www.spielkult.de  

Kontakt    Impressum

Suche

 
   START | SPIELETESTS | VIDEOS | EXTRAS | LINKS | SHOP
    Themen          A bis Z          Neuheiten          Verlage          History  
 
 
 
Zurück zur Übersicht

Spiel-Fakten:

FamilieStrategie & AufbauWissen & RatenParty & KommunikationLogik & Kombination
KinderKartenWürfel & GlückAktion & GeschicklichkeitLernen

Genre: Familie / Strategie
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: dlp games  ..i..
Autor: Reiner Stockhausen
Spieleranzahl: 3 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik  

leer
     
   
   

 

  Lübeck
 
Königin der Hanse
Diesen Titel trug die Stadt Lübeck zu ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert als wichtigste Handelstadt Nordeuropas. Doch damit nicht genug...
 
     

Im 14. Jahrhundert wurde Lübeck zu einer der wohlhabendsten Städte Deutschlands und zählte sogar zu den "5 Herrlichkeiten" des Römischen Reiches. Im Spiel wird es einem durch das Ausspielen von Warenkarten ermöglicht, in verschiedenen Städten, die mit den Koggen besucht werden, Geld zu erwirtschaften.


Der Spielplan: Ausgangspunkt ist die Hansestadt Lübeck.
   
Die Koggen fahren in Pfeilrichtung von Stadt zu Stadt.
   

So funktioniert's: 
Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt. Die Koggen werden entsprechend der Spielerzahl (immer eine Kogge mehr als die Anzahl der teilnehmenden Spieler) auf dem Spielplan platziert, die restlichen werden nicht benötigt. Jeder Spieler erhält 3 Figuren seiner Farbe, von denen eine Figur auf dem Startfeld (0) der Wertungsleiste und die anderen beiden vor den Spieler gestellt werden.

Der Kompass gilt als Startspielerplättchen und wird in jeder Runde an den jeweils nächsten Spieler weiter gegeben. Der Startspieler mischt verdeckt alle Karten und teilt an alle Spieler verdeckt 3 Handkarten aus, die sich die Spieler ansehen. Nun legt der Startspieler die erste Auslage aus, d.h. es werden jeweils 2 Karten untereinander in der Spielerzahl entsprechenden Menge in einer Reihe nebeneinander ausgelegt:
3 Spieler – 5 Päckchen (a 2 Karten)
4 Spieler – 6 Päckchen (a 2 Karten)
5 Spieler - 7 Päckchen (a 2 Karten)

Zuerst wählt sich jeder Spieler, beginnend beim Startspieler, eines der ausliegenden Kartenpäckchen und nimmt die Karten auf die Hand. Der letzte aufnehmende Spieler darf bestimmen, wer die erste Aktion ausführen darf (auch sich selbst).

Mögliche Aktionen sind:
- Handelsfahrt in Lübeck starten
- Kartenaktionen
- Passen
- Karte abwerfen

Handelsfahrt in Lübeck starten
Dazu kann man
- eine leere Kogge vom Spielplan auf oder neben das Lübecker Wappen legen und eine eigene Spielfigur darauf stellen. (nur wenn beides noch frei verfügbar ist) ODER
- eine eigene Spielfigur aus dem Vorrat auf eine bereits in Lübeck stehende Kogge stellen. Dabei gilt: Alle Koggen dürfen von allen Spielern genutzt werden.


Die Spielkarten werden in Paaren ausgelegt.
   
Verschiedene Städte werden bereist.
   

Kartenaktionen
Die Kartenaktion wird am häufigsten ausgeführt. Es gibt Sonderkarten und Warenkarten.

Auf der Warenkarte befinden sich der Name einer Stadt, das Symbol eines Speicherhauses und ein Zahlenwert. Sie kann ausgespielt werden, wenn
- sich eine Kogge mit eigener Spielfigur in der auf der Karte genannten Stadt befindet
- sich eine Kogge mit eigener Spielfigur in einer Stadt befindet, die durch eine gleichfarbige Linie direkt mit der auf der Karte genannten Stadt verbunden ist.

Eine Kogge mit eigener Spielfigur darf beim Ausspielen der Warenkarte einen Zug in die nächste Stadt machen, wenn es der auf der Karte verzeichnete Zielort ist. Die Koggen müssen immer in Pfeilrichtung gezogen werden.

Hat der Spieler die Karte ausgespielt, erhält er sofort den Zahlenwert der Karte ausgezahlt und setzt seine Spielfigur auf der Siegpunkteleiste um die entsprechende Zahl nach vorn.


Die Sonderkarte "Schiffswechsel"
   
Tipp:  Zu vielen Spielen präsentiert SPIELKULT.de kostenlose Erklärvideos!
   

Es gibt verschiedene  Sonderkarten:

- Sonderkarte "Handelsfahrt": ein schwarz- weißes Handelsschiff ist zu sehen, dazu der Name einer Stadt. Die Karte erlaubt dem Spieler den Start einer Handelsfahrt in einer anderen Stadt, aber nach den bekannten Regeln.

- Sonderkarte "Verdopplung":  eine Münze "x2" ist zu sehen und der Name einer Stadt. Diese Karte wird wie eine Warenkarte gespielt (also Kogge ziehen), dann legt der Spieler sie offen vor sich ab. Haben die anderen Teilnehmer ihre Aktionen erfüllt und der Spieler ist wieder an der Reihe, spielt dieser nun seine - die Stadt betreffende - Warenkarte und erhält dafür den doppelten Warenwert. Danach wird die Karte aus dem Spiel genommen. Zieht die Kogge aber weiter, bevor der Spieler seinen Warenwert verdoppeln konnte, verliert die Karte an Wert.

