:
MINUS:
Spielaufbau verbraucht Zeit
hohe Glückslastigkeit
Startspielervorteil
z.T. unpräzise Spielanleitung
nichts für "Wurstfinger" ;-)
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo: Alle
spielbegeisterten LEGO-Fans werden sich freuen.
Mit der neuen Spiele-Serie verbindet die
Traditionsfirma nun die beiden
Lieblingsbeschäftigungen der Zielgruppe: Das
Spielen und das Bauen. Dank gut illustrierter Bauanleitung ist das
Zusammenstecken der Steine gut zu meistern; für
erwachsene Mitspieler ist dies vielleicht sogar
der spaßigste Teil am Spiel. Dennoch ist ein
direktes Losspielen natürlich nicht möglich.
Im Vergleich zu herkömmlichen Brettspielen
zeigen die LEGO-Steine Vor- und Nachteile. Für
Erwachsenenhände sind die Spielelemente etwas klein
geraten. Technisch bedingt ist die
Themendarstellung nicht so detailliert möglich
wie auf einem bedruckten Spielplan - dafür aber
erscheint die Spielfläche in 3-D und bietet
dadurch gerade für Kinder ein spannenderes
Erlebnis.
Nun kauft man mit "Ramses Pyramid" aber
keinen gewohnten LEGO-Bausatz, sondern ein Spiel. Und wer hat's erfunden?
Der "Spielepapst" der Branche - Reiner Knizia.
Möge man es auf die Erfahrung von Herrn Knizia
oder die eigenen Vorlagen schieben - der
Spielablauf ist für mich leider nicht ganz so
innovativ wie das Material.
Der vorhandene
Startspielervorteil wird durch spätere
Würfelduelle einigermaßen neutralisiert;
trotzdem gehen die Spieler 3 und 4 (bei
voller Besetzung) beim Diamantensammeln zu
Beginn meist leer aus, was für Kinder mitunter
etwas frustrierend wirken kann. Vielspieler
werden den hohen Glücksfaktor kritisieren - an
diese Spieler richtet sich "Ramses Pyramid"
selbstverständlich eher weniger.
In unserer Testrunde kam das Spiel mit
eigenen Regelauslegungen und -abänderungen,
unterstützt vom neuartigen Material, insgesamt
recht gut
an. Wenn auch noch kein spielerischer
Überflieger, lässt das innovative, individuell
veränder- bzw. erweiterbare Grundkonzept auf
weitere Spielideen hoffen! (>
Video)