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Spiel-Fakten:

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Genre: Aktion
Verlag:
www.spielundlicht.de
Spieleranzahl: 2 bis 4
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
Kroknoll
....
Ein fast vergessenes Brettspiel
Das große Holzbrett erinnert an das bereits bekannte Schnippspiel Crokinole. Doch Kroknoll ist anders - lest selbst!


     
Das große quadratische Holzbrett findet problemlos auf dem Küchentisch Platz. Gespielt wird im Uhrzeigersinn. Die Regeln sind dabei einfach. Gespielt werden kann das Spiel zu zweit, zu dritt oder zu viert, wobei die Team-Variante zu viert am meisten Spaß macht. Diese Variante möchte ich kurz beschreiben. Vier Spieler nehmen sich je 12 Ringe. Die beiden gegenübersitzenden Spieler erhalten dabei jeweils die gleiche Farbe. Sie bilden ein Team. Als Abschusslinie gilt immer die am weitesten vom Spieler liegende Linie, sprich die Außenlinie des Quadrats. Geschnippt wird mit Zeige- oder Mittelfinger, der vom Daumen aus startet und dann den Ring trifft und diesen fortschnippt.

 
Regeln:
- Liegt kein generischer Stein auf dem Brett, muss in die Mitte gespielt werden.
- Liegt ein gegnerischer Stein auf dem Brett, muss dieser direkt oder indirekt angespielt werden, d.h. das Anspielen eines eigenen Steines ist dann erlaubt, wenn damit dann ein gegnerischer Stein getroffen wird (Kettenreaktion).
- Wird kein gegnerischer Ring berührt, muss der eben geschnippte Stein aus dem Spiel entfernt werden.
- Wird ein Ring (eigener oder gegnerischer) aus dem Spielfeld herausgeschossen, wird auch dieser aus dem Spiel entfernt. Auch wenn der Stein vom Rand zurück auf das Feld prallt, kommt er aus dem Spiel.
- Ein direkt im Mittelpunkt befindlicher Stein verbleibt dort bis zum Spielende oder bis er durch einen anderen - auch eigenen - Stein aus dem Loch herausgekickt wird.

 
Es wird reihum gespielt, bis jeder Spieler seine 12 Steine geschnippt hat. Dann wird gewertet. Jedes Feld hat seinen eigenen Wert. Die Ringe erhalten für ihre Position innerhalb des Spielfeldes Punkte. Die einfrästen Linien zeigen die nach innen verlaufenden Regionen an: ganz außen: 5 Punkte, äußere Mitte: 10 Punkte, innerer Ring: 20 Punkte, Mittelpunkt: 50 Punkte. Gewertet wird also am Ende jeder Ring einzeln anhand seiner Position auf dem Spielfeld. Liegen die Ringe auf der Linie, gilt das Feld, indem der Ring zum größeren Teil liegt. 
 
Die Punktezahl (50) des Mittelringes kann sich erhöhen (besser, meiner Meinung nach, als Regel für die Profis gedacht), wenn das gegnerische Team den Ring nicht mit seinem  nächsten Schuss aus dem Mittelfeld schießt. Dann erhöht sich der Wert um weitere 50 Punkte für jeden Schuss, der den Mittelring nicht aus dessen Feld katapultiert. Diese Punkte werten separat notiert und bei der Rundenabrechnung mitgerechnet. Sieger ist das Team mit den meisten Punkten am Ende einer Runde.

 
Im Zwei-Personen-Spiel kann so gespielt werden, dass jeder eine gegenüberliegende Seite nutzt. Allerdings kann auch so gespielt werden, dass jeder zum Inhaber zweier Seitenlinien erklärt wird. Er kann seine Spielseite dann jeweils frei wählen. Die Wertung bleibt dabei gleich.
 
Im Drei-Personen-Spiel übernimmt ein Spieler einen "Doppel-Part", er spielt also zwei Spieler gleichzeitig, während die beiden Spielgegner als Team agieren. Auch hier bleibt die Wertung unverändert. [go]
 
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  PLUS:
PLUS:

tolles Material
viel Gedrängel, viel Spaß

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  MINUS:
MINUS:
3er-Variante wirkt erzwungen
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PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Dass Holz-Schnippspiele gerade auch in den letzten Jahren zunehmend Zuspruch finden, liegt wohl nicht nur an ihren so schnell erlernbaren Regeln. Sicher spielt auch die hohe Qualität bei einem zumeist angemessenen Preis eine Rolle. Der Herr am Messestand wirkt etwas traurig, als er von der Geschichte seines Brettspieles berichtet. Während er an seine familiären Wurzeln denkt, erinnern sich die Besucher stets an die durch "Schlag den Raab" bekannt gewordene "Crokinole". - "Mein Spiel ist schon alt!" sagt er. Seine Erinnerungen ragen in die eigene Kindheit bis zu den Großeltern zurück. Sie hatten bereits ein solches eckiges Brett bei sich zu Hause. Dort hatte er Kroknoll gespielt, lange bevor der Trend es in Deutschland populär machte. Geschichtlich gesehen ist die Herkunft der Crokinole weitgehend ungeklärt. Einige vermuten eine entfernte Abstammung vom indischen Carrom. Andere beziehen sich auf ein englisches Spiel namens "Shove ha'penny" aus dem 17. Jarhundert. Tatsache ist es, dass Crokinole-Bretter bereits seit dem 19. Jhd. in ihrer heutigen runden Form in Kanada bekannt waren. Auch in Deutschland gab es ähnliches, was als Knipsspiel bezeichnet wurde.

