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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Huch & friends  ..i..
Autor: Hans van Tol
Spieleranzahl:  2 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 60-120 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik  

leer
     
 
   
   
 
  Opera
 
Europa im Opernrausch
Im Jahre 1607 fand die Uraufführung von Monteverdis Oper "L'Orfeo" statt und begeisterte so sehr, dass eine wahre Opern-Welle Europa eroberte.
 

     

So funktioniert's:

Als Adelsfamilien errichten die Spieler in ganz Europa Opernhäuser, um dort Musikstücke von dem ruhmreichsten Komponisten aufzuführen. Vor Spielbeginn erhält jeder Spieler den ersten Saal des Opernhauses in Venedig, sowie 20 Dukaten als Startkapital, die hinter den eigenen Sichtschirm gelegt werden.

 

Der Spielplan zu Beginn einer Runde

   


Wer auf der Budgettabelle am weitesten oben steht, darf einen Charakter wählen.

   

 

Der Startspieler wird ausgelost. Er legt seinen Budgetmarker auf das Feld 0 der ersten Spalte in der Budgettabelle. Reihum belegen die anderen Spieler die anderen Spalten von links nach rechts. Die sechs Komponisten werden zufällig auf der Ruhmesleiter angeordnet. Alle Musikstücke werden gemischt und anschließend je nach Spieleranzahl 5, 7 oder 9 aufgedeckt und zu den jeweiligen Komponisten gelegt.

 

Opera verläuft über 9 Runden. Nach den Runden 3, 6 und 9 folgt jeweils eine Wertung. Eine Runde gliedert sich in 4 Phasen:

 

1. Festlegen des Budgets:

Jeder Spieler nimmt verdeckt eine bestimmte Anzahl an Dukaten in die Hand. Nachdem sich alle Spieler für einen Betrag entschieden haben, werden die Gebote aufgedeckt und jeder Spieler rückt mit seinem Budgetmarker um so viele Reihen nach oben, wie er Dukaten geboten hat. Wird ein Marker in eine Zeile bewegt, in der sich bereits ein oder mehrere andere Marker befinden, so wird dieser immer rechts neben diese(n) Marker gelegt. Die Budgetmarker bestimmten die Spielerreihenfolge für die 2. Phase: Der Spieler mit dem meisten Budget ist immer der erste, anschließend der Spieler mit dem zweithöchsten Budget usw. Bei Gleichstand hat der Spieler, dessen Marker in Reihe am weitesten links liegt, Vorrang.

 

Die Teile der Opernhäuser

   

Der Sichtschirm bietet eine Kurzübersicht über den Rundenverlauf.
   

 

2. Aktionen der Charaktere:

Es gibt 6 Charaktere, deren Fähigkeiten die Spieler in dieser Phase jeweils einmal nutzen können. Es wählt immer der Spieler mit dem höchsten Budget einen Charakter aus, bezahlt die entsprechende Gebühr auf der Budgettabelle und führt anschließend die Fähigkeit des Charakters aus.

 

Mit dem "Impressario" können bis zu 2 neue Musikstücke gekauft werden. Musikstücke werden immer mit Dukaten bezahlt. Der Preis entspricht der Position des jeweiligen Komponisten auf der Ruhmesleiter. Je mehr Ruhm ein Komponist derzeit hat, desto teuer werden seine Musikstücke. Anschließend dürfen die Spieler alle ihre Musikstücke in ihren Opernhäusern neu positionieren.

 

Mit dem "Architetto" können neue Opernhäuser gebaut oder bereits gebaute Opernhäuser vergrößert werden. Jeder neue Saal kostet immer 2 Dukaten und bringt sofort 2 Siegpunkte ein. In den ersten 3 Runden stehen nur die Opernhäuser der Städte Venedig, Wien und Berlin zur Verfügung. Nach der ersten Wertung können die Spieler auch Opernhäuser in Paris und London und nach der zweiten Wertung schließlich in Mailand bauen.

 

Mit der "Signora" können Musikstücke in den Palazzo gegen Dukaten oder Siegpunkt verkauft werden.

 

Der "Maestro" verdoppelt das Einkommen in einer bestimmten Stadt.

Mit dem "Critico" kann man einen Komponisten auf der Ruhmesleiter um einige Felder nach oben oder unten verschieben.

 

Hilfe der Signora kann man dem Palazzo Musikstücke verkaufen.

   

Der Komponist des Jahrhunderts bringt Bonuspunkte.

   

 

Mit dem "Esperto" kann man sofort eine Wertung in einer Stadt durchführen. In diesem Fall erhält der Spieler sofort für jedes Musikstück, das er in seinem Opernhaus dieser Stadt aufführt, so viele Siegpunkte, wie es dem Ruhm des entsprechenden Komponisten entspricht (höchster Platz auf der Ruhmesleiter: 6 Punkte, niedrigster Platz: 1 Punkt). Anschließend muss der Spieler sein wertvollstes Musikstück aus diesem Opernhaus an den Spieler mit den wenigsten Siegpunkten abgeben.

