Genre: Kinder, Familie
Erscheinungsjahr: 2010 Verlag: Ravensburger
..i.. Autor: Michael Feldkötter Spieleranzahl: 2 bis 4 Alter: ab 8 Jahren Spieldauer: 20-45 Min.
Einstiegslevel:
Glück
Taktik
leer
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Krawall vorm Stall
Hier fliegen
die Federn! Viele Hühner, ein Ziel:
Die Spitze des Misthaufens! Und damit das Federvieh ganz oben
ankommt, bedarf es Futter für die Küken.
So funktioniert's:
Der Misthaufen wird in der Tischmitte platziert. Um den
Haufen herum wird die zweiteilige Futterleiste gelegt.
Jeder Spieler erhält 15 Küken und 2 Hühner in seiner
Farbe.
Vorn: Die
Futterleiste mit den zugehörigen Bewegungskarten. Oben
in der Mitte: Der 3-D-Misthaufen.
Jeder Spieler schickt zwei Hühner in seiner Spielerfarbe
an den Start der Rennstrecke.
Die
Bewegungskarten werden erst nach der Rückseite sortiert
und dann in einzelnen Stapeln gut gemischt. Dann wird
vor jedes Zahlenfeld eine aufgedeckte Karte des
jeweiligen Rückseitenmusters ausgelegt. Alle
verbliebenen Kartenstapel werden nun, ebenfalls
verdeckt, neben der Futterleiste drapiert. Diese Karten
bilden die Nachziehstapel. Von den ersten beiden dieser
Stapel (grauer Boden und braune Erde) zieht jeder
Spieler, verdeckt, je eine Karte auf die Hand.
Zuletzt
werden, je nach Spieleranzahl, die Sperrchips auf einige
Felder des Misthaufens gelegt. Nun beginnt das Spiel.
Spielablauf:
Der
Startspieler wird ermittelt. Bevor dieser seinen Zug
beginnt, dürfen die anderen Spieler einige ihrer Küken
setzen. Es
beginnt der Spieler links vom Startspieler, der eines
seiner Küken auf eines der Felder 1- 4 setzen darf. Der
folgende Spieler setzt dann gleich zwei seiner Küken
ebenso ein. Der dritte Spieler setzt drei Küken ein.
Bei diesem ersten
Einsetzen muss beachtet werden, dass auf jedem einzelnen
der Felder 1-4 eine bestimmte Farbe jeweils nur 1 Mal
vorkommen darf.
Nun beginnt der
eigentliche Startspieler. Er darf sich für eine von drei
Aktionen entscheiden: A:
Würfeln, evtl. eine
Karte erhalten und max. eine Karte für eines seiner
beiden Hühner ausspielen. B:Nicht
würfeln, dafür aber
mind. zwei Karten ausspielen, welche einen
Gesamtzahlenwert von 8 nicht überschreiten dürfen.
Bewegt werden darf auch dann nur eines der beiden
Hühner. C: Nicht würfeln,
und dafür beide Hühner bewegen mit jeweils einer
Rennkarte.
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Das Würfeln: Insgesamt hat jeder Spieler 3 Würfe. Der Spieler würfelt
beim ersten Wurf mit allen drei Würfeln. Er darf sich
nun entscheiden, wie er die Zahlen zum Setzen seiner
Küken verwendet. Nun dürfen auch mehr Küken einer Farbe
auf ein Feld gestellt werden! Würfelt der Spieler
beispielsweise eine 1, 3 und 5, so kann er je ein Küken
auf das jeweilige Feld (1, 3 und 5) der Futterleiste
setzen. Er kann aber auch Zahlen addieren und so z.B.
ein Huhn auf Feld 1 und ein zweites auf Feld 8 (3+5)
stellen.
Beim zweiten Wurf
würfelt der Spieler nur noch mit zwei Würfeln, die er
nach den gleichen Regeln verwendet. Beim dritten
Wurf darf er schließlich nur noch einen Würfel werfen.
Die Würfel
entscheiden, auf welchen Feldern der Futterleiste Küken
platziert werden dürfen.
Wer drei
eigene Küken auf einem Feld der Futterleiste
besitzt, gewinnt die Bewegungskarte.
Erhalten von
Bewegungskarten: Stellt ein Spieler
während seiner Aktion ein dritte Küken seiner Farbe auf
ein (!) Feld der Futterleiste, dann gewinnt er die an
dem Feld anliegende Bewegungskarte für sich. Er darf sie
als Handkarte aufnehmen. Die Küken dieses Feldes werden
wieder ihren Besitzern übergeben und eine neue Karte
wird vom passenden Nachziehstapel an das Feld angelegt.
Es kann auch
passieren, dass ein Spieler innerhalb eines Zuges
mehrere Karten erhält.
Ausspielen
einer Bewegungskarte: Hat der Spieler sein
letztes Küken auf die Futterleiste gestellt, darf er
eine seiner beiden Hennen den Misthaufen hinauf bewegen.
Dazu wählt er eine seiner Handkarten. Auf jeder
Handkarte ist eine Zahl zu finden, die angibt, wie viele
Schritte das Hühnchen vorwärts läuft. Diese Zahl muss
genau gesetzt werden!
Landet das Huhn auf
einem Sperrchip, muss es auf das nächste freie (!) Feld
abwärts gezogen werden.
