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Genre: Strategie, Taktik
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: Days of Wonder  ..i..
Autor: François Gandon
Grafik: Sabrina Miramon
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30-60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
   

 

 
Quadropolis
...

Stadtplanung im Quadrat

Jeder errichtet seine eigene moderne Stadt. Auf der Baustelle besorgt ihr euch mit den Architekten die verschiedenen Gebäude, die ihr dann auf eurer Stadttafel bauen dürft. Doch nur bestimmte Kombinationen sind gewinnträchtig!
 

 
Die Bauplättchen werden nach Runden sortiert. Zu Beginn jeder Runde werden die der Runde entsprechenden Plättchen in den Stoffbeutel gegeben, gut gemischt und dann offen auf die 5x5 Felder umfassende "Baustelle" gelegt. Spielen weniger als vier Spieler, werden einige Plättchen verdeckt ausgelegt.



Jeder Spieler erhält in der "Classic"-Version eine Stadtafel sowie vier Architekten (1 bis 4). Wer am Zug ist, legt einen Architekten neben eine beliebige Zeile / Spalte der Baustelle, alle vier Seiten der Baustelle dürfen belegt werden. Setzt der Spieler den Architekten mit der "2 ein, nimmt er sich, vom Architekten ausgehend, das zweite Plättchen in dieser Reihe. Beim Architekten mit der "3" nimmt man das dritte Plättchen etc.



Nun KANN der Spieler, wenn ihm das Plättchen unlieb ist, es ohne weitere Aktion abwerfen, normalerweise aber legt der Spieler es auf seine Stadttafel, und zwar auf ein beliebiges freies Feld der Zeile / Spalte, die der Nummer des an der Baustelle gerade ausgespielten Architekten entspricht oder als neue Ebene eines bereits ausliegenden Hochhauses (gelbe Bauplättchen) an beliebiger Stelle - jedoch muss es auch wieder eine Übereinstimmung geben, diesmal zwischen Architektennummer und eben der neuen Ebene (also der Stockwerkanzahl). Zudem erhält der Spieler die Ressource / die Ressorucen, die oben links auf dem gelegten Plättchen angegeben ist / sind. Dies sind entweder Bewohner (blaue Meeple), oder es ist Energie (rote Steine).



Bevor der nächste Spieler dran ist, wird nun noch der Stadtplaner (schwarze Figur)auf das nun freie Feld der Baustelle gestellt, also auf das Feld, von dem das Gebäudeplättchen eben genommen wurde. Nun ist der nächste Spieler dran. Er setzt nun einen seiner Architekten an eine freie Stelle am Rand der Baustelle, nicht jedoch in die Zeile und Spalte, in der gerade der Stadtplaner steht! Dieser wandert mit jedem genommenen Plättchen dann hin und her.

Eine Runde endet, wenn jeder Spieler alle vier Architekten eingesetzt hat. Die nächste Runde wird zunächst wieder mit dem Mischen der entsprechenden Bauplättchen und dem Auslegen der selbigen vorbereitet. Alle Spieler erhalten nun auch ihre Architekten zurück. Gespielt werden auf diese Weise 4 Runden. Die wirklich vorbildlich aufgeteilte Spielschachtel lässt dabei eine schnelle Vorbereitung jeder Runde zu.



Mit den erhaltenen Ressourcen müssen die Spieler spätestens jetzt (sie können das auch schon während des Spiels tun und bis zur Wertung jederzeit wieder ändern) die Gebäude auf ihrer Stadttafel aktivieren (Symbol rechts unten auf jedem Plättchen). Nicht aktivierte Gebäude werden entfernt. Parks bilden die Ausnahme. Sie müssen nicht aktiviert werden, um in die Wertung zu gelangen. Zusätzliche Bewohner (1 bis 4) dürfen in "Geschäfte" gestellt werden, und jeder Park dient als Ausgleich für einen überschüssigen Energiestein. Sind nun noch Bewohner bzw. Energiesteine im Besitz des Spielers übrig, kosten diese Minuspunkte.

Die Gebäudeplättchen gibt es in verschiedenen Sorten (= Farben). Sie bringen auch zu unterschiedlichen Bedingungen Punkte. So gibt es für Ämter Punkte in Abhängigkeit ihres Vorkommens in den vier Stadtvierteln der Spielertafel, bei den Hochhäusern zählen die Etagen, bei Parks die angrenzenden Hochhäuser, Geschäfte bringen Punkte für darauf versammelte Kunden, Fabriken bringen Punkte für jedes angrenzende Geschäft / jeden angrenzenden Hafen, bei Häfen wiederum werden die längsten zusammenhängenden Hafenplättchen-Reihen horizontal UND vertikal gewertet. Zudem bringen bestimmte aktivierte Gebäude auch noch zusätzliche Siegpunkte (wie aufgedruckt). Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.



