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Spiel-Fakten:

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Genre: Familie
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: HABA  ..i..
Autor: Tim Rogasch
Grafik: Christian Effenberger
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 25 bis 35 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Taktik 

leer
     
   
   

 

 
Lady Richmond
   
3, 2, 1, meins...

Die wohlhabende Lady Richmond verstirbt plötzlich und unerwartet und hinterlässt ein großes Erbe - nur leider kein Testament...
 
 

... So beschließt der Anwalt und Nachlassverwalter das wertvolle Erbe - aber auch den Ramsch - unter den Angehörigen zu versteigern.  Jetzt gilt es starke Nerven zu zeigen und sich die besten Stücke bei der Versteigerung unter den Nagel zu reißen. Aber vorsichtig  -  die Verwandtschaft  gönnt einem nichts!

So funktioniert's:
Der runde Spielplan wird für jeden "Erben" gut erreichbar auf den Tisch gelegt, der große rote Auktionsstein in dessen Mitte.  Die 37 Objektkarten und die 12 Auktionatorkarten werden mit der Rückseite nach oben gut gemischt und die Geldschatulle  neben das Spielbrett gelegt. Jeder Mitspieler erhält 10 silberne Holzmünzen und darf in die Rolle eines der fünf Erben schlüpfen. Dazu erhält er drei Mogelplättchen, auf die ich später eingehen möchte. Dann werden die obersten sieben Karten des Kartenstapels verdeckt auf den Spielplan gelegt.



Nun kann es schon losgehen! Gespielt wird immer um Uhrzeigersinn. Seine Holzmünzen sollte man verdeckt halten, damit die Verwandtschaft nicht sehen kann, was man sich noch alles leisten kann.  Der älteste Spieler darf beginnen und dreht eine beliebige verdeckte Karte um. Wenn es sich um eine Objektkarte handelt, wird gewartet, ob jemand das Erbe antreten möchte und eine Auktion startet. Möchte niemand dieses Erbe antreten, dreht der nächste Spieler die im Uhrzeigersinn folgende Karte um.  Auf dem Spielbrett sind aber auch Richtungspfeile gedruckt, die es einem leichter machen, die nächste Karte zu finden. Man fährt so lange fort bis ein Spieler eine Auktion starten möchte oder eine Auktionatorkarte aufdeckt.

 
Um eine Auktion zu starten, schnappt man sich so schnell wie möglich den Auktionsstein und gibt ein Startgebot für ALLE offen liegenden Karten ab. Die entsprechende Anzahl an Münzen muss offen auf den Tisch gelegt werden. Auch hier geht es im Uhrzeigersinn weiter. Nun kann man entweder das letzte Gebot um mindestens eine Münze erhöhen oder passen. Wer passt, darf in dieser Versteigerungsrunde nicht mehr mitbieten.
 
Möchte niemand mehr bieten, erhält der Spieler mit dem höchsten Gebot den Zuschlag. Er nimmt alle offen liegenden Karten an sich und legt sie verdeckt vor sich ab. Außerdem muss er die gebotenen Münzen in die Geldschatulle werfen. Die anderen Spieler dürfen ihre gebotenen Münzen wieder zurück zu ihrem Vorrat nehmen. Sollte der seltene Fall eintreten, dass niemand die letzten auf dem Spielbrett liegenden Karten ersteigern möchte,  werden diese abgeräumt. Befinden sich keine Karten mehr auf dem Spielbrett,  werden erneut sieben verdeckte Karten ausgelegt.

 
Während der Versteigerungsrunde kann man, bevor man ein Gebot abgibt oder passt,  Gebrauch von seinen Mogelplättchen machen. Allerdings sollte man sich gut überlegen, wann man seine Mogelplättchen einsetzt, da man jedes eigene Plättchen nur einmal im gesamten Spiel einsetzen kann. Hier darf man schummeln, tauschen oder ausleihen. Das Mogelplättchen "schummeln" spielt man aus, wenn man sich zwei beliebige verdeckte Karten der Auslage anschauen möchte. Beim "tauschen" kann man eine seiner ersteigerten Karten gegen eine offen oder verdeckt auf dem Spielplan liegende Karte tauschen. Nimmt man eine Karte aus der aktuellen Auktionsrunde, muss die Karte ebenfalls offen hingelegt werden. Wählt man dagegen eine verdeckte Karte, legt man die getauschte Karte ebenfalls verdeckt ab. Und wenn man mal knapp bei Kasse ist, kann man sich mit dem dritten Mogelplättchen schnell noch eine Münze bei einem Mitspieler "ausleihen".  Ist dieser gerade pleite, hat man leider Pech gehabt.

