Genre: Familie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Zoch Verlag
..i.. Autor: Dirk Hillebrecht Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: ca. 30 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Mille Grazie
Halt! Wohin
des Weges? Gut betuchte Edelmänner
und Edeldamen reisen in Oberitalien von Stadt zu Stadt. Doch an
den Wegen lauert ihnen allerhand diebisches Gesindel auf!
So funktioniert's:
Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler einen
Wertungsstein, einen Edelmann und einen Überfallkompass
in der Farbe seiner Wahl. Der Wertungsstein wird auf das
Startfeld der Punkteleiste gelegt, und dem Edelmann wird
mit Hilfe eines Auftragsplättchens sein Anfangspunkt
zugelost.
Der Spielplan
zeigt den Norden Italiens. Die Städte sind über farbige
Straßen verbunden.
In den Städten können Aufträge erfüllt bzw. neue
Aufträge angenommen werden.
Nun werden vier weitere Plättchen vom bereitgelegten
Nachziehstapel offen auf den Spielplan gelegt. Die
jeweils oben abgebildete Stadt gibt dabei an, wohin das
Plättchen gelegt wird. Sollte ein Feld bereits durch ein
zuvor gelegtes Plättchen besetzt sein, so wird das
zuletzt gezogene Plättchen auf einen Ablagestapel gelegt
und dafür ein anderes nachgezogen.
Der
Startspieler beginnt das Spiel als Edelmann. Seine
Mitspieler starten als Räuber. Die Rolle des Edelmannes
wird in jeder neuen Runde im Uhrzeigersinn von einem
anderen Spieler übernommen.
Zunächst bereiten die Diebe ihren Überfall vor. Dazu
stellen sie auf ihren Überfallkompassen geheim den
Anfangsbuchstaben der Straße ein, welche sie überfallen
möchten. Daraufhin ist der Edelmann am Zug. Er darf sich
jetzt entscheiden, ob er mit oder ohne Geleitsschutz
reisen möchte. Will er sich auf einer der Straßen vor
einem Überfall schützen, richtet er ebenfalls geheim
seinen Kompass ein.
Jeder Spieler
besitzt einen farbigen Kompass, auf dem er...
...
jeweils eine Straße als Überfallziel bzw.
Geleitschutz einstellt.
Anschließend zieht er seine Figur von Stadt zu Stadt.
Dem Edelmann stehen mit Geleitschutz insgesamt vier
verschiedene Straßen zur Verfügung. Wünscht er keinen
Schutz, darf er sogar fünf Straßen nutzen.
Kommt der Edelmann in eine Stadt, die auf einer seiner
Auftragskärtchen unten genannt ist, erhält er die auf
dem Plättchen angegebenen Siegpunkte. Dazu wird der
Wertungsstein auf der Punkteleiste vorgerückt. Erfüllte
Aufträge werden abschließend weggelegt.
Sobald eine Auftragskarte aufgenommen wird, indem man
als Edelmann in eine entsprechende Stadt gereist ist,
wird eine neue Auftragskarte nachgezogen. Insgesamt darf
jeder Spieler maximal 3 Aufträge besitzen.
Dieses Auftragsplättchen bringt 7 Punkte, wenn der
Spieler von Mailand (Milano) nach Comacchio reist.
Sämtliche
Siegpunkte werden auf der Leiste, die einmal rund um
den Plan führt, markiert.
Sollte ein Edelmann über eine Straße ziehen, an der sich
ein oder mehrere Räuber verstecken, rufen die Räuber
"Mille Grazie" (Tausend Dank). Sie zeigen ihren
Überfallkompass vor und erhalten für einen geglückten
Überfall drei Siegpunkte.
Der
überfallene Edelmann verliert hingegen so viele
Auftragsplättchen, wie es der farbigen Straße
entspricht, die überfallen wurde (Grün = Verlust einer
Auftragskarte, Violett = Verlust zweier Auftragskarten,
Orange = Verlust dreier Auftragskarten). Hat der
Edelmann auf einer von Räubern belagerten Straße
hingegen für Geleitschutz gesorgt, zeigt er zum Beweis
seinen Überfallkompass vor. In diesem Fall schlägt der
Überfall der Halunken fehl.