 

Die Fähigkeiten von Impressario, Architetto, Signora und Esperto dürfen nach dem Spieler, der die Rolle gewählt hat, reihum auch die anderen Spieler benutzen, allerdings ebenfalls gegen eine Gebühr.

 

Ist ein Spieler an der Reihe, um einen Charakter zu wählen und will oder kann er dies nicht, weil er kein Budget mehr hat, oder weil er bereits 3 Rollen gewählt hat, so steigt er aus der Phase aus. Sind alle Spieler ausgestiegen, ist die Phase beendet.

 

3. Einkommen:

Nun erhalten die Spieler Dukaten für jedes ihrer Opernhäuser. Je mehr Musikstücke in einem Opernhaus aufgeführt werden, desto höher ist das Einkommen.

 

Das Wiener Opernhaus ist komplett ausgebaut und belegt.

   
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4. Ende der Runde:

Am Ende der Runde wird zuerst der Ruhm der Komponisten angepasst. Hierzu ermitteln die Spieler, von welchem Komponisten derzeit die meisten Stücke in den Opernhäusern der Spieler liegen. Dieser Komponist wird auf der Ruhmesleiter sofort ein Feld nach oben bewegt. Alle nicht verkauften Musikstücke kommen aus dem Spiel und es werden 5, 7 oder 9 neue ausgelegt.

 

Nach den Runden 3, 6 und 9 kommt es jeweils zu einer Wertung. Hierzu erhalten die Spieler Siegpunkte für jedes Musikstück, das sie in dem Hauptsaal (der Saal mit der Nummer 1) ihrer Opernhäuser aufführen. Die Anzahl der Siegpunkte ist, wie beim Esperto, vom Ruhm des Komponisten abhängig. Für jeden leeren Saal erhält der Spieler einen Minuspunkt. Des Weiteren gibt es bei jeder Wertung einen "Komponisten des Jahrhunderts", der vor dem Spiel festgelegt wurde. Für jedes Musikstück dieses Komponisten erhalten die Spieler zusätzlich Bonuspunkte.

 

Nach der dritten Wertung hat der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewonnen. [cg]

 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
ungewöhnliches Thema
schönes Material
Mechanismen passen sich
   gut ins Thema ein
ENDE
  MINUS:
MINUS:
komplizierter Einstieg
Spielanleitung nicht optimal
häufig zu schnelle Spieler-
   Unausgeglichenheit
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
   
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Chris: Obwohl ich mich privat überhaupt nicht für Opern interessiere, hat mich das Thema von "Opera" dennoch angesprochen. Ganz einfach deshalb, weil das Thema mal etwas vollkommen Neues im Strategiebereich ist. Von dem Spielprinzip kann man dies leider nicht unbedingt behaupten. Hier handelt es sich eher um einen Mix aus bekannten Mechanismen, die aber gut in das Thema eingebaut wurden.

Die Spielanleitung ist leider alles andere als einsteigerfreundlich; so erschloss sich mir das Spiel nach dem ersten Lesen zunächst wenig bis gar nicht. Und so dauerte es auch durchaus einige Zeit, bis ich in der Lage war, das Spiel anderen erklären zu können. Das Beispiel am Ende der Anleitung ist leider auch nicht sonderlich hilfreich - im Gegenteil: Die Berechnung der Einkommen ist sogar schlichtweg falsch.

Das Material ist sehr umfangreich und das Design passt perfekt zum Thema. Das größte Problem bei "Opera" ist aber definitiv die mangelnde Ausgeglichenheit der Spieler. Schon nach den ersten 3 Runden konnten wir bei den Spielern große Unterschiede feststellen, was Geld und Musikstücke angeht und nicht selten trägt der benachteiligte Spieler daran gar keine Schuld.

Sitzt man in der ersten Runde bei dem Impressario an vierter Position, so bleiben meist nur die Musikstücke für 5 oder 6 Dukaten übrig, die man sich am Anfang sowieso noch nicht leisten kann. Wer somit am Anfang mehr Einkommen bekommt, kann in der nächsten Runde mehr Budget bieten, wird somit häufiger Rollen als erster ausführen können und somit wieder mehr Einkommen erhalten. 

Bei unseren Testspielen hatten wir jedenfalls den Eindruck, dass man den führenden Spieler schon recht früh kaum mehr einholen kann. So  war schon nach der ersten Wertung absehbar, wer das Spiel gewinnen wird und das sollte bei einem komplexen und langen Spiel dieser Art einfach nicht passieren, schade!

 

 
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Ende
 

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