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London
Wiederaufbau
einer Metropole
Das große Feuer im Jahr
1666 ist überstanden. Nun liegt es in der Hand der Spieler, in
der Hauptstadt wieder neue Gebäude entstehen zu lassen.

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So funktioniert's:
Jeder Spieler startet mit 6 Handkarten, 5
Armutspunkten und 5 Pfund. Gespielt wird reihum.
Wer am Zug ist, muss immer zunächst eine Karte
aufnehmen.

Der obere Teil des Plans zeigt London mit seinen
einzelnen Bezirken. |
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Die Kartenauslage |
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Immer wenn man im Spiel Karten aufnehmen muss,
kann man diese vom verdeckten Stapel ziehen
und/oder aus der offenen Kartenauslage nehmen.
Legt man Karten ab, werden diese generell in die
Kartenauslage gelegt. Ist diese bereits voll,
wirft man die obere Reihe auf den Abwurfstapel
und schiebt die untere Reihe nach oben.
Anschließend hat der Spieler die Wahl zwischen
folgenden vier Aktionsmöglichkeiten:
(1) Karten spielen
Der Spieler kann beliebig viele Karten aus der
Hand in seine eigene Gebäudeauslage spielen. Es
entstehen Kartenstapel, indem man entweder
bereits ausgespielte Karten überdeckt oder einen
neuen Stapel beginnt. Für jede ausgespielte
Karte muss der Spieler eine weitere Karte der
gleichen Farbe in die Auslage legen. Manche
Karten verursachen zusätzlich noch Geldkosten.

In der Gebäudeauslage
der Spieler bilden sich Kartenstapel. |
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(2) Die Stadt regieren
Der Spieler kann all seine offenen Karten in
seiner Gebäudeauslage in beliebiger Reihenfolge
aktivieren. Der dreiteilige Steinsockel am
unteren Kartenrand gibt jeweils an, ob bzw. was
der Spieler zur Aktivierung der Karte bezahlen
muss, was er durch sie erhält (meist Geld,
Siegpunkte oder Verlust von Armutspunkten) und
ob die Karte anschließend umgedreht werden muss.
Die Texte auf den Karten beschreiben weitere
verschiedene Vorteile.
(3) Land kaufen
Der Spieler kann einen noch freien Stadtteil auf
dem Plan kaufen und mit einem eigenen Chip
markieren. Hierzu zahlt er zunächst den
entsprechenden Preis und erhält anschließend
sofort so viele neue Karten, wie in den
Stadtteil angegeben ist.
(4) Drei Karten nehmen
Der Spieler nimmt einfach weitere drei Karten
auf die Hand.
Weitere
Regeln:
Jederzeit können die Spieler einen Kredit von 10
Pfund aufnehmen. Für jeden aufgenommenen Kredit
müssen die Spieler bei Spielende 15 Pfund an die
Bank zurückzahlen.
Siegpunkte gibt es in erster Linie für die
besetzten Stadtgebiete, ausgespielten Karten und
Siegpunktchips, die man während des Spiels
gesammelt hat. Je 3 Pfund entsprechen einem
Siegpunkt. Ein Kredit, der nicht zurückgezahlt
werden kann, ist 7 Minuspunkte wert.
Nun überprüfen noch alle Spieler ihre
Armutspunkte und errechnen die Differenz zu dem
Spieler mit den wenigsten Armutspunkten. Anhand
einer Tabelle gibt es für diese Differenz
weitere Minuspunkte. Der Spieler mit den meisten
Siegpunkten gewinnt.
[cg]
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PLUS:
PLUS:
taktisches Kartenspiel
mit Spielplan
gelungene neue
Spielmechanismen
ENDE |
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MINUS:
MINUS:
stolzer Preis
billiges Plastikgeld |
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PUNKTE-CHECK: |
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SPIELIDEE
Originalität, Regeln |
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AUSSTATTUNG
Material, Umfang |
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SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss |
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Chris: Als ich
mir noch vor der Essener Spielemesse
2010 die Regel von "London" durchgelesen
habe, war ich gleich angetan. Als ich
mich dann aber am ersten Messetag in
Halle 5 beim Treefrog-Stand befand, habe
ich doch sehr gehadert. Immerhin sind 40
Euro für ein Kartenspiel mit Spielplan
ein mehr als stolzer Preis. In der
Hoffnung, ein potenzielles
Messe-Highlight zu erhaschen, habe ich
dann schließlich zugegriffen. Und als es
dann einen Tag später ausverkauft war,
und ich in meinem Freundeskreis der
Einzige war, der ein Exemplar besaß, war
das schon eine gewisse Genugtuung... ;-)

"London" erinnert mit seinem
Spielprinzip an Spiele wie "San Juan"
oder "Race for the Galaxy". Neue
Mechanismen wie das Bezahlen mit
gleichfarbigen Karten oder das Überbauen
von ausgespielten Karten sorgen aber
doch für ein ganz eigenes Spielgefühl.
Die einzelnen Aktionen ermöglichen viel
Taktik und sind in ihrer Ausführung doch
so simpel, dass der Einstieg in das
Spiel relativ schnell gelingt.

Die englischen Kartentexte sind stets
knapp und leicht verständlich. Gegen die
wenigen Übersetzungsprobleme hilft ein
Blick in die Spielregel, in der alle
Karten übersetzt wurden. Das schlichte
Design von Karten und Spielplan gefällt
mir gut, und auch die Qualität der
Pappmarker ist hervorragend, nur die
billigen Geldchips aus Plastik passen
nicht so recht ins Gesamtbild.

Nein, "London" ist nicht eines der
großen Messe-Highlights gewesen, aber es
ist auch alles andere als eine
Enttäuschung. Man erhält ein
grundsolides, sehr gut funktionierendes
Karten-Aufbauspiel, das sich auch noch
gut präsentiert. Von mir gibt's knappe 8
Punkte.
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KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz |
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