In der Experten-Variante kommen die Bürotürme und Monumente ins Spiel, die eigene Wertungen mit sich bringen. Auch werden die Wertungen der anderen Plättchen teilweise angeglichen. Gespielt werden nun 5 Runden, und die Architekten von 1 bis 5 sind keinem Spieler mehr zugeordnet. Jeder hat - solange verfügbar - also die freie Wahl, welchen Architekten er legt (insgesamt vier pro Spieler und Runde).



Das Aufnehmen der Plättchen von der Baustelle geschieht wie im Grundspiel, das Auslegen auf der Spielertafel ist jedoch anders geregelt: Nun besitzt jeder Spieler auf der Rückseite seiner Tafel fünf Stadtviertel (1 bis 5). In jedem Viertel befinden sich vier Felder, die jeweils die Nummern der anderen vier Stadtviertel tragen. Heißt: Wird ein Architekt mit der "4" gewählt, erhält der Spieler - wie gewohnt - das vierte Plättchen der gewählten Reihe auf der Baustelle und legt es dann entweder auf ein beliebiges (freies) Feld in Stadtviertel Nummer 4 oder auf das Feld "4" in einem der anderen Bezirke. Hochhäuser und Bürotürme dürfen auch hier wieder alternativ in die Höhe gebaut werden. Wer nach der Schlusswertung mit seinen aktivierten Gebäuden (minus überzählige Bewohnern und Energiesteinen) die meisten Punkte machen konnte, gewinnt.

Zudem liegt dem Spiel noch die Mini-Erweiterung "Spielplätze" bei. Sie ersetzen Parkplättchen, bringen im Gegensatz zum Park aber Ressorucen und dienen am Spielende nicht als Ausgleich für überschüssige Energie. [ih]
 
 ERKLÄRVIDEO

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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktisches, leicht verständliches
   Spiel mit "Puzzle"-Charakter
interessanter Mechanismus
Varianten sorgen
   für Abwechslung
schöne Gestaltung
vorbildliche Sortiereinlage
   in der Spielschachtel
ENDE
  MINUS:
MI
ab und an kann einem der kleine
   Glücksfaktor in die Quere kommen
spielt sich technisch,
   was nicht jeder mag


leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Ich muss ja zugeben, dass ich, als ich "Quadropolis" zum ersten Mal sah, dachte... "Puh, das klingt sehr technisch, sehr nüchtern, sehr dröge!" Das sieht auch auf den ersten Blick vielleicht sogar so aus. Aber nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick habe ich mich dann sogar schon etwas in das Spiel verliebt! Doch der Reihe nach.

Beginnen wir beim Material. Das Design ist sehr reduziert, sieht aber auf dem Spieltisch echt chic aus. Mir gefallen auch die an PC-Spiele erinnernde Illustrationen der Gebäudeplättchen sehr gut. Die Symbolik ist eingänglich und auch die Spielerhilfen sind gut gemacht. Die Spielertafeln sind arg dünn geraten, hier wäre dicke Pappe schöner gewesen, was die Langzeithaltbarkeit betrifft. Grandios dagegen ist die Innenaufteilung der Schachtel. So etwas findet man heute - im Zeitalter der "Chaos-Kisten" mit Plastiktütchen - nur noch selten. Großes Lob, denn so ist stets alles an seinem Platz, und die Vorbereitung einer jeden Runde geht entsprechend schnell.

Das gesamte Spiel spielt sich dann auch sehr schnell. Sofern jetzt keine Grübler am Tisch sitzen, die alle Möglichkeiten durchrechnen, vergeht die Zeit wie im Fluge. Der gekoppelte Plättchennehmen- / Plättchenlegen-Mechanismus ist raffiniert, taktisch und trotzdem auch von Kindern und Wenigspielern schnell begriffen. Das Ziel des Spiels ist es, eine möglichst gewinnträchtige Anordnung von Gebäuden zu erzielen. Da ist mal Optimierung nötig, grundlegend kann man aber auch eine Strategie in Hinblick auf die Beschränkung auf bestimme Gebäude in entsprechender Quantität und Position fahren, sofern sie der kleine Glücksfaktor bei der Plättchenauslage auf der Baustelle bzw. die Mitspieler nicht zerstören. Man kann "Quadropolis" also eher solitär spielen und das Beste aus dem Vorhandenen machen - man kann "Quadropolis" aber auch aggressiver spielen und den Mitspielern gezielt Chancen verbauen, sowohl durch das Wegnehmen bestimmte Plättchen als auch doch die Blockade mit dem Stadtplaner. Dazu sollte man das Spiel aber schon etwas besser kennen und wissen, worauf es ankommt. Ich behaupte mal, dass ein erfahrener Spieler auf jeden Fall immer gegen einen Anfänger gewinnen wird. Nun spielt sich das Spiel aber so flott, dass man als Unterlegender gern eine Revanche fordern wird und so seine Lernkurve schon bei der zweiten Partie extrem gesteigert haben wird.

