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Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
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Genre: Familie, Strategie
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Hasbro  ..i..
Spieleranzahl: 2 bis 6
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 60-120 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik  

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  Monopoly City
 
"Ich bau 'ne Stadt für dich"... 
Der Titel des Erfolgssongs aus dem Jahr 2009 trifft auch auf diese neue Variante des Klassikers zu: Neue Spielregeln, viele neue Gebäudearten!
 

     

"Monopoly" ist ein echter Brettspiel-Klassiker. In immer neuen Varianten erschienen in den letzten Jahren eine Vielzahl verschiedener Editionen. Nun hat man mit "Monopoly City" den bisher größten Schritt vollzogen - das klassischer Spielprinzip wurde aufgebohrt und um viele Faktoren geändert.

 


Die Spielplanmitte wird nun aktiv als Bebauungsfläche genutzt.
   
Die beiden Würfel bestimmen die Zugweite eines Spielers.
   

 

So funktioniert's:
Gespielt wird, wie üblich, mit 2 Würfeln, nach deren summierte Augenzahl die Figur eines Spielers voran zieht. Gestartet wird auf dem Feld "LOS". Jedoch landet man dabei nicht mehr auf Straßen, sondern auf bzw. in "Stadtteilen", die zu einem festgelegten Preis erworben werden können. Möchte ein Spieler den erreichten Stadtteil nicht kaufen, so muss dieser von der Bank meistbietend versteigert werden. Hierbei dient ein elektronisches Hilfsmittel, der "Makler", zur Zeitbegrenzung.

Natürlich können die Stadtteile auch bebaut werden. Die Flächen dafür befinden sich in der Mitte des Spielbretts. Auf diesen Feldern können maximal 8 Wohn- oder Industrieblocks errichtet werden. Gebaut werden darf jedoch nicht einfach so - jeder Spieler darf zwar theoretisch bei jedem seiner Züge auf jeden seiner Stadtteile bauen, jedoch legt der "elektronische Makler" per Knopfdruck fest, was und in welchem Umfang gebaut werden darf. Maximal 3 Blocks an Wohn- oder Industriegebäuden sind zum einen möglich. Der Preis der Gebäude wird bestimmt durch die Besitzerkarte des Stadtteils. Die Anzahl der Blocks auf einem Stadtteil bestimmen die Miete, die fremde Spieler, die auf diesem Feld landen, zu zahlen haben.
 


Kauft ein Spieler einen Stadtteil, so erhält er die Besitzerkarte.
   
Der "elektronische Makler" bestimmt über die Anzahl der zu bauenden Blocks und hilft bei der Versteigerung von Grundstücken.
   

Alternativ kann sich der elektronische Makler auch für den "Bahnhof" entscheiden. Die Bahnhöfe sind eine weitere Neuerung. Bekommt ein Spieler einen Bahnhof zugewiesen, kann er ihn auf einen beliebigen Stadtteil stellen. Von diesem aus kann er am Ende seines Zugs zu einem anderen Stadtteil mit Bahnhof springen. Dies kann sinnvoll sein, um „teure“ Stadtteile oder Farbgruppen, in denen man hohe Miete zahlen müsste, zu umgehen.

Unabhängig davon kann man auch noch Wolkenkratzer, Bonusgebäude und Störgebäude bauen:

Ein "Wolkenkratzer" darf gebaut werden, wenn ein Spieler alle Stadtteile einer Farbe besitzt. Damit verdoppelt sich dann der Mietwert der gesamten Farbgruppe.

Mit dem "Monopoly Tower", der gebaut werden darf, wenn man die kompletten Stadtteil-Serien von zwei Farben besitzt, verdoppelt sich sogar die Miete aller eigenen Besitztümer.
 


Gegen Bezahlung bzw. nach Erfüllen bestimmter Voraussetzungen dürfen auf jedem Baufeld bis zu 8 "Blocks" errichtet werden.
   
Ärgerliche Störgebäude dürfen auf gegnerischen Grundstücken gebaut werden.
   

Um ein "Bonus"- oder "Störgebäude" zu erhalten, muss man eines der "Baugenehmigungsfelder" erreichen. Ein Störgebäude ist zum Beispiel eine Mülldeponie. Diese kann auf einen Stadtteil eines Mitspielers gebaut werden, wodurch in diesem Stadtteil alle Wohnhäuser wertlos werden. Bonusgebäude verhindern dies, da nicht beide Gebäudetypen gleichzeitig in einem Stadtteil stehen dürfen.

Das "Stadion" als besonderes Bonusgebäude, das bereits durch den Besitz von zwei farbgleichen Stadtteil-Einzelkäufen errichtet werden darf, bringt zusätzliches Gehalt, sobald der Besitzer über "LOS" zieht.

Neu ist die Funktion des Feldes „Frei Parken“: Hier bekommt man die „Mietfreikarte“. Diese kann man behalten, bis man sie benötigt, weil man in einem Stadtteil keine Miete zahlen kann oder möchte. Vorzeitig abgeben muss man sie jedoch, falls ein anderer Spieler zwischenzeitlich auf „Frei Parken“ zieht.
 


Neu sind die variablen Bahnhöfe (rot), die auf beliebige Felder gestellt und zum schnelleren Reisen genutzt werden können.
   
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Ganz klassisch sind zudem diverse Ereignisfelder auf dem Spielplan verteilt, die unterschiedliche Aktionen auslösen, wenn man sie erreicht. Ebenfalls klassisch findet man das Gefängnis vor.

Sollte ein Spieler zahlungsunfähig werden, so kann er zunächst Hypotheken aufnehmen. Führen diese nicht zu einer ausreichenden Liquidität, scheidet der Spieler aus.

