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Spiel-Fakten:

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Genre: Party
Erscheinungsjahr:
2011
Verlag: CGE / Pegasus  ..i..
Autor: Vlaada Chvátil
Spieleranzahl: 3 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 30-45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
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Pictomania
 
Frauen im Vorteil?
Frauen sollen es ja angeblich beherrschen: Das Multi-Tasking. Bei diesem Spiel ist jene Fähigkeit unabdingbar, da gleichzeitig gemalt und geraten werden muss.
 

     

So funktioniert's:
In jeder Runde werden sechs Themenkarten mit jeweils sieben sinnverwandten Begriffen auf die Kartenhalter gestellt, so dass alle Spieler die Begriffe gut lesen können.


Auf jeder Ratekarte stehen 7 Begriffe, die zu einem Oberthema passen.

Nachdem sich alle einen Überblick über die Begriffe geschaffen haben, wird jedem Spieler verdeckt einer der 42 möglichen Begriffe zugelost.
Alle Spieler müssen nun gleichzeitig ihren Begriff zeichnen und währenddessen auch noch raten, welchen Begriff die Gegner zeichnen. Glaubt man, einen Begriff erraten zu haben, so legt man die eigene Karte mit der passenden Zahl verdeckt vor diesem Mitspieler auf einem Stapel ab.


Die Abstimmkarten

Man darf sich jederzeit aus der Mitte des Tisches ein Bonusplättchen nehmen. Hat man dies allerdings getan, so darf man für den Rest der Runde nicht mehr zeichnen und auch nicht mehr raten. Sobald das letzte Bonusplättchen genommen wurde endet die Runde und es kommt zur Auswertung. Jeder Spieler dreht den Stapel vor sich um und überprüft die gegnerischen Karten somit in der Reihenfolge, in der sie abgelegt wurden. Hat ein Mitspieler die richtige Zahl abgelegt, so erhält er dafür das höchste Wertungsplättchen des aktiven Spielers. Ist die Zahl jedoch verkehrt, so wird die Karte in die Tischmitte gelegt und der aktive Spieler vergibt kein Wertungsplättchen.


Die "Kunstwerke" werden auf die abwaschbaren Spieltafeln gemalt.
   
Wer sich ein Bonusplättchen greift, darf nicht mehr weiterzeichnen.
   

Haben alle Spieler ihren Stapel ausgewertet, notiert sich jeder Spieler seine Punkte für diese Runde:
- Fremde Wertungsplättchen, die man erhalten hat, zählen ihren Wert als Pluspunkte
- Eigene Wertungsplättchen, die man nicht verteilt hat, zählen ihren Wert als Minuspunkte
- Das Bonusplättchen zählt seinen Wert als Pluspunkte, wenn man mindestens einen gegnerischen Begriff richtig erkannt hat
- Hat man keinen einzigen gegnerischen Begriff erraten, ist das Bonusplättchen wertlos.
- Hat man von allen Spielern die meisten gegnerischen Begriffe sogar falsch erraten, so wird man diese Runde zum "schwarzen Schaf". In diesem Fall zählt das Bonusplättchen seinen Wert als Minuspunkte.

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Nach fünf Runden gewinnt der Spieler mit der höchsten Gesamtpunktzahl. [cg]

Vielen Dank an Pegasus Spiele für ein Rezensionsexemplar!

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
neues Multi-Tasking-Prinzip
teilweise witzige Zeichnungen
aktionsreicher Spielablauf
ENDE
  MINUS:
MINUS:
etwas umständliche, technische Wertung
Hektik ist nicht jedermanns Sache
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Chris:  Wenn ich einem Nicht- bis Wenigspieler mal wieder erkläre, wer denn eigentlich dieser Spieleautor mit dem Zungenbrecher-Namen ist, fällt bei mir sofort der Ausdruck "Der tschechische Spielegott". Diesen Titel hat sich Vlaada Chvátil schon allein durch meinen Sowas-von-All-Time-Favoriten "Im Wandel der Zeiten" verdient. Aber auch Titel wie "Galaxy Trucker" und "Space Alert" sind spielerische Meisterwerke und katapultierten ihren Macher in den Olymp der Autorenzunft.

Aber Vlaada Chvátil macht (leider) nicht nur abgefahrene Strategiespiele, sondern hin und wieder auch mal ganz andere Sachen. Da wäre ein einfaches Kartenspiel wie "Coup Royal", ein Bewegungsspiel wie "Mein Name ist Elch" oder ein Geographie-Spiel wie "Grenzenlos". Ich sage mal so: Diese Titel möchte man nicht unbedingt als Meisterwerke bezeichnen. Entsprechend groß war dann zugegebenermaßen auch meine Skepsis, als ich im letzten Sommer erstmals etwas von dem anstehenden Partyspiel las.