- Sonderkarte "Piraten": Wird diese Karte ausgespielt, kann der Spieler eine beliebige Kogge vom Spielplan entfernen. Die Figuren und die Kogge werden wieder in den Vorrat gestellt und können erneut genutzt werden.

- Sonderkarte "Schiffswechsel": Eine eigene Spielfigur darf von einer beliebigen Kogge auf eine andere beliebige Kogge wechseln.

Passen
Der passende Spieler legt seine Karten verdeckt vor sich ab und darf in der aktuellen Runde keine Aktionen mehr durchführen. Ein Spieler darf  nur passen, wenn er maximal drei Karten auf der Hand hält.

Karte abwerfen
Wer mehr als drei Karten auf der Hand hat, darf nicht passen, muss aber, wenn er keine Aktion machen kann, eine Karte abwerfen. Für eine abgeworfene Warenkarte bezahlt er den darauf angegebenen Zahlenwert (Pöppel auf der Siegpunktleiste zurück setzen). Für eine abgeworfene Sonderkarte zahlt er nur einen Siegpunkt.

Rundenende
Sind alle Spieler an der Reihe gewesen, endet die Runde. Koggen an den Endstationen werden ohne weitere Konsequenzen vom Spielplan genommen und in den Vorrat zurück gestellt. Jeder Spieler darf nun noch Figuren von anderen Koggen in den Vorrat zu stellen. Daraus resultierende leere Koggen werden ebenfalls in den Vorrat am Spielplanrand gelegt. Das Startspielerplättchen wird  an den nächsten  Spieler weitergegeben.

Das Spiel endet, wenn der Kartenstapel das zweite Mal geleert wurde. Fehlen dabei bis zum Rundenende noch Karten, wird die Auslage nochmals gemischt und verteilt.

Es kommt zur Schlusswertung:  Alle noch auf der Hand befindlichen Karten zählen Minuspunkte, Sonderkarten je 1 Minuspunkt, Warenkarten den angegebenen Wert. Die Spielfigur auf der Siegpunkteleiste wird entsprechend versetzt. Der Spieler mit den meisten verbliebenen Siegpunkten gewinnt. [go]

Links
 Folgen Sie SPIELKULT.de:
   Facebook     Twitter
     
    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
leichter Einstieg
geeignet als Familien- oder
   "Zwischendurch"-Spiel
ENDE
  MINUS:
MINUS:
Spielmaterial noch
   verbesserungswürdig
nicht abendfüllend
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi:  Die Geschichte der  Handelsstadt Lübeck wird in diesem Spiel beleuchtet. Die alten Handelsstraßen aus dem 14. Jh. führen uns u.a. nach Amsterdam, London, Helsingborg, Reval und Bergen. Eine einfache Spielidee, ähnlich mancher bekannteren Reise-Spiele, wird hier verbunden mit einigen simplen Handelszügen.

Der Anspruch bleibt dabei auf einem einfachen Niveau, so dass auch Grundschüler problemlos damit umgehen können. Die Entscheidung, welche der drei Routen genutzt wird, wird durch vorhandene oder neu gezogene Karten bestimmt. Die geringe Anzahl der Spielfiguren begrenzt die Flexibilität im Spiel deutlich - man sollte sich also gut überlegen, in welches Schiff man einsteigt, denn das Wechseln von einem Schiff zum anderen ist nur mit einer entsprechenden Karte möglich. Störeinflüsse, wie z.B. Piraten sind nur begrenzt im Spiel.

Die einfach gehaltene Spielanleitung beschränkt sich auf das Wesentliche. Die Regeln sind leicht lernbar. Das Spielmaterial ist allerdings verbesserungswürdig, was hauptsächlich am Budget eines kleinen Eigenverlages wie "dlp games" liegen wird. Die aus dem Stanzbogen herausgedrückten Koggen wirken etwas einfallslos und sind als Schiff eher schwer erkennbar. Zudem sind die Stanzränder sichtbar und geben den Koggen ein etwas unbeholfenes Outfit.

Der Spielplan ist ebenso einfach, aber übersichtlich und stabil. Lediglich die Städte Lübeck, Hamburg und Stettin liegen sehr nah aneinander und bieten gelegentlich zu wenig Koggen-"Parkplätze", so dass es durchaus zu Unstimmigkeiten über den eigentlichen Anlegeplatz gibt.

Gespielt wird in diesem Handelsspiel ohne Geld, auch wenn das eigentliche Ziel darin besteht, soviel wie möglich davon zu sammeln. Dafür ist jeder Siegpunkt hier buchstäblich Geld wert.

Mit einem Anschaffungspreis von ca. 20 € ist "Lübeck" erschwinglich, jedoch, aufgrund der vergleichsweise seichten Spieltiefe, nicht als abendfüllendes Spiel für fortgeschrittene Strategiespieler anzusehen.
Eine Empfehlung kann ich für Familienrunden oder "Zwischendurch"-Partien aussprechen. Hier überrascht "Lübeck" mit einem durchaus gelungenen Konzept.
 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

   > So testen wir
       
    Alle Spiele
von A bis Z:

 
Auswahl
# A B C
D E F G
H I J K
L M N O
P Q R S
T U V W
X Y Z #
 

 

 

 

 
 

 

         
     
(C) SPIELKULT.de ^^^