Genre: Strategie
Erscheinungsjahr: 2009 Verlag: Hall Games
..i.. Autor: Uwe Rosenberg Spieleranzahl: 1 bis 4 Alter: ab 10 Jahren Spieldauer: 60-120 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Vor
den Toren
von Loyang
Erntezyklus,
3. Teil In Uwe Rosenbergs
neuestem Erntespiel tummeln sich die chinesischen Händler an den
Stadttoren Loyangs und bieten ihre Ware feil.
So
funktioniert's:
Jeder Spieler erhält 10 "Käsch" (Geld), seinen
Spielplan mit Laden und persönlichem
Wohlstandspfad sowie einen Stapel persönliche
Felder, der neben dem Spielplan verdeckt
bereitgehalten wird. Das Stammfeld mit neun
Ernteparzellen wird ebenfalls neben den Plan
bereitgelegt. Es zeigt zugleich (anhand der noch
verbliebenen Waren) die aktuelle Spielrunde an
(es gibt also neun Spielrunden).
Jeder Spieler
besitzt einen Laden sowie einen persönlichen
Wohlstandspfad.
Jede Menge
Obst und Gemüse zum Ernten.
Der
Wohlstandsmarker wird auf das Wohlstandsfeld 1
gesetzt. Jeder erhält außerdem eine Karte
Karren/Lager, die er neben seinen Laden legt.
Der persönliche Laden des Spielers wird mit den
entsprechenden Gemüsesorten bestückt. Sodann
kauft jeder Spieler aus diesem Laden eine
Warensorte, die er auf seinem Stammfeld
anpflanzt, wobei nur die Sorten erlaubt sind,
die auf dem Feld aufgedruckt sind. Der Spieler
bestückt alle neun Parzellen des Stammfeldes mit
der Warensorte, die er gekauft hat, wobei er die
restlichen acht Waren aus dem Vorrat nehmen
darf. Der Startspieler wird ausgelost und erhält
den großen Startspielermarker.
Es beginnt
nun der Startspieler mit der ersten Phase des
Spiels, der Erntephase.
Jeder
Spieler deckt in seinem Zug ein Feld von seinem
Felderstapel auf und legt es neben sein
Stammfeld. Dann erntet der aktive Spieler von
jedem seiner Felder (so er denn noch Waren
darauf hat) genau eine Ware und legt sie in
seinen Karren.
Das Stammfeld
zeigt 9 Ernteparzellen.
"Käsch" ist
die Währung des Spiels.
Nun folgt
die Kartenphase. Die Aktionskarten werden
gemischt, eventuell abgelegte Karten werden
hineingemischt (nicht in der ersten Runde). Alle
Spieler erhalten vier Karten verdeckt, die sie
auf die Hand nehmen. Der Startspieler legt eine
dieser Karten in die Tischmitte (den Hof).
Reihum darf nun jeder Spieler entweder eine
weitere Karte in den Hof legen oder eine Karte
aus dem Hof und eine aus seiner Hand wählen und
diese an seinen Laden, passend zu den Symbolen
am Laden und auf den jeweiligen Karten, anlegen.
Der Letzte, der so Karten auslegt, wird für die
neue Runde Startspieler, der Vorletzte „kleiner
Startspieler“ (er erhält die entsprechende
Marke).
Für die
Karten gelten folgende Regeln: Wird ein
Stammkunde ausgelegt, bekommt dieser sofort eine
Zufriedenheitsmarke, ein Marktstand wird sofort
mit den entsprechend aufgedruckten Waren
befüllt, ein Feld muss sofort mit zwei Käsch
bezahlt werden, bevor es zu den anderen Feldern
gelegt wird.
Nach der
Kartenphase folgt die Aktionsphase.
Jede der
folgenden Aktionen darf der aktive Spieler
ausführen, so oft er kann oder will (außer
„Doppelpack kaufen“):
Saatgut
aussäen:
Der Spieler nimmt sich eine Ware aus seinem
Karren (diese kann eine gerade geerntete,
gespeicherte oder auch gekaufte sein) und legt
sie auf ein freies Erntefeld, auf dem die
entsprechende Ware auch wächst. Sodann bestückt
er aus dem allgemeinen Vorrat die restlichen
Parzellen des Feldes.
Der
Wohlstandspfad eines Spielers...
... sowie der
anschließende Laden.
Waren im
Laden kaufen/verkaufen:
Der Spieler darf Waren aus seinem Karren/Lager
an seinen Laden verkaufen oder aus dem Laden
kaufen, allerdings nur solche, die auch
tatsächlich in der Auslage verfügbar sind.
Waren in
Marktständen tauschen:
Verfügt der Spieler über Marktstände, kann er im
dort angegeben Verhältnis die ausgelegten Waren
ertauschen. Es ist erlaubt, die gleiche Ware zu
tauschen (z. B. Korn gegen Korn); dies kann
interessant werden, wenn man den Markt
„loswerden“ möchte. Dafür muss er nämlich leer
sein.
Helfer
nutzen oder ablegen:
Der Spieler kann ausgelegte Helfer nutzen, d.h.
ihre Fähigkeiten für sich in Anspruch nehmen,
oder Helfer abwerfen; dies ist nur bei Helfern
möglich, alle anderen Kartentypen müssen
„abgearbeitet“ oder „aufgebraucht“ werden.
