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Spiel-Fakten:

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Genre: Wissen
Erscheinungsjahr:
2009
Verlag: Kosmos Verlag  ..i..
Autor: Günter Burkhardt
Spieleranzahl: 2 bis 5
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: ca. 45 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Wissen 

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  Europa
 
Erdkunde als Brettspiel
Paris und Rom, der Rhein und die Donau, die Abtei Cluny. Bekannte und unbekannte Städte, Flüsse und Orte sollen spielerisch lokalisiert werden.
 

     

So funktioniert's: 
Sämtliche Ratekarten werden (unabhängig von ihren Farben) gemischt und als Stapel bereit gelegt. In jeder Runde werden einige Karten offen ausgelegt (die Anzahl richtet sich dabei nach der Spieleranzahl), aus denen sich die Spieler nacheinander je eine Karte aussuchen.


Der Spielplan zeigt eine in kleine Sektoren eingeteilte Europakarte. Außen herum verläuft die Punkte- sowie die Länderleiste.
   
Beispiel der Vorderseite einer Städtekarte (oben) und der Rückseite einer Flüssekarte inkl. Auflösungs-Koordinaten und zugehörigem Land.
   

Der aufgedruckte Ort ist der Zielort, den die Spieler jeweils auf der Europakarte lokalisieren sollen. Neben Städten werden die Mündungen von Flüssen sowie einige Sehenswürdigkeiten und Landschaftsgebiete gesucht. Dazu besitzt jeder Spieler eine Tipp-Tafel, auf der er nacheinander bis zu 4 Tippsteine platzieren kann. Die Tafel ist in 4 Zonen eingeteilt; die erste Zone betrifft die Einteilung "West" oder "Ost" auf dem Spielplan. In der zweiten Stufe soll der gesuchte Ort in die Segmente "Nord", "Mitte" oder "Süd" eingeordnet werden. Die dritte Stufe fragt nach dem Planquadrat und die vierte, schwierigste Stufe schließlich nach dem Segment A, B, C oder D innerhalb des Quadrats.

Die Spieler haben dabei die Entscheidung, wie genau sie einen Ort lokalisieren möchten. Die fiese Fall dabei: Ist nur eine Stufe falsch benannt, geht der Spieler in dieser Runde leer aus; ansonsten gibt es pro Stufe einen Punkt, der auf der Punkteleiste markiert wird. Die anderen Spieler können eine Art Veto einsetzen, in dem sie eine Angabe korrigieren bzw. präzisieren und so zusätzliche Punkte machen.


Jeder Spieler besitzt ein solches Tableau, auf dem die Position des gesuchten Ortes eingegrenzt werden kann.
   
Die rote Spielfigur verdeutlicht den Tipp des Spielers auf der Europakarte.
   

Die Auflösungen (Koordinaten) stehen zusammen mit einem kurzen Infotext auf der Rückseite der Karte. Dort befindet sich am unteren Rand auch noch die jeweilige Länderflagge, die den Staat benennt, in dem der gesuchte Ort zu finden ist.

Die Flaggen sind für die sogenannten "Barrierefragen" wichtig. Sobald ein Spieler auf der Punkteleiste eine Barriere überschreiten möchte, muss er das Land benennen, in dem der Ort zu finden ist, welcher aktuell oben auf dem Nachziehstapel liegt. Gelingt dies, wird die Barriere entfernt - der Weg ist auch für die folgenden Spieler frei. Wird der Staat falsch benannte, müssen sich zunächst die nachfolgenden Spieler an der Lösung versuchen.

Jede Ratekarte hat auf der Vorderseite zudem in der unteren rechten Ecke eine Zahl von 1 bis 4 aufgedruckt. Diese gibt an, wie viele Stufen bei dem gesuchten Ort richtig zu tippen sind, damit der Spieler die Karte behalten darf. Das Kartensammeln ist wichtig, da, sobald ein Spieler das vorläufige Zielfeld auf der Punkteleiste überschreitet, eine Schlusswertung ausgelöst wird. Jeder Spieler zählt dazu seine gewonnenen Karten - für bestimmte Kombinationen gibt es Zusatzpunkte, die auf der verlängerten Punkteleiste markiert werden. Wer insgesamt die meisten Punkte sammeln konnte, gewinnt das Spiel.  [ih]

Hinweis:  Im Jahr 2007 erschien bei Kosmos mit "Deutschland - Finden Sie Minden" (> Test) bereits ein Pendant zur dieser europäischen Variante.

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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:
lehrreich
ideal für Erdkunde-Freaks
ENDE
  MINUS:
MINUS:
etwas statischer Spielablauf
 
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Ingo:  Wer "Deutschland - Finden Sie Minden" (> Test) bereits gespielt hat, wird sich bei "Europa" direkt zuhause fühlen. Viel hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert; einige Spielelemente wurden optimiert.

Zunächst einmal ist der Schwierigkeitsgrad ein klein wenig gesunken, da der Spielplan (aus rein technischer Notwendigkeit) gröber eingeteilt ist. Außerdem entsteht doch die Vetoregel mehr Interaktion, da die Spieler ab sofort auch die Gegnerkarten gut im Auge behalten sollten.

Die Barrierefragen (bekannt aus "Globalissimo" > Test) sind ebenfalls neu und bremsen den Führenden öfters einmal aus - ob dies nun gerade positiv zu sehen ist, sei dahingestellt. Zumindest bleiben die Spieler dadurch enger zusammen.

Der Spielablauf beschränkt sich aber größtenteils auf das Lokalisieren der gesuchten Orte. Ein paar eingestreute Quiz- oder Schätzfragen à la "Europa-Wissen" (Noris; > Test) hätten dem Spiel in dieser Hinsicht zu mehr Abwechslung verhelfen können. Diese, so hat es den Anschein, hat man nur über zusätzliche Regeln einbringen wollen.

Das Spielmaterial ist gelungen; die Anzahl der Ratekarten könnte nach unserem Geschmack wieder einmal etwas höher sein.

Die Gesamtwertung ist schwierig: Wahre Erdkundefreunde geben dem Spiel nach unseren Testrunden bis zu 10 Punkte; Spieler, die hingegen ein Navigationssystem zum Auffinden Ihres eigenen Hauses benötigen, strafen das Spiel mit nur einem einzigen Punkt ab. Die offensichtliche Einschränkung der Zielgruppe führt in einer durchschnittlichen Spielrunde von daher schnell zu einem Ungleichgewicht - besonders wenn ein wandelnder Atlas unter Ihnen verweilt. Lehrreich ist "Europa" auf jeden Fall; für den Geographie-Unterricht bestens geeignet!

 

 
   KULT-FAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

 NO.1   Dieses Spiel wurde in der Datenbank Luding.org als erstes von SPIELKULT.de getestet!

 
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