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Spiel-Fakten:

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Genre: Kinder
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Piatnik  .i.
Autoren: Andrea Kattnig, Klemens Franz
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
Die Omama
im Apfelbaum

....
Das Kinderbuch als Erzählspiel
Tja, der Andy hat es nicht leicht. Erst hat er keine Oma, obwohl er sich die doch so sehnlich wünscht. Dann aber hat er gleich zwei...

  
     

Der einen Omama im Apfelbaum kann Andy erzählen, was er so alles erlebt hat, und Frau Fink, der anderen Oma, hilft er ganz nebenbei ein wenig im Haushalt. Das alles ist gar nicht so einfach, und deshalb helfen die Spieler dem Andy dabei, sich seine Aufgaben richtig zu merken und alles Erlebte in eine schöne Geschichte zu verpacken. Gemeinsam kann man alles schaffen. Und gegenseitig helfen ist absolut erlaubt.

Zunächst wird der Spielplan mit verdeckt platzierten Omama-Chips belegt. Die jeweilige Anzahl wird dabei von der Spielerzahl beeinflusst und ist auf dem Spielplan ablesbar. Einige dieser Chips haben eine grüne Omama-Seite und die anderen eine blaue Frau Fink-Seite. Die Spielkarten zeigen eine blaue und eine grüne Seite, mit jeweils einer unterschiedlichen Aufgabenstellung. Auf beiden Seiten ist eine Würfelkombination sichtbar, die es auf der grünen Seite zu erwürfeln und auf der blauen Seite nachzubauen gilt. Die Spieler ziehen sich vom gemischten Kartenstapel drei Karten auf die Hand, wobei die zum Spieler zeigende Farbe egal ist. Dann werden nur noch die Würfel und die Sanduhr bereit gelegt. Das Spiel kann beginnen. Immer dran denken, es gilt kooperativ gegen das Spiel zu gewinnen.

Der aktive Spieler deckt eines der Plättchen vom Apfelbaum auf. Es zeigt nun, welche Aufgabe der Spieler erfüllen muss. Ein Mitspieler zieht dazu die oberste Karte vom Stapel und legt sie so vor den Spieler, dass die angezeigte Farbe oben liegt und er den Kartentext gut lesen kann. Dann wird sofort die Sanduhr umgedreht.

Bei der grünen Seite versucht er nun in schnellen Würfen die gesuchte Farbkombination zusammenzusammeln und sich nebenbei den Kartentext (hier nur ein Wort) zu merken. Hat er die Kombination komplettiert, ruft er "fertig" und sein linker Nachbar legt aus seinen Handkarten eine beliebige Karte neben die bereits gelöste Karte. Diese Karte versucht der Spieler nun auch zu erfüllen. So geht es reihum, bis die Sanduhr (30 Sekunden) abgelaufen ist. Der Spieler muss sofort seine Augen schließen und der korrekten Reihenfolge nach die erlebte Geschichte (Worte auf den vollendeten Karten) in Satzform nacherzählen. Sobald der Spieler einen Fehler macht, muss er aufhören zu erzählen. Die erfolgreichen Karten werden auf den Apfelbaumplan gelegt. Die erfolglosen Karten kommen aus dem Spiel.

Bei der blauen Seite läuft es etwas anders. Er muss nun die Würfelkombination auf der Karte identisch zur Vorlage aufbauen. Er darf die Würfel dabei regulär drehen und anschauen. Nebenbei merkt sich der Spieler die Aufgabe, die auf der Karte geschrieben steht. Hat er die Kombination fertig, zeigt er das, wie beschrieben an, und der linke Nachbar wählt nun eine blaue Kartenseite aus und das Spiel geht weiter. Die Runde endet erneut mit dem Ablauf der Sanduhr. Mit geschlossenen Augen muss der Spieler nun die Aufgaben der Karten in der richtigen Reihenfolge möglichst wortgetreu aufzählen. Fehler oder eine falsche Reihenfolge beenden den Zug des Spielers wie beschrieben.

Weiß ein Spieler nicht weiter, dürfen die anderen ihm helfen, indem sie das gesuchte Wort mit anderen Worten umschreiben. Allerdings muss für die Hilfe eine bereits auf dem Apfelbaum befindliche Karte abgelegt werden.

Hat der Spieler seinen Zug beendet, ist der nächste Spieler im Uhrzeigersinn dran. Die Handkarten werden aufgefüllt und das Spiel geht weiter. Wurde das letzte Apfelbaumplättchen beendet, endet auch die Runde. Die Spieler zählen gemeinsam ihre errungenen Karten, anhand deren Anzahl sie nun einschätzen können, wie gut sie waren. Von 0-15 Karten wird dringend Verbesserung benötigt, 21-30 Karten sind wirklich schon gut. Bei 41-50 Karten sind die Spieler einsame Spitze.

