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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2017
Verlag: Rio Grande Games
Autor: Joshua Gerald Balvin
Spieleranzahl:
3 bis 5
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca.
90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Oktoberfest
...

O'zapft is!
Was wäre München ohne die Wiesn? Die Bierzelte locken jährlich Millionen von Besuchern auf das Volksfest. Im Spiel managen wir die Wiesnzelte - genau genommen kaufen und verkaufen wir Bier, was sonst...?
 
 
Gespielt wird in 3 Phasen (Tageszeiten). Die Auktionskarten mit den Werten von 1 bis 4 werden in Phase 1 (Vormitttag) gemischt und als verdeckter Zugstapel bereitgelegt. In 3 Reihen werden je 3 Karten offen ausgelegt. Die 3 Rausschmiss-Karten werden in den Zugstapel eingemischt. Die Bierfass-Karten werden nach Sorten sortiert. Jeder Spieler erhält 2 Doppelfässer verdeckt auf die Hand. Die Besucherplättchen, von denen jeder Spieler welche hinter seinen Sichtschirm zu seinem Geld legt, werden zudem auf die Besucherleiste (quasi die Rundenanzeige) gelegt.



Wer an der Reihe ist, kann eine aus drei Optionen wählen:
- Eine Auktion starten: Der Spieler wählt ein Kartentrio und bietet es zur Versteigerung an. Die Karten zeigen jeweils eine von sechs Biersorten und einen Kartenwert (zunächst 1 bis 4). Außerdem gibt es Joker-Karten - hier bestimmt dann der Auktionsgewinner, als welche Biersorte diese Karte gelten soll. Reihum können die Spieler also nun Geld bieten. Der Auktionator kann zum Schluss das Höchstgebot akzeptieren und sich das gebotene Geld dieses Spielers nehmen - oder aber er erhöht den Preis um 1 und kauft die Karten selbst.



Nun muss der Gewinner der Auktion eine der Karten abwerfen und die beiden anderen auf zwei verschiedene Zelte ausspielen. Sollte in einem Zelt bereits eine Karte liegen, muss die nächste Karte einen höheren Wert aufweisen. Die Biersorte ist dabei nicht von Interesse.



Auf den beiden ausgespielten Karten ist vermerkt, wie viele Fässer der jeweiligen Biersorte sich der Spieler nun kaufen kann. Das Geld legt er auf das Kassenfeld neben der / den entsprechenden Biersorte(n), die Fasskarten hinter seinen Sichtschirm.



- Ein Fass verkaufen: Der Spieler verkauft ein zuvor gekauftes Fass, legt es zurück auf den entsprechenden Fass-Stapel und erhält dafür das gesammelte Geld auf dem Kassenfeld dieser Biersorte, alternativ die Hälfte des Geldes von einem beliebigen anderen Kassenfeld.



- Ein Zelt schließen: Nur über diese Option wird das Spiel voran getrieben und nur über diese Option gibt es Siegpunkte. Die Spieler bieten Besucherplättchen (mit ihrer farbigen Spielerfigur in Form eines Bierhumpens markiert) auf die Kartenauslagen in den Zelten. Kein Zelt darf dabei die selbe Summe an Besuchern aufweisen. Der aktive Spieler, der noch ein zusätzliches Besucherplättchen von der Rundenleiste erhält, kann zum Schluss das Zünglein an der Waage spielen. Das Zelt, das nun die meisten Besucherplättchen erhalten hat, wird gewertet. Die oberste dort ausliegende Auktionskarte bestimmt, welche Biersorte belohnt wird. Der Spieler, der die meisten Fässer von dieser Biersorte aufweisen kann, erhält so viele Punkte wie die Summe der Einzeltwerte aller Auktionskarten in diesem Zelt, der Zweitplatzierte noch die aufgerundete Hälfte etc. Die Karten werden von diesem Zelt entfernt und es kann neu belegt werden.



Eingesetzte Besucherplättchen von Zelten, die nicht geschlossen wurden, kehren zurück zu ihren Spielern. Die Plättchen vom gerade geschlossenen Zelt werden aufgeteilt. Übrige Plättchen kommen als zusätzliche Plättchen auf die Rundenleiste.



Wird die zweite Rausschmiss-Karte beim Nachlegen der Auktionskarten gezogen, wird sofort das Zelt mit der höchsten oberen Auktionskarte sofort geräumt, d.h. alle Karten werden dort nicht gewertet, sondern einfach entfernt.



Pro Tageszeit muss eine bestimmte Zahl an Zelten geschlossen werden (3 / 3 / 4), dann wird die nächste Phase gespielt. In Phase 2 (Nachmittag) gesellen sich nun die Auktionskarten mit den Werten 5 und 6 mit in den Zugstapel, in Phase 3 (Abend) schließlich auch die Karten mit dem Wert 7.