Gewonnen hat, wer nach einer festgelegten Zeit das meiste Geld verdienen konnte. Der Makler kann hier als Stoppuhr dienen. Alternativ wird so lang gespielt, bis nur noch 1 Spieler zahlungsfähig ist. Dieser ist dann der Sieger. [jk]

Vielen Dank an Hasbro für ein Rezensionsexemplar!
 
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Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten > XL-Ansicht
 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
verkürzte Spielzeit (Ingo)aufgefrischte Spielregeln
neue Impulse durch die
   Bebauung ganzer Stadtteile
Zusätzliche Interaktion durch
   Bonus- und Störgebäude
ENDE
  MINUS:
MINUS:

Spielregeln zielen auf bewusste
   Spielverkürzung (Jasmin)
Knappheit der Gebäude
z.T. etwas unübersichtlich
zusätzliche Glücksfaktoren
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Jasmin:  Alles in allem ist dies eine gelungene Version des Klassikers. Auffällig ist zunächst, dass man versucht hat, die Spielzeit deutlich zu reduzieren. "Monopoly" war ja bislang eigentlich bekannt dafür, dass man mit einer Partie auch mal ein ganzes Wochenende verbringen kann...

Bei "Monopoly City" geht es anders: Dies geschieht durch die „Zwangsversteigerung“, wenn ein Spieler einen Stadtteil nicht kaufen möchte (oder kann), durch eine Ereigniskarte, die es einem Spieler erlaubt, einem Mitspieler einen (auch schon bebauten) Stadtteil  einfach zu stehlen, durch die (leider) zu geringe Anzahl der Häuser (auch Hochhäuser) und nicht zuletzt durch das, im Verhältnis zu anderen Versionen geringe, Startkapital. Die Beträge und die Werte der Scheine sind zwar höher (von 10.000 bis 5 Mio.), trotzdem besitzt man eben im Verhältnis weniger Grundkapital. Ob diese Zeitverkürzung positiv oder negativ zu sehen ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Mich selbst stört dieser Umstand ein wenig, da ich "Monopoly" gerade immer für die lange Spieldauer liebte.

Positiv in der neuen Version finde ich, dass man jetzt ganze "Stadtteile" kaufen und bebauen kann. Hierdurch, und durch die Stör- und Bonusgebäude, bekommt man vielfältigere Möglichkeiten, was das Spiel spannend und unterhaltsam macht.

Materialdefizite sehe ich, neben der bereits erwähnten zu geringen Anzahl an Gebäuden, im "elektronischen Makler": Die - überflüssigerweise - zusätzlich mit Licht unterlegte Anzeige auf diesem Hilfsmittel, welche angibt, was gebaut werden darf, leuchtet nur kurz an der jeweiligen Stelle auf, was das Ablesen der Häuserblockzahl manchmal nicht leicht macht.

Insgesamt möchte ich dennoch sagen, dass diese Version des Klassikers für mich eine interessante Erweiterung der "Monopoly"-Reihe im Spielregal darstellt. Mit ein paar kleinen hausgemachten Regeländerungen kann man dieses Spiel dann auch wieder - ganz wie ich es mag - ein ganzes Wochenende lang bestreiten.
(> Video)
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
     
 
     

Ingo: Das etwas in die Jahre gekommene "Monopoly" neu zu erfinden, ist nicht einfach - einen Versuch war es Hasbro jedoch wert. "Monopoly City" spielt sich schneller und abwechslungsreicher als das Original; alles wirkt etwas "entstaubt".
Die vielen neuen Gebäudearten, die zudem auf beliebigen eigenen Feldern errichtet werden dürfen, stets im Auge zu behalten, gestaltet sich im fortgeschrittenen Spielverlauf mitunter als etwas unübersichtlich. Zudem entstehen neue Glücksfaktoren, die früher nicht vorhanden waren. Hardcore-Strategiespieler werden somit in ihrer Kritik an "Monopoly" festhalten, zumal auch immer noch Spieler vorzeitig aus dem Spiel ausscheiden können. Dies fällt, aufgrund der verkürzten Spieldauer, immerhin nicht mehr so deutlich ins Gewicht.
Wer "Monopoly" schon immer mochte, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf die neue Version werfen. Statt lediglich neuer Straßennamen bekommt man diesmal nämlich wirklich ein neues Spielgefühl mitgeliefert!

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
     
 
     

Chris:  Bis heute warte ich noch auf eine Monopoly-Variante, die mich vollends überzeugen kann. Auch "Monopoly City" hat dies leider wieder nicht geschafft. Den elektronischen Makler empfinde ich als überflüssig: "Zählt mein Gebot jetzt noch?", fragt man sich regelmäßig, wenn sich das Gebot und das Signal überschneiden. Schleierhaft ist mir auch geblieben, das wievielte akustische Signal das Ende einer Stunde ankündigt.

Die beiden Stadien sind sehr stark. Wer hiervon zu Beginn des Spiels keines abbekommt, hat für den weiteren Verlauf schon einmal schlecht Karten, zumal man durch die vielen Bahnhöfe sehr oft über Los ziehen kann.

Die erzwungene Beschleunigung gefällt mir leider gar nicht. Da spiele ich doch lieber das Original und nehme mir dafür 2 oder 3 Stunden Zeit. Mit ein paar Hausregeln ist "Monopoly City" durchaus spielbar, in der, durch die Anleitung vorgegebenen Form, jedoch für mich leider nur unterdurchschnittlich.

 

 
   KULT-FAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
 
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Ende
 
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