Genre: Kinder
Erscheinungsjahr: 2011 Verlag: Selecta Spielzeug
..i.. Autoren: Gebrüde Frei Spieleranzahl: 3 bis 5 Alter: ab 5 Jahren Spieldauer: ca. 20-30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Pyjamaparty
Aus den
Betten, fertig ,los! Die kleinen Vampire
können nicht schlafen und tollen
durch das Schloss auf der Suche
nach Kuschelspinnen und
Blutorangensaft. Aber wehe, Papa
wacht auf!
So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält eine Spielfigur (Vampir), die er
auf ein Teppichfeld des zusammen gesetzten
Spielplans stellt, welches nicht der eigenen
Spielerfarbe entspricht. Zu jedem Teppichfeld
gehört dann ein farblich passendes, angrenzend
ausgelegtes "Bett".
Die kleinen Vampire ziehen auf den fünf Lauffeldern
(Teppiche) im Kreis).
Jede Figur startet von einem Teppich, der nicht die
eigene Spielerfarbe zeigt.
Auf dem
Spielplan werden die runden Plättchen mit den
Gegenständen (entweder Blutorangensaft oder
Kuschelspinnen) verdeckt ausgelegt. In der
Spielplanmitte befindet sich zudem ein
verdeckter Stapel mit Knoblauch-Plättchen.
Los geht's!
Wer am Zug ist würfelt und zieht seine Figur um
die entsprechende Augenzahl nach links oder
rechts (von Teppich zu Teppich). Wer auf einem
freien Teppich landet, geht leer aus. Der Würfel
wird direkt an den nächsten Spieler weiter
gegebenen. Wer ein Feld mit anderen Figuren
trifft, spricht einen dieser Spieler mit einem "Pssst"
an. Der aktive Spieler nimmt ein Plättchen aus
dem Schlosszimmer und legt es verdeckt vor sich
ab, ohne es sich anzusehen! Danach nimmt
der angesprochene Spieler ebenfalls ein
Plättchen vom Plan und legt es offen (!) aus.
Der
Würfel bestimmt, ob der aktive Spieler seine Figur
bewegt oder aber Knoblauchplättchen aufdecken muss.
Treffen zwei Spieler aufeinander, muss eine
Plättchenkombination erraten werden.
Der aktive
Spieler rät nun zuerst, welche Kombination sich
aus dem offenen und dem (noch) verdeckten
Plättchen ergeben könnte; danach folgt der
Mitspieler. Die Kombinationen werden in Form von
Ausrufen angekündigt. Dabei gilt:
- Spinne und Spinne > Ausruf "Umpf!"
- Spinne und Glas > Ausruf "Platsch!"
- Glas und Glas > Ausruf "Klirrr!"
Natürlich ist immer nur ein Teil der richtigen
Kombination bekannt, der andere wird erst nach
den Tipps der beiden Spieler offenbart.
Hat nur ein
Spieler richtig geraten, erhält er beide
Plättchen und legt sie in sein "Bett". Haben
beide richtig geraten, nimmt jeder ein Plättchen
zu sich ins Bett. Haben beide falsch getippt
(was eher selten passiert), kommen die Plättchen
zurück auf den Plan.
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Zeigt der
Würfel das Knoblauch-Symbol, so startet nun eine
Knoblauchrunde. Jeder Spieler zieht seine Figur
einen Schritt in Richtung eigenes Bett. Dann
wird eine Knoblauchkarte aufgedeckt. Zeigt sie
eine Falltür, geht es weiter. Wieder zieht jeder
Spieler ein Feld in Richtung eigenes Bett (bis
er, im Idealfall, schließlich vom eigenen
Teppich INS eigene Bett zieht und dort sicher
ist). Wird nämlich beim Aufdecken der Karten der
Vampir-Papa sichtbar, müssen alle Spieler, die
sich dann noch nicht im eigenen Bett befinden,
ein gesammeltes Plättchen aus ihrem Bett zurück
auf den Spielplan legen. Spieler, die hingegen
das Bett rechtzeitig erreicht haben, erhalten
ein Bonusplättchen vom Plan.
