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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten, Strategie
Erscheinungsjahr:
2012
Verlag: What's your game / Hutter Trade  ..i..
Autor: Carlo Lavezzi
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Odd Ville
 
Kein Kartenhaus, 'ne Kartenstadt!
In diesem Kartenlegespiel versucht ihr beim Bau von Odd Ville zu helfen und so der prestigeträchtigste Bauherr zu werden. Die 4 Gilden können euch dabei helfen.
 


     

So funktioniert's:
Das Baustofftableau, das Stadtzentrum und die gemischten Bauauftragskarten werden bereit gelegt. Neben dem verdeckten Stapel mit Bauaufträgen werden 6 offene Aufträge in eine Reihe gelegt. Jeder Spieler erhält die 4 Arbeiterkarten und 9 Arbeiterfiguren seiner Farbe.

   
   

Ein Startspieler wird bestimmt. Die Spieler setzen entgegen der Spielerreihenfolge, also der Startspieler zuletzt, einen Arbeiter auf das große Feld eines Baustoffs auf dem Baustofftableau. Dabei darf jeder der vier Baustoffe (Holz, Lehm, Stein und Kristall) nur einmal gewählt werden.

Der Startspieler beginnt und reihum macht jeder Spieler eine Aktion. Der aktive Spieler kann zwischen zwei Optionen wählen: Eine Arbeiterkarte spielen oder Odd Ville erweitern.

Spielt er eine Arbeiterkarte, kann der Spieler zwischen drei Möglichkeiten wählen.

- Goldmünzen nehmen: Die Arbeiter zeigen Goldmünzen von 0 bis 3. Der Spieler legt eine Arbeiterkarte offen vor sich aus und nimmt sich entsprechend viele Münzen. Die Münzen sind das Deckblatt der Gebäudekarten. Die Münzen nimmt sich der Spieler vom Kartenstapel. Er darf nicht schauen, welche Gebäude sich darunter verbergen. Es gibt ein Maximum von 5 Münzen pro Spieler.

- Rohstoffe wählen: Der Spieler legt eine Arbeiterkarte offen vor sich ab und kauft einen Rohstoff, der auf dem Arbeiter abgebildet ist. Der schwächste Arbeiter kann nur Holz holen, der Stärkste hingegen Holz, Lehm, Stein oder Kristall. Der Spieler stellt eine Arbeiterfigur auf das billigste freie Feld des entsprechenden Rohstoffes und zahlt die Kosten in Münzen (0 bis 2), wobei die Felder mit Kosten von 2 Münzen unendlich viele Arbeiter aufnehmen können.

- Einen Bauauftrag annehmen: Der Spieler legt einen Arbeiter vor sich aus. Je nachdem, welchen Arbeiter er gespielt hat, kosten einige Bauaufträge nichts, und für andere Bauaufträge müssen Münzen bezahlt werden. Die Kosten hängen von der Position in der Bauauftragsreihe ab. Der Spieler nimmt sich einen Bauauftrag und zahlt ggf. Münzen. Ein Spieler kann maximal 2 Bauaufträge besitzen.

Sollte ein Spieler keine Arbeiterkarten mehr auf der Hand haben, so nimmt er alle 4 Arbeiterkarten am Anfang seines Zuges zurück und führt eine Aktion durch. Möchte ein Spieler die Arbeiterkarten aufnehmen, obwohl er noch Arbeiterkarten auf der Hand hat, muss er für jede Karte auf der Hand eine Münze zahlen.

   
   

Anstatt eine Arbeiterkarte zu spielen, kann ein Spieler auch Odd Ville erweitern. Er muss dafür die Kosten eines Bauauftrages, der vor ihm liegt, bezahlen, indem er Arbeiterfiguren von den entsprechenden Rohstoffen entfernt und das Gebäude in der Stadt platziert. Alle Gebäude müssen dieselbe Ausrichtung haben, also für alle Gebäude ist das Dach oben. Weiterhin müssen die Verbindungen zu Nachbarkarten logisch sein (Straße an Straße und Häuser an Häuser). Der Spieler stellt eine seiner Arbeiterfiguren auf das entsprechende Gebäude. Außerdem erhält der Spieler die Belohnung auf dem Gebäude und alle Belohnungen benachbarter Gebäude, welche durch Straßen mit dem Gebäude verbunden sind.

Sollte auf dem gerade gebauten Gebäude ein Gildensymbol zu sehen sein, erhält der Spieler die oberste Karte des entsprechenden Gildenstapels. Sollte der Stapel erschöpft sein, so muss jeder Spieler die Gildenmitglieder der entsprechenden Gilde zurückgeben. Die Karten werden gemischt und der Spieler, der das Einsammeln ausgelöst hat, bekommt eine Karte. Die Gildenkarten bringen verschiedene Vorteile, sie machen Arbeiterkarten stärker, bringen mehr Einkommen oder andere Vorteile; außerdem ist jede Karte am Ende des Spiels Siegpunkte wert.

