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Spiel-Fakten:

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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Abacusspiele  ..i..
(Rio Grande Games)
Autor: Reiner Knizia
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30-45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Ra - the Dice Game
(das Würfelspiel)
 
Die würfeln, die Ägypter...! 
Im Jahr 1999 erschien "Ra" als erstes Spiel im alea-Programm. 10 Jahre später folgt nun, bei anderem Verlag, Reiner Knizias Würfelspielversion.
 

     

Wir befinden uns im alten Ägypten. Über drei Epochen bauen wir - zu Ehren des Sonnengottes Ra - Zivilisationen aus, errichten Monumente, bewirtschaften Äcker am Nilufer und beeinflussen Pharaonen. 

 


Das Spielbrett in der Gesamtansicht
   
Die Symbolwürfel sind mit den gleichfarbigen Spielfeldern verknüpft.
   

 

So funktioniert's:
Das Spiel verläuft über drei Epochen. Zu Beginn jeder Epoche wird die Ra-Figur auf die Sonnenleiste gestellt. Das Startfeld ist abhängig von der Anzahl der Spieler.

Die Spieler sind reihum am Zug. Gewürfelt wird mit 5 Würfeln nach dem "Kniffel"-Prinzip: Der Spieler würfelt alle 5 Würfel gleichzeitig. Anschließend darf er noch bis zu zwei mal eine beliebige Anzahl an Würfeln erneut werfen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Würfel, die ein Sonnensymbol zeigen, immer sofort auf die Sonnenleiste gelegt werden müssen. Diese dürfen nicht erneut gewürfelt werden.

Kann oder will ein Spieler nicht mehr würfeln, wertet er seinen Wurf. Die 5 Würfel zeigen alle die gleichen 6 unterschiedlichen Symbole, die folgendermaßen ausgewertet werden:

- Pharao: Für jedes Pharao-Symbol darf der Spieler ein Feld auf der Pharao-Leiste vorrücken.

- Nil: Für jedes Nil-Symbol darf der Spieler ein Feld auf der Nil-Leiste vorrücken. Alternativ darf er auch 3 Nil-Symbole dazu verwenden, um einen Hochwasserstein ins Spiel zu bringen. Diesen legt er einfach zu seinem Markierungsstein auf die Nil-Leiste. Würfelt der Spieler im weiteren Verlauf der Epoche weitere Nil-Symbole, so werden immer alle eigenen Steine ein Feld vorwärts geschoben. Ein Spieler darf auch mehr als einen Hochwasserstein im Spiel haben.
 


Die Leisten des Spielbretts von oben nach unten: Sonnenleiste mit Ra-Figur, Pharaonen- und Nilleiste. Auf die Nilleiste können zusätzliche eigene Steine eingebracht werden - die sogenannten "Hochwassersteine".
   
Auf den 5 Zivilisationsfeldern dürfen jeweils maximal so viele Steine liegen, wie Teilnehmer "-1" (bei 4 Spielern also 3 Steine). Jeder Spieler darf pro Feld nur einen Stein seiner Farbe legen!
   

- Zivilisation: Würfelt ein Spieler 3, 4 oder 5 Zivilisations-Symbole, so darf er entsprechend 1, 2 oder 3 Steine auf den Zivilisationsbereich setzen. Dieser besteht aus 5 Feldern in unterschiedlichen Farben. Die Farben sind identisch mit den Farben der Würfel. Auf jedem der 5 Felder des Zivilisationsbereichs dürfen nur so viele Steine stehen, wie die  "Spieleranzahl minus 1" beträgt. Man darf niemals mehrere Steine der eigenen Farbe auf dem gleichen Zivilisations-Feld haben. Beim Setzen ist außerdem zu beachten, dass man sich nur auf ein Feld setzen darf, wenn der Würfel in der entsprechenden Farbe auch ein Zivilisations-Symbol (kein Anch-Joker-Symbol; s.u.) zeigt!

- Monument: Würfelt der Spieler 1, 3 oder 5 Monument-Symbole, darf er entsprechend 1, 2 oder 3 Steine in den Monument-Bereich setzen. Dieser besteht aus 5 Reihen in den Farben der Würfel mit jeweils 8 Feldern. Auf jedem Feld darf nur ein Stein liegen. Errichtet ein Spieler mehrere Monumente auf einmal, so darf er seinen ersten Stein setzen, wo er will. Jeder weitere Stein darf aber nur in einer Spalte der Monument-Bereiche gesetzt werden, in der der Spieler noch nicht vertreten ist! Ebenso wie im Zivilisations-Bereich ist auch hier zu beachten, dass man Monumente nur auf einem bestimmten Farbfeld errichten darf, wenn der passende Würfel auch tatsächlich ein Monument-Symbol zeigt!

