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Genre: Würfel, Taktik
Erscheinungsjahr:
2015
Verlag: Pegasus Spiele ..i..
Autor: Chris Toussaint
Spieleranzahl: 1 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 20-30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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OctoDice
...

Tentakelwürfelei in den Tiefen des Meeres

Wir befinden uns auf der Tiefseeforschungsstation "AquaSphere" und sind als Ingenieure zuständig für den Einsatz der Forschungsroboter...
 
 
... Da unsere "Bots" allerdings die Arbeit verweigern, ist es an uns, die Arbeit fortzuführen, indem wir unsere Labore aufmotzen, Kristalle erforschen und versuchen, die Bots wieder ans Laufen zu kriegen. Ganz nebenbei müssen wir in diesem Würfelspiel, das thematisch auf "AquaSphere" (> Testbericht) basiert, dann auch noch darauf achten, dass wir stets genügend Oktopoden einfangen.

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So funktioniert's:
"Oktowas?", werde ich von Anna gefragt. "Oktopoden", erwidere ich. "Haha, wie bescheuert klingt das denn?! Haben die sich das ausgedacht?", lautet wiederum Kerstins schallende Antwort. Bevor es ans Spielen geht, schlagen wir also im Wörterbuch nach und siehe da: Achtarmige Kraken heißen in der Mehrzahl nicht etwa Oktopusse oder Oktopussy; nein, der Duden klärt uns auf, dass Oktopoden die korrekte Form des Plurals ist. Haben wir einmal diese Wissenslücke geschlossen, können wir uns an die Regeln wagen. Bei "OctoDice“"geht es darum, in 6 Runden unterschiedlichste Bereiche der Forschungsstation am Laufen zu halten, indem wir pro Runde mit 6 Würfeln (3 weiße Aktionswürfel und 3 schwarze Würfel mit Farben und Ziffern) den bestmöglichen Ertrag erwirtschaften. Wer am Ende die meisten Wissenspunkte (= Siegespunkte, erkennbar an einem Glühbirnensymbol) gesammelt hat, gewinnt die Unterwasserwürfelei. Stellen wir uns das Ganze der Einfachheit halber zunächst wie ein abgewandeltes "Kniffel" in den Tiefen des Meeres vor.

 
Viele bunte Smarties Würfel
Zu Beginn erhält jeder Spieler ein Wertungsblatt, auf dem die während des Spiels erlangten Errungenschaften notiert werden. Wer an der Reihe ist, würfelt die 6 Würfel. Als nächstes nimmt er 2 davon zur Seite (natürlich am besten 2, die er für seine Forschungen gut gebrauchen kann – aber dazu später mehr) und würfelt die übrigen 4 erneut. Wieder entnimmt man von diesen 2 Würfel und würfelt die letzten beiden ein drittes Mal.

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Nachdem dieser Schritt getan ist, kann man bis zu zwei Hauptaktionen ausführen. Wichtig zu beachten ist hierbei, dass für eine solche Aktion immer ein weißer und ein schwarzer Würfel kombiniert werden müssen. Hauptaktionen können z.B. das Analysieren von Kristallen sein. Hierfür muss auf dem gewählten weißen Würfel ein Kristall angegeben sein, die Zahl auf einem gewählten schwarzen Würfel gibt an, wie viele Wissenspunkte man für die Aktion erhält (ohne Zusatzfunktionen des Labors maximal 2 Wissenspunkte pro Aktion). Man kann aber beispielsweise auch sein Labor erweitern, um im weiteren Spielverlauf Boni auf einzelne Aktionen zu erhalten. Hierfür benötigt man einen weißen Würfel mit dem Laborsymbol und einen schwarzen Würfel, dessen Zahl angibt, auf welcher Ebene man sein Labor verbessern kann. Insgesamt stehen einem auf diese Weise 5 mögliche Aktion zur Verfügung, deren Mehrwert es in den einzelnen Partien zu erlernen gilt und die jedes Mal auf dem eigenen Wertungsblatt angekreuzt werden.

 
Vergiss die Oktopoden nicht
Was wäre wissenschaftliches Arbeiten ohne Rückschläge und Hindernisse? Bei "OctoDice" werden derlei Ärgernisse durch die bereits thematisierten Oktopoden dargestellt. Diese gilt es einzufangen, denn andernfalls können sie uns wichtige Punkte auf dem Weg zum Sieg kosten. Auf den einzelnen Würfeln sind zu diesem Zweck neben Symbolen und Zahlen ebenso Oktopoden aufgedruckt. Nach jedem Spieldrittel muss ich mindestens 2 gefangene Oktopoden vorweisen, um 2 Minuspunkte zu verhindern. Sollte es mir überdies in einem meiner Züge gelingen, gaaaaaanz viele Oktopoden (selbstverständlich maximal 6) einzufangen, erhalte ich sogar zusätzliche Punkte. Ein kleiner Hinweis: Gewürfelte Oktopoden bedeuten gleichzeitig, dass für diese keine Hauptaktionen ausgeführt werden können. Man kann eben nicht alles haben…

 
Wissenschaftliche Erkenntnisse klauen statt selbst gewinnen
Eine weitere Möglichkeit an Punkte (oder Oktopoden) zu gelangen, ist es, sich bei den Würfeln der Gegner zu bedienen. Diese Möglichkeit kann ich pro Spieldrittel (also innerhalb von zwei Runden) bis zu zweimal nutzen, indem ich aus dem endgültigen Wurf eines Gegners zwei(!) Würfel auswähle und etwaige Aktionen ausführe oder Punkte durch Oktopoden einsammle – aber Vorsicht, wähle hier weise, denn vielleicht wird einer der kommenden Gegnerwürfe noch lukrativer für deine Pläne.

