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Spiel-Fakten:

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Genre: Strategie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Eagle Gryphon Games
Autor: Matt Riddle,
Ben Pinchback
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 13 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Morocco
...

Buntes Markttreiben im Orient

Wir befinden uns in Marrakech, der "Ockerstadt" in Marokko. Auf dem berühmten Basar Jema el-Fnaa bauen wir unsere Stände auf und bieten unsere Waren feil.
 
 
Vor dem Spiel erhält jeder Spieler die Plättchen und Figuren seiner Spielerfarbe (die Leibwachen werden jedoch auf den Spielplan gesetzt). Auf dem Spielbrett werden Zahlenplättchen (sogenannte Saftverkäufer) ausgelegt und per Zufall am Rande des Spielfeldes Farbwürfel verteilt, sodass auf jeder Achse jede Farbe einmal vorhanden ist. Ebenfalls wird das "Dach" (links auf dem Spielplan) mit den Farbwürfeln belegt. Vorab: Den Marktwürfel benötigt man nur bei einem Spiel unter vier Spielern. Er wird benötigt, um per Zufall die benötigte Menge an Würfel für die kommenden Phasen zu erhalten. Mehr dazu später.
 
Der Aufbau für vier Spieler
 
Insgesamt ist das Spiel in zwei Phasen gegliedert. In der ersten erkundet man gut gelegene Marktstände, welche man für sich gewinnen möchte. In der zweiten Phase werden die Assistenten ausgeschickt, um sich ebensolche Stände zu sichern.
 
Phase 1
Man muss den Soldaten auf ein freies Feld des Daches bewegen. Der aktive Spieler erhält jeweils einen Würfel der Farbe, die jetzt benachbart zum Soldaten ist. Die übrigen passiven Spieler erhalten jeweils einen Würfel der Farbe, vor der der Soldat steht. Diese Phase wird im Uhrzeigersinn solange wiederholt, bis jeder einmal der aktive Spieler war.
 
Das Dach: Der aktive Spieler würde jetzt jeweils ein Würfel in orange und lila bekommen, alle passiven Spieler bekommen einen grünen Würfel
 
Phase 2
Diese Phase geht über zwei Runden, sodass jeder Spieler zweimal dran ist, bevor Phase 1 wiederholt wird. Ist man am Zug, muss man eine seiner Figuren einsetzen; hat man keine passenden Würfel, muss man passen.
 
Um eine Figur auf einen der vier freien Plätze der Stände zu setzen, muss man die entsprechenden Farben der an der Seite liegenden Würfel (Zeile und Spalte) bezahlen.
 
Um einen Assistenten zu setzen muss man folgende Würfel abgeben: 1. Lila und orange / 2. Lila und schwarz / 3. Schwarz und schwarz
 
Es gibt folgende Figuren:
- Assistent: benötigt die beiden passenden Farben, entsprechend der an der Seite liegenden Würfel. Er zählt als einfache Figur.
 
- Leibwache: benötigt die beiden passenden Farben, entsprechend der an der Seite liegenden Würfel. Wird auf einem der vier Standfelder platziert, wird jedoch so gezählt, dass zwei Felder besetzt wären.
 
- Tourist: benötigt die beiden passenden Farben, entsprechend der an der Seite liegenden Würfel und zusätzlich eine beliebige Farbe. Er zählt wie der Assistent als einfache Figur, kann jedoch nach einer Wertung auf einen benachbarten Stand gesetzt werden.
 
- Vetter: benötigt die beiden passenden Farben, entsprechend der an der Seite liegenden Würfel und zusätzlich eine beliebige Farbe. Man kann in einem angrenzenden Stand einen weiteren kostenlosen Assistenten platzieren.
 

Von links nach rechts: Assistent, Leibwache, Tourist und Vetter(token)
 
Wertung und Übernahme eines Standes
Ein Stand wird gewertet, wenn alle vier Felder besetzt sind. Man muss beachten, dass eine Leibwache für zwei Felder zählt oder dass angrenzende gewertete Stände auch Plätze einnehmen (jedoch nicht für die Wertung/Mehrheit zählt).
 
Danach nimmt sich jeder Spieler den zu seiner Figur angrenzende Saftverkäufer und die Assistenten und Leibwachen kommen zu ihren Besitzern zurück.
 
