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Spiel-Fakten:

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Genre: Kommunikation
Erscheinungsjahr:
2016
Verlag: HUCH! & friends ..i..
Autoren: Yves Hirschfeld, Fabien Bleuze
Spieleranzahl: 3 bis 10
Alter: ab 16 Jahren
Spieldauer: ca. 30 Min.

Einstiegslevel:
   

 
 Glück

Initiative 

leer
     
   

 

 
Klappe!
....
Frage, Antwort, Schnauze!
"Gabi, ich habe hier ein neues Spiel für dich!" - "Halt die Klappe, Ingo!" - nein, bei SPIELKULT.de streiten wir nieeee...! In diesem Spiel sagt man sich aber dennoch die Meinung auf nicht ganz vornehme Weise...
  
     

Die beiden farbig getrennten Stapel "Antworten" und "Aussagen" werden getrennt gemischt und als verdeckte Stapel in der Mitte platziert. Jeder nimmt sich eine "Klappe"-Karte und legt sie offen vor sich. Eine beliebige andere Karte wird so auf die Klappe-Karte gelegt, dass sie die unteren Spalten noch abdeckt. Immer wenn eine Antwort als schlechteste identifiziert wurde, muss der Spieler die Abdeckkarte eine Zeile nach unten ziehen. Wer zuerst die unterste Zeile freilegen muss, verliert das Spiel. Außerdem zieht sich jeder noch eine Antwortkarte auf die Hand.

Der älteste Spieler wird zum Spielleiter der ersten Runde ernannt. Er zieht die oberste Aussagenkarte und wählt sich eine Aussage aus, die er offen vorliest. Dabei spricht er seinen linken Nachbarn an: "Marco, mit einem Euro kannst Du dir heute nicht einmal eine Wurst kaufen!".  Der Nachbar muss nun so schnell wie möglich, eine der Antworten der Karte in seiner Hand laut zum Besten geben: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" - Der Spielleiter macht weiter und liest dem nächsten Spieler eine andere Aussage vor. Auch dieser antwortet entsprechend mit einer der vier Antworten auf der Handkarte. Hat ein Spieler keine Aussage oder Antwort mehr frei, wird nachgezogen. Es dürfen keine Antworten oder Aussagen zweimal verwendet werden. Am Rundende wählt der Spieler den Spieler aus, der seiner Meinung nach, die am schlechtesten passende Antwort gegeben hat. Ihm ruft er "Klappe!" zu. Dieser Spieler rückt nun seine Abdeckkarte eine Zeile nach unten. Der nächste Spieler reihum wird zum Spielleiter.  

Sobald der erste Spieler die unterste Zeile der Karte erreicht hat (Klappe!, Schnauze!, Ich hab Schnauze gesagt!, Hörst Du nicht?, Du lässt nicht locker, was?!, Du neeervst!, Es reicht!, Hau ab!) endet das Spiel. Es gewinnt der Spieler, der auf seiner Karte noch am weitesten oben liegt.

Würfel-Variante mit einem Würfel mit Zahlen von 1-3: Der Würfel bestimmt nun die Anzahl, wie oft der Spielleiter in dieser Runde Klappe! sagen darf. Der Spieleiter darf bei unpassender Antwort auch sofort Klappe! rufen, allerdings eben nur so oft, wie ihm der Würfel erlaubt. [go]

 
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    Checkpoint
Checkpoint
  PLUS:
PLUS:

interessante Aufarbeitung eines
   klassischen Frage-Antwort-Spiels
---
  MINUS:
MINUS:
deutlich zu geringe Kartenanzahl
PUNKTE-CHECK:
   SPIELIDEE
      Originalität, Regeln
 
   AUSSTATTUNG
      Material, Umfang
 
   SPIELABLAUF
      Mechanik, Einfluss
 
 
     

Gabi: Ich halte etwas Seltenes in meinen Händen. Nein, es ist keine außergewöhnliche Schönheit - das Design bleibt eher nüchtern, spartanisch. Nein, es ist kein übermäßig tolles Material. Es ist funktionell. Nein, es ist kein besonderer Spielablauf. Aber es ist ein Mechanismus, den man vielleicht schon vergessen hat. Viele von uns kennen ihn noch aus den guten alten Kindertagen. Mein erstes Spiel bestand aus kleinen roten und grünen Kärtchen (3x5 cm groß), auf denen jeweils eine Frage oder eine Antwort stand. Mittlerweile befinden sich mehrere verschiedene Exemplare im Fundus der Altenburger Spieletage. Alle eigentlich gleich, nur mit ein paar neuen Fragen und Antworten. Ja, es gibt sie noch - und zwar immer in der selben Form. Einer liest eine Frage vor, der Andere eine meist witzige Antwort, die so gar nicht zur Frage passt.

Und nun "Klappe!"? Die Cover-Aufschrift: "Nur reden ist schöner" macht mich neugierig. Das Einstiegsalter auch, ab 16 Jahren ist das Spiel konzipiert. Die Fragen und Antworten scheinen also frech, etwas politisch und wohl auch unterhalb der Gürtellinie zu sein? Nach der ersten Runde wird klar: Schlüpfrig wird es nicht. Alle Fragen und Antworten bleiben auf einem akzeptablen Niveau, wenn auch vielleicht unabsichtlich ein paar versteckte Wahrheiten unliebsame Details aufdecken können. Ganz hat man seine Reaktionen trotz vorgegebener Antworten dann doch nicht im Griff.

Der grundlegende Spielgedanke bleibt den Klassikern treu. Allerdings erhöht sich die Auswahl an Fragen und Antworten. Hat man ursprünglich je eine zur Verfügung, die man vorlesen muss (allerdings den Partner frei wählen kann), stehen nun mehrere zur Verfügung. Die doppelte Verwendung ist verboten, also wählt man aus und "fragt" oder "antwortet". Als solches funktioniert das Spielchen durchaus. Die Nutzung der Klappe-Karten unterlegt das ursprüngliche Spiel mit einem wahrnehmbaren Regelwerk und ermöglicht es, einen echten Sieger zu küren.  Das funktioniert. Allerdings gibt es die Möglichkeit, persönliche Antipathien auszuleben und als Spielleiter immer bestimmte Personen "abzustrafen". Hier macht es sich gut, wenn die Gruppe in solches Geschehen eingreift. Fairness im Spiel ist immer wichtig, v.a. wenn es um subjektive Einschätzungen geht.

Das Spiel endet, wenn der Erste ganz unten angekommen ist bei "Es reicht, hau ab!" An dieser Stelle bin ich dann doch etwas traurig. Der Grundtenor der Klappe-Karte erscheint sicher jugendlich normal, bringt in mir jedoch einen Moll-Ton zum Klingen. Niveau sieht anders aus. Ein Spiel mit "Es reicht! Hau ab!" enden zu lassen, kann wohl lustig sein, muss aber nicht. Nein, kein Spieler sollte sich nach einer Spielrunde so fühlen! Jeder Spieler trägt die Verantwortung für das Gelingen eines Spieles.

"Klappe!" ist in unseren Spielrunden als netter kleiner Absacker dennoch recht gut angekommen. Allerdings bemängelten unsere Spieler einen wichtigen Aspekt: bei Spielerzahlen ab 6 gibt es einfach deutlich zu wenige Karten beider Sorten. Das senkt den Spielreiz!
...
 
   KULTFAKTOR
      (Langzeit-)Spielreiz
 
Ende
 

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