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Spiel-Fakten:

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Genre: Quiz, Schätzen
Erscheinungsjahr:
2008
Verlag: Ravensburger  ..i..
Autor: Patrick Rasten
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Wissen 

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  Das Spiel der Namen
 
Mein Name ist Hase...
Leben in Deutschland mehr Schmitz' als Schneiders, mehr Kramers als Neumanns? Und woher stammt eigentlich der Nachname "Profitlich"?
 

     

So funktioniert's: 
Zunächst wird das Spielfeld aus 6 Papp-Puzzleteilen zusammengesetzt. Der Rundenmarker wird auf "Runde 1" gesetzt und jeder Spieler erhält einen Plastikkartenhalter sowie 2 Namenskarten, die er dort aufbewahrt (mit der Rückseite zum Spieler). Zusätzlich legt er die drei Tippsteine (1,2,3) in seiner Spielfarbe vor sich ab.


Das Spielfeld: In der Mitte finden die Wetteinsätze statt, außen befinden sich "Arena"- und "Bonus-Treppe" sowie das Jackpot-Plateau.
   
in Runde 1 legen die Spieler eine Reihenfolge der Anzahl an Trägern drei bestimmter Namen fest.
   

Die Namenskarten zeigen auf der Vorderseite eine Quizfrage zu einem bestimmten Nachnamen mit 3 Antwortvorgaben und verschlüsselter Lösung (mit einem roten Decoder sichtbar zu machen). Auf der Rückseite ist die Anzahl an Personen aufgedruckt, die den Nachnamen tragen.

Eine komplette Spielrunde besteht aus 3 Aufgaben:

Aufgabe 1: "Tippspiel":
Es werden 3 Namenskarten vom Stapel mit der Quizfragenseite nach oben in die Spielfeldmitte gelegt. Jeder Spieler, beginnend beim Startspieler, der jede Runde wechselt, tippt nun auf einen der drei ausliegenden Namen. Erraten werden soll die Platzierung beim Sortieren der Namen nach Vorkommen in Deutschland.

Beispiel: Es liegen "Schmidt", "Kramer" und "Becker" als Nachnamen aus. Spieler 1 sagt nun, "Schmidt" sei der häufigste Nachname; platziert dort also die "1". Spieler 2 denkt, "Kramer" kommt von diesen drei Möglichkeiten am wenigsten in Deutschland vor; platziert dort also eine "3".  Spieler 3 hingegen meint, "Kramer" wäre eher der zweithäufigste Name und setzt dort eine "2". 

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Wichtig: An jeder Karte darf jede Platzierung maximal nur einmal (!) vorkommen. Die Karten werden nun umgedreht - wurde ein Name vom einem Spieler richtig eingeschätzt, erhält er die entsprechende Karte und stellt sie auf seinen Halter. Sollten alle 3 Karten richtig zugeordnet worden sein, wird eine Karte vom Stapel auf die erste Stufe der "Bonustreppe" gelegt.

Wurde eine Karte nicht richtig eingeschätzt bzw. gar nicht erst belegt, so wandert diese auf die erste Stufe der "Arenatreppe". Beide Treppen können 2 Karten aufnehmen; die dritte Karte erklimmt schließlich das Jackpot-Plateau und beendet die erste Aufgabe. Sollten Spieler mehr Karten gewinnen, als das sie Platz auf ihrem Halter hätten, werden diese Karten neben dem Halter gesammelt.

Aufgabe 2: "Quizspiel":
Es wird eine Karte vom Stapel genommen und eine Quizfrage mit 3 Antwortvorgaben zum aufgedruckten Nachnamen gestellt. Jeder Spieler tippt mit seinen farbigen Steinen auf die richtige Lösung. Liegen alle Spieler falsch, wird die Karte auf das Jackpotfeld gelegt und ein neuer Name aufgedeckt. Tippt genau 1 Spieler richtig, erhält er sämtliche Karten der "Arena"- und "Bonustreppe" sowie des Jackpot-Feldes. Tippen mehrere Spieler richtig, teilen sie sich die Karten (möglichst) gleichmäßig auf.


