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Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2008
Verlag: Parker Spiele  ..i..
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 60-90 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Monopoly World
 
Kauf dir die Welt!
Badstraße, Südbahnhof und Schlossallee waren gestern - in der World-Edition kaufen Sie Paris, Kapstadt und Montreal - und zahlen bargeldlos!
 

     

So funktioniert's: 
Fast jeder wird es schon einmal gespielt haben - das klassische "Monopoly". Von daher gibt's die Beschreibung des Spielablaufes nur in Kürze; hervorheben möchten wir dabei die Änderungen gegenüber des Originals.


Der Spielplan ist mit vielen Fotos illustriert.
   
Links eine Stadt-Besitzerkarte, rechts eine Tranportmittel-Besitzerkarte
   

Abwechselnd würfelt jeder Spieler mit 2 Würfeln, zieht mit seiner Figur um die entsprechende Anzahl an Felder auf dem Spielplan vorwärts. Gelangt er auf ein Städtefeld (im Originalspiel Straßenfelder; alle Felder sind mit Fotos der entsprechenden Orte illustriert), kann er die Stadt für den vorgegebenen Wert kaufen.

Wurde die Stadt bereits von einem anderen Spieler gekauft, muss der Spieler Miete zahlen, wenn er sich auf diesem Feld aufhält. Besitzt ein Spieler alle 2 bis 3 gleichfarbigen Städte, darf er zunächst Häuser errichten. Sind 4 Häuser auf jedem Feld vorhanden, darf ein Hotel gebaut werden. Häuser und Hotels haben in der World-Edition eine neue Formgebung erhalten - sie liegen in Bauweisen der verschiedenen Kontinente vor; sind aber alle gleichberechtigt zu behandeln. Je mehr gebaut wird, umso höher sind die Mieteinnahmen, wenn fremde Spieler auf dem Feld stehen bleiben.  Ähnlich verhält es sich mit dem Kauf der vier Transportmittel "Bahn", "Flug", "Schiff" und "Raumfahrt" (im Originalspiel die Bahnhöfe).

Möchte ein Spieler eine Stadt bzw. ein Transportmittel nicht zum angegebenen Preis kaufen, kann der Banker sie zur Versteigerung anbieten. Dazu wird die "Deal"-Taste des Bankkartenlesers gedrückt. Innerhalb einer zufallsbestimmten Zeit können alle Spieler nun um den Kauf feilschen - der Höchstbietende nach Ablauf der Zeit erhält den Zuschlag.


Die Häuser (grün) und Hotels (rot) liegen in verschiedenen Bauweisen vor.
   
Moderner Zahlungsverkehr: Statt Papiergeld gibt es den Bankkartenleser
   

Statt Elektrizitäts- und Wasserwerk gibt es in der World-Edition nun die Felder "Sonnen-" und "Windenergie". Hier bestimmen die Würfel, wie viel Miete zu zahlen ist.
Ganz klassisch sind neben den Feldern "Gefängnis" (Aussetzen), "Frei Parken" (keine Aktion) und "Los" (Geldgewinn pro Runde) nach wie vor die "Ereignis-" und "Gemeinschaftsfelder", die unterschiedliche Sonderaktionen auslösen können (z.B. Geldgewinn, zusätzliche Zahlung, Jokerkarte für das Gefängnis etc.).

Währung ist der "Monopoly-Dollar", wobei "K" die kleinere, und "M" die höhere Einheit darstellt. Statt Papiergeld besitzt jeder Spieler eine Bankkarte, die er bei einer Zahlung in den Bankkartenleser steckt. Dabei ist der linke Schlitz des Lesers zur Zubuchung von Geld bestimmt; der rechte Schlitz dient der Abbuchung. Der Banker muss über die Zahlentasten die jeweilig erforderlichen Werte manuell eintippen.

Der Kartenleser erkennt automatisch, welche Spielerkarte im Modul steckt und speichert den Kontostand ab. Startkapital sind 15.000 Dollar (=15 M). Findet eine Mietzahlung statt, so steckt der Vermieter seine Karte in den linken Schlitz des Moduls und der Mieter seine Karte in den rechten Schlitz. Nach Eingabe der Miethöhe bucht das Modul automatisch das Geld in der entsprechenden Höhe von der rechten auf die linke Karte. Das gleiche geschieht bei weiteren Zahlungswechseln (z.B. durch Ereigniskarten hervorgerufen).

Leidet ein Spieler an Geldknappheit, kann er seine gekauften Städte und Transportmittel zunächst mit einer Hypothek versehen. Hilft auch dies nichts, kann er seinen Besitz verkaufen.

