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Spiel-Fakten:

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Genre: Kommunikation
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Gmeiner Verlag ..i..
Autorinnen: Michaela Küpper, Marlies Müller
Spieleranzahl: 8
Alter: ab 14 Jahren
Spieldauer: ca. 90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
Mord in der Villa Mafiosa
....
Ein Krimi-Dinner für Anfänger
Schlemmen, spielen und ermitteln, diese Titelunterschrift beschreibt perfekt, um was es hier geht. Dabei richtet sich das Spiel allerdings nicht an Krimi Dinner-Erfahrene, sondern an Neulinge!
  
     

In der stabilen Verpackung finden sich ein Rezeptbuch, große Regiekarten für Toni Travoni (Gastgeber und Spielleiter) und kleine Kartensets, eins pro Spieler. Die beigefügten Einladungen werden vor dem geplanten Spieleabend an jeden Spieler ausgeteilt, sodass jeder  einen Überblick über seine Rolle erhält. Insgesamt 7 Spieler und ein Gastgeber werden für den Abend benötigt. Der Gastgeber wählt sich aus dem umfangreichen und bebilderten Rezeptbuch drei Rezepte aus: eine Vorspeise, eine Hauptspeise und eine Nachspeise.

Jeder Spieler liest sich seine Rolle durch und sucht möglichst passende Kleidung aus.  Schicke Kleider, Mafiosi-Outfit und ein Nonnen-Kostüm sind spielerisch hilfreich. Das Abendessen kann natürlich auch so gestaltet werden, dass jeder Teilnehmer einen Teil der Gerichte mitbringt. Sobald am entsprechenden Abend alle Gäste eingetroffen sind und alle Gerichte gut vorbereitet wurden, kann es losgehen.

Ganz hinten im Buch befindet sich die nirgendwo verzeichnete Spielanleitung. Sie bietet im Falle des Mangels an Mitspielern auch die Möglichkeiten, an begabte Spieler eine Doppelrolle zu verteilen. Bei Zeitmangel kann die Rolle allerdings auch erst am Spielabend ausgeteilt werden. Die Tischkarten aus dem Buch können kopiert und aufgestellt werden, um allen den Spieleinstieg zu erleichtern. Eine musikalische Umrahmung aus italienischen Song-Klassikern und entsprechende Abenddekoration kann helfen, sich auf das besondere Erlebnis des Abends einzustellen.

Ist alles vorbereitet, kann das Spiel beginnen. Toni Travoni, unser Gastgeber, stellt sich nun offiziell vor. Dazu werden die großen Regiekarten genutzt. Anhand dieser Karten werden Toni, als "Regie-Anweiser", und die Gäste durch das Spiel geführt. Als Hilfestellung haben alle Spieler ein Set an kleinen Regiekarten erhalten. Alle Karten sind klar gekennzeichnet und zeigen die Reihenfolge ihrer Verwendung mittels Nummerierung an. So kann Toni nach und nach durch das Gespräch führen. Er kennt auch den Mörder und weiß viele der Details.

Die Spieler sortieren zunächst ihre Kartenrückseiten  nach den Zahlen 1 bis 4. Das obere schwarze Überschriftsfeld zeigt nun verschiedene Informationen zum augenblicklichen Gemütszustand des Spielers und die Reihenfolgezahl. Es gibt insgesamt 48 fortlaufend nummerierte Karten, die ebenso fortlaufend abgearbeitetet werden. Hier muss gut aufgepasst werden, damit keiner seinen Einsatz verpasst.  Anhand der auf der Karte verzeichneten Aussagen erfahren die Spieler nun nach und nach die verteilten Informationen und ziehen ihre eigenen Schlüsse auf den Mörder unter ihnen. Dieser hangelt sich ebenfalls anhand seiner Karten durch das Spiel, allerdings darf er nicht lügen, lediglich Unwissenheit darf er vorschützen. Zu erkennen gibt sich der Mörder erst am Spielende, wenn Toni dazu aufruft.

