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Spiel-Fakten:

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Genre: Denken
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: QANGO Verlag
Autor: Klaus Burmester
Grafik: Arnold Reisse
Spieleranzahl: 2
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 2 bis 8 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
QANGO
...

Vier gewinnt... Drei und Fünf aber auch!

Bei diesem klassischen Taktikspiel im modernen Disco-Look gilt es, mit euren Spielsteinen eine der verschiedenen Sieg-Formationen zu legen.
 

 
Jeder Spieler erhät 20 Spielsteine in weiß oder schwarz. Abwechselnd legen die Spieler jeweils einen Stein auf ein freies Feld des 6x6 Felder großen, farbigen Spielplans.



Gespielt wird, bis ein Spieler eine der 3 Siegbedingungen erreicht hat:
....
(A) Ein Spieler hat alle 3 zusammenhänge Felder der selben Farbe (Winkel oder Diagonale) belegt, im Foto unten (links): Weiß hat die drei grünen Felder belegt.
...
(B) Ein Spieler hat - unabhängig von den Farben der Felder - ein Quadrat aus 4 Steinen gelegt, wie im Foto unten (rechts) der weiße Spieler.

   
   

(C) Ein Spieler hat eine 5er-Reihe (waagrecht, senkrecht oder diagonal) gelegt, wie im Foto unten der schwarze Spieler.



Sollten alle Steine gelegt bzw. alle Felder belegt sein und kein Sieger feststehen, endet die Partie mit einem Unentschieden.


   
Varianten: Wer es etwas schwieriger mag, der kann auch mit der 7x7-Seite des Spielplans (Foto links) spielen.

Zudem kann man dem Startspieler nur eine begrenzte Auswahl an Feldern für den ersten Spielstein ("Burgregel", "Profiregel") erlauben.
   

SPIELKULT.de-Hausregel (1): Das Spiel ist mit dem Erreichen einer der Formationen (A, B, C) nicht sofort beendet, sondern der Spieler notiert sich einen Punkt. Das Spiel wird fortgesetzt, bis kein weiterer Stein mehr gesetzt werden kann bzw. alle Steine gelegt wurden. Wer dann die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt. Auch könnte man unterschiedlich viele Punkte für jede erreichte Formation vergeben - z.B. 3 für (A), 4 für (B) und 5 für (C).
 
SPIELKULT.de-Hausregel (2): Das Spiel funktioniert auch gut als Team-Spiel mit jeweils 2 Spielern pro Spielfarbe, die je 10 Steine erhalten. Gespielt wird dann reihum in der Reihenfolge Spieler 1 (weiß), Spieler 1 (schwarz), Spieler 2 (weiß), Spieler 2 (schwarz) u.s.w.

Mehr Infos zum Spiel (Brettspiel, Kaufmögichkeiten, Link zur App etc.) findet ihr auf > www.qango.de. [ih]
 
 ERKLÄRVIDEO

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Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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  PLUS:
PLUS:
einfaches, aber taktisches
   Duellspiel
ein optischer Hingucker
   mit wertigem Material
lässt Hausregeln zu
ENDE
  MINUS:
MI
grundegendes Prinzip aus Spielen
   wie "Vier gewinnt" etc. bekannt
wenn ein Experte gegen einen Anfänger
   spielt, wird's u.U. ziemlich einseitig

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Ich erinnere mich noch genau daran, als Mama und Papa mir in meinen besten Kindheitstagen "Mühle" beigebracht haben.... oder besser beibringen wollten, ich hatte da irgendwie keine Wahl. Während meine Mutter mir immer Möglichkeiten ließ, noch mit Spaß mitzuspielen (Mütter halt...), hatte mein Vater viel mehr Spaß daran, sein geballtes Können zu zeigen und mich gnadenlos zuzubauen, bis irgendwann die Steine vom Spielbrett flogen - verursacht durch ein frustriertes Kind - mich. Müüüüühle... Müüüüühle, Müüüüühle... ich könnte jetzt noch....... aber lassen wir das. So dauernd zu verlieren, das war einfach nicht nach meinem Gusto. Ein wenig (aber glücklicherweise nur ein wenig)  erinnert mich "Qango" an diese Erfahrungen. Heißt übersetzt: Ein Experte wird einen Neuling vermutlich abzocken... aber der Reihe nach.

Am ehesten erinnert "Qango" zunächst einmal an den Klassiker "Vier gewinnt". Statt Steine in vorgebene Schlitze zu werfen, um eine 4er-Reihe zustande zu bekommen, wurde das starre Prinzip für die vorliegende Neuheit aufgebohrt. Nun gibt es also einen Spielplan mit viel Platz für eigene Entscheidungen. Zudem gibt es neue Gewinnbedingungen: 3er-Farbflächen, 4er-Quadrate oder 5er-Reihen sorgen für den Sieg. Der kann überaus schnell eintreten - einmal nicht aufgepasst, und schon hat das Spiel einen lachenden Sieger. Das dauert manchmal nicht mal eine Minute. Schnelle Wiederholungspartien sollten aber jederzeit möglich sein, sodass man vorher sogar besser vereinbart, dass erst eine bestimme Anzahl an Minisiegen den Gesamtsieg einbringt, sonst wirkt das Spiel nämlich schon ZU kurz.  Ja, treffen dabei dann noch zwei gleichwertige Spieler aufeinander, entwickelt sich ein echtes Duell-Feeling. Spielen Hardcore-Taktiker, wird es sogar oft zum Unentschieden kommen. Passiert euch das zu oft, dann seid ihr wohl schon ZU gut für "Qango" und solltet euch nach einem Spiel des nächsten Levels umsehen, "Kamisado" zum Beispiel (Link: siehe unten), das in seiner Grundkonzeption außergewöhnlicher ist.

