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Genre: Würfel
Erscheinungsjahr:
2014
Verlag: Blackspindle Games
Autor: Mark Rivera
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: ca. 20 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
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Luchador!
Mexican Wrestling Dice
(2.Ed.)
...

Aufs Maul mit Ay Yi Yi Dolores
Der Kampf scheint sich dem Ende zu nähern! El Perrito liegt am Boden und La Tormenta Muerta grüßt noch einmal seine jubelnden Fans. Jetzt klettert er aufs dritte Ringseil...
 
.
... Wir werden hier gleich seinen berüchtigten Meteor Storm sehen, mit dem er El Perrito endgültig ins Land der Träume schicken wird. Und da fliegt er auch schon! Doch was ist das?! El Perrito rollt sich wie eine – sehr dicke – Katze zur Seite und lässt Muerta auf den Ringboden krachen. Au, das hat weh getan!!! Und jetzt … es ist unglaublich … El Perrito nimmt den Kopf von Muerta zwischen die Backen! Neben der Luft zum Atmen raubt ihm dies auch jegliche Würde! Und der Schiedsricher zählt La Tormenta Muerta an: Eins … Zwei …… DREI!!! El Perrito reißt die Arme hoch … und lässt den Ringrichter mit dem Championship Gürtel einfach stehen. Stattdessen klettert er auf die Ringecke, breitet die Arme aus und badet im frenetischen Applaus des Publikums! Denn darum und nicht um den Sieg an sich, geht es einem wahren LUCHADOR!!

 
Wem Namen wie Seth Rollins, Triple H, John Cena, The Rock oder The Authority (bzw. für die Älteren Hulk Hogan, der Undertaker, Bret The Hitman Hart oder Ric Flair) und Begriffe wie Closeline, Piledriver oder Angle Lock nichts sagen, der hat definitiv ein Defizit an unterhaltsamer Gewaltanwendung aufzuholen, weshalb es jetzt erstmal Nachhilfe gibt (ohne die nämlich eines der unterhaltsamsten Spiele nur halb soviel Spaß macht). Aaaalso, Wrestling hieß früher bei uns mal Catchen und wurde vornehmlich von dicken Männern in Strampelanzügen mit Spaghettiträgern betrieben, die sich gegenseitig die Grütze rausquetschten und -kloppten. Dann kam das Privatfernsehen und mit ihnen das American Wrestling, bei denen die Protagonisten weit heldenhafter aussahen und weit mehr Show lieferten (die dafür aber gescriptet ist). Quetschen und Kloppen gab's da natürlich auch, nebenbei fanden da aber auch Tische, Stühle und ab und an mal eine wasserstoffblondierte Managerin Verwendung. Etwas weiter südlich gibt es dann das Mexican Wrestling oder Lucha Libre, deren Preisringer, die Luchadores meist Masken tragen (es sei denn, sie bekommen sie runter gezogen) und die noch ein gutes Stück mehr machista sind (es sei denn, es sind Frauen, dann sind sie alle aus wie Claudia Cardinale – die Älteren werden … naja, Ihr wisst schon).
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LUCHADOR! ist nun ein Spiel, welches genau dieses Mexican Wrestling haargenau simuliert … neee, ist nur Spaß … aber irgendwie auch doch … naja, wurscht, es geht eben um Lucha Libre.
 
Dabei kämpfen zwei bis vier Luchadores bzw. Luchadoras, entweder alle gleichzeitig oder als Tag-Teams im Ring gegeneinander. Überhaupt der Ring. Eines der tollsten Spielelemente überhaupt. Sieht einmal ziemlich hittig aus und macht auch noch spielerisch Sinn, da die Kampfwürfel in den Ring geworfen werden und alle Würfel, die aus dem Ring fallen, nicht zählen.

 
Zunächst mal wählt aber jeder Spieler einen Luchador. Es gibt dabei die Grundversion (kann man zur Einführung neuer Spieler mal spielen) und die für Fortgeschrittene (JAAAA! The real stuff!!!!). Der Unterschied ist, dass in der Fortgeschrittenenversion die Luchadores alle unterschiedliche Spezialfähigkeiten, Stärken und Schwächen haben. Jeder Luchador hat natürlich (abhängig von der Matchart) eine unterschiedliche Anzahl von Trefferpunkten, bevor er ins Reich der Träume driftet und - wie jeder gute Wrestler - seine speziellen Moves, für die das Publikum ihn liebt (und die in der Grundversion nur Flufftexte sind, jedoch alle die gleichen Schäden verursachen). In der Advanced Version hat noch jeder Luchador eine spezielle Stärke (etwa, dass besondere Angriffe mehr Schaden verursachen) und Schwäche (z.B. kann El Perrito keine Dropkicks machen, weil er zu pummelig ist) sowie die Killer-Kombo, bei der eine bestimmte Würfelkombination geworfen werden muss, um dadurch eine besonders starke Angriffswürfel-Kombination zu ergattern.

 
Aber wir wollen nicht vorgreifen, von daher: Wie läuft eine Runde LUCHADOR! grundsätzlich ab?
 