Sobald ein Spieler jedoch komplett zahlungsunfähig ist, scheidet er aus. Sobald alle bis auf einen Spieler bankrott gegangen sind, steht der Sieger fest. [ih]

Vielen Dank an Hasbro für ein Rezensionsexemplar!
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
klassischer Spielablauf
Versteigerungen
ENDE
  MINUS:
MINUS:
elektronischer Kartenleser
zu wenig Häuser und Hotels
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Um Fans des Klassikers immer wieder etwas Neues zu bieten, sind in den letzten Jahren diverse Editionen auf den Markt gekommen; 2008 nun die "World"-Edition. So viel anders als das Original ist auch diese Edition spielerisch (zum Glück) nicht - einzig die Versteigerungen ("Deals") gab es früher nicht; sie sorgen in der Tat für mehr Dynamik.

Die Umbenennung der Straßen in Städte (über deren Erscheinen im Internet abgestimmt werden konnte) ist nicht mehr als Gimmick; spielerisch ist sie ohne Relevanz. Wirklich neu ist der Bankkartenleser, der bereits in der "Banking"-Edition seinen ersten Auftritt hatte und nun weiterentwickelt wurde. Und da wären wir schon beim Knackpunkt: Das elektronische Modul funktioniert zweifelsfrei technisch reibungslos - aber, und das ist auch der einzige Grund für meine Herabstufung der Wertung: Ich empfinde es ganz einfach als unpraktisch!

Klar, das lästige Geldsortieren fällt mit diesem modernen Spielelement weg. Trotzdem fehlt mir gerade das Papier zwischen den Fingern. Die Summen, die das Gerät anzeigt, sind, insbesondere für Kinder, schwer greifbar. Dazu trägt auch die unglückliche Einteilung der Währung in "K" und "M" bei, die in Deutschland zunächst echte Verständnisprobleme auslösen kann. So kostet das billigste Feld 600 K, das teuerste Feld 4 M. Der Bankkartenleser zeigt jedoch als Grundkapital 15.000 Dollar. Hier wäre eine einzige Einheit von Vorteil gewesen!

Hauptproblem ist vor allem, dass sich die Spieler stets ihren Kontostand merken müssen - er ist zwischen den Spielzügen nicht sichtbar (bzw. nur über ein Einstecken der Karte in das Modul abzurufen). Ärgerlich ist es auch, dass einem mit mehr als 4 Spielern schnell die Häuser und Hotels ausgehen. Sie liegen in zu geringer Anzahl bei.

Wer auf technische Innovationen steht, kann sich "Monopoly World" gern zulegen. Einsteigern empfehle ich aber die Klassik-Variante; die Ausstattung des vorliegenden Spieles und der Bankkartenleser müssten für mich nämlich noch optimiert werden.

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Jasmin:  Das Spiel unterliegt denselben Regeln wie der Klassiker. Statt Straßen kauft man Städte und statt Geld gibt es Kreditkarten. Auch die Spielfiguren sind neu und ich muss sagen, die gefallen mir wirklich gut! Der Kartenleser und die Karten bergen allerdings einige Schwierigkeiten. Der Spieler hat keinen Überblick über seine Zahlungskraft, denn um seinen Kontostand zu erfahren muss er „die Bank fragen“.

Daraus ergibt sich eine weitere Schwierigkeit: Der Spieler, der die Bank hält, hat alle Hände voll zu tun, da er hinzugezogen werden muss, wenn es um den Kontostand geht, wenn es um einen Kauf geht und auch wegen der Kreditkarten, wenn Spieler untereinander Transaktionen vornehmen, zum Beispiel aufgrund von Ereignis- oder Gemeinschaftskarten und bei der Zahlung von Miete.

In unserem Testspiel „war ich die Bank“ und musste bei all den Transaktionen (wir gingen im Laufe des Spiels dazu über, dass ich die Karten aller Spieler dauerhaft bei mir liegen hatte, was sich als etwas einfacher erwies) ständig aufpassen, dass ich überhaupt mitbekam, wenn Mitspieler in meinen Städten unterwegs waren. Anfangs ging mir die Miete häufiger „durch die Lappen“, weil ich mich grade durch die Gehaltszahlungen (LOS) kämpfte.

Zur Faszination des Spiels gehört es für mich, dass man dieses Spiel auch nach 30, 40 oder 50 Jahren noch vom Dachboden holen kann. Jeder kennt es, auch meine Oma hatte schon eins und (fast) jeder liebt es. Durch die elektronischen Hilfsmittel ist das „einfach Losspielen“ etwas schwierig. Im günstigsten Fall sind nur die Batterien leer.
Sollte jedoch das Gerät kaputt sein, bleibt noch  die Möglichkeit, auch diese Version zu einem "Klassiker" zu machen, indem man mit echtem Monopolygeld spielt.

Als echter "Monopoly"-Fan vergebe ich trotz der genannten Kritikpunkte insgesamt noch 7 Punkte.

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
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