- Anch: Das Anch-Symbol ist ein Joker und kann als jedes beliebige andere Symbol verwendet werden. Ein Spieler darf nur dann mit einem Anch ein Feld auf der Pharao- oder Nil-Leiste vorrücken, wenn er mindestens ein Pharao- bzw. Nil-Symbol hinzu gewürfelt hat. Bei "Zivilisationen" und "Monumenten" ist zu beachten, dass ein Würfel mit einem Anch nicht erlaubt, ein Monument in dieser Farbe zu errichten bzw. einen Stein auf dieses Feld des Zivilisations-Bereichs zu setzen! Hier kann das Anch lediglich dazu verwendet werden, die erforderliche Würfelanzahl zu erreichen. Für jeweils 2 Anch, die ein Spieler in seinem Zug nicht verwendet, erhält er 2 Siegpunkte!
 


Die Monumentfelder dürfen, bei passendem Wurf, mit einem eigenen Stein an beliebiger farblich passender Stelle belegt werden - pro Feld 1 Stein.
   
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- Sonnen: Nachdem der Spieler seine Würfel ausgewertet hat, wird geschaut, wie viele Sonnen-Symbole er gewürfelt hat.
Bei 1 oder 2 Sonnen rückt die Ra-Figur auf der Sonnenleiste 1 bzw. 2 Felder vorwärts.
Bei 3 Sonnen erhält der Spieler sofort 3 Siegpunkte.
Bei 4 oder 5 Sonnen darf der Spieler eine "Katastrophe" auslösen.

Bei einer Katastrophe darf sich der Spieler aussuchen, ob all seine Mitspieler entweder 2 Schritte auf der Pharao-Leiste zurückziehen oder einen Hochwasserstein entfernen oder 2 Steine aus dem Zivilisations- oder Monument-Bereich entfernen

Erreicht die Ra-Figur das letzte Feld der Sonnenleiste folgt sofort eine Epochenwertung:

Pharao: Der Spieler, der auf der Pharao-Leiste am weitesten vorne steht, erhält 5 Punkte und zieht seine Figur 2 Felder zurück. Der Spieler an letzter Position erhält 2 Minuspunkte und zieht seine Figur ein Feld vorwärts.

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Nil: Die Spieler erhalten die Punkte, die ihrem Feld auf der Nil-Leiste entsprechen, allerdings nur dann, wenn sie mindestens einen Hochwasserstein im Spiel haben. Anschließend werden alle Hochwassersteine entfernt.

Zivilisation: Die Spieler erhalten für 0/1/2/3/4/5 verschiedene Felder, in denen sie vertreten sind, -5/0/0/5/10/15 Punkte. Anschließend werden alle Steine aus dem Zivilisationsbereich entfernt.

Eine neue Epoche beginnt. Nach der dritten Epoche werden zusätzlich die Monumente gewertet. Hier erhalten die Spieler für 3/4/5 Steine in der gleichen Spalte 5/10/15 Punkte und für 1-6/7/8 verschiedene Spalten, in denen sie mindestens einen Stein besitzen 1-6/10/15 Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.
[cg]

Vielen Dank an Abacusspiele für ein Rezensionsexemplar!
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
kurzweilig
leicht zu erlernen
Wertungsmechanismus
   eng am Original
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Würfelprinzip beruht
   auf alter "Kniffel"-Idee
fehlende Versteigerungen
hoher Neupreis
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Chris:  Betrachten möchte ich zunächst einmal die Parallelen und Unterschiede zum "Original". Was das Würfelspiel sehr gut von "Ra" übernommen hat, ist der Wertungsmechanismus; jener ist nämlich fast exakt der gleiche wie beim "großen Brettspiel"-Pendant.

Was hingegen völlig auf der Strecke geblieben ist, ist, auch wenn es zu erwarten war, der Bietmechanismus. Versteigert wird beim Würfelspiel nämlich nichts mehr. Schade; so war doch gerade der Versteigerungsmechanismus das, was mir an "Ra" so gut gefallen hat.

Das Würfelspiel erinnert vom Spielgefühl her stark an "Kniffel"; an dieser Stelle  hätte ich mir einen etwas innovativeren Würfelmechanismus gewünscht. Das Material ist von guter Qualität, allerdings beträgt der empfohlene Neupreis für dieses Spiel satte 30 Euro. 

Das Spiel macht durchaus Spaß, bevorzugt den Spielern, die eher leichte Würfelspiele mögen. Zu einer Wiederholungspartie lädt dann auch eher die Kurzweiligkeit als eine innovative Spielidee ein. Zu zweit kann eine Epoche übrigens schon nach 3 Zügen beendet sein, zu viert kann das Spiel allerdings auch einmal eine gute Dreiviertelstunde dauern.

Wem "Ra" bislang zu trocken war, der sollte das Würfelspiel ruhig einmal ausprobieren. Von mir gibt’s knappe 7 Punkte!
   (> Video)
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 
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