 
Wertungen, Wertungen und Tiefseesieger
Zusammengefasst besteht der Spielzug eines Spielers folglich aus a) Würfeln, b) bis zu 2 Hauptaktionen ausführen, c) eventuelle Oktopodenpunkte einsacken und d) Zusatzaktionen meiner Mitspieler. Nach jeweils zwei Runden findet eine Zwischenwertung statt, in der überprüft wird, wer Minuspunkte für Oktopoden bekommt und wer Zusatzpunkte durch die U-Boot-Forschung erhält. Nach der 6. Runde kommt es zu einer Bonuswertung (Zusatzpunkte für die meisten Kristalle und bestimmte Laborerweiterungen (s. Foto oben)), abschließend werden die Punkte der einzelnen Zwischenwertungen addiert. Der Spieler mit den meisten Wissenspunkten gewinnt das Spiel. Bei Gleichstand erhält der Spieler mit den meisten angekreuzten U-Booten den Zuschlag. Hat sich noch immer kein Sieger herauskristallisiert (höhö), so muss die Crew sich erneut auf Tiefseefahrt begeben, um einen Sieger küren zu können. [dj]
 
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  PLUS:
PLUS:
kurzweiliger Spaß, bisweilen
   mit taktischer Tiefe
Würfel (vor allem zu Beginn)
   variabel einsetzbar
verschiedene Strategien möglich
ENDE
  MINUS:
MINUS:
zu zweit gehen bestimmte
   Spielelemente flöten
ganz klarer Startspielernachteil
mitunter ist man gezwungen
   bestimme Wege einzuschlagen
leerm
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   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Dän: Die Würfelei rund um die knuffigen Oktopoden macht in der Tat sehr viel Spaß. Während man das eigene Wertungsblatt in der ersten Testrunde noch etwas ratlos anstarrt, wird man in den folgenden Runden immer vertrauter mit den vielen Möglichkeiten, die einem "OctoDice" trotz überschaubarer 6 Würfel bietet.

Ich geh' mal auf die Kristalle… Oder doch nicht?
Gerade in den ersten beiden Runden eröffnet einem "OctoDice" eine Menge Optionen, sodass man in den meisten Fällen immer irgendetwas mit den Würfeln anfangen kann. Selbst ich (als gebeuteltes Würfelopfer) erhalte hier die Möglichkeit, die Würfel ertragreich zu nutzen. Freilich werden die einzelnen Entscheidungen mit jeder Runde mehr und mehr eingeschränkt, da das Wertungsblatt mit jedem Schritt eine weitere Kritzelei abbekommt. Leider kann einen an dieser Stelle der böse Zufall oder das Würfelschicksal so manches Mal ereilen. Und dann steht man da in Runde 5 und würfelt alles, nur nicht dieses blöde U-Boot, das man so dringend benötigt und ärgert sich: "Hätte ich doch mal auf die Kristalle gesetzt!".  Dieser Ärger hält sich aber zumeist in Grenzen, da "OctoDice" gar nicht beansprucht, ein taktisches Schwergewicht zu sein. Es bleibt ein feines, kurzweiliges Würfelspiel mit kleineren taktischen Finessen.
 
Gut, wer möchte freiwillig beginnen?
Was meinen Tester/innen und mir irgendwann aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass in Runden mit mindestens 3 Spielern (was ich ausdrücklich empfehlen möchte, da es zu zweit nicht ganz so famos daherkommt – vor allem was das "Klauen" von Würfeln angeht) der Startspieler unter Umständen enorm in die Röhre gucken kann. Die Spielanleitung selbst gibt keinen Hinweis darauf, wer das Spiel beginnt oder ob der Startspieler irgendwann einmal wechselt. "Wo ist nun das Problem, Dän?", höre ich die geneigte Leserschaft fragen. Nun ja, eine der möglichen Aktionen ist ja, zwei Würfel vom Gegner für die eigenen Zwecke zu nutzen. Das hört sich in der Theorie auch sehr fein an. Wenn ich z.B. der letzte in der Runde bin, kann ich erstmal in Ruhe schauen, was die anderen so fabrizieren und was ich davon vielleicht selbst gebrauchen kann. Entsprechend kann ich meinen ersten Wurf, wenn ich an der Reihe bin, auswählen (natürlich kann ein Würfelopfer wie ich auch hier ordentlich ins Klo greifen). Der Startspieler allerdings kann sich nicht an den Würfen der Gegner orientieren. Er muss seinen Wurf ausführen, seine Aktionen wählen und dann hoffen, dass bei den Würfen der anderen noch etwas für ihn übrig bleibt. Wir haben das Ganze so geregelt, dass der Startspieler mit jeder Runde im Uhrzeigersinn wechselt. Das geht zwar bei 4 Spieler und 6 Runden immer noch nicht gänzlich fair auf, ist aber allemal besser als die ursprüngliche Version.
 
Fazit: Bis auf kleinere Abstriche ist "OctoDice" ein sehr gelungenes Würfelspiel für zwischendurch, das vor allem Familien und Gelegenheitsspielern kurzweilige Freude bereiten dürfte. Aber auch als Einstieg in einen längeren Spieleabend mit schwereren Spielegeschützen kann ich das Spiel empfehlen. Wer Würfelspiele mag, bei denen es um den klugen Einsatz von Würfelaugen geht, andererseits aber auch damit leben kann, wenn ihm die Würfel am Schluss doch noch einen Strich durch die Rechnung machen, kann definitiv einen Blick auf "OctoDice" riskieren.
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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