Und nun Kroknoll? Der aktuell optische Unterschied besteht zunächst einmal in der Form - eckig statt rund, naturpoliert statt Lack. Die inneren Barrieren sind zudem beweglich, sodass die Scheiben anders davon abprallen, als an den äußeren festen Barriere-Stäben. Außerdem wird mit Ringen statt mit den üblichen Holzscheiben gespielt. Interessant ist dabei die Tatsache, dass auch die frühe Crokinole mit Ringen gespielt wurde. Die Spielmechanik ist also tatsächlich ähnlich und lässt berechtigte Vergleiche zu.

Und das Regelwerk? Hier gibt es drei Spielvarianten, die an die jeweilige Spielerzahl angepasst sind und alle mit insgesamt 12 Ringen je Spieler gespielt werden. Lediglich die Drei-Personen-Variante erlaubt einem Spieler, als Ersatz eines vierten Spielers, den Einsatz von 24 Ringen. Als interessanteste Art wurde von den Testgruppen aber immer wieder das Vier-Spieler-Spiel eingestuft, welche sich auch am meisten von der eigentlichen Crokinole unterscheidet. Hier spielen die beiden gegenüber sitzenden Spieler in einem Team. Beide Teams spielen gegeneinander. Der Reihe nach werden Ringe in die Mitte gespielt, wobei jetzt auch Kettenreaktionen erlaubt sind. Man kann also auch gezielt eigene Steine anspielen, um mit diesen dann gegnerische Scheiben aus dem Spiel zu nehmen. Genau das und die höhere Anzahl von Steinen im Spiel machen den Reiz von Kroknoll aus. Hier macht das Spiel richtig viel Spaß, in fast jeder Gruppe.

Und wie so oft stellen wir fest - beide, Kroknoll und Crokinole, haben ihre spielerische Berechtigung. "Kroknoll" ist ein wirklich reizvolles Holz-Schnippspiel, das aber vor allem in seiner Vier-Personen-Variante punktet. Auf jeden Fall ein Tipp für alle, die qualitativ hochwertige Spiele mögen und noch mit ihren Enkel Ringe schnippen wollen.
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   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 
 
     

Sarah-Ann: Wer an Schnippspiele denkt, erinnert sich sicher zuerst an Carrom und Crokinole. Auf der Messe in Leipzig begegnete mir dann ein Spiel namens Kroknoll. Ringe statt Scheiben, bewegliche Hindernisse - das Spiel bietet einiges, was mir so noch nicht begegnet war. An sich ist das Spiel für vier Personen ausgelegt. In dieser Variante zeigt es auch den meisten Spaß, denn es wird in Teams gespielt. Gemeinsam versucht man, die Ringe des Gegners ins Aus zu schießen und gleichzeitig die meisten Siegpunkte zu erlangen. Von dieser Variante waren alle begeistert. Durch die große Anzahl an Ringen pro Person konnte auch nach der Hälfte des Spieles nicht gesagt werden, wie das Spiel am Ende ausgehen wird. Natürlich hängt hier wieder alles mit den eigenen Schnippkünsten zusammen.

Die Zwei-Personen-Variante ist ein abwechselndes Schießen, bei dem durch die große Menge an Ringen ebenfalls Spielspaß entsteht. Nur die Drei-Personen-Variante wirkt etwas gezwungen. Hier wird die Vier-Personen-Variante halt nur 2:1 gespielt. Die Punktevergabe ist wie üblich.

Die Lage der Ringe bringt Siegpunkte. Je weiter zur Mitte, desto mehr. Die Besonderheit ist, dass durch das Treffen der Mitte sofort 50 Punkte auf das eigene Siegpunktkonto kommen. Die Gegner haben bei ihrem Zug Gelegenheit, diesen Ring aus der Mitte zu schießen. Schaffen sie es nicht, wird jedes Mal nach dem Zug eines Gegners weitere 50 Punkte auf das Konto addiert. Dadurch kann ein leichter Punktevorteil erreicht werden, den die Gegner jedoch durch gutes Schnippen wieder ausgleichen können.

Mein Fazit: Für vier Personen ist Kroknoll das beste Schnippspiel, welches ich bisher kennengelernt habe.
 

 
   KULTFAKTOR
      Zweitmeinung
 
Ende
 
 

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