Insgesamt müssen sich die Spieler weitgehend an die Informationen ihrer Karten halten. Einfaches Improvisieren ist erlaubt und erwünscht. Wann die Mahlzeitenrunden einsetzen, ist den Spielern selbst überlassen. Es empfiehlt sich, automatisch im Spielfluss entstehende Pausen zu nutzen, um den jeweiligen Menü-Schritt einzuleiten.

Wurden alle Karten abgearbeitet, gelangt Toni zur letzten Gastgeberkarte. Sie weist die Spieler nun an, offen einen Tipp auf den Mörder unter den Gästen auszusprechen. Haben sich die Spieler auf einen Mörder geeinigt, gibt dieser sich zu erkennen. Wer wird wohl den richtigen Namen gesagt haben? [go]

 
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Gabi: Zunächst überrascht mich das neue Gmeiner-Spiel. Gleiches Design, aber deutlich größere Verpackung. Innen entdecke ich große Karten, kleine Karten, ein wirklich schickes Rezeptbuch mit 50 italienischen Rezepten und Einladungen. Moment, Einladungen? Das kenne ich doch eigentlich von den von uns so gern gespielten Krimi-Dinner-Spielen verschiedener Autoren und Verlage.

Ein Krimi-Dinner von Gmein alsoer. Wir machen uns an die Vorbereitung des Abends. Mit nur 1,5 Stunden erscheint das Spiel recht kurz, im Gegensatz zu anderen Spielen dieses Genres. Das Material ist im klassischen Gmeiner-Stil gehalten und überzeugt positiv. Die italienischen Rezepte sind zum Teil einfach und bieten sich für einen solchen Abend gut an. Das bebilderte und auch optisch ansprechende Rezeptbuch beinhaltet Rezepte und einige grundlegende Informationen zum Spiel. Warum die Anleitung jedoch ganz hinten, ohne jeglichen Hinweis darauf, im Rezeptheft versteckt wurde, ist und bleibt unklar. Insgesamt 8 Personen werden benötigt.

Eine der Figuren, freundlicherweise beidgeschlechtlich spielbar, heißt Toni, fungiert als Gastgeber und übernimmt die Spielleitung. Der Gastgeber ist über den Mörder und andere wichtige Details informiert, und kann, wenn das Spiel ins Stocken gerät, weiter vermitteln. Dazu erhält Toni die großen Regiekarten (besser wäre ein eigenständiges Regieheft), während alle anderen Spieler nur ein fortlaufendes Set an kleinen Karten besitzen, die der Reihe nach Informationen preisgeben und einen scheinbar zufälligen Dialog ergeben. Allerdings gilt es gut aufzupassen, um die fortlaufenden Dialoge anhand der fortlaufenden Nummern auch ohne größere Pausen zu spielen.

Genau diese Spielweise ist auch das Neuartige dieses Spieles innerhalb seines Genres. Genau hier liegt aber auch Vor-und Nachteil. Während Anfänger auf diese Weise einen sicheren und relativ straff geführten Einstieg in derartige Spiele erhalten, sind die Profis hoffnungslos unterfordert. Wer an freie Dialoge und Rollen-Interpretationen bereits gewöhnt ist, hat an dem Spiel nur wenig Freude. Auch wenn die eigentliche Geschichte interessant gestaltet ist und weitgehend ohne süffisant-doppeldeutige Charakterverbindungen auskommt. Ein fast harmloses Spielgeschehen, dem man sich als Anfänger problemlos ausliefern kann, ohne bis an die Haarspitzen zu erröten. Diese Meinung festigte sich nach und nach in unseren Testgruppen, die man als spielerfahren in diesem Genre bezeichnen muss. Sie empfanden sich im Spiel eher als Theaterdarsteller mit fast vorgefertigtem Text. Auch das öffentliche Bekennen des vermuteten Mörders kann zu nachträglichen Änderungen führen - hier doch besser wieder schriftlich arbeiten.

Fazit: Mord in der Villa Mafiosa ist eine sehr leichte Krimi-Dinner-Variante , die allerdings sowohl von der Geschichte als auch vom geführten Dialog nur als Anfängerspiel (!) empfohlen werden kann. Wer noch nie ein derartiges Spiel gespielt hat und es schon immer mal probieren wollte, kann gut damit beginnen. Erfahrenere Spieler sollten sich anderweitig umsehen.
...
 
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