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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: KOSMOS  ..i..
Autoren:
Erika und Martin Schlegel
Spieleranzahl:
2 bis 4
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   

 

 
Luther - das Spiel
...

Unterwegs auf Martin Luthers Spuren
Anlässlich des Jubiläum-Jahres 2017 eifern die Spieler in diesem Familienspiel den Reisen des Reformators Martin Luther nach!
 
 

Zunächst wird der Spielplan eingerichtet. Dazu gehört das Abdecken von Luthers Porträt,  die beliebige Verteilung der Porträtplättchen auf den Stadtfeldern, das Bereitlegen der Chranach-malt-Plättchen, das Auflegen des gut gemischten Proviantstapels (Proviantmotive sichtbar) und das Vorbereiten der beiden Sonderkartenstapel. Letztere werden komplett gemischt und auf zwei Stapel verdeckt verteilt. Alles findet seinen eigenen Platz auf dem Spielplan.

Jeder Spieler nimmt sich eine farbige Spielfigur, den zugehörigen Marker und die Spielertafel, die als Spielübersicht und Wertungshilfe fungiert. Außerdem erhält jeder Spieler zwei Proviantkarten (1x Wert 1 + 1x Wert 2). Die Wegeringe bleiben im Vorrat, ebenso die überzähligen Portraitplättchen. Dann kann es eigentlich schon losgehen.

Der Startspieler nimmt die Lutherrose an sich. Er legt zunächst den Proviantvorrat aus. Dazu zieht er pro Spieler +1 ein Paar Proviantkarten und legt sie, Motiv nach oben, in den Markt. Jeder Spieler, beginnend beim Startspieler, wählt sich zwei dieser Proviantkarten (Käse, Brot, Dünnbier) aus.  Für jeden gewählten Käse oder jedes Brot darf sich der Spieler zusätzlich eine Sonderkarte vom entsprechenden Stapel ziehen. Dann folgen reihum die Spieleraktionen, deren Reihenfolge der Spieler frei bestimmen darf. Lediglich die roten Ereigniskarten müssen, falls vorhanden, zu Beginn des Spielerzuges vorgelesen und ausgeführt werden.

Ein Spieler darf dann seine Spielfigur von Stadt zu Stadt bewegen. Er bezahlt dabei das eingezeichnete Wegegeld mit den Werten der Proviantkarten. Für jeden gegangenen Wegabschnitt erhält der Spieler sofort Siegpunkte, und zwar die Hälfte der bezahlten Summe - also 4, wenn 8 bezahlt wurden usw. Am Zielort darf sich der Spieler das dort befindliche Porträtplättchen nehmen. Die Porträts werden gesammelt und bringen am Spielende ebenfalls Punkte.

Sonderkarten aller Art (Lutherkarten oder Vorteile) können zu jedem Zeitpunkt des eigenen Zuges genutzt werden. Spielt der Spieler eine Lutherkarte aus, findet sich darauf eines der Worte, die von Luther gern genutzt wurden. Das entsprechende Wort wird auf dem großen Lutherporträt gefunden und entfernt. Dafür gibt es ebenfalls Punkte. Vorteilskarten bringen unter bestimmten Umständen oder in bestimmten Regionen Punkte oder andere Vorteile. Haben alle Spieler ihre Züge durchgeführt, endet die Runde mit dem Aufdecken eines Chranach-malt-Plättchens. Das entsprechende Abdeckkärtchen wird nun vom Porträt entfernt. Ist es nicht mehr vorhanden, wird weiter aufgedeckt, bis eines entfernt werden kann. Nun wechselt der Startspieler und das Spiel geht weiter.

Das Spiel endet, wenn das letzte Kärtchen vom großen Lutherporträt entfernt wurde. Es folgt noch genau eine Runde. Dann wird gewertet.