Nun ist "Qango" in seiner Art also ein abstraktes Legespiel der klassischen Sorte. Das gefällt vor allem dann Wenig- und Gelegenheitsspielern, wie auch schon Kindern. "Qango" holt jeden an den Spieltisch: Blitzschnell erklärt, blitzschnell verstanden. Keine Regelorgien, im Idealfall auch blitzschnell gespielt - es sei denn, ein Grübler sitzt am Tisch. Aber eigentlich ist es mehr ein Aktion - Reaktion-Konzept, das darauf zielt, den Gegner auszumanövrieren. So macht "Qango" auch als einfaches Turnierspiel eine gute Figur.

Dass das Spiel z.B. beim 2016er-"SpieleWahnsinn" in Herne große Beachtung fand, lag nicht zuletzt auch am schicken Design. Das Auge spielt bekanntlich mit! Ja gut, Design ist immer auch eine Geschmacksfrage. Mir jedenfalls gefällt diese raffiniert gedruckte, an Disco-LEDs erinnernde Optik des Spielbrettes ausgesprochen gut, die Steine sind aus wertigem Holz, da gibt's für mich fast nichts zu verbessern. Für Menschen mit einer Sehschwäche, was die Unterscheidung von Farben angeht, hätte man evtl. noch kleine Symbole auf gleichfarbige Felder aufbringen können.

Insgesamt gefällt mir "Qango", als Fan solcher simplen, aber taktischen Spiele, bei denen man den Gegner nie aus dem Auge verlieren darf, (jaaa, da hat das Mühle-Spielen dann doch noch einen langfristigen Eindruck hinterlassen...), gut. Es erfindet das Rad dieses Genres nicht gänzlich neu, spielt sich aber erfrischend schnell und lässt Räume zu kleinen taktischen Entscheidungen offen. Einige meiner Mittester empfanden das Spielprinzip mit seinen typischen Gewinnerzügen, d.h. den Versuch, die eigenen Steine so zu legen, dass der Gegenspieler keine Chance mehr auf einen Sieg hat, als schon zu simpel. Andere wiederum empfanden gerade diese Leichtigkeit, was die möglichen Gewinner-Spielzüge angeht, als sehr angenehm. Da ging es dann mehr um Konzentration und eine gute Beobachtungsgabe. Hier müsstet ihr bitte selber entscheiden, was ihr von einem Spiel erwartet.

Bei unseren Testpartien haben wir dann noch einige kleine Vorschläge entwickelt, um noch "mehr" aus dem Spiel herauszukitzeln. Ihr lest diese Abwandlungen zur offiziellen Spielregel im hellgelben Kasten oben. Das Durchspielen "bis zum Geht-nicht-mehr" offenbart neue taktische Züge, das Notieren der Punkte unterschiedlicher Anzahl sorgt für einen weiteren Kick. Und echt spaßig wird das 2er-Spiel zu viert. Wenn jeweils zwei Spieler im Team gegen ein anderes Team spielen, man sich aber nicht innerhalb des Doppels absprechen darf, dann kommt ein netter Thrill ins Spiel, der mir sogar 8 Kultpunkte in der genannten Zielgruppe wert ist. Warum, ja warum bloß, sieht mein Spielpartner nicht meine taktische Idee und legt seinen Stein stattdessen an eine ganz andere Stelle?? Ich könnte ihn doch glatt.... Müüühle, Müüühle,... da ist es wieder... Da kommen echte Emotionen auf! Freundschaften sollten natürlich dennoch nicht vom Spielergebnis abhängig gemacht werden... Und glücklicherweise bin ich mittlerweile erwachsen genug, um die Steine auf dem Spielbrett zu belassen ;)

Fazit: "Qango" ist ein abstraktes Taktik- und Konzentrationsspiel mit einem herkömmlichen Grundgerüst, das duch seine moderne Optik, seine schnelle Spielbarkeit und der Möglichkeit, das Spielgefühl mit Hausregeln noch zu erweitern, Familien mit Kindern bzw. - generationsübergreifend - ínsbesondere Wenig- und Gelegenheitsspieler zu überzeugen weiß und somit eine doch breite Zielgruppe anspricht, die so eine gelungene Abwechslung zu Spielen wie  "Vier gewinnt", "Mühle" und Co. erhält. Und wenn es dann demnächst vielleicht sogar noch regelmäßige "Qango"-Turniere auf Spieletagen etc. gibt, hat der Autor doch gute Arbeit geleistet.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
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