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Messe-Nachlese
 

Gabis persönlicher Rückblick auf die 'SPIEL 2015'
...
Donnerstag, 8. Oktober 2015: Es ist wieder soweit. Die Essener Messehallen öffnen ihre Tore und werden zum alljährlichen Mekka tausender spielbegeisterter Menschen aus aller Welt. Händler, Hersteller, Käufer und Verkäufer, Privatleute und Berichterstatter, sie alle treffen sich hier auf der weltgrößten Messe für Brettspiele. Und ich war, wie auch viele meiner SPIELKULT.de-Kollegen, natürlich auch dabei!

Die Anspannung auf den Gesichtern der wartenden Menge ist deutlich sichtbar. Wann endlich öffnen sich die Tore? Auch die hinteren der Schlange vor den Kassen merken in kurzer Zeit, dass der Einlass bereits etwa 20 Minuten früher als geplant begonnen hat. Der Andrang zwingt zu dieser Maßnahme. Die Menschenmasse drängt  sofort unaufhaltsam durch die nun geöffneten Schleusen ins  Innere der Hallen. Es beginnt ein Laufen und Drängen, immer in Richtung des meist schon vorab zuerst geplanten Spielstandes. Ja, sogar rennende Menschen sind keine Seltenheit, um begehrte Raritäten sicher zu erhalten.

Ich selbst ziehe ebenfalls zügig meine Bahnen. Die gerade anfangs größten Zugpunkte sind anscheinend die kleinen Schnäppchen-Stände des Heidelberger Spieleverlages. Rasch bilden sich hier erneut lange Schlangen, in der Menschen geduldig warten, alle in der Hoffnung, ein besonders gutes Spiel für einen erschwinglichen Preis zu erhaschen.

Wobei sich die Frage nach der Erschwinglichkeit aufdrängt. Die Preise der Neuheiten können, einzeln betrachtet, recht schmerzhaft für das eigene Konto sein. Miniaturen-Spiele sind bereits durch ihre Optik ein Hingucker. Aber 80 bis 100 Euro (und teilweise noch mehr) für ein Spiel zu zahlen, das ist nicht jedem möglich.  Da steckt man schon mal zurück. Man wählt bewusst nach eigenen Vorlieben aus, antworten viele auf meine Nachfrage hin. Die teuersten Spiele rangieren um die 200 Euro. Für manchen Fan ist dieses Geld aber gut angelegt. Angesichts der sich im Tagesverlauf füllenden Taschen und Beutel stelle ich mir schon zwangsläufig die Frage, wie hoch der Gesamtumsatz eines solchen Messetages wohl ist.


Cthulhu Wars (Sandy Petersen)

Dieses Jahr strömten, so findet man die Info im Netz, insgesamt wohl 162.000 Besucher in den 4 Tagen (8.-11. 10. 2015) über eine  Fläche von 63.000 m². 910 Aussteller aus insgesamt 41 Nationen präsentierten ihre Produkte, boten Proberunden an und verkauften... 41 Nationen? Ja, denn hier unter den Spielern und Händlern kennt man keine Grenzen. Zielorientiert spielt die Sprache nur eine untergeordnete Rolle. Vorherrschende Sprache bei den ausländischen Verlagen ist natürlich englisch, was sogar erstaunlich gut selbst bei Sprachanfängern funktioniert. Klar, einige sprechen die Weltsprache perfekt, aber viele andere wurschteln sich sprachlich auf gleichem niedrigem Niveau durch, lustigerweise aber alle mit den Grundvokabeln. So ist Verständigung möglich. Völkerverständigung auf einfache Art. Was mich meinem spielerischen Lieblingsgedanken wieder näher bringt. Warum nicht spielen statt kämpfen? Gemeinsam am Spieltisch wird jeder gleich. Alle wollen gemeinsam nur in einer verspielten Stunde dem Alltag entfliehen. Gemeinsam statt einsam, ein guter Gedanke!

Das SPIELKULT.de-Messeteam am Freitag - vorne von links nach rechts: Gabi, Dän und Sarah-Ann; hinten von links nach rechts: André, Magdalena und Silvester.