Punkte erhalten die Spieler nun für die gesammelten Porträtplättchen. Je mehr unterschiedliche Konterfeis (max. 7) gesammelt wurden, desto mehr Punkte gibt es. Außerdem gibt es eine Belohnung für die meisten und zweitmeisten Lutherporträts und für verbliebene Proviantkarten (5 Wegpunkte = ein SP). Jede übrige Luther-und Vorteilskarte bringt ebenfalls einen Punkt. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. [go]

 
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PLUS:

historisches Thema
leicht verständliche Regeln
ENDE
  MINUS:
MI

glücksabhängig, wenig taktisch
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Gabi: 2017  gilt als das 500. Jahr nach der Reformation, genauer gesagt nach der Veröffentlichung der 95 Thesen von Martin Luther. Dessen ursprünglicher Wunsch nach der Erneuerung der Kirche verursachte Veränderungen von Kirche und Welt, die bis in die heutige Zeit Bestand haben. Das Spiel soll nun ein wenig Wissen um den Menschen Luther vermitteln. Das tut es geschickt, denn die Informationen verstecken sich eher beiläufig im Spiel, im Detail sozusagen. Die verschiedenen Mechanismen greifen unterschiedliche Informationen auf. Das wohl bekannteste Porträt Luthers, gemalt von Lucas Chranach dem Älteren, wird versteckt unter den damaligen "Lieblingsworten" Luthers und erst nach und nach offengelegt, gleichermaßen von den Spielern als auch vom Spiel selbst. Es fungiert als geschickte Spielzeitbegrenzung, die zudem wirklich gut funktioniert.

Die Städte, die bereist werden können, bergen die wichtigsten Personen in Luthers Umgebung als kleine Porträts, die zusammengesammelt Siegpunkte am Spielende bringen. Reisen macht klug und bringt ebenfalls Punkte, zumal auch die verwendeten Orte alle einen Bezug zu Luthers Leben haben. Die Ereigniskarten nehmen dann auch noch Bezug zu seinen wichtigen Erlebnissen.

So viel Luther? Erika und Martin Schlegel haben es tatsächlich geschafft, in dem Spiel etwas Wichtiges zu erreichen. Nicht Luther bestimmt das Spiel, sondern die gut zusammenpassenden Mechanismen. Und ganz nebenbei erfährt der Spieler, soviel, wie er möchte, aus dem Leben Luthers. Unterstützt wird das Ganze noch durch das beiliegende Themenheft, in dem die Geschichte Luther auf nette und eingängliche Weise beschrieben wird.

Normalerweise bin ich, die ich einen bekennenden evangelischen Hintergrund habe, sehr vorsichtig im Umgang mit Spielen um ein solches Thema. Allzu oft bleibt der Spielspaß hinter der Wissensvermittlung zurück. Hier aber passt für mich alles. Das Spiel ist, dank des einfachen und runden Regelwerks, der grafisch klaren Darstellungen und des selbsterklärenden Aufbaus, schnell zu erlernen. Die relativ kurzen Rundenzeiten laden durchaus zu einer weiteren Partie ein. Die Wartezeiten bleiben selbst bei vier Spielern noch in einem guten Rahmen. Die Glückslastigkeit,  die durch das Ziehen der Karten entsteht, wirkt insgesamt nicht störend. Ein gutes Spiel, das vor allem im familiären Rahmen seine Stärken zeigt, zumal sich das durchdachte Material mit seinen eher natürlichen "alten" Farben sehr angenehm spielt. Unsere Tester waren, so wie ich auch, positiv überrascht. Weitere Runden folgten schnell. Eine besondere Verwendung sehe ich hier allerdings gerade in Gruppen mit thematisch passendem Hintergrund, beispielsweise im Religionsunterricht oder in kirchlichen Kinder-und Jugendgruppen.

Fazit: "Luther - das Spiel" ist derzeit eines der schönsten Spiele, die ich zu diesem Thema kenne. Seine leichte Verständlichkeit und die Möglichkeit, historisches Wissen ohne Zwang zu vermitteln, macht das Spiel für die zuvor genannte Zielgruppe absolut empfehlenswert.
...
 
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