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Spiel-Fakten:

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Genre: Karten
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: Kosmos Verlag  ..i..
Autor: Michael Rieneck
Spieleranzahl: 3 bis 4
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     

 

 
Mit List und Tücke
 
Die royale Nahrungskette
In diesem taktischen, kurzen Kartenspiel machen sich 3 bis 4 Höflinge auf, um mit 20 verschiedenen Karten und ein paar Marken ihre Macht am Hofe zu stärken. Eine Karte pro Zug spielen klingt leicht, aber die Überlebenschancen sind nicht hoch.
 

     
Wird mit nur drei Spielern gespielt, so müssen ein paar Karten und ein paar Einflusschips entfernt werden. Die Einflusschips für politischen, magischen und religiösen Einfluss werden zusammen mit den Beseitigungschips bereitgelegt. Dazu wird auch die Karte "Kapelle" gelegt. Jeder Spieler erhält die zwei Übersichten. Eine zeigt alle Karten mit ihrem Rang und die andere zeigt, welche Karte welche andere Karte beseitigen kann.

 
Jetzt geht es los. Es werden insgesamt vier Kapitel (Durchgänge) gespielt. Am Anfang eines Kapitels bekommt jeder Spieler zwei Karten mit heller Rückseite und zwei dieser Karten wandern in die Tischmitte. Jeder Spieler gibt eine seiner hellen Karten dem Spieler zur Linken und bekommt eine vom rechten Nachbarn. Dann bekommt jeder Spieler zwei Karten mit dunkler Rückseite und zwei werden in die Tischmitte gelegt. Nun gibt jeder Spieler eine seiner Karten mit dunkler Rückseite seinem rechten Mitspieler und bekommt eine vom linken Spieler. Damit sind alle Karten im Spiel.

 
Der Startspieler beginnt. Er spielt eine Karte und führt die Instruktionen darauf aus. Im Uhrzeigersinn folgen ihm die anderen Spieler. Wenn alle eine Karte gespielt haben, wird der Spieler, welcher die Karte mit dem höchstem Rang vor sich liegen hat, zum neuen Startspieler. Nun spielt wieder jeder Spieler eine Karte. Diese Karten legen die Spieler immer auf die zuletzt von ihnen gespielten Karten, sodass vor jedem Spieler ein kleiner ordentlicher Stapel, dessen oberste Karte sichtbar ist, liegt.

 
Auf diese Weise werden alle Karten eines Kapitels gespielt. Dann suchen alle Spieler in ihrem Ablagestapel nach Einflusssymbolen und nehmen sich aus der Mitte die entsprechenden Chips. Auf dem Zauberer sind zum Beispiel zwei Symbole für magischen Einfluss. Befindet sich dieser in dem Ablagestapel eines Spieler, so nimmt dieser sich zwei Chips magischer Einfluss. Allerdings nur wenn die Karten nicht beseitigt wurde.

 
Viele Karten erlauben es andere Karten zu beseitigen. Die Giftmischerin beseitigt Bischof und Abt, der Abt beseitigt die Hexe, usw. Beseitigen bedeutet, dass der Spieler, welcher die entsprechende Karte offen ausliegen hat, diese und alle Karten, die darunter liegen, umdrehen muss. Es werden also alle bis dahin gespielten Karten beseitigt. Der Spieler bekommt fürs Beseitigen einen Beseitigungschip.

 
Nach Ende des Kapitels werden die Karten wieder eingesammelt und fürs zweite Kapitel so wie im ersten Kapitel verteilt (zufällig verteilen und weitergeben). So werden auch das dritte und vierte Kapitel gespielt. Nach Ende des vierten Kapitels zählen die Spieler ihre Siegpunkte. Jeder Beseitigungschip ist einen Punkt wert. Jeder Einflusschip ist so viele Punkte wert, wie noch Einflusschips der selben Sorte in der Mitte liegen. Befinden sich noch 3 magische Einflusschips in der Mitte, ist jeder Chip 3 Punkte wert. Liegt kein Chip für magischen Einfluss mehr in der Mitte, ist jeder Chip "magischer Einfluss" nichts wert. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [ls]
 
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Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
tolle Kartengrafik
klare Texte
ein bisschen Deduktion
   und ein bisschen Risiko
gute Punktewertung
klare Spielübersichten
ENDE
  MINUS:
MINUS:
nur für 3 bis 4 Spieler
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
   
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Lutz: "Mit List und Tücke" steckt in einer kleiner Schachtel mit ein paar Markern und ein paar Karten, aber rausholen lässt sich einiges an Spielspaß. Denn wenn ihr die Schachtel aufmacht, so findet ihr euch schnell am Hof der vermenschlichten Tiere wieder.
 
"Also", schnurrte die Königin, "Ihr habt doch mich, und ich bin die einzig wahre Königin. Dieser König muss also ein Usurpator sein und gehört als Hochverräter hingerichtet." Und so ging der Scharfrichter davon und seine gelben Augen leuchteten voll Pflichtbewusstsein, während seine grünen Schuppen auf dem Boden klackten. Dieses Geräusch überdeckte das Rascheln des Vorhangs, hinter welchem sich langsam der Schnabel des Meuchlers hervorschob, um der Königin eine kurze Regentschaft zu garantieren...
 
So blutrünstig spielt sich die Ganze dann allerdings nicht, aber ihr solltet schon etwas Spaß daran haben, eurem Mitspieler ordentlich diese Runde zu vermasseln. Der Ablauf ist ja eigentlich ganz simpel: Jeder spielt eine Karte und macht, was diese sagt. Wenn jeder dies gemacht hat, wird nach dem neuen Startspieler geschaut. Aber wie auch bei anderen Spielen dieser Art kommt es auf das Wechselspiel der Karten an, ob das Spiel gut oder schlecht ist. Und hier wurde gut auf die verschiedenen Fähigkeiten, Siegpunktechips und Ränge der Karten geschaut. Die Karten agieren gut zusammen und das kurze Auswählen am Anfang  gibt einem auch etwas Kontrolle über die eigenen Karten. Die Spieler müssen darauf achten, wann sie welche Karte spielen, besonders, da eigentlich alle Punktekarten beseitigt werden können.
 
Das Beseitigen bringt ordentlich Pfeffer in die royale Suppe. Es sollte geschaut werden, dass die wertvollen Punktekarten schnell von anderen Karten abgedeckt werden, welche nicht so leicht um die Ecke gebracht werden können. Zum Glück hat KOSMOS (als Verlag) hier an Übersichtskarten gedacht, die in einem praktischen Schema zeigen, wer wen über den Jordan schicken kann. Um Mordkomplotte zu verhindern, hilft es zu wissen, welche Karten in der Mitte liegen und somit vermutlich nicht gespielt werden, als auch sich zu merken, welche Karten denn zum Mitspieler weitergegeben wurden. So tappen die Spieler nicht ganz im Dunkeln, sondern können sich in manchen Kapiteln schon denken, wer welche Karte spielt. Das Beseitigen ist allerdings nicht so fies, dass eine Beseitigung einen Spieler ganz aus dem Spiel raushaut, denn es werden schließlich 4 Kapitel gespielt.
 
Die Punktewertung ist auch interessant. So kann es schnell dazu kommen, dass sich jemand Punktechips besorgt, damit die Chips des anderen Spielers nichts mehr wert sind. In der Regel werden die Spieler versuchen, gleichmäßig die verschiedenen Chips zu sammeln, wenn ihnen nicht die anderen immer dazwischen funken würden... Eine Partie ist dann auch nach 30 Minuten vorbei. Ich empfehle, das Spiel mit 4 Spielern zu spielen, da dort die Kartenauswahl einfach größer ist. Das schmale Spektrum der Spieleranzahlen, nämlich nur 3 und 4 Spieler, ist wohl der größte Schwachpunkt von "Mit List und Tücke". Aber vielleicht lieber was kleines machen und dafür richtig.
 
Fazit: In dieser kleinen Schachtel findet sich ein kleines Spiel mit großem Spaß. Es ist gut durchdacht, schnell gelernt und hübsch anzusehen. Ich empfehle es Freunden von kurzen Spielen, die locker - aber nicht ohne den einen oder anderen Gedanken - spielen möchten.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
   
Ende
 
 

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