Neue Möglichkeiten dazu gibt es viele. Über 1000 Spiele-Neuheiten waren auf der diesjährigen Messe vertreten. 1000 Spiele bedeuten aber auch, dass kein Mensch in der Lage ist, in diesen Tagen jede Neuheit zu betrachten. Viele "Experten" informieren sich bereits im Vorfeld über die geplanten Neuheiten und stimmen die eigene Wunschliste an ihren Geschmäckern und Interessen ab. Internetseiten wie "Spielbox", "Cliquenabend" u.a. zeigten - wie jedes Jahr - bereits frühzeitig Neuheitenlisten. Der Veranstalter, der Friedhelm Merz Verlag, veröffentlichte zudem dann auch die offizielle Ausstellerliste samt Neuheiten-Übersicht. So ist eine Vorausplanung gut möglich. Der Rest muss vor Ort geschehen. Die kostenlos verteilte Messe-"Spielbox" bietet dabei zusätzlich einen wirklich praktischen Überblick über alle benötigten Informationen für die, die ohne Vorbereitung zur Messe kommen.

Nippon (What's your game?)

Jetzt lohnt sich erneut ein Blick auf die Menge. Einige tragen ihre Einkaufsliste sichtbar vor sich. Der Blick immer noch zielorientiert und ernst, dabei soll Spielen doch Spaß machen. Messe ist Spaß, aber auch Arbeit. Viele sind bereits bepackt mit diversen Beuteln. Die verlagsbedruckten Taschen leuchten überall durch die Massen: Heidelberger, Asmodee, ... doch nicht immer verbirgt sich hinter großen Taschen auch ein großer Verlag oder ein besonders tolles Spiel. Jedenfalls nicht nach meinem Geschmack. Und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Im späteren Verlauf der Messe kommen dann die Spiele-Touristen hinzu, meist Familien mit Kindern, die einfach nur mal schauen wollen. Babys werden oft mittels Känguru-Technik an Bauch oder Rücken geschnallt. Gut so, denn Kinderwagen ziehen in der Menge oft unliebsame Bewegungseinschränkungen nach sich. Die "Touris" und "Gucker" finden sich früher oder später an den besonders großen und vor allem werbeträchtigen Verlagsständen wieder und hoffen auf freie Spieltische. HABA, Schmidt, Ravensburger, Zoch, alle sind vertreten in einem bunten Gewirr von Farben und Formen.

Die Nachfrage nach den Spielgewohnheiten der Besucher zeigt, es wird doch noch viel gespielt in den Wohnzimmern deutscher Familien. Oft wegen der Kinder, weiter wachsend im Geschmack. Sind die Kinder aus dem Haus, verliere sich oftmals das Interesse am Spielen, sagen manche. Schade, denn gerade da beginnt die Zeit für Spiele eigener Vorlieben. Allerdings spielt dieser Gedanke auf der Messe ganz klar keine Rolle, denn hier findet man Spielbegeisterte in jedem Alter. Gut so, sag ich, als eine Person, die in meiner Umgebung als absoluter Brettspielverfechter gilt. Ran an den Spieltisch, gemeinsam Spielen macht Spaß!

Ach ja, gemeinsam spielen, da war doch noch was... Ein Weltrekord, der "Catan"-Weltrekord! Insgesamt 1040 Catan-Fans spielten am Samstag an einem insgesamt 500 Meter langen Tisch gemeinsam das Spiel des Jahres 1995, "Die Siedler von Catan". Kaum vorstellbar, oder? Mit am Tisch saß, unter vielen anderen, der Erfinder des Spieles, Klaus Teuber.

Gabi am Stand von "Schäferstündchen" (Felix Mertikat)

Und nun? Ganz klar, freue ich mich auf die nächste "SPIEL", die vom 13.-16.10. 2016 stattfindet. Auf die neuen Spiele. Auf viele nette Gespräche - mit Autoren, Verlagsangstellten und Messebesuchern. Und bis dahin wird gespielt. Was? Das lest ihr in den nächsten Monaten - wie nun schon seit über 8 Jahren - auf SPIELKULT.de, denn:

Verspielte Grüße, Gabi [go]

Tipp: Viele weitere Messe-Impressionen (auch Fotos von neuen Spielen) gibt es auf unserer öffentlichen facebook-Seite: www.facebook.com/SPIELKULTde

 
 
 
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