Nun wird ein Markplättchen gelegt. Ob es ein neutrales oder ein von einem Spieler beherrschendes Plättchen ist, wird über die Wertungstabelle geregelt, dabei muss man beachten, in welcher Richtung der Pfeil des Plättchens positioniert wird.
 
Wertung Stand: Der Stand mit den beiden Figuren würde gewertet werden, da er voll ist. Der gelbe Assistent belegt einen Platz, die blaue Leibwache belegt zwei Plätze und der grüne Markt belegt auch einen Platz (da der Pfeil so ausgerichtet ist). Für die Wertung zählen nur die Figuren, womit blau Platz 1 belegt und gelb Platz 2.
 
Das Spielbrett im Laufe einer Partie
 
Touristen bewegen sich nun auf einen benachbarten Stand und werden durch einen Assistenten ersetzt, falls dort noch ein Platz vorhanden ist. Auf welchen Stand sich der Tourist bewegen darf, entscheidet der Pfeil auf dem gelegten Marktplättchen.

Goldmünzen bekommt man über die Wertung. Ist man am Zug, darf man pro Münze zwei Farbwürfel auf der jeweiligen Achse vertauschen. Dies darf man beliebig oft wiederholen. Ein Spieler darf maximal drei Münzen gleichzeitig besitzen. Nicht genutzte Münzen bringen am Ende des Spiels jeweils einen Siegpunkt.
 
War jeder in der zweiten Phase zweimal dran, beginnt eine neue Runde. Der Startspieler wechselt. Das Spiel endet, wenn nur noch fünf oder weniger Stände offen sind. Die laufende Phase 2 wird noch beendet. Sieger ist derjenige, der die meisten Punkte in Summe hat - durch die Wertung der Stände, durch die Saftverkäufer, durch Goldmünzen, durch den größten zusammenhängenden Marktdistrikt seiner Farbe; jeder Stand ist dann drei Punkte wert.
 
Die Sortiereinlage, welche auch noch einen durchsichtigen Deckel zum Verschließen hat. Transportiert man das Spiel in einer Tasche, fliegt leider trotzdem vieles durcheinander.

Hinweis: Das Spiel liegt bislang nur in englischer Sprache vor, ist während des Spiels aber sprachneutral. [mha]
 
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    Checkpoint
  PLUS
P
schönes Taktikspiel
hochwertiges Material
Sortiereinlage vorhanden
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Leibwachen sind nicht immer
   direkt zu erkennen
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Manuel: "Morocco" ist ein schönes Spiel für jedermann, was einen in den Orient entführt. Es hat keine hohe Einstiegshürde, was Gelegenheitsspielern zugutekommt, dennoch besitzt es nur einen kleinen Glücksfaktor und verlangt Taktik, was Vielspielern entgegenkommt. Die Spielzeit ist auch sehr angenehm und lädt zu einer Revanche ein.
 
Das Material ist sehr wertig, und trotz des schlichten Designs gefällt es mir optisch ausgesprochen gut.
 
Wenn man mit dem Marktwürfel spielt, erhöht sich der Glückfaktor minimal; das stört aber auch nicht wirklich. Am meisten Spaß hatte ich in Runden mit vier Spielern, da der Marktwürfel ausfällt. Zusätzlich sind genug Spieler vorhanden, sodass man sich auf die Pelle rückt, man sich aber auch am Anfang auf eine Ecke konzentrieren kann.
 
Das der Plan immer mit anderen Würfelkombinationen bestückt wird, bringt auch eine kleine Variabilität ein.
 
Wenn man die Touristen geschickt einsetzt, kann man in einer Runde mehrere Stände für sich gewinnen und Wertungen auslösen und Stände für sich gewinnen, die man ansonsten verlieren würde. Auch kann man gegnerische Touristen fehlleiten, damit diese ihre Wirkung verlieren und so Mitspieler ärgern.
 
"Morocco" ist ein schönes Area-Control-Spiel, bei dem es spannend bis zum Ende bleibt, da man nicht genau weiß, wie viele Punkte der Gegner abstauben konnte mit den Saftverkäufern und man ggf. noch einen eigenen Stand in den größten Marktdistrikt des Gegners einschmuggeln konnte, sodass dieser ordentliche Einbußen in den Punkten zu verzeichnen hat. Insgesamt vergebe ich gute 7 Punkte.
,,,
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 
 

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