Die Profivariante bringt dabei noch einmal einen neuen Drive ins Spiel, der das Spiel auch langfristig nicht langweilig werden wird. Zudem ist das Spiel geradezu prädestiniert, mit Erweiterungen weiter ausgebaut zu werden. Umso mehr bedauere ich es, dass die "Spiel des Jahres"-Jury das Spiel bei den Nominierungen im Jahr 2016 nicht berücksichtigt hat - nicht einmal auf einer Empfehlungsliste war das Spiel zu finden; dabei hätte es seinen Platz dort in meinem Augen auf jeden Fall verdient gehabt.

Um nochmal zur Eingangsthese zuückzukommen: Ja, "Quadropolis" spielt sich technisch-abstrakt, in der Tat. Hier geht es nicht darum, eine wirkliche Spielgeschichte zu erzählen. Es ist eher eine Art taktisches Puzzlespiel. Und das macht mir richtig Laune, sowohl spielerisch als auch optisch - ja, es birgt sogar einen Suchtfaktor in sich, wenn man Spiele dieser Art mag! Und das zeigt mir mal wieder, dass man Spiele wirklich erst gespielt haben muss, bevor man sich ein Urteil bilden darf, sonst wäre mir eines meiner persönlichen Highlights des Spielejahrgangs 2015/2016 glatt entgangen! Ich gebe jedenfalls eine klare Empfehlung an alle, die solche taktische Tüfteleien mögen! Für mich (ich betone: für mich, da diese Art von Spielen nicht jedermann ansprechen) sehr gut, 9 Punkte! (> Video)
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     
Silvester: "Quadopolis" hat mich von Anfang an interessiert. Ein Days of Wonders-Spiel, das für mich ansprechend gestaltet ist und direkt zum Spielen einlädt - bisher überzeugten mich viele Spiele des Verlages ("Zug und Zug", "Small World" etc.) - muss ich haben! Die Erwartungen waren also schon mal relativ hoch. Direkt nach dem Öffnen der Verpackung stellt man fest: Auch bei "Quadropolis" sind die Materialien wirklich gut. Ich hatte zwar bei 1-2 Stanzteilen kleine Probleme, aber ansonsten sind alle Teile hübsch, funktionell und widerstandsfähig. Darüber hinaus ist die Anleitung gut zu verstehen und soweit schlüssig. Es gibt eine einfache Trennung zwischen dem Grundspiel und dem Expertenmodus in der Anleitung, die leicht verständlich ist.
 
Das Spielprinzip ist relativ einfach. Im Grunde geht es darum, die richtigen Gebäude in der bestmöglichsten Reihenfolge zu nehmen und sie dann geschickt zu platzieren. Beide Spielmodi machen Spaß, das sei schon mal gesagt. Man kann auch ruhig ein paar Runden im normalen Modus spielen, ohne dass es langweilig wird. Der Experten-Modus ändert das Grundprinzip nicht komplett. Das Grundspiel wird um einige Feinheiten erweitert, sodass sich dann einfach noch weitere Möglichkeiten eröffnen, das Spiel zu gewinnen.
 
Was gibt's zu meckern? Nicht viel, deshalb auch die gute Wertung! In meinen Spielrunden ist nur aufgefallen, dass man darunter leiden kann, ein wenig die Übersicht zu verlieren. Es gibt einige Dinge zu beachten, und schlechte kurzfristige Entscheidungen können durchaus starken Einfluss auf das spätere Spiel haben.
 
Insgesamt aber ist "Quadropolis" ein tolles Spiel, das begeistert und fordert. Von mir gibt's eine klare Empfehlung!
 
 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
 
     

Tobias: "Quadropolis" bietet ein entspanntes, taktisches und strategisches Spielgefühl der höheren Klasse.

Zwar ist das Spielbrett im Gegensatz zu dem sonstigen hervorragenden Material etwas fade (eine grüne Wiese etwa hätte ich ansprechender gefunden), die Spielerreihenfolge ist ein Tick zu wichtig, und die Plätze hinter dem Startspieler können nicht beeinflusst werden, aber das schnell erklärte Spiel weiß trotzdem den Gelegenheits- und Fortgeschrittenenarchitekten mit seinem interessanten Auswahlmechanismus und den verschiedenen Spielmodi zu überzeugen. Egal, ob Hochhaus oder Großhafen, auch der Verlierer hat den Eindruck, etwas erschaffen und das Ergebnis vor sich liegen zu haben.

Ich hätte das Spiel (wie Ingo), wenn es schon nicht nominiert wurde, zumindest ebenfalls auf der Empfehlungsliste fürs Kennerspiel des Jahres 2016 gesehen.
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

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