Zunächst einmal werfen beide Kontrahenten gleichzeitig bei … DREI! ihre vier Angriffswürfel in den Ring.  Dabei ist es durchaus Sinn und Zweck, zu versuchen, die Würfel des Gegners aus dem Ring zu kicken, denn Würfel, die nicht im Ring liegen, zählen nicht. Nun werden die Würfel verrechnet. Eine Fahrkarte ist einfach nix. Ein Treffer ist eben ein Treffer. Dieser kann jedoch von einem gewürfelten Block unschädlich gemacht oder gar von einem Konter (ein Block mit Pfeilen drüber) vom Gegner geklaut werden. Schließlich gibt es noch den Pin, dieser kann entweder einmal neu gewürfelt (wobei man natürlich versucht, noch den einen oder anderen Würfel des Gegners aus dem Ring zu kegeln) oder aber, wenn die Gesundheitsanzeige des Gegners bereits im roten Bereich ist, dazu verwendet werden, zu versuchen, den Gegner zu pinnen, um ihn auszuzählen.

 
Für jeden Treffer, der nach der Kampfrunde bei einem der Luchadores zu Buche schlägt (eigene oder gestohlene) kann ein grüner Schadenswürfel gewürfelt werden, der den verursachten Schaden (ein bis drei Punkte) angibt. Hat ein Luchador aber mehrere Treffer gelandet, dann kann er sich entscheiden, für je zwei Treffer anstelle der grünen Würfel den schwarzen LuchaDie zu werfen, der zwar größeren Schaden verspricht, jedoch auch die Gefahr birgt, keinen Schaden zu machen oder sich gar zu verletzen, was einen in der nächsten Runde einen Würfel weniger werfen lässt. Für einen echten Luchador ist es aber natürlich keine Frage, dass immer der schwarze LuchaDie gewählt wird, schon allein, weil er um Längen cooler aussieht. Bei den Schadenswürfeln ist es übrigens egal, ob sie im Ring liegen bleiben, denn wie jeder Wrestling-Fan weiß, bekommt man die heftigsten Blessuren außerhalb des Rings (Stichwort Tische, Stühle, Ringkanten und wasserstoffblondierte Promoterinnen). Hat nach Abzug des Schadenswurfes der Gegner keine Schadenspunkte mehr, geht er K.O., und der noch stehende Luchador ist der Sieger.

 
Hat man seinen Gegner gepinnt, während sich seine Trefferpunkte im roten Bereich befinden, kann man  versuchen, seinen Gegner auszählen zu lassen, indem man den gelben Pin-Würfel wirft. Zeigt dieser wieder das Pin-Symbol, so wird der Gegner angezählt. Er hat jetzt drei Versuche, um die Schultern vom Boden zu bekommen. Dazu muss er mit einen vier Angriffswürfeln insgesamt drei Block- und/oder Konter-Symbole werfen. Dabei wird er natürlich laut angezählt. Schafft er es, konnte er sich aus dem Pin befreien, und der Kampf geht weiter. Andernfalls hat der Gepinnte verloren, und der Sieger badet im frenetischen Jubel seiner Fans. Aber aufgepasst, schafft der Gepinnte im ersten Wurf drei gleiche Blocks oder Konter, hat er den Pin gedreht und der Versager, der ihn nicht am Boden halten konnte, muss nun seinerseits versuchen, sich aus dem Konter-Pin zu befreien.

 
Das Spiel kommt mit einer Menge alternativer Kampfformen, so etwa dem Tag Team Fight und dem Cage Fight.
 
Beim Tag Team Kampf treten zwei Teams aus je zwei Kämpfern gegeneinander an, wobei jeweils nur einer der Teammitglieder im Ring steht. Hat eines der Teammitglieder genug (oder ist so verletzt, dass ein K.O. droht), kann es seinen Tag Team Partner abklatschen, worauf dieser in den Ring steigt und weiterkämpft, während der andere außerhalb des Rings einen Punkt Schaden regeneriert. Aber Achtung! Die Gegner haben natürlich kein Interesse daran, dass der Gegner, der gerade so schön weich gekloppt ist, stiften geht. Von daher muss der den Ring Verlassende einen Kampfwürfel werfen. Würfelt er dabei eine Fahrkarte, wird er nicht nur in den Ring zurück gezogen und muss in der nächsten Runde weiterkämpfen, sondern ist in der nächsten Runde von der Aktion auch noch so groggy, dass er mit einem Angriffswürfel weniger kämpfen muss. Verloren hat ein Team, wenn einer der beiden Teamkameraden K.O. geht oder erfolgreich ausgezählt wurde.

