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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Ninja Division / Ulisses Spiele / Asmodee  ..i..
Autoren: John Cadice, David Freeman, Deke Stella
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: 60
bis 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
 
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Ninja All Stars
...

Kampf der Chibi-Ninjas
Wir befinden uns auf der Insel Kagejima und unser erklärtes Ziel ist es, der legendärste Ninja-Clan des Königreichs des Mondes zu werden. Denn nur die Besten dürfen hoffen, die Mondprinzessin und die Insel zu beschützen. Dazu machen wir uns in diesem Miniaturenbrettspiel auf, die Herausforderungen unserer Herrscherin zu bestehen und unsere Gegner im Kampf zu besiegen.
 
 
Bei "Ninja All Stars" wählen 2 bis 4 Spieler zunächst einen der vier in der Grundbox enthaltenen Clans, mit dem sie in unterschiedlichen Szenarien gegen die Kontrahenten zu bestehen versuchen.



Abhängig vom gewählten Szenario werden bis zu neun Runden gespielt, innerhalb derer bestimmte Siegbedingungen erfüllt werden müssen. Das Spiel beginnt mit einer Runde "Janken" (Stein, Schere, Papier), der Gewinner erhält für die aktuelle Runde die Initiative, was es ihm erlaubt, als erster beim Spielaufbau loszulegen und in Runde 1 als erster seinen Zug auszuführen. Im Anschluss werden Clans und Szenario ausgewählt, der Turnierplatz (Spielbrett) aufgebaut, sogenannte Mondkarten (die meinen Kämpfern beim Ausspielen einen Bonus bringen) ausgeteilt, und der Turnierplatz wird noch mit Schrein- und Laternenmarkern belegt, die jeweils einen bestimmten Einfluss auf das Spielgeschehen haben (z.B. Sichtlinie blockieren). Anschließend stellen die Spieler ihre Clans in ihre jeweiligen Aufstellungszonen und schon kann der Kampf der Minininjas beginnen.

 
Achte auf jeden deiner Schritte, kleiner Ninja
Der Spieler an der Reihe darf eine seiner in dieser Runde noch nicht benutzten Figuren aktivieren. Eine Runde endet, sobald alle Kämpfer aller Spieler ihre Aktionen ausgeführt haben. Wenn eine Figur aktiviert wird, darf sie sich bewegen und anschließend eine einzelne Aktion ausführen. Am häufigsten wird diese Aktion verwendet, um einen Angriff (Nahkampf oder Fernkampf) auszuführen. Die Figuren können sich grundsätzlich entsprechend ihrer Bewegungsreichweite frei über das Spielbrett bewegen, einzig Hindernisse und gegnerische Kämpfer können einen an der Bewegung hindern.



Sobald ich dementsprechend ein Feld verlassen will, das sich im Einflussbereich (das sind die acht Felder um eine Figur herum, sprich, die an sie angrenzen) einer gegnerischen Figur befindet, muss mein Kämpfer eine Affinitätsprobe absolvieren. Dazu würfle ich drei der speziellen Würfel des Spiels und überprüfe, ob mindestens einer dieser ein Symbol aufweist, das der Elementaffinität meiner Figur entspricht. Spiele ich beispielsweise den Feuerschrein, so gelingt die Probe, sobald ich mindestens ein Feuersymbol gewürfelt habe. Misslingt der Wurf, habe ich also in diesem Fall kein Feuer gewürfelt, so erhält meine Figur einen Betäubungsmarker und darf sich in dieser Runde nicht mehr bewegen – der kleine Chibi-Krieger ist einfach unglücklich auf die Nase gefallen. Am Ende meiner Bewegung darf ich meine Spielfigur dann noch in eine bestimmte Richtung ausrichten. Dies ist insofern wichtig, als es nämlich passieren kann, dass eine Figur von hinten attackiert wird und sie sich demzufolge nur schwerlich gegen den Angriff wehren kann.