 
Damit es nicht langweilig wird, greift der Auktionator  bis zu zwölf Mal pro Spielrunde immer mal wieder ins Spielgeschehen ein und unterbricht die Versteigerung. Je zweimal ist die Pausenkarte vorhanden, es müssen offen liegende oder sogar alle Karten abräumt werden oder es startet ein Ausverkauf. Beim Ausverkauf heißt es schnell sein und sich den Auktionsstein schnappen, denn man bietet auf ALLE auf dem Spielbrett liegenden Karten. Am beliebtesten ist aber der Zahltag.  Diese Auktionatorkarte ist dann auch gleich vier Mal dabei. Wird diese Karte umgedreht, plündern alle die Geldschatulle. Das Guthaben aller Erben wird wieder gleichmäßig auf 10 Münzen aufgefüllt.

 
Das Spiel endet, wenn alle Karten versteigert oder abgeräumt wurden. Es gewinnt der Erbe mit den meisten Pluspunkten. [nm]
 
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    Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
witziges, familiengerechtes
   Versteigerungsspiel
kurze und verständliche Regeln
gewohnt hohe HABA-Qualität
ENDE
  MINUS:
MINU
fehlende Sichtschirme
leer
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     
Nicole: "Lady Richmond"  ist ein Spiel aus der "Spieleabend approved"-Reihe von HABA, die Familien an den Spieltisch bringen möchte. Das Einstiegslevel bei diesen Spielen ist niedrig und damit eben familientauglich. Familientauglich auch dadurch, dass die Spielanleitung kurz und auch für Spieleinsteiger verständlich ist (knappe DIN A4-Seite) und man kann schnell mit dem Spiel beginnen. 
 
Mit "Lady Richmond" kommt ein Versteigerungsspiel auf den Tisch, bei dem man seiner Familie (= den Mitspielern) ordentlich die Suppe versalzen kann. Die Figuren der einzelnen Erben sind schön illustriert, wer mehr über sie wissen möchte, findet eine kurze Beschreibung der einzelnen Charaktere in der Spielanleitung. Jeder startet mit zehn Münzen. Vor seinen Miterben sollte man die Anzahl seiner Münzen geheim halten und verdecken. Hierzu fehlt mir persönlich ein kleiner Sichtschirm.  In den Versteigerungsrunden kann die Anzahl  der Münzen schnell schrumpfen. Man sollte sich seine Münzen gut einteilen, da man nie weiß, wann die nächste Zahltagkarte aufgedeckt wird. Ansonsten ist man ruckzuck knapp bei Kasse. Und ein richtig eingesetztes Mogelplättchen sorgt dafür, dass bei der lieben Verwandtschaft die Schweißperlen auf der Stirn erscheinen oder der Geldbeutel schrumpft. Denn ehe man sich versieht, kann sich der schon sicher geglaubte Sechs-Punkte-Oldtimer blitzschnell in das alte Gebiss, die fiesen Pudel oder die Soleier von 1856 verwandeln. Wobei es von insgesamt 37 Objektkarten nur vier Minuskarten gibt. 

Wir haben das Spiel als Familie und auch zusammen mit der Oma gespielt. Und der Blick der Oma, als sie statt der wertvollen 5-Punkte-Antiquitäten die gammeligen Minus-drei-Soleier für fünf Münzen ersteigert hat (da nutzte auch das "ich passe jetzt auch..." nichts mehr) und das Enkelkind sich vor Lachen krümmte, ja, so etwas macht für mich auch ein gutes Familienspiel aus. Und aus einer Spielrunde wurden meistens zwei oder sogar drei Runden…
 
"Lady Richmond" funktioniert mit Kindern, obwohl es ein Versteigerungsspiel ist, sehr gut. Das mag auch daran liegen, dass  die Kinder sich darauf verlassen können,  dass die ausgegebenen Münzen bis zu viermal im Spiel wieder auf zehn aufgefüllt werden. So kam von unserem Nachwuchs immer wieder der Wunsch, das Spiel erneut zu spielen. 
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
Ende
 

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