Genre: Strategie, Optimierung
Erscheinungsjahr: 2008 Verlag: PD-Verlag
..i.. Autor: Mac Gerdts Spieleranzahl: 2-5 Spieler Alter: ab 12 Jahren Spieldauer: ca. 120 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Die
Prinzen von Machu Picchu
Auf den
Spuren der Inka
Machu Picchu - alte Inkastadt auf
einem Berggipfel der Anden. Wo sich heute Ruinen finden, wurde
früher gearbeitet und geopfert.
Die
Spieler ziehen durch die 15 Stadtteile Machu Picchus
und versuchen, alle Jungfrauen und Priester
anzuwerben, um mit Hilfe des Sonnengottes Tayta Inti
ihre Stadt zu retten. Gelingt ihnen dies nicht
innerhalb von 9 Tagen, droht der Einzug der Spanier
- und die haben es nur auf das Gold der Inka
abgesehen!
Der Spielplan
zeigt Machu Picchu - die Stadtteile fungieren als
erweitertes Aktionsrondell.
Eine Opferkarte, wie sie jeder Spieler vor Spielbeginn
erhält.
So funktioniert's:
Zu Beginn erhält jeder Spieler eine Ware jeder
Sorte sowie eine Opferkarte. Außerdem platziert
jeder Spieler einen Inka in einem
Produktionsgebiet und eine seiner beiden
Spielfiguren an das untere Ende des Inkapfades.
Auf 9 der 15 Stadtteile wird zu Beginn ein Bonus
platziert. Auf die vier Tempel kommt je ein
Opferstein und auf die fünf Produktionsgebiete
wird je eine Ware der Art, die dort produziert
wird, gelegt.
Reihum kann jeder Spieler in seinem Zug seine
zweite Figur in der Stadt bewegen. Er kann
entweder in einen benachbarten Stadtteil ziehen
oder gegen Abgabe eines Lamas zu einem
beliebigen Stadtteil "springen".
In jedem Teil
der Stadt kann eine andere Aktion ausgeführt
werden:
- Die 5 Produktionsgebiete (Mais, Lamas, Coca,
Keramik, Tuch): Der Spieler, der als erster
seine Figur auf einen dieser Stadtteile zieht,
erhält den darauf liegenden Bonus. Zusätzlich
dürfen alle Spieler für jeden eigenen Inka, den
sie in diesem Gebiet besitzen, jeweils für eine
Einheit Mais eine Ware produzieren. Pro Tag darf
in jedem dieser Stadtteile nur einmal produziert
werden.
- Hütte des Wächters/Königspalast: In diesen
beiden Stadtteilen kann man gegen Abgabe
verschiedener Waren neue Inkas in die
Produktionsgebiete setzen.
Die
Jungfrauen- und Priesterkarten
Auf dem Markt
wird mit Keramik, Tuch, Lamas und Coca gehandelt.
- Haus der Jungfrauen/Haus der Priester: Hier
kann man für Waren Jungfrauen bzw. Priester (bei
den Priestern gibt 2 verschiedene Typen)
erwerben. Diese liegen oben rechts auf dem
Spielplan aus und sind für Opferungen in den
Tempeln notwendig.
- Die 4 Tempel: Wer als erster seine Figur auf
einen der 4 Tempel zieht, nimmt sofort den
Opferstein von diesem Tempel. Für jeden
genommenen Opferstein darf der Spieler auf dem
Inkapfad 3 Schritte vorwärts ziehen.
Anschließend darf jeder Spieler Lamas opfern,
sofern er die passenden Personen besitzt. (Bsp.:
Im Tempel der Sonne darf jeder Spieler für jede
eigene Jungfrau ein Lama opfern. Im Tempel des
Pumas werden dazu Priester des Pumas benötigt
und im Tempel des Kondors Priester des Kondors).
Für jedes Opfer darf man auf dem Inkapfad
vorrücken. Die Reihen mit den Jungfrauen bzw.
Priestern zeigen dabei an, wie viele Felder man
vorrücken darf (Je mehr Personen erworben
werden, desto weniger Felder darf man pro Opfer
vorrücken). Im 4. Tempel, dem Haupttempel, kann
jeder Spieler Waren opfern und für jede
geopferte Ware auf dem Pfad 2 Felder vorrücken.
Pro Tag darf in jedem Tempel nur einmal geopfert
werden.
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- Marktplatz: Hier können Waren an- und verkauft
werden.
- Sonnenuhr: Auf der Sonnenuhr kann man einen
eigenen Inka, der sich auf dem Plan befindet,
platzieren. In der folgenden Nacht wird der Inka
in den eigenen Vorrat zurückgelegt und der
Spieler erhält 3 Schritte auf dem Inkapfad sowie
3 beliebige Waren.
Anstatt sich zu bewegen, kann ein Spieler auch
mit seiner Figur stehenbleiben und sich
stattdessen eine Mondscheibe nehmen. Es gibt 7
verschiedene Mondscheiben, die in der folgenden
Nacht entweder Schritte auf dem Inkapfad oder
verschiedene Waren wert sind. Nimmt sich ein
Spieler die dritte Mondscheibe, so sind alle
anderen Spieler noch einmal am Zug.
Die Mondscheiben
Der Inkapfad führt auf den Gipfel des Berges.