Stammkunden
beliefern:
Hat der Spieler Stammkunden, kann er diese mit
den geforderten Waren beliefern. Dabei darf
jeder Stammkunde nur einmal pro Runde beliefert
werden, und zwar mit beiden geforderten Waren
und, da der Gewinn gestaffelt ist, immer von
unten (geringster Gewinn) nach oben
(Maximalgewinn). Nachdem ein Stammkunde zum
vierten Mal beliefert worden ist, wird er sofort
abgeräumt. Kann der Spieler einen Stammkunden
einmal nicht beliefern, dreht er die
Zufriedenheitsmarke auf dem Kunden auf die rote
Seite. Kann er diesen Kunden in der folgenden
Runde erneut nicht beliefern, muss der Spieler
sofort zwei Käsch Entschädigung in den
allgemeinen Vorrat zurück geben.
Laufkundschaft bedienen:
Anders als Stammkunden werden Laufkunden nur
einmal bedient, und zwar mit folgender Maßgabe:
Hat der Spieler gleich viele Stamm- und
Laufkunden, erhält er die auf dem Kunden
aufgedruckte Belohnung. Hat er mehr Lauf- als
Stammkunden, erhält er zwei Käsch weniger, hat
er mehr Stamm- als Laufkunden, erhält er einen
Bonus von 2 Käsch.
Stammkunden
wollen beliefert werden.
Diverse
Aktions- und Kundenkarten
Doppelpack
kaufen (nur einmal pro Runde):
Der Spieler darf einmal pro Runde ein Doppelpack
kaufen, d. h. zwei Aktionskarten vom
Nachziehstapel nehmen und keine, eine oder beide
behalten. Der Preis des Packs variiert, je
nachdem wie viele Helfer oder Marktstände er vor
sich liegen hat (der höhere Wert zählt, 1 Käsch
pro Stand oder Helfer). Die Karten muss der
Spieler sofort anlegen, außer er behält beide
Karten. Dann darf er sie übereinander vor sich
ablegen. Hat er die obere von beiden dann
abgearbeitet, muss er die darunter liegende
Karte sofort entsprechend anlegen.
Waren
einlagern:
Der Spieler darf übrig gebliebene Waren in
seinem Lager/Karren einlagern, aber zunächst
höchstens eine, später vier, wenn er sich die
zusätzliche Kapazität für zwei Käsch erkauft.
Den
Wohlstandspfad entlang wandern:
Am Ende der Runde darf der Spieler Geld
einsetzen, um den Wohlstandspfad zu erklimmen.
Jeder erste Schritt in der Runde kostet dabei
ein Käsch, alle übrigen kosten so viel Käsch wie
das Feld, das betreten werden soll, aufzeigt.
Jeder Spieler
darf jederzeit einen Kredit aufnehmen und erhält
sofort fünf Käsch. Problematisch hierbei: Jeder
Kredit wird am Ende des Spiels als Rückschritt auf
dem Wohlstandspfad um eins gewertet und Kredite
können NICHT abbezahlt werden. Wer Kredite aufnimmt,
muss sich daher sicher sein, dass es sich lohnt.
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Am Ende der
neunten Runde zählt nur der Fortschritt auf dem
Wohlstandspfad. Wer hier am weitesten vorangeschritten
ist, gewinnt das Spiel. Sind mehrere Spieler gleichauf,
zählt die übrige Geldmenge, dann die Warenanzahl auf
nicht abgeernteten Feldern plus die Anzahl der Waren im
Lager.
[lj]
Vielen Dank an Hall Games für ein
Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
Möglichkeitsvielfalt
neue Impulse
recht simpler Ablauf
ENDE
MINUS:
MINUS:
Spielanleitung wirkt für Familien
evtl. zu komplex
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Lewis:
Uwe Rosenberg hat es mal wieder geschafft,
einem altbewährten Konzept (wenn auch
letztlich seinem eigenen) neues Leben
einzuhauchen.
Wer "Agricola" (>
Test)
und "Le Havre" (>
Test)
schätzt, wird „Vor den Toren von Loyang“
lieben! Wiederkehrende Muster wie
„Warensortiment-Overkill“ und
Möglichkeitsvielfalt sowie eine überkomplex
wirkende Spielanleitung stören den Spielspaß
kein bisschen.
Der erfahrene Rosenberg-Spieler wird sich
gut zurechtfinden, aber auch der Neuling
wird schneller Zugang zu diesem Spiel
finden, als die Spielanleitung dies zunächst
vermuten lässt. Der Ablauf des Spiels ist
nämlich letztlich recht simpel und auch für
Kinder gut erlernbar, wenn ein Erwachsener
hilft.
Das Spielmaterial ist dabei gewohnt
liebevoll gestaltet. Beide Daumen hoch für
das meines Erachtens beste der
„Erntespiele“, das natürlich auch einen
Solo-Modus vorsieht.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Chris:Ich
habe die beiden "Vorgänger" jeweils nur selten
gespielt und weil mir ein Vergleich dadurch eher
schwer fällt, mache ich einfach keinen. Somit
bewerte ich "Loyang" völlig unvoreingenommen:
Tolles Material, tolle Grafik, tolle Mechanismen
- tolles Spiel!