Damit ein Malspiel heute nicht als "Pictionary"- oder "Activity"-Klon abgestempelt wird, muss es schon mit einer innovativen Idee daherkommen. Dass dies möglich ist, hat zum Beispiel "Identik" vor zwei Jahren bravourös bewiesen. Aber was ist denn nun das besondere an "Pictomania"? Alle Spieler zeichnen gleichzeitig und müssen währenddessen auch noch raten -  hmm... ok, das gab es so in dieser Form wohl noch nicht, schreit aber auch nicht unbedingt nach dem nächsten Innovativpreis.

Das Alleinstellungsmerkmal von "Pictomania" ist meiner Meinung nach die ausgeklügelte Wertungsregel. Schnelligkeit ist natürlich das A und O, aber wenn ich alles nur schnell mache und dafür nicht so gut zeichne und öfters mal falsch rate, kann es ganz schnell passieren, dass meine Gesamtpunkte in dieser Runde sogar negativ sind.

Aber auch wenn dies gerade nach einem Lob klang, und es möglicherweise auch eines war, so ist die Wertung leider doch mein Hauptkritikpunkt an dem Spiel. "Pictomania" ist nämlich leider viel zu viel Auswertung und viel zu wenig Zeichnen. Wenn mal wieder ein Partyspiel, bei dem man Begriffe unter Zeitdruck zeichnen muss, auf den Tisch kommt, dann wünsche ich mir einen lockeren und lustigen Spielablauf und kein unzähliges Hin- und Herschieben von Plättchen und Karten, was genauso lange dauert wie das Zeichnen selbst. Auf Grund dessen konnte "Pictomania" mich und auch die meisten meiner Mitspieler leider nicht so recht überzeugen. Für meinen Geschmack ist es einfach zu viel Verwaltung.

Unabhängig von der Wertung möchte ich allerdings noch erwähnen, dass das Spielgefühl sehr stark mit dem Schwierigkeitsgrad der Begriffe schwankt. Die leichten Begriffe sind meist in fünf Sekunden gezeichnet und auch ebenso schnell erraten, so dass das Spiel in Hektik pur ausartet, was uns allen weniger gut gefallen hat. Deutlich reizvoller (und ebenso exponentiell schwieriger) wird das Spiel dagegen mit den anspruchsvollsten Karten der Stufe 4. Hier muss man sich erst einmal überlegen, wie man denn jetzt nun "Vorahnung" so zeichnet, dass meine Mitspieler es nicht als "Besorgnis", "Vorstellung" oder "Wunsch" interpretieren. Anfängliche Ausrufe wie "Das ist doch unmöglich" sind in solchen Runden keine Seltenheit.

Die Ausstattung geht in Ordnung. Ein paar mehr Karten mit richtig harten Nüssen hätten es ruhig noch sein dürfen, aber ansonsten kann man am Material eigentlich nichts bemängeln. Zeichnen und Abwischen funktioniert auf den Tableaus problemlos. "Pictomania" ist - je nach Schwierigkeitsgrad - also durchaus spielbar und wird einigen bestimmt auch gut gefallen. Von meiner Seite bleibt allerdings nur die Bitte: "Vlaada, bitte bleib bei deinen Strategiekrachern."

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
     
 
     

Ingo: "Pictomania" ist ein Partyspiel, bei dem es (mal wieder) ums schnelle Zeichnen geht. Künstler muss man (zumindest bei den leichteren Begriffen) keiner sein, um mitzumachen - nein, es wird gerade dann lustig, wenn die Mitspieler in den Zeichnungen der Kontrahenten völlig andere Dinge sehen, als diese darstellen sollen. Davon lebt das Spiel.

Neu gegenüber den vielen vergleichbaren Titeln ist die Tatsache, dass gleichzeitig geraten und gemalt wird. Das sorgt für zusätzliche Hektik, die einerseits Spannung verspricht, die andererseits aber nicht jeder mag. Leider kann es auch passieren, dass Spieler absichtlich langsam zeichnen, um so den Mitspielern keine hohen Punkte zu gönnen. Aber Quertreiber gibt es überall...

Überhaupt geht es doch bei Spielen dieser Art eher um den Spaß und weniger um den Sieg - dieser Gedanke ist wichtig, damit es nicht auch noch zu unpassenden Diskussionen über Siegpunkte kommt. Sieht man einmal von der verhältnismäßig lästigen Auswertung (die den ansonsten rasanten Spielverlauf immer etwas ausbremst) am Ende jeder Malrunde ab, ist "Pictomania" in einer lockeren Spielgruppe aber durchaus spaßig (7 Punkte), in einer weniger zugänglichen Gruppe ist es jedoch "nur" wieder ein weiteres "Pictionary" (6 Punkte) - immer vorausgesetzt, die Spieler mögen überhaupt Zeichenspiele.

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 

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