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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Queen Games  ..i..
Autor: Michael Feldkötter
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 45-60 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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  Montego Bay
 
Auf die Fässer, fertig, los!
In dem kleinen Jamaica-Hafen herrscht emsiges Treiben, denn die Schiffe müssen beladen werden! Nur Lazy Jack macht sich einen faulen Lenz...
 


     

Die Spieler schlüpfen in de Rollen von Hafenarbeitern, die in den Lagerhäusern nach den besten Schiffsladungen suchen und sie dann gewinnbringend auf die Frachter verteilen müssen. Der Tally-Man kontrolliert die Vorgänge akribisch und wer zusätzliche Hilfe benötigt, kann Lazy Jack anheuern - ohne Silbermünzen rührt der jedoch keinen Finger!


Das wunderschön gestaltete Spielplan zeigt den Hafen von Montego Bay.
   
Die Schiene am rechten Spielfeldrand zeigt die Reihenfolge an, in der die Hafenarbeiter bewegt werden.
   

So funktioniert's: 
Der Spielplan zeigt den Hafen von "Montego  Bay". In der Mitte werden die 8 Lagerhäuser-Karten in beliebiger Reihenfolge ausgelegt. Jedes Lagerhaus besitzt 2 Kammern - jede Kammer mit einem eigenen Eingang. Zu erreichen sind die Eingänge über die Felder eines Rundweges, über den die Hafenarbeiter bewegt werden dürfen. 

Jeder Spieler besitzt 2 Hafenarbeiter (im 2-Personen-Spiel sind es 3), die sich getrennt voneinander in der Hafenkneipe am linken und der zweiten Hafenkneipe am rechten Spielfeldrand aufhalten. Um seine Arbeiter zu bewegen, erhält jeder Spieler für jeden Arbeiter 5 Handkarten mit den Ziffern 1 bis 5, die die Bewegungsschritte angeben. Jeder Spieler hat nun also 2x 5= 10 Karten auf der Hand.

Nun geht's los: Jeder Spieler legt für jeden seiner beiden Arbeiter eine Bewegungskarte verdeckt vor sich ab.

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Am rechten Spielfeldrand befindet sich eine Positionsleiste, die die Reihenfolge der nun folgenden Bewegungsabfolge der einzelnen Arbeiter regelt. Jeder Arbeiter wird symbolisiert durch ein entsprechendes Plättchen. Zu Spielbeginn wird eine zufallsbestimmte Reihenfolge festgelegt.

Nun wird also in dieser Reihenfolge Karte für Karte aufgedeckt und die jeweilige Figur entsprechend weit nach vorn gezogen. Es wird sich dabei immer in Richtung der Pfeile (mit dem Uhrzeigersinn) bewegt. Bleibt ein Arbeiter dabei auf einem Feld stehen, das bereits von einem anderen Arbeiter belegt ist, verdrängt er diesen auf die gegenüberliegende Seite des Lagerhauses. Ist auch dieses Feld besetzt, muss der neu ankommende Arbeiter auf das letzte freie Feld entgegen der Zugrichtung zurück ziehen.


Jedes Lagerhaus besteht aus 2 Kammern, in denen Münzen oder Fässer lagern. Aber Achtung: Zerbrochene Fässer bedeuten nichts gutes!
   
Das Schiff an Pier 3 wurde voll beladen und legt nun ab - "Blau" hat dabei die Mehrheit an Fässern und bekommt die meisten Siegpunkte.
   

Nachdem alle Arbeiter bewegt wurden, wird nun nachgesehen, wer welche Ladung aus den Lagerhäusern empfangen darf. Ausgehend von der Figur des "Tally-Mans" wird nun entgegen der Zugrichtung Spielfigur für Spielfigur einzeln ausgewertet. Dabei gilt: Befinden sich in dem dem Arbeiter-Feld angrenzenden Lagerhaus ein oder mehrere Fässer, werden diese aus dem Vorrat des Spielers auf die drei bis vier wartenden Schiffe (Pappkarten) am Pier verteilt.

Jedes Schiff hat dabei fest zugewiesene Lagerräume, in die jeweils genau 1 Fass passt. Die Fässer sind in den Farben der Spieler eingefärbt.  Befindet sich im Lagerhaus ein zerbrochenes Fass, muss ein bereits vom Spieler platziertes Fass von einem Schiff zurückgenommen werden. Befindet sich zusätzlich eine Silbermünze in einem Lagerhaus, darf der Spieler sich diese nehmen. Sobald ein Spieler 3 Münzen sammeln konnte, kann er sich in der nächsten Spielrunde eine weitere Spielfigur erkaufen: "Lazy Jack" wird angeheuert und kann ihm zusätzliche Ladung einbringen. Dabei wird "Lazy Jack" ebenfalls über die Handkarten gesteuert.

Wichtig ist jedoch die Wertung der Schiffe: Sollte ein Spieler das letzte Staufach eines Schiffes belegen, erhält er direkt einen Siegpunkt, der auf der Siegpunktleiste markiert wird. Das Schiff ist voll beladen und legt nun vorzeitig ab; die anderen Schiffe rücken durch Nachschieben auf, ein neues leeres Schiff wird vom Stapel an Pier 4 fest gemacht.