Spielende: Sobald ein Spieler seine sechste Arbeiterfigur in der Stadt platziert und seinen Zug beendet hat, endet auch das Spiel. Die Spieler addieren die Anzahl von Arbeitern auf dem Baustofftableau mit den Punkten auf Charakter- und Gebäudekarten. Letztere geben oft eine variable Anzahl von Punkten - je nachdem, welche Geäude sich in der Nachbarschaft oder in der Stadt befinden. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt. [ls]

 
  by Martin Klein* 

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schnell gelernt
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die ersten Partien können
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PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Lutz: "Odd Ville" ist hübsch anzusehen. Das Baustofftableau, die Gebäude und besonders die Charakterkarten der Gilden sind schön gestaltet. Die Symbole auf den Karten sind verständlich und nach einmaliger Erklärung gute Erinnerungsstützen. So baut sich auch während des Spiels eine recht dekorative Stadt auf.

Die Regeln des Spiels sind flugs erklärt und doch ist Spieltiefe vorhanden. Die meisten Züge der einzelnen Spieler sind meist recht schnell, so dass keine langen Wartezeiten entstehen. Am Anfang scheinen die Symbole auf den Gebäudekarten etwas viel, aber sobald man zwei oder drei Gebäude ausgespielt hat, ist jedem Spieler klar, wie die Symbole zu lesen sind.

"Odd Ville" lässt sich mit 2 bis 4 Spielern gut spielen; ich würde nicht sagen, dass eine Spieleranzahl besser funktioniert als eine andere. Allerdings ändert sich das Spielgefühl doch etwas. Bei 2 Spielern hat man eine klare Übersicht, was beide Spieler tun können und man kann versuchen seinem Gegner gezielt Möglichkeiten zu verbauen. Bei 4 Spielern ist der Nutzen destruktiven Spielens eher gering und lohnt sich vermutlich maximal gegen den führenden Spieler. Hier ist stärker die Optimierung der eignen Spielzüge gefragt.

Die Optimierung der Spielzüge ist bei "Odd Ville" meines Erachtens die Kernstrategie. Genau genommen geht es um das Einsparen von Aktionen. Im Idealfall bringt ein gebautes Gebäude als Bonus die Rohstoffe für das nächste Gebäude mit, und der Ressourcenkauf bzw. das vorherige Besorgen von Geld fallen weg. Somit hat man 2 Aktionen gespart.

Besonders die Gildenkarten erlauben es einem oft Züge zu sparen. Auch bringen die Karten selber noch Punkte - je weniger, desto besser ihre Fähigkeiten. Ein Gebäude einer bestimmten Gilde nur zu bauen, um den anderen Spielern die Charaktere wegzunehmen, erschien in meinen Spielrunden allerdings als zu aufwendig. Besser ist es, weiterhin die Gebäude zu wählen, welche man am schnellsten bauen kann. In den meisten Spielpartien zeigte sich, dass meist alle Gebäude, welche nicht völlig fehlplaziert wurden, ähnlich viele Punkte abwarfen, was als Konsequenz bedeutet, dass fast immer der Spieler, welcher das Spielende auslöst, auch gewinnt. Hieraus folgt leider, dass es keine wechselnden Strategien bei "Odd Ville" gibt. Für ein Familien-Strategiespiel ist dies vielleicht auch gar nicht notwendig, und genau das sollte "Oddville" auch sein.

Aber Vorsicht: Wer "Odd Ville" einfach so vor sich hinspielt, der wird keine Freude daran haben. Es ist ein ähnliches Phänomen wie bei "Kingdom Builder". Am Anfang wird einfach irgendwas gemacht und man versteht nicht, was der Reiz an dem Spiel sein soll.  Fängt man aber an, schon in Details nach besseren Zügen zu suchen, wird das Spiel spannender. Man kennt dies von einigen Spielen, die die Mitspieler erst nach der ersten Partie richtig verstanden haben und sofort wieder spielen möchten. Leider wollte aber die Mehrheit meiner Mitspieler in der Regel "Odd Ville" nicht direkt wieder spielen. Vielleicht treibt die innere Stimme, die fragt "Ist das alles?", euch dazu, dennoch mehrere Partien zu spielen. Oder  diese Rezension. Oder ihr entdeckt, was "Odd Ville" und seine Bewohner euch zu bieten haben. Da jede Partie nur gute 30 Minuten dauert (plus ein paar Minuten für Grübler), sind mehrere Partien auch kein großer zeitlicher Aufwand.

Wenn ihr also ein Spiel sucht, das jeder schnell erlernen kann, das hübsch gestaltet und in kurzer Zeit gespielt ist und es euch nichts ausmacht, dass die Gefahr besteht, dass die erste Runde mit neuen Spielern eher mau wirkt, dann habt ihr in "Odd Ville" einen soliden Kandidaten gefunden.

 

 
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