Genre: Logik, Taktik
Erscheinungsjahr: 2011 Verlag: Winning Moves
..i.. Autoren: Thomas Sing,
Ralf-Peter Gebhardt Spieleranzahl: 2 bis 6 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 30-60 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Miss Lupun
Das Geheimnis
der Zahlen Als
Anagramm von "Plus" und "Minus"
ist bei diesem Legespiel ein
geschickter Umgang mit Zahlen
gefragt, denn nur so bringen die
Aufgaben wichtige Punkte!
So funktioniert's:
Jeder Spieler erhält ein Set aus 10 Zahlenplättchen (0
bis 9). Vom verdeckten Nachziehstapel zieht
jeder vier Aufgabenkarten auf die Hand, von
denen er drei behält. Durch geschicktes Anordnen
der eigenen Plättchen und dem Ausnutzen von
Gegnerplättchen muss nun jeder versuchen,
möglichst viele seine Aufgaben zu erfüllen.
Drei der noch eher
harmlosen Aufgaben, wobei ausreichende
Mathematikkenntnisse vonnöten sind, um alle Gleichungen
korrekt zu interpretieren. Aufgabe 2 beispielsweise
sorgte bei Schülern im Alter von 8 Jahren (empfohlenes
Mindestalter) dann doch zunächst einmal für fragende
Blicke. Rechts: Eine Joker-Karte, die den Einsatz eines
Joker-Plättchens erlaubt.
Die Aufgaben
bestehen aus vorgegebenen
Zahlenkombinationen an bestimmten Positionen auf
dem 6x4-Felder großen Spielplan oder aus
Rechengleichungen, die durch die ausgespielten
Plättchen dann zu einer korrekten Lösung führen
sollen. Eine Aufgabe könnte z.B. lauten: "Feld
B1 + Feld C2 = Feld A4". Eine korrekte Lösung
könnte in diesem Fall beispielsweise sein: "4"
auf Feld B1, "2" auf Feld C2, "6" auf Feld A4.
Die Spieler legen ihre Zahlenkärtchen auf das
6x4-Spielraster.
Die Aufgaben werden mit zunehmender Punktezahl immer
anspruchsvoller.
Dabei spielt
jeder Spieler reihum immer nur genau 1 Plättchen
aus, so lange bis entweder keine Plättchen mehr
verfügbar sind (bei 2 Spielern) oder aber alle
Felder des Spielplans belegt sind (ab 3
Spielern). Anschließend wird kontrolliert.
Erfüllte Aufgaben bringen die auf der Karte
angegebene Punktezahl (von 1= sehr leicht bis 9=
sehr schwierig!). Es empfiehlt sich über mehrere
Runden zu spielen und dann am Ende alle
gesammelten Punkte zu addieren, um den Sieger
festzustellen.
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Varianten:
Spannender wird das Spiel, wenn man nach der
Auswertung seine erzielten Punkte einlösen muss,
in dem man eigene Plättchen auf ihre Rückseite
(Zahl eingekreist) dreht; d.h. bei erzielten 8
Punkten kann ich beispielsweise die "8"
umdrehen, oder aber auch z.B. die "5" und die
"3" (als Summe). Wer dann im Laufe des
Spiels als Erster alle eigenen Plättchen auf die
Rückseite drehen konnte, ist der Sieger.
Aufgabe: Die Summe der beiden markierten Quadrate ist
gleich.
Hier: 5+2+1+0 = 8 im linken Quadrat und 3+1+0+4 = 8
im rechten Quadrat - erfüllt!
Außerdem
können noch "Jokerkarten" (bescheren dem Spieler
jeweils einen Jokerstein, der, einmal
ausgespielt, dann für alle Spieler eine
individuell bestimmte Ziffer einnehmen kann) und
"Win-Karten" (bescheren dem Spieler den
Spielsieg, wenn er in dieser Runde alle Aufgaben
löst) ins Spiel gebracht werden.
[ih]
PLUS:
PLUS:
neuartige Legespielidee
Mischung aus Logik und
Kopfrechnen
funktioniert
generationsübergreifend
ENDE
MINUS:
MINUS:
mitunter schlecht zu beeinflussen,
besonders bei voller Spielerzahl
Aufgaben z.T. zu schwierig für Kinder
im empfohlenen Mindestalter, eher
für ältere bzw. Erwachsene interessant
(und selbst da manchmal problematisch)
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Ingo: Dass
Legespiele nicht nur mit Buchstaben oder
abstrakten Formen funktionieren, beweist uns
"Miss Lupun" aufs Beste. Aufgaben durch
geschicktes Ausspielen von Plättchen zu
erfüllen, das ist bereits bekannt. Dabei jedoch
das logische Denkvermögen mit Kopfrechnen zu
verknüpfen, das ist in der Tat unverbraucht,
taktisch und zudem pädagogisch wertvoll, wird es
mit Schülern ab einem Alter von ca. 9-10 Jahren
oder auch gern mit Erwachsenen gespielt.
"Miss Lupun" ist dabei eines der Spiele, die
unter Umständen zunächst einmal etwas Übung
erfordern. Die einzelnen mathematischen Symbole
wie "kleiner als", "größer als" und Begriffe wie
"Zeilensumme" etc. sollten genauso bekannt sein
wie die Grundrechenarten. Die Altersangabe "ab 8
Jahren" wirkt daher sehr, sehr niedrig gewählt,
wenn man das Spiel nach strengen Regeln spielt.
Selbst Erwachsene, die sich weniger der
Mathematik verschrieben haben, zeigen hier schon
einmal Schwächen bei der Interpretation mancher
Aufgabenstellung.
Da die schweren Aufgaben mitunter teilweise nur
sehr selten gelöst werden, was aber nicht immer am
Verständnis liegt, sondern vor allem auch an der Tatsache, dass
einem die Mitspieler ständig die eigenen Pläne
durchkreuzen, sollte man auf jeden Fall die
Variante über mehrere Runden (mit Umdrehen der
Plättchen und den Joker- und Win-Karten)
spielen, um diesen Faktor ein wenig zu
nivellieren.
Dennoch muss man ehrlich
sagen: So gut man auch taktiert, so abhängig ist
man oft ganz einfach vom Gegner. Vieles ist da dann
manchmal nicht mehr zu beeinflussen, wenn es um
das Belegen bestimmter Felder geht. Hier ist
eine 2-Personen-Besetzung dann noch am besten
planbar; bei 4 Spielern hat man öfters eher das Gefühl,
"gespielt" zu werden und stattdessen
nur noch maximal optimieren zu
können, was bei einigen Aufgaben aber gar nicht
möglich ist. Hier ist dann, wie auch bei sich
gegenseitig ausschließenden Aufgabestellungen,
Abwägung vonnöten. Welche Punkte sind mir
wichtiger?
Wer ein ungewöhnliches Legespiel ausprobieren
möchte, und zudem gern mit Zahlen jongliert, der
sollte sich "Miss Lupun" aber auf jeden Fall
einmal ansehen. Und als Lernspiel eignet es sich
ebenfalls hervorragend, wenn man es dem
Lernniveau der Schüler anpasst (z.B. in
Spielerzahl und Kartenauswahl).
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
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