Wurde am Abend das letzte Zelt geschlossen, endet das Spiel, und der Spieler mit den meisten Siegpunkte-Chips hinter seinem Sichtschirm gewinnt. [ih]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
taktisches Versteigerungsspiel
Bier, Bier und nochmals Bier ;)
ENDE
  MINUS:
MINUS:
kein Wiesn-Flair, sondern
   abstrakter Mechanismus
ärgerlicher Glücksfaktor
eer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Ingo: Das Oktoberfest in München - oder kurz "die Wiesn" - ist das bekannteste und größte Volksfest der Welt. Rund 7 Millionen Besucher aus Ländern der ganzen Welt steigen jedes Jahr in die rasanten Fahrschäfte, vor allem aber feiern sie in den berühmten Bierzelten - a Mords Gaudi halt! Das Cover des hier gezeigten Strategiespiels fängt diese Stimmung liebevoll ein. Öffnet man die Schachtel, macht sich ein wenig Ernüchterung breit. Während die Sichtschirme wirklich toll illustriert sind und die Karten auch noch recht gut die bayerische Lebensart wedergeben, wirkt der Spielplan leider ziemlich düster und versprüht rein optisch schon mal keine Volksfest-Atmosphäre. Nun ist bekanntlich die Optik nicht alles, also hoffen wir auf a pfundige Spielrunde...

Nun, was soll ich sagen... Ich baue jetzt keine unnötige Spannung auf, das tut das Spiel nämlich auch nicht. Nein, ich sage euch direkt, dass mich und meine Mitspieler ziemlich schnell das Gefühl ereilte, das Bier, worauf das Oktoberfest hier reduziert wird, sei ein wenig schal geworden. Das liegt vor allem am zwar mechanisch gut funktionierenden, aber rein technisch wirkenden und sich stets wiederholenden Spielablauf. Bereits nach einer oder zwei Runden passiert nichts Neues mehr, sondern immer dasselbe. Um an Siegpunkte zu kommen, benötige ich Fässer. Um Fässer zu bekommen, muss ich mit das Recht auf den Kauf ersteigern. Um an Münzen zu kommen, muss ich Fässer verkaufen. Dann kann noch etwas beim Füllen der Zelte mit den Karten taktiert werden, trotzdem besteht das Spiel fast durchgängig aus Versteigerungen. Wer also  Auktionsspiele gepaart mit Kartenmanagement per se gut findet, wird mit dem "Oktoberfest" ganz gut bedient.

Leider plätschert das Spiel ziemlich unaufgeregt dahin. Die Rundenzahl wird bestimmt durch die Spieler. Schließt niemand ein Zelt, obwohl er könnte, vergeht Runde um Runde - und irgendwann hat man einfach keine Lust mehr, zum x-ten Mal einen Geldbetrag in die Runde zu werfen. Also, ich zumindest nicht. Und die Gesichter meiner Mitspieler werden auch mit jeder weiteren Runde gelangweilter... nein, einen Spannungsbogen besitzt das etwas zu lang geratene und nicht eigenständig nach vorne treibende Spiel nicht. Man sammelt Karten, optimiert, wo man kann - und versucht, im richtigen Moment genügend Einfluss auszuüben, um Punkte zu sammeln. Völlig unnötig ist dabei das "Rausschmiss"-Element. Werden zwei dieser Karten gezogen, verschwindet ein Zelt (oder gleich mehrere) ungewertet vom Spielplan. Was man sich mühsam aufgebaut hat, ist dann mit einem Schlag weg - oder wie Birgit in unserer Spielrunde es auf den Punkt brachte: "Ich könnte kotzen, jetzt mal echt!". Ja, das tun die echten Oktoberfest-Besucher sicher auch mal gern, aber aus anderen Gründen...

Zusammengefasst muss ich sagen, dass man hier leider viel thematisches Potential verschenkt hat. Das echte Oktoberfest bietet dann doch viel mehr als nur den abstrakten Bierhandel, der auch jedes andere Thema hätte haben können. Wo sind die vielen Elemente, die man auf dem Cover sieht? Ich will in so einem Spiel Achterbahnen, Besucher in Lederhosen, Backhendl und Blasmusik-Kapellen. All das kommt hier nicht vor. Und selbst das Bier-Thema wirkt, wie bereits gesagt, mit seiner "Keltis"-artigen Sortierung von Kartenwerten übergestülpt. Es funktioniert, ja, aber eben nur als solides abstraktes Handelsspiel, bei dem gutes Timing im Vordergrund steht. Es funktioniert aber auch nur dann, wenn man BITTE die Rausschmiss-Karten vorher aussortiert, denn die machen sonst wirklich den letzten Rest an eventueller Spielfreude kaputt.

Schade, mehr als eine gut gemeinte Durchschnittswertung ist hier nicht drin. Wer, wie ich, eine Wiesn-Simulation erwartet hat, sollte besser nach München fahren, um Spaß zu haben. Wer gern taktisch handelt und sich mit Auktionen Mehrheiten erstreitet, kann einen Blick auf dieses Spiel werfen. Für diese Zielgruppe gilt auch die Kultwertung. "Oktoberfest" ist nicht grundsätzlich schlecht, nein, aber es erfüllte in unseren Runden einfach nicht die "Oans, zwoa, g'suffa"-Erwartungshaltung der Spieler.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
   KULTFAKTOR: TEAM-TREND  
...
   Ingo
   Birgit
   Jürgen
   Markus
Ende
 

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