Danach wird
die Nacht eingeläutet, in der drei Dinge
passieren:
- Die Spieler lösen ihre Mondscheiben ein
- Jeder Spieler, der einen Inka auf die
Sonnenuhr gelegt hat, erhält seine Waren und
Schritte
- Auf die Produktionsgebiete und die Tempel
werden - wie zu Beginn - wieder die Boni
verteilt.
Anschließend beginnt der nächste Tag.
Jedes mal, wenn ein Spieler mit seiner Figur
das letzte Feld des Inkapfads erreicht, zieht er
drei Karten vom Stapel mit den Opferkarten und
legt anschließend zwei seiner Karten wieder
unter den Stapel. Anschließend setzt er seine
Figur sofort wieder an das untere Ende des Pfads
und rückt ggf. verbleibende Schritte vorwärts.
Jede Opferkarte hat einen Goldwert sowie 2
Symbole, die entweder eine Warensorte, eine
Jungfrau oder einen der beiden Priester zeigt.
Ein Warensymbol bedeutet, dass man für jeden
eignen Inka in dem entsprechenden
Produktionsgebiet einen Siegpunkt erhält. Zeigt
die Karte eine Jungfrau, so erhält man für jede
erworbene Jungfrau einen Siegpunkt, ebenso
verhält es sich bei den Priestern.
Es gibt zwei unterschiedliche Arten das Spiel zu
beenden. Wurden bis zum Ende des 9. Tages alle
Jungfrauen und Priester erworben, so haben die
Spieler Machu Picchu gerettet. Jeder Spieler
errechnet mit seinen Opferkarten seine
Siegpunkte und markiert diese auf der
Wertungsleiste. Schaffen die Spieler dies jedoch
nicht, so wird Machu Picchu von den Spaniern
erobert. In diesem Fall werden ebenfalls die
Siegpunkte mit den Opferkarten errechnet,
allerdings kommt nun der Goldwert der einzelnen
Karten ins Spiel: Jeder Spieler addiert die
Goldwerte seiner Karten.
Die Siegpunkte des
Spielers mit dem meisten Gold werden
verdreifacht, der Spieler mit dem zweitmeisten
Gold erhält die doppelte Punktzahl.
In beiden Fällen gewinnt der Spieler mit den
meisten Siegpunkten.
[cg]
Vielen Dank an den PD-Verlag für ein
Rezensionsexemplar!
Checkpoint
Checkpoint
PLUS:
PLUS:
gute Umsetzung des
historischen Themas
hochwertiges Material
ENDE
MINUS:
MINUS:
Spielgrafik nicht jedermanns
Sache
eingeschränkter Aktions-
radius
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Chris:Was mir an diesem Spiel am besten gefallen hat,
ist die Umsetzung des historischen Themas.
"Bitte nicht schon wieder Rohstoffe sammeln",
mag man vor der ersten Spielpartie angesichts
der vielen, vielen, in den letzten Jahren auf
ähnlichem Prinzip basierenden Spielen denken.
Zumindest ist die Warenpalette mit "Lamas",
"Mais" und "Coca" sehr stimmig gewählt. Auch die
auszuführenden Aktionen sowie der beigelegte
Almanach tragen zur Atmosphäre bei.
Zum Material: Die Ausstattung weiß zu
gefallen (besonders die vielen Holzsteine in
ansprechender Tuch-, Lama-, Cocaform etc.),
allerdings ist das Cover- und Spielbrett-Design
eine echte Geschmacksfrage - meinen Geschmack
trifft es nicht. Gerade der Spielplan wirkt auf
mich in seiner Mischung aus historischen und
nahezu comic-haften Elementen zusammengewürfelt
und unübersichtlich.
Zum wichtigsten Kriterium,
dem Spielablauf, muss ich nach ein paar Runden
sagen, dass ich mich trotz der Komplexität
angesichts der langen Spielzeit in meinen
Aktionen auf Dauer zu eingeschränkt fühlte. 15 Stadtteile
vermitteln zwar zunächst einen anderen Eindruck,
allerdings wurden die wenigen Aktionen lediglich
auf die Stadtteile aufgefächert.
Das
Siegpunkteprinzip konnte mich ebenfalls nicht
überzeugen. Siegpunkte erhält man ausschließlich
über die Karten / Karten erhält man
ausschließlich über den Inkapfad... Dazu kommt
noch, dass jeder der "9 Tage" (bis auf die
Schlusswertung) im ganzen gleich abläuft.
Aufgrund dieser Kritikpunkte ist "Die Prinzen
von Machu Picchu" für mich spielerisch nur
durchschnittlich. Für Freunde
komplexer Spiele gibt es meiner Meinung nach
einige Alternativen mit höherem Wiederspielreiz.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:Die von Chris
beschriebene Einschränkung in den Aktionen (z.B.
nur 1 mal produzieren pro Stadtteil und Tag) ist
für mich kein Grund zur Abwertung - eher
entsteht dadurch ein größerer Konkurrenzkampf
unter den Spielern. Die Aufteilung in Tag- und
Nachtphasen ist gelungen - das Spielmaterial
ebenfalls.
Das Design ist in der Tat
gewöhnungsbedürftig - der Spielplan wirkt arg
bunt; auf mich insgesamt dennoch gefällig. Ein
gutes Strategiespiel, das zwar auf
bekannte Mechanismen zurück greift, welche
jedoch reibungslos funktionieren. Definitiv ist
"Machu Picchu" nichts für Gelegenheitsspieler -
eine längere "Einarbeitungsphase" ist notwendig.