Bis zu 4 Karten hat jeder Spieler in Runde 3 zur Auswahl.
   
Wer tippt die Anzahl der Namensträger am besten?
   

Aufgabe 3: "Schätzspiel":
Die zuletzt gespielte Karte aus Aufgabe 2 bleibt in der Mitte liegen. Noch weiß niemand, wie oft der Name in Deutschland vorkommt. Jeder Spieler legt nun eine Namenskarte von seinem Halter in die Spielfeldmitte, von der er denkt, dass die aufgedruckte Anzahl dieses Namens der gesuchten Anzahl des Namens aus Aufgabe 2 am nächsten kommt.  Der Spieler, der schließlich tatsächlich am besten geschätzt hat, erhält seine eigene Karte, die Karte aus Aufgabe 2 sowie die Karte des Spielers, der am schlechtesten geschätzt hat, als Gewinn.

Damit ist Spielrunde 1 abgeschlossen; gespielt werden jedoch 6 Spielrunden - immer nach dem zuvor beschriebenen Schema.  Wer nach sechs Runden (bzw. insgesamt  6x 3 Aufgaben=18 Aufgaben) die meisten Karten sammeln konnte, ist der Sieger.   [ih]


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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
für Fans von Schätz-
   spielen geeignet
ENDE
  MINUS:
MINUS:
unnötig verkompliziert
eintönig
zu geringe Kartenanzahl
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:   Mit "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" und "Einspruch" lagen uns innerhalb der letzten 12 Monate bereits zwei Spiele vor, die den Erfolg der zuvor erschienenen Ratgeberbücher aufgreifen wollten. Beiden Spielen ist dies nicht gelungen.

Nun also der Versuch, das "Buch der Namen" als "Spiel der Namen" zu verkaufen. Im Buch dreht sich alles um die Herkunft von bestimmten deutschen Nachnamen. Im vorliegenden Spiel hat man sich etwas über 100 dieser Namen herausgegriffen, jeweils eine Quizfrage dazu formuliert und die Anzahl der Namensträger auf die Rückseite gedruckt.

Anscheinend war man der Meinung, dies allein macht kein gutes Spiel aus. Also schnell ein paar Spielregeln "drumherum" entwickelt. Was dabei herauskam, ist dann jedoch ebenfalls alles andere als ein gutes Spiel. Die Spielregeln sind absolut unnötig kompliziert (Wer kommt eigentlich auf so tolle Begriffe wie "Arenatreppe" und "Bonustreppe"?) und kaschieren nur den dünnen Spielinhalt. Es ist schon bezeichnend, dass man für ein eigentlich simples Spiel bei den ersten Spielrunden stets die Spielanleitung mitlesen muss, um nicht irgendeine verquere Regel zu verletzen... 

In Runde 1 und Runde 3 schätzt man Namenshäufigkeiten ein, in Runde 2 (noch am interessantesten) wird meistens nur eine einzige Quizfrage gestellt. Insgesamt wenig befriedigend... und das ganze dann noch 6 Spielrunden lang hintereinander. Schnell sind zudem alle Fragekarten verbraucht; Wiederholungen treten bei voller Spielerzahl schon nach kurzer Zeit ein.

Überhaupt stellt sich die Frage, warum Ravensburger zusätzlich am Spielmaterial gespart hat. Der Spielkarton wirkt leer, er besitzt nicht einmal einen kompletten Einsatz, sondern nur eine Plastikschale für die Karten und die Spielsteine. 

Die Spielanleitung lag beim ersten Öffnen bereits verknittert zwischen den (überflüssigen) Puzzleteilen, die man zum Zusammensetzen des Spielplans benötigt - warum wurde dieser nicht gleich als Spielbrett gedruckt?   Freunde von Schätzspielen können eventuell noch etwas Freude an dem Spiel haben - alle anderen sollten sich lieber das Buch zulegen.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
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