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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten, Familie
Erscheinungsjahr:
2010
Verlag: Ravensburger  ..i..
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

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  Phase 10 -
das Brettspiel

 
Das Kartenspiel ist gewachsen! 
In 10 immer schwieriger werdenden Phasen müssen die Spieler Karten-Kombinationen sammeln. Neues Feature ist das farbige Spielbrett.
 

     

Mit "Phase 10" hat Ravensburger einen Familien-Karten-Klassiker geschaffen. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse wurde 2010 nun die Brettspiel-Version vorgestellt.

 


Der neue Spielplan bringt mehr Abwechslung ins Spiel.
   
Jeder Spieler besitzt zu Beginn jeder Runde 10 Handkarten.
   

 

So funktioniert's:
Der Spielplan wird in der Tischmitte platziert. Alle Zahlenkarten werden gemischt. Jeder Spieler erhält 10 Handkarten, einen großen Spielstein (auf das große blaue Aktionsfeld mit Stern auf dem äußeren Kreis), einen kleineren Phasenanzeiger (auf das Phase 1-Feld des inneren Kreises) und eine Übersichtskarte. 5 Karten werden offen als Stapel auf die Ablagefläche in der Spielplanmitte gelegt. Die restlichen Karten bilden den verdeckten Aufnahmestapel in der Spielplanmitte.

In jeder Runde muss der Spieler die "Phase" (Kartenkombination) erfüllen, die er mit seinem Spielstein anzeigt.

Der aktive Spieler wirft die beiden Würfel und wählt einen der Würfel aus. Dann zieht er den großen Spielstein auf dem äußeren Ring entsprechend weit nach vorn. Bei einem Pasch kann entschieden werden, ob die einfache Würfelaugenzahl oder die addierte Paschzahl nach vorn gerückt wird. Besetzte Felder werden beim Vorziehen nicht mitgezählt!


Die Würfel entscheiden, auf welches Feld ein Spieler ziehen darf.

Das Feld, auf dem der Spieler landet, bestimmt seine Aktion:

- Graues Feld: Die angegebene Anzahl an Karten muss vom Aufnahme- oder Ablagestapel gezogen werden.

- Rosa Feld: Der Spieler nimmt eine Karte von einem der beiden Stapel und darf danach einen weiteren kompletten Zug machen.

- Grünes Feld: Der Spieler darf sich aus dem gesamten Ablagestapel eine beliebige Karte heraussuchen, die er auf die Hand nimmt. Dabei darf die Reihenfolge der Karten nicht verändert und Karten nicht gezeigt werden.

- Pinkfarbenes Feld: Der Spieler wirft bis zu 4 Handkarten auf den Ablagestapel, so dass die Mitspieler aber nur die oberste Karte sehen können. Dann zieht er vom Aufnahmestapel die gleiche Anzahl an neuen Karten sowie eine zusätzliche Karte.

- Lila Feld: Alle Spieler, beginnend beim aktiven Spieler, ziehen eine Karte vom Aufnahmestapel.

- Blaues Feld: Der Spieler zieht vom Aufnahmestapel die oberste Karte und steckt sie verkehrt herum in die Kartenhand.  Diese Karte gilt nun als Joker für eine beliebige Zahl oder Farbe.

- Orangefarbenes Feld: Der Spieler fragt seine Mitspieler der Reihe nach nach einer Zahlkarte mit einer beliebigen Zahl. Hat einer der Mitspieler diese Karte (auch als Joker), muss er sie dem aktiven Spieler geben und erhält dafür die oberste Karte des Aufnahmestapels. Hat keiner die geforderte Karte auf der Kartenhand, muss der aktive Spieler selbst die oberste Karte des Aufnahmestapels ziehen.

- Blaues Feld mit Sternen: Der Spieler darf sich die Aktion eines beliebigen Feldes aussuchen. Dabei versetzt er die Spielfigur bis zum nächsten freien dem entsprechenden freien Feld.

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Nachdem die Aktion durchgeführt wurde, darf der Spieler eine "Phase" auslegen, wobei er stets die komplette (!) aktuell geforderte Phase auszulegen hat. Nur Teile einer Phase dürfen nicht gelegt werden! Danach (entweder in derselben Runde oder in einer der nächsten Runden) muss der Spieler versuchen, seine Handkarten durch Anlegen an ausliegende Phasen anderer Spieler oder an die eigenen loszuwerden. Dabei gilt: Eine Phase darf verlängert, aber nicht die Kombination geändert werden.

Am Ende eines Spielzuges muss der Spieler noch eine seiner Handkarten auf den Ablagestapel werfen. Dann ist der nächste Spieler ist an der Reihe.

Ende einer "Phase":
Wirft ein Spieler seine letzte Handkarte ab, beendet er die laufende Phase. Dieser Spieler darf seinen Phasenanzeiger nun um 2 Phasenfelder weiterziehen. Alle anderen Spieler, die eine Phase in dieser Runde ausgelegt haben, aber nicht alle Handkarten losgeworden sind, dürfen ihren Phasenanzeiger nur um ein Feld weitersetzen. Die restlichen Handkarten werden auf den Ablagestapel gelegt. Diejenigen, die keine Phase ausgelegt haben, dürfen bis zu 5 ihrer Handkarten behalten, die restlichen Karten legen sie auf den Ablagestapel.