Werden die Knoblauchplättchen aufgedeckt, heißt es
"Schnell zurück ins eigene Bett!",...
... denn wenn Papa erwacht, bevor man unter der
Decke liegt, heißt es Plättchen abgeben!
Gespielt wird
reihum so lange, bis ein Spieler 8 Plättchen
sammeln konnte. Dieser kleine Vampir ist dann
der Sieger, wenn er auch die letzte
Knoblauchrunde übersteht. Übersteht er sie
nicht, verliert er wieder ein Plättchen und das
Spiel setzt sich nach den üblichen Regeln fort.
Vielen Dank an Selecta Spielzeug für ein
Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
einfaches Lauf- uns Sammelspiel
kindgerechtes Thema und
qualitativ gutes Material
ENDE
MINUS:
MINUS:
hoher
Glücksfaktor
auf Dauer, mit nur 2 Plättchensorten,
zu wenig Abwechslung
mit 3 Spielern weniger reizvoll
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo: Welches Kind
geht schon gern ins Bett? Also auf zur
"Pyjamaparty", denn auch kleinen Vampiren geht
es genauso! Das Selecta-Spiel ist ein nettes
kleines Lauf- und Sammelspiel für jüngere
Kinder. Das Material ist, verlagstypisch,
qualitativ hochwertig (dicke Kartonpappe und
Holz), der Spielablauf flott und leicht zu
erlernen.
Würfeln, ziehen, Plätten aufdecken - das ist das
Konzept hinter der witzigen Spielgeschichte,
leider aber nicht ganz so originell wie eben die
Geschichte... Ja, das Spiel ist unkompliziert,
hat kleine Spannungsmomente beim Erraten der
Plättchenpaare bzw. beim Aufdecken der
Falltüren; das meiste ist jedoch dem Zufall
überlassen. Memoelemente greifen nur, wenn bei
den lauten Ausrufen "Umpf", "Klirrr" oder
"Platsch" (welche Kinder natürlich besonders
gern hervorbringen) Fehler gemacht werden; das
passiert jedoch insgesamt eher sehr selten. Man
hat halt seine 50-Prozent-Chance beim Raten und
zumeist weichen die Tipps der beiden aktiven
Spieler dann voneinander ab, so dass zumindest
immer ein Spieler kassiert. Pechvögel erleben
hier dennoch den einen oder anderen Frustmoment.
Auf Dauer wird die Raterei, trotz der
kurzfristig auflockernden "Knoblauchrunden",
welche ebenfalls wieder dem Glück unterstellt
sind,
auch für Kinder zur Routine und weiß, so
die Erfahrung in unseren Testgruppen, dann nicht so
recht zu fesseln. Hier fehlt es dem Spiel wohl
ein bisschen an innovativem Pep. Plättchen auf
eine bestimmte Anzahl hin zu sammeln ist für
Kinder zudem auch weniger faszinierend, als wenn
auf ein "echtes" Ziel hin gearbeitet wird. So
hatten wir das Gefühl, dass die Kinder eher
unbewusst das für den Sieg notwendige achte
Plättchen kassierten.
Mein Fazit: Wer ein einfaches Würfel- und
Glücksspiel für seinen Nachwuchs sucht, sollte
"Pyjamaparty" einmal Probe spielen. Das Thema
ist kindgerecht, das Material auch. Ein wenig
Anreiz sollte man den Kindern zudem zu einer
kleinen schauspielerischen Umsetzung der
Spielformeln ("Psssst" beim Ansprechen, etc.)
bieten. Damit man das Maximum aus dem
eigentlichen Spielablauf herausholen kann,
sollte aber unbedingt in möglichst voller
Besetzung gespielt werden, damit das Risiko
gemindert wird, durch unglückliche Würfelwürfe nur auf leere Felder ziehen zu müssen,
auf denen dann nichts passiert.
Wie das Thema alternativ in anderen
Kinderspielen aufgegriffen wird, seht ihr - als
Tipp - in den Links unten.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!
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