 
Ninjas schleichen nicht nur, sie können auch kämpfen
Nachdem sich ein Ninja bewegt hat, kann er, wie bereits erwähnt, eine Aktion ausführen. Das kann z.B. das Rennen sein, das es ihm erlaubt sich erneut über das Feld zu bewegen oder das Verstecken im Dunkel einer Gasse ("Heimlichkeit") sein. Vor allem aber kann eine Figur aktiviert werden, um zu kämpfen. Besitzt ein Kämpfer eine Fernkampfwaffe, so kann er diese während seiner Aktivierung benutzen. Dazu würfle ich in Höhe meines Angriffswertes (die meisten haben eine Stärke von 3 bis 4) die speziellen Würfel, alle Erde- und Leeresymbole betäuben oder verletzen den getroffenen Gegner, alle anderen Symbole haben keinen Effekt, Pech gehabt (es sei denn, mein Ninja hat eine besondere Fähigkeit). Ich kann eine Figur auch in einen Nahkampf schicken. Einen Gegner kann diese Figur im Umkreis von einem Feld und innerhalb ihres vorderen Einflussbereichs (alle Felder bis auf die drei im "Rücken") attackieren. Wie beim Fernkampf würfle ich entsprechend des Angriffswertes meines Kämpfers.



Der Unterschied zum Fernkampf besteht darin, dass auch der Gegner würfeln darf, und zwar entsprechend des Verteidigungswertes seiner verteidigenden Figur. Haben beide Kontrahenten gewürfelt, werden zunächst Würfel beider Parteien auf der Basis bestimmter Elementpaare eliminiert. So wird z.B. mein Geistsymbol entfernt, wenn mein Gegner ein Leeresymbol gewürfelt hat. Nachdem alle Eliminierungen auf diese Weise durchgeführt wurden, wird überprüft, wer noch Würfel übrig hat. Dieser Spieler (bei Gleichstand darf der Angreifer einen seiner Würfel auswählen) darf sich dann eines seiner übrigen Symbole aussuchen und den Effekt ausführen . Die Effekte reichen dabei vom Verrücken der Spielfiguren bis hin zum Verletzen (und damit zwischenzeitlichem Ausscheiden) des Gegners.

 
Übersichtliche Grundregeln, Teufel wie immer im Detail
Das sind soweit die Grundregeln von "Ninja All Stars", die letztlich recht überschaubar sind. Die weiterführenden Regeln beinhalten danach Dinge wie Heimlichkeit, welches Kämpfern erlaubt, "unsichtbar" für die Gegner zu werden, Spezialfähigkeiten einzelner Helden der Clans sowie Geländeaspekte. Ich würde empfehlen zunächst mit den Grundregeln ein, zwei Partien zu bestreiten, um anschließend die weiterführenden Regeln einzuführen. Alles andere erschwert den Einstieg in ein eigentlich simples Spielprinzip unnötig. [dj]
 
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  PLUS:
PLUS:
schöne Miniaturen, schönes Design
unterschiedliche Szenarien
Thema und Spielwelt grundsätzlich
   stimmig und spannend
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Symbole und deren Verbindungen
   nicht wirklich intuitiv
Dominanz der Würfel auf Dauer ermüdend
Grundspiel als Appetizer zu wenig
manche Würfelsymbole im Grundspiel
   besitzen selten Relevanz
   (vor allem im Fernkampf)
fast 50 Seiten des (Regel-)Hefts dienen
   der Werbung für weitere Produkte
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PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Dän: Miniaturen (auch wenn ich nicht der größte Fan des verzerrten Chibi-Stils bin), asiatisches Setting, schon ist der Dän an Bord und hocherfreut, ein Spiel rezensieren zu dürfen. Die Vorfreude geriet nach einige Testrunden allerdings ins Wanken. Warum, das möchte ich im Folgenden ausführen.
 
Von schönen Minis und einer netten Rahmenhandlung
"Ninja All Stars" wartet mit allerfeinster Miniaturenqualität im Brettspielbereich auf, hier gibt es wenig zu bemängeln, allenfalls die geringe optische Vielfalt der enthaltenen Figuren könnte zu Kritik einladen, was ich mir aber ersparen werde, weil die Figuren einfach einen hohen Standard erfüllen und man zwischendurch mal Fünfe gerade sein lassen sollte. Auch die fiktive Welt, in der sich unsere Recken duellieren, ist eine feine kleine Fantasiewelt, in die man schnell und gut eintauchen kann, sofern man gewillt ist, die Prosa am Anfang des Regelbuches zu studieren. Die beigefügten Szenarien bieten zudem auf den ersten Blick eine Varianz, die Langzeitspaß garantieren. Man sollte also meinen, die kleinen Helden brächten alles mit für ein gelungenes Duell um die Krone der Bodyguards und Hüter der Insel.
 
Werde Würfelgott oder stirb beim Versuch
Leider wird einem schnell bewusst, dass die Startpüppchen in ihren Aktionen und Fähigkeiten relativ eingeschränkt sind. Einzig die Chunin, Anführer der Clans, bieten eine gewisse Individualität, die sich mit den elenden Würfelarien zu messen wissen. Ansonsten artet "Ninja All Stars" allzu häufig in eben jene Würfelei aus, die einen enormen Glücksfaktor impliziert. Überhaupt gefällt mir die Idee der Würfelsymbole nicht wirklich. Wenn ich beispielsweise eine Fernkampfaktion ausführen möchte, dann besteht lediglich eine 1/3-Chance, dass ich meinem Gegner Schaden zufüge. Meine Tester und ich haben dementsprechend häufig auf Fernkampf verzichtet, weil die einzelne Aktion pro Figur uns dafür einfach zu wertvoll erschien, um sie durch unsinnige Würfe zu verschenken.   
 
"Ja, aber Dän, das solltest du doch von Miniaturenspielen im Bereich Ameritrash gewohnt sein!?" - Korrekt, das mag ich gar nicht von der Hand weisen, das Problem bei der Grundbox von "Ninja All Stars" liegt für mich dennoch darin begründet, dass ich wenig Möglichkeiten habe, der Macht der Würfel etwas entgegenzusetzen – es sei denn, ich kaufe mir weitere Boxen zum Spiel.
 
Eine Grundbox als Appetithappen
Womit ich zu einem weiteren Kritikpunkt kommen möchte: "Ninja All Stars" ist allenfalls als Appetithappen für das Eintauchen in die Welt von Kagejima zu verstehen, denn wenn man nicht gewillt ist, sich weitere Figuren und Einheiten zu kaufen, wird man meiner Erfahrung nach recht schnell vom Duell der Mini-Ninjas gelangweilt sein. Auch hier mag man einwenden, dass Systeme solcher Art genau so funktionieren, dass sie dem Konsumenten nämlich dauerhaft den Geldbeutel entlasten wollen. Und doch gibt es Beispiele, die auch mit den Figuren einer Grundbox längeren Spielspaß bereiten (z.B. Arcadia Quest). Fast schon dreist finde ich in diesem Zusammenhang den Umstand, dass man von 80 Seiten eines (Regel-)Heftes 50(!) Seiten dazu benutzt, Werbung für weitere Produkte zu machen. "Baue dein Team aus, schau her, wie viele tolle Miniaturen wir noch anbieten!" Im ersten Moment geht dann auch der Mund vor Begeisterung schön weit auf, verweilt aber dauerhaft in einer Sperre, weil man einfach nicht nachvollziehen möchte, wie sehr man eine Grundbox offensichtlich als Werbemittel zu nutzen vermag...
 
Fazit:
"Ninja All Stars" sieht toll aus und verspricht auf den ersten Blick feine Würfelduelle mit Taktikelementen. Darüber hinaus ist die Qualität der Figuren hervorzuheben, die definitiv mit den Großen in der Brettspielszene mithalten kann. Aber, c'mon (höhö, verzeiht mir den Flachwitz), spielerisch kann die Grundbox allein nicht wirklich überzeugen, dominieren nämlich Würfelduelle, die kaum durch Fähigkeiten oder Taktik zu beeinflussen sind. Hier wird schnell klar, dass "Ninja All Stars" darauf ausgelegt ist, erst durch weitere Einheiten seine mögliche Pracht zu entfalten. Und da glaube ich in der Tat, dass das Spiel dauerhaft Spaß machen kann. Wer also etwas tiefer in die Tasche greifen möchte, der kann "Ninja All Stars" eine Chance geben, wer hingegen mit dem Gedanken spielt, nur die Grundbox zu erwerben, sollte sich dieses Unterfangen vielleicht nochmal überlegen.

Hinweis: Die Bewertung von Ausstattung, Spielablauf und Kultfaktor bezieht sich explizit auf die hier vorgestellte Grundbox (!). Mit zukaufbaren Add-Ons können diese Wertungen verbessert werden - sofern man entsprechend viel Geld investieren möchte.
..
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
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