 
Der Cage Fight ist die brutalere Variante des Spiels. Hierbei wird der Ring zum Käfig mit der Folge, dass jede Fahrkarte, die man würfelt, einem einen Punkt Schaden beibringt, weil man gegen die Käfiggitter knallt, und sowohl der Schlag mit dem Stuhl als auch mit dem Tisch einen Punkt Schaden extra machen, weil diese Angriffe den Gegner ebenfalls gegen das Gitter schleudern. [dr]
 
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  PLUS:
PLUS:
tolles Material (DER RING!!!!)
schön gestaltete Würfel
ordentlich Gelegenheit für Smack Talk
schlicht und einfach: Spaß in Tüten
ENDE
  MINUS:
MINUS:
bislang nur auf Englisch
leerm
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      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Dirk: Das Spiel war für mich DIE Entdeckung auf der Essener Messe "SPIEL 2015". Ich hatte noch nie so viel Spaß bei einem Demo-Spiel wie beim Match des Tag Teams Altenburg gegen das Tag Team Witten (naja, eigentlich Gevelsberg, weshalb Altenburg wohl auch von Anfang an keine Chance hatte). Dies mag auch daran gelegen haben, dass Backspindle den begeisterndsten Erklärbären der gesamten Messe am Tisch hatte (schwarz-weiß gestreiftes Schiedsrichter Shirt, roter Bart und Fellmütze), der so richtig Stimmung machte (wenn man in Halle 1 zwischendurch immer mal ein lautes "THE CHAIR!!!" oder "OH, NOT THE TABLE?!!!" gehört hat … Yep, das war er!), aber das Spiel ist auch ohne den (ist nicht käuflich zu erwerben, ich hab gefragt …) ziemlich gut. Ach was, das Spiel ist die Wucht und hat für mich definitiv "King of Tokyo" für den Bereich bis zu vier Spielern, die wirklich Spaß beim Spielen haben wollen, als Spiel der Wahl abgelöst.
 
Da sind einmal die Komponenten: Die Figuren der Luchadores und Luchadorinas sind wirklich witzig gelungen (Mein Favorit: El Perrito), aber das Highlight bildet natürlich der Ring, der sich durch einfaches Rumdrehen und Runterdrücken auch gleich in einen Käfig verwandeln lässt. Fabelhaft gelöst ist auch, wie der Ring nicht nur als Staffage, sondern auch als Spielelement ins Spiel integriert wurde. Stichwort: Nur Würfel im Ring zählen. Das führt natürlich dazu, dass alle Spieler möglichst hart würfeln, wodurch wahrscheinlich mehr eigene als gegnerische Würfel aus dem Ring fliegen. Aber man hat selbstredend immer den Ansporn, die endgültige, tödliche Würfeltechnik zu finden, die sämtliche gegnerischen Würfel rauskegelt, die eigenen jedoch im Ring belässt. Die Würfel sind im Übrigen auch für sich genommen toll. Ich mag ja besonders gestaltete Würfel (und zwar solche, bei denen die Gestaltung sich nicht darin erschöpft, Aufkleber auf blanke Würfel kleben zu müssen) und das Spiel hat eine Menge davon.
 
Oh, und natürlich sind auch zwei Championchip-Gürtel aus Pappe dabei, mit denen man nach dem Sieg ordentlich Posieren, Smack Talken und Herausforderungen aussprechen oder entgegennehmen kann. Überhaupt ist Smack Talk – wer nicht weiß, was das ist, soll's bitte googeln – wie beim richtigen Wrestling auch das A und O des Spiels. Natürlich sagt man Ay Yi Yi Dolores vor dem Kampf, dass sie doch bitte wieder in die Küche gehen soll, wo sie hingehört, und natürlich nennt sie El Perrito einen Fettsack (obwohl der nur schwere Knochen hat), immerhin wird dadurch das Publikum so richtig angeheizt!
 
Die Regeln sind super einfach und können fast "on the flight" erklärt werden (das übersichtliche englische Regelheft tut sein Übriges). Die Advanced Rules kann man dazu nehmen, muss man aber nicht (macht man aber trotzdem, weil sie halt cooler sind). Das ist ein wenig wie mit den Power Up-Karten bei "King of Tokyo": Spass macht es auch ohne sie, aber man hat dann doch den Wunsch das eigene Monster bzw. den eigenen Luchador zu individualisieren, weil sie einem ans Herz wachsen.
 
"Uohuhh, ja, ist da jetzt aber nicht viel Glück dabei?" höre ich jetzt schon einige fragen. Na sicher!!! Wie sollte das Spiel sonst auch für Spaß sorgen? Spaß hat man, wenn man glücklich ist und glücklich ist man, wenn … na? Was? Richtiiiig: … man Glück hatte! Und ja, man kann auch Pech haben. Aber dann ärgert man sich halt, und auch das ist eine schlichte Notwendigkeit für ordentlich Spaß, denn wenn nicht immer auch die Möglichkeit des Pechs besteht, dann kann man Glück doch überhaupt nicht schätzen.
 
Der einzige Nachteil (für einige) ist, dass das Spiel bislang nur in englischer Sprache erschienen und in Deutschland auch schwierig (oder nur teuer) zu bekommen ist, da Backspindle derzeit keinen deutschen Vertrieb hat. Allerdings kann das Spiel auch von Privatleuten direkt beim Verlag in Nordirland bestellt werden und zwar hier:
 
 
Insgesamt also ein wirklich tolles Spiel, das nicht umsonst den Preis für das beste Familienspiel auf der UK Games Expo 2014 (so was wie eine Mischung aus Deutscher Spielepreis und Spiel des Jahres, nur in weniger bieder) gewonnen hat.
...

 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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