Landet das
Huhn auf einem bereits von einem anderen Huhn besetzten
Feld, wird das fremde Huhn
zurückgeschubst und landet nun auf dem nächsten freien
Feld abwärts. Das kann bei vielen Spielern auch
bedeuten, dass das fremde Huhn mehrere Felder (über die
anderen besetzten Felder hinweg) zurück gesetzt werden
muss.
Ziel der Hühner ist die
Spitze des Misthaufens.
Allgemeine
Regeln:
- Hat ein
Spieler keine Küken mehr, darf er eines seiner Küken auf
der Futterleiste versetzen.
-Ein
Spieler darf, sofern er noch würfeln kann, auch ein
neues Küken auf ein bereits abgeräumtes Feld seines
Zuges stellen.
-
Ausgespielte Karten werden auf einen offenen
Ablagestapel neben der entsprechenden Farbe abgelegt.
Dieser kann später gemischt und als neuer Nachziehstapel
verwendet werden.
-
Das Zielfeld darf mit
ungenauer Zahl erreicht werden. Von dort werden keine
eigenen, sonder nur fremde Hühner zurückgeschubst. Zwei
Hühner der eigenen Farbe dürfen also auf dem Zielfeld
stehen.
Spielende:
Der erste
Spieler, der es in diesem Gedränge schafft, sein zweites
(!) Huhn zu einem bereits vorhandenen Huhn seiner Farbe
auf die Spitze des Hügels, und damit auf das Zielfeld zu
ziehen, gewinnt das Spiel.
Natürlich
können noch Variablen ins Spiel eingebaut werden, je
nach dem Geschmack der Spieler (z.B. Änderung der
Sperrchips).[go]
Vielen Dank an Ravensburger für ein Rezensionsexemplar!
PLUS:
PLUS:
kindgerechte Spielidee
detailreiches Material
kleines Taktikelement
ENDE
MINUS:
MINUS:
Materialschwäche beim
Misthaufen (zu leicht)
Küken sind zu winzig
leer
PUNKTE-CHECK:
SPIELIDEE
Originalität, Regeln
AUSSTATTUNG
Material, Umfang
SPIELABLAUF
Mechanik, Einfluss
Gabi:Ein
neues "Lotti Karotti" für große und kleine
Hühnerfans? Ein wenig erinnert "Krawall vorm
Stall" daran. Es geht den Berg hinauf.
Bewegungskarten werden für die Schritte
verwendet. Und die Gefahr, unterwegs aufgehalten
zu werden, erscheint auch nicht gering, wenn
auch die Hühner nur zurückgeschubst werden. Das
Spielprinzip wurde dabei jedoch erweitert, und
so auch für Erwachsene durchaus ansprechend
gemacht.
Die Bewegungskarten werden nun erwirtschaftet
durch kluges Setzen der Küken. Der Glücksfaktor
fällt dabei durch das dreimalige Würfeln und das
beliebige Zusammenrechnen der Zahlen nicht allzu
negativ ins Gewicht. Hier ist erstes taktisches
Denken gefragt, welches jedoch bereits auch von
Schulanfängern bewältigt werden kann.
Das Regelwerk ist einfach und die illustrierte
Anleitung lässt keine Fragen offen. Das Material
ist liebevoll gestaltet, die Beschaffenheit
jedoch nicht optimal. Gerade die Küken sind
extrem winzig geraten und für mitspielende
"Erwachsenenpranken" fast schon ungeeignet.
Ungeschickte Hände werfen sie zudem schnell um
und verursachen, gerade im Gedränge auf den
Futterleisten, dann schon einmal ganze
Massenstürze.
Auch der Misthaufen erscheint im Vergleich zu
"Lotti Karotti" und anderen 3-D-Spielen vom
Material als zu leicht, wenn auch bemerkt werden
muss, dass er in seiner Detailtreue eine echte
Augenweide darstellt. Vielleicht sollte er
einfach etwas verstärkt werden und zudem ein
paar "Anti-Rutsch-Füße" erhalten?
Ingesamt zeigt sich "Krawall vorm Stall" mit
seinem 2-teiligen-Spielablauf und der neckischen
Spielgeschichte dann jedoch als nettes, solides
Laufspiel für Familien mit Kindern ab ca. 8
Jahren.
KULT-FAKTOR
(Langzeit-)Spielreiz
Ende
Ingo:
"Krawall vorm Stall" ist ein nettes Wettrennen
mit kleinen taktischen Elementen und optisch
gelungenem Spielmaterial. Die Spielidee spricht
dabei natürlich vor allen Dingen Kinder an.
Allerdings ist es eines der Spiele, das auch
Erwachsene sicher gern einmal mitspielen werden.
Etwas schade ist die Plastik-Beschaffenheit des
Hügels, der - wie man es sonst von z.B.
Karnevalsmasken kennt - zu dünn geraten ist und
- bei übereifrigen Kinderhänden - auf Dauer
sicher mit der einen oder anderen Verformung
klarkommen muss. Auch sind die Küken zu klein
geraten (Vorsicht, Verschluckungsgefahr!).
Als nettes Spiel für Zwischendurch, und am
besten in gemischter
Kinder-Erwachsenen-Spielgruppe, kann ich
"Krawall vorm Stall" jedoch empfehlen.
KULT-FAKTOR
Zweitmeinung
Ende
NO.1
Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als
erstes von SPIELKULT.de getestet!