Je nach Bedarf kann das Spiel anhand der beigefügten Regeln, erleichtert oder erschwert werden, z.B. kann auch so gespielt werden, dass die Kinder ihre Karten getrennt aufbewahren und so später auch einen Einzelsieger ermitteln können. [go]

 
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  PLUS:
PLUS:

ungewöhnliches Erzählspiel
   mit recht hohem Anspruch

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  MINUS:
MINUS:
Spielreiz von Motivation und
   Konzentrationsfähigkeit abhängig

leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Mira Lobe, eine bekannte Kinderbuch-Autorin aus Österreich, erhielt für ihr 1965 verlegtes Buch "Die Omama im Apfelbaum" den österreichischen Staatspreis für Kinder-und Jugendliteratur. Bis heute begeistert die wundersame Geschichte des kleinen Andy mit seinen zwei Omas nicht nur Kinder. Das dem Buch in Grafik und Geschichte nachempfundene Spiel greift nun die Geschichte auf  und setzt sie thematisch um. Dazu werden unterschiedliche Mechanismen auf ebenso einfache, wie ungewöhnliche Weise verknüpft. Jeder Oma wurde eine besondere Aufgabe zugeordnet. Zum einen: Würfeln, Merken und aus dem Gemerkten eine Geschichte erzählen. Zum anderen: Heraussuchen der Farben, Aufbauen nach der Vorlage und nebenbei die Aufgaben lesen und merken und diese letztlich in der richtigen Reihenfolge ansagen. Mehr beinhaltet das Spiel nicht. Lediglich die Tatsache, dass das Spiel rein kooperativ für ein mehr oder weniger großes Lob gespielt werden kann, aber auch mit Regeln zur Siegerkennung versehen wurde. Helfen ist erlaubt, aber unter einem zum Teil recht teuren Preis, denn man muss bereits gesicherte Karten wieder abgeben.

Und nun? Zunächst eine Überraschung. Das Spiel ist tatsächlich anspruchsvoller, als man es anhand der einfachen Grafik erwartet. Und es macht, auch dank seiner vielen kleinen Anpassungsmöglichkeiten tatsächlich in fast jeder Gruppe Spaß. Die einzigen beiden Bedingungen sind Konzentrations- und vorhandene Lesefähigkeit. Bei letzterer allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es auch gut als Lernspiel genutzt werden kann, wenn man den Sanduhrfaktor rauslässt und nur spielt und Geschichten erzählt. Ein kleinerer Einstieg sozusagen.

Die Konzentration bezieht sich dabei auch auf die Fähigkeit, zwei Dinge parallel zu machen, z.B. Würfeln und Merken oder Bauen und Merken. Diese Verkopplung zweier Mechanismen ist innovativ und verlangt von den kleinen Spielern bereits höchste Aufmerksamkeit. Kein Spiel mal eben nebenbei, das wird schnell klar. Die Kinder, die das Buch kennen und mögen, lassen sich gern zu einer Spielrunde begeistern. Allen anderen aber sollte die kleine, dem Ablauf vorangestellte Geschichte, zumindest einmal vorgelesen werden. Der Lerneffekt der Karten tritt, dank der Anzahl und der doppelseitigen Kartenverwendung, nur sehr eingeschränkt auf.

Pfiffige Kinder mit guter Lesefähigkeit kommen mit dem Ablauf gut klar, wobei bei starken Unterschieden auf jeden Fall kooperativ und ggfs. sogar ohne Helferstrafe gespielt werden sollte. Unsere Tester konnten jedenfalls gern für eine Runde begeistert werden, zumal die Kinder schnell bemerkten, was Erwachsene zumeist schon wissen - in Gedächtnisspielen haben Kinder einen altersentsprechenden und nicht zu übersehenden Vorteil. Was wiederum Familienrunden absolut entgegenkommt. Einen besonderen Hinweis möchte ich an dieser Stelle allen lesenden Therapeuten und Pädagogen aller Art ans Herz legen: Spielt mit den Kindern, gerne auch einmal frei und mit selbst erfundenen Regeln. Das Material zum vorliegenden Spiel lässt sich dabei wirklich gut verwenden.

Fazit: "Die Omama im Apfelbaum" ist ein wirklich zu empfehlendes Kinder-Lern-und Generationenspiel mit hohem Anspruch, das vor allem durch seine ungewöhnliche Verknüpfung einfacher Mechanismen seinen besonderen Spielreiz erhält.
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      (Langzeit-)Spielreiz
 
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