Beispiel für eine komplette "Phase": Oben eine 4er-Folge, unten ein Drilling.
   
Die Übersichtskarten helfen den Spielern bei der Einordnung der Phasen und der Funktionen der Aktionsfelder.
   

Dann werden der Ablagestapel und der Aufnahmestapel gemeinsam neu gemischt und jeder Spieler darf so lange Karten ziehen, bis alle wieder 10 Handkarten besitzen. Die 5 offenen Karten des Ablagestapels werden wieder in der Spielplanmitte platziert und der Aufnahmestapel wird ebenfalls bereit gelegt.

Grundsätzlich gibt es 3 verschiedene Phasen-Typen:
- Farbgleichheit:  Eine bestimmte Anzahl an Karten gleicher Farbe (Nummerierung unwichtig)
- Zahlenfolge: Aufeinanderfolgende Zahlen beliebiger Farbe (z.B. 3,4,5,..)
- Set: Eine bestimmte Anzahl an Karten gleichen Wertes, Farbe beliebig (z.B. "5,5" (Zwilling), "6,6,6" (Drilling), "2,2,2,2" (Vierling).)

Joker können zur Erfüllung von Phasen beliebig eingesetzt werden, dürfen allerdings nicht wieder zurückgetauscht und auch nicht direkt nebeneinander platziert werden.

Sieger ist der Spieler, der als Erster den Lorbeerkranz des inneren Rings (Feld nach Phase 10) erreicht. [go]

Vielen Dank an Ravensburger für ein Rezensionsexemplar!
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
bekanntes Kartenspiel mit
   neuem Spielgefühl
funktioniert generations-
   übergreifend
ENDE
  MINUS:
MINUS:

durch den großen Spielplan
   mehr Platz erforderlich
kann bei größerer Spieleranzahl
   etwas lang werden
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi:  Dass man ein Pferd durchaus auch gut von hinten aufzäumen kann, zeigt uns Ravensburger mit der neuen Brettspiel-Edition des Kartenspiel-Klassikers "Phase 10".  Wenn auch die Spielidee "Karten sammeln und in Phasen auslegen" erhalten blieb, zeigt das Brettspiel einen doch anderen Spielablauf.

Viele kleine, aber in ihrer Art erhebliche Details wurden verändert, hinzugefügt und dem Spielplan angepasst. Der Spielplan selbst zeigt sich logisch aufgebaut und klar strukturiert, die Symbole ähneln sich zwar, sind aber dank der Farbeinteilung und der kleinen Hinweiskärtchen gut zu unterscheiden.

Die interessante Symbiose aus Karten und Würfeln kann natürlich nicht verleugnen, dass der Faktor Glück im Vordergrund steht und auch bei einer guten Sammel-Strategie nicht gelöscht werden kann... aber wer mit Karten und Würfeln spielt, weiß dieses "Handicap" zu akzeptieren.

Taktische Überlegungen beschränken sich auf die Wahl der Karten und der Würfelaugenzahl, zeigen also einen eher nicht so hohen Anspruch. Aber gerade darin liegt ein Spielreiz, der für leichte Spieleinstiege wie geschaffen ist.

Der Spielablauf selbst gestaltet sich rund und ohne sinnlose Pausen. Der Platzbedarf steigt jedoch  mit steigender Phasenzahl, so dass es im späteren Verlauf - abhängig von der Spielerzahl - durchaus eng auf dem Spieltisch werden kann.

Wer "Rommé" spielt, erkennt in "Phase 10" bekannte Züge, wird aber auch Gefallen an der neun Komposition haben. Insgesamt ein schönes Karten-Brettspiel für Familien.
(> Video)
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
   
Ende
 
 
     

Ingo: "Phase 10" richtet sich an alle Spieler, die gern Kartensammelspiele wie "Rommé" mögen. Der neu hinzugekommene Spielplan ist nicht nur optisch sehr gelungen, sondern macht das Grundspiel auch abwechslungsreicher.

Der Spielablauf wurde durch das mögliche Überspringen von Phasen etwas beschleunigt, wenngleich mir die Spiellänge bei voller Spieleranzahl mitunter schon einmal zu lang werden kann (dann 1 Punkt Abzug); 3 bis 4 Spieler sind wohl die Idealbesetzung.  Wer gern taktisch spielt, sollte sich ein anderes Spiel aussuchen, denn "Phase 10" wird stark vom Glück bestimmt. Spaß bringt es trotzdem, vor allem in Familien.

Es ist eines der Spiele, das Kinder bedenkenlos mit ihren Großeltern spielen können, das aber auch in reinen Erwachsenenrunden unter Freunden "klassischer Kartenspiele" gut ankommt.

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
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