Die Bewegungskarten von 1 bis 5 bestimmen, wie weit ein Hafenarbeiter nach vorn bewegt werden darf.
   
Die erzielten Punkte werden auf der Siegpunkteleiste markiert.
   

Sobald alle Spieler ihrer Lagerhäuser geleert haben, legt nun zusätzlich am Runden-Ende das erste Schiff der Reihe ab - egal, ob es voll ist oder nicht. Auch hier wird entsprechend nachgerückt.

Jedes ablegende Schiff (also jedes volle bzw. am Runden-Ende an Pier 1 befindliche Schiff) wird gewertet. Es trägt eine Punktekombination für die Mehrheitspositionen 1, 2 und 3. Derjenige, der am meisten eigene Fässer auf dem Schiff liegen hat, wenn es ablegt, bekommt die meisten Siegpunkte; der zweit- und drittplatzierte Spieler entsprechend weniger. Gibt es einen Gleichstand, werden die Punkte der Positionen addiert, durch die Anzahl der am Gleichstand beteiligten Spieler geteilt und dann aufgerundet als Siegpunkte markiert.

Anschließend wechselt das Arbeiterplättchen 1 auf der Positionsleiste auf Platz 8; alle anderen Plättchen werden um eine Position nach oben verschoben. Es folgt eine neue Runde nach dem gleichen zuvor beschriebenen Prinzip.

Das Spiel endet nach der Runde, in der nur noch 3 Schiffe im Hafen liegen und kein weiteres Schiff mehr nachrücken kann, da der Stapel geleert ist. Wer die meisten Siegpunkte erreichen konnte, ist der Sieger.

Hinweis: Für das 2- bzw. 3-Personen-Spiel gibt es einen veränderten Spielplan sowie anders zu beladende Schiffe. Bei nur 2 Spielern muss jeder Spieler eine zweite Spielerfarbe für einen Hilfsarbeiter hinzunehmen.  [ih]

Vielen Dank an Queen Games für ein Rezensionsexemplar!

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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
dynamisch
taktische Elemente
wunderschönes Spiel-
   material
ENDE
  MINUS:
MINUS:
geringe Planbarkeit
   der Bewegungen
zieht sich etwas in
   die Länge
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Auch, wenn es das Thema nicht unbedingt vermuten lässt: "Montego Bay" möchte ein Familienspiel sein. Und genau dies ist Michael Feldkötter mit einer raffinierten Mischung aus Glückselementen und taktischen Überlegungen gelungen.

Glück? Zunächst sieht es so aus, als hätten wir es mit einem knallharten Strategiespiel zu tun: Keine Würfel, kein verdecktes Kartenziehen - der Spieler hat alles selbst in der Hand und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit dem Einsatz von Bewegungskarten steuert er seine Arbeiter zu den wertvollsten Lagerhäusern. Theoretisch jedenfalls - wären da nicht die Mitspieler, die das gleiche tun.

Da die gewünschten Bewegungen gleichzeitig von allen Spielern verdeckt bestimmt werden, kann hier nicht ernsthaft geplant werden. Zwar kann ich versuchen, bestimmte Risiken einzukalkulieren; letztlich bin ich jedoch stets abhängig von dem, was meine Gegner machen - und das stellt sich erst heraus, wenn es schon zu spät ist, um darauf reagieren zu können.

Wichtig ist es, stets die Positionsleiste am rechten Spielfeldrand im Auge zu behalten! Taktischer wird es dann beim Einsetzen der gewonnenen Ladung. Der Bewegungsrhythmus der Schiffe hat, wie die Bewegung der Arbeiter, ebenfalls viel Dynamik, ist dabei aber planbarer.

Das Spielmaterial ist übrigens wirklich hervorragend und lässt eine tolle Atmosphäre entstehen, die dann auch beim Langzeit-Spielreiz etwas darüber hinwegtröstet, dass während des ganzen Spielablaufs stets das gleiche passiert und sich die Runden somit etwas in die Länge ziehen. Hier kann man natürlich mit Hausregeln dagegen steuern, in dem man weniger Schiffe im Nachziehstapel bereithält, was vor allem im Spiel mit Kindern dringend empfohlen sei, wobei sich 8-jährige in unseren Tests trotzdem noch nicht wirklich vom Spielthema angesprochen fühlten.

Eine Altersempfehlung "ab 10" wäre für mich glücklicher, wenn das Spielprinzip auch von jüngeren Kindern bereits verstanden werden kann. Die reichhaltig illustrierte und gut formulierte Spielanleitung trägt zum leichten Verständnis bei.

"Echten" Strategen wird der mangelnde Einfluss während der Bewegungssteuerung der Arbeiter mitunter missfallen; als Familienspiel hingegen ist "Montego Bay" aber durchaus gelungen: Es bietet einen leichten Einstieg, schnell erlernbare Mechanismen und beinhaltet nette taktische Elemente. (> Video)

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
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