Sieger des Spiels ist, wer als Erster 30 (oder mehr)
Siegpunkte erreicht. [sb]
Vielen
Dank an Zoch für ein Rezensionsexemplar!
eer
ERKLÄRVIDEO
leer
Dieses Erklärvideo gibt es auch in einer vergrößerten
>
XL-Ansicht
PLUS:
PLUS:
interessantes Einschätzspiel
problemloser Einstieg
ENDE
MINUS:
MINUS:
sehr
hoher Glücksfaktor
auf Dauer zu wenig Abwechslung
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Sebo:Mille
Grazie ist ein seichtes Bluff-Spiel für die
ganze Familie. Die wenigen Regeln laden auch
Gelegenheitsspieler zu einer Partie ein und sind
dank der schön bebilderten Anleitung auch leicht
verständlich.
Das Spiel funktioniert allerdings in meinen
Augen nur wirklich gut, wenn mindestens 3
Spieler teilnehmen und sich die Diebe (entgegen
der Spielregel!) nicht absprechen dürfen. Nach
einer Absprache ist es den Dieben nämlich doch
leicht möglich, alle Routen-Möglichkeiten
zumindest teilweise zu blockieren.
Die Frustrationsgrenze der Spieler sollte
zusätzlich sehr hoch sein, denn "Mille Grazie"
möchte vor allem eines: Ärgern! Wenn ein
Edelmann im Spiel überfallen wird, ist das
hämische Lachen der Mitspieler nicht unbedingt
Spielspaß fördernd. In der Rolle des Diebes
gestaltet sich eine solche Situation jedoch
gleich anders, denn das höfliche rufen von
"Mille Grazie" bereitet einfach nur Freude.
Besonders gut hat mir auch der flüssige
Spielablauf gefallen, denn eine Runde ist immer
flott gespielt. Die Entscheidung der Diebe,
welche Straße sie belagern wollen, fällt in der
Regel nicht allzu lang aus, da die Wegfindung
des Edelmannes im Grunde glücksabhängig ist.
Vielleicht fehlt mir aber auch nur die nötige
weibliche Intuition, um eine genau Prognose zu
gestalten. ;)
Leider geht dem Spiel nach einigen Runden die
Puste aus, da die Regeln nur wenig Abwechslung
bieten. Dieser bittere Beigeschmack wird durch
das gute Spielmaterial wieder ein wenig wett
gemacht. Nur der Spielplan kränkelt ein wenig an
Detailarmut. Von "malerischen Alleen, besäumt
von Zypressen" und "duftenden Lavendelfeldern",
die in der Spielbeschreibung beschrieben werden,
ist jedenfalls weit und breit nichts zu sehen.
Hier ist also die Fantasiefähigkeit der Spieler
gefordert.
Unter dem Stricht finde ich "Mille Grazie"
unterhaltsam, wenn es in der richten Zielgruppe
gespielt wird. Wer sich auf dieses abstrakte
Bluff-Spiel der etwas anderen Art einlassen
kann, dem wird sicherlich, zumindest einige
Zeit, Spielfreude geboten. (>
Video)
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Chris: Die Regel klärt nicht alle
Fragen, was bei einem solch simplen
Spiel eigentlich nicht passieren dürfte.
Was ist beispielsweise, wenn ein
Auftragskärtchen auf eine Stadt gelegt
werden soll, auf der bereits eine Figur
steht? Erhält der Spieler dies sofort,
oder wird ein neues Plättchen gezogen?
Und was ist, wenn der Nachziehstapel
aufgebraucht ist?
Sieht man von diesen Unklarheiten ab,
bleibt ein doch ziemlich
glücksabhängiges Ärgerspiel, das mir
jedoch erstaunlicherweise auch nach über
einem halben Jahr immer noch ziemlich
viel Spaß macht. Jedenfalls gefällt mir
hier das "Ich denke, was du denkst, was
ich denke"-Prinzip deutlich besser als
bei vielen vergleichbaren Spielen.
KULT-FAKTOR
Zweitmeinung
Ende
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Alice: "Mille Grazie“ ist für mich ein
spannendes Spiel, bei dem einiges an Glück, aber
auch etwas Planung hilfreich ist, um zu
gewinnen.
Langeweile kommt keine auf, da alle Spieler
gleichzeitig gefordert sind - ein Spieler als
Edelmann, die anderen als Räuber. Dies
funktioniert dank der wenigen Regeln, die einen
raschen Einstieg ermöglichen, in allen
Altersgruppen.
Als lockeres, unkompliziertes "Ärger"-Spiel,
kann "Mille Grazie" in einer Familienrunde für
viel Unterhaltung sorgen! (>
Video)
KULT-